möchte XING den Dialog?

Wenn einer einen Fehler macht, dann ist das niemals einen Post wert. Ein E-Mail mit einem Hinweis auf den Fehler aber schon. Das dachten sich einige der ca. 300 Kommunikationsverantwortlichen, die gestern von XING ein E-Mail erhielten mit Neuerungen für Firmenprofile in der Netzwerkplattform. Leider ist dem Absender ein kleiner Fehler passiert und alle E-Mail-Adressen waren sichtbar. Das ist nicht sooo tragisch wie ich finde. Das Mail bekam auch ich und gestehe, ich war kurz versucht, alle in meine Datenbank zu kopieren, denn das ist unsere Zielgruppe (hab ich nicht getan ;)

Was mich jedoch nachdenklich stimmt, ist die darauf folgende Situation.

Die Kommunikationsleute, witzeln und senden an alle ein paar E-Mails, manche empört und manche mit konstruktiven Ideen, wie „Wo wir uns jetzt schon kennen, lasst uns eine XING-Gruppe“ gründen. Wolfram Borchers probierts dann auch gleich aus.

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Super, ich bin dabei.

Die folgende Reaktion des XING-Absenders (ohne Name) ist aber leider folgende, und das stimmt mich nun wirklich nachdenklich.

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Ein Team, dass sich dem Social Media, also nennen wir es mal Netzwerken, verschreibt und mit den Menschen darin nicht kommuniziert oder gar sich gegen eine entstehende Gruppe stellt kann ich leider nicht als „your XING“ Team ernstnehmen. Sorry.

PS: Achja die kommunizierte Neuerung war, man kann jetzt Firmenprofile auf XING auch in HTML gestalten. Natürlich kosten die Firmenprofile Geld, 25 – 130 Euro im Monat.

Online Netzwerken mit Schranken im Kopf

Letzte Woche gings ja um das Online Netzwerken beim Jour Fixe Marketing des Verbandes Frauenunternehmen. Zumindest für mich.

Klar ist, dass Social Media keine Grenzen zwischen Frauen und Männern kennt. Deshalb musste ich auch im Vorfeld die eine oder andere spitze Bemerkung intern ertragen, weil ausschliesslich Frauen geladen waren. Denn meine engeren Kollegen wissen, ich setze mich NICHT für Gleichberechtigung ein. In meinem Gedankengut ist diese schon da.

Mein Gesichtsausdruck muss ein wenig entgleisst sein, als ich diesen Artikel über das Event in den Schaffhauser Nachrichten sah. Der Autor, pardon vielleicht auch: Die Autorin, (leider nicht ersichtlich) schreibt einleitende Worte zu einer gelungenen Veranstaltung:

„Die Frauen sind aufgebrochen und richten sich in der Unternehmenswelt ein …..Sie sind auch dabei, ein Rezept von den Männern zu übernehmen“

Sofort hab ich folgendes Bild vor meinem geistigen Auge: Caveman.

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Bild-Quelle und Ratschläge eines Neandertaler: Caveman

Die Aussage macht für mich keinen Sinn, wenn Frauen irgendetwas von der Männerwelt kopieren oder andersrum. Schon gar nicht das Netzwerken, denn das sortiert nicht nach Geschlechtern oder hat irgend jemand in XING ausschliesslich weibliche Kontakte? Social Media hätte wohl deshalb vor Jahrhunderten noch nicht funktioniert.

Heutzutage sind solche Äusserungen höchstens einen ordentichen Beitrag in die Macho-Kasse wert. Daneben erscheinen mir kleine Spass-Beträge, für die die Kasse eigentlich gedacht ist, lächerlich.

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Das wäre mein Kommentar zum Artikel gewesen, gäbe es bei den Schaffhauser Nachrichten eine Kommentarfunktion. Weil es hier eine gibt, freu mich mich über Eure Meinungen.

Wie siehst Du oder sehen Sie das?

ps. Ich schicke den Post auch an die Redaktion, ein Leserbrief sozusagen.

Online Netzwerken: wenn der Dialog öffentlich wird

Heute darf ich mal wieder reden gehen, obwohl ich den Dialog einem Referat vor vielen Menschen vorziehe. Darum mag ich wohl Social Media so. Dort ist der Dialog öffentlich. Unser Ziel heute am Jour Fixe Marketing des Verbandes Frauenunternehmen ist, den Unternehmerinnen das Netzwerken mit Blogs, Twitter, XING und Facebook ans Herz zu legen.

Was kann Social Media, was traditionelles Netzwerken nicht kann?
z.B. finden Interessengruppen ohne räumliche/örtliche Grenzen zusammen. Durch den dort öffentlichen Dialog (oder auch nur Infos) können weitere Interessierte partizipieren. Damit der Start dann fürs Online Netzwerken leichter wird, schnell nochmal die Erfolgsfaktoren:


– Persönliches Engagement
– Offenheit und Transparenz
– Beobachten und zuhören + Sozialkompetenz
– Zeitnah agieren statt reagieren

Passend zum Thema führen Corina Hany, Redaktorin beim Landbote, und ich auf dem Podium einen Dialog statt Präsentation. Fragen, wie diese dürften für eine reichhaltige Diskussion sorgen:


– Wann macht es Sinn für mein Unternehmen, Facebook zu nutzen?
– Was passiert mit meinen Inhalten? Kann ich sie schützen lassen?
– Laufe ich in Twitter nicht Gefahr, die Kontrolle über das Publizierte zu verlieren?

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Fast vergeblich hab ich übrigens nach gelungenen Firmenauftritten in Facebook gesucht. Thomas Hutter half promt mit Snickers und swisscom. Dankeschön. Auch an Nils fürs den Facebookslide (oben)

Jetzt freu ich mich erstmal aufs persönliche Netzwerken – offline (fast ;)

Download Handout:

Netzwerken ist eine Lebenseinstellung: Twitter, Facebook und Xing kurz vorgestellt [pdf, 3.9MB]

Posts zu Twitter PR, XING, Facebook