Sozialinformatik-Event in Rorschach 2010

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Ein schon fast familiärer Abend (sievent) für Sozialinformatik-Fachleute (FHS St. Gallen), um sich über aktuelle Projekte zu informieren. Es war eine Ehre für mich den ersten Vortrag halten zu dürfen. Dieser handelte vom internen Wissensmanagement in Form des Namics-Intranets (Wiki – Multi-Blogging und Editier- sowie Kommentar-Funktion von Confluence). Das Intranet ein Ausdruck der Kultur von Namics, die den Dialog fördert und Wissen von allen Mitarbeitern einfach zugänglich macht.

Download Handout Wissensmanagment bei Namics.pdf

Im Anschluss präsentierte Martin Hofmann (Mobile Learning), was man unter „Mobilem Lernen“ anhand von Dokudare versteht. Interessant war der Ansatz des virtuelle Öffnen des Schulzimmers, um den Kreis der Interessierten und Betroffenen zeitnah mitzuerleben. Peter Niedermann (Movis AG) erläuterte, wie Fachkärfte der Sozialen Arbeit heute mit internen Tools arbeiten. Dabei spielen Vorschriften/Abläufe und der strukturelle Aufbau des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Die SMS-Beratung, vorgestellt von Roland Wittwer (Online Beratung) zeigt deutlich, dass die Wirkung direkt mit dem Kanal (SMS, Email, Telefon) zusammenhängt. So erreicht man oft Kinder und Jugendliche bei einem schwierigen Thema besser, wenn man nicht telefonisch das Gespräch sucht. Zum Abschluss referierte Daniel Sutter, welche Ansprüche die Sozialpädagogische Familienbegleitung (Koosa AG) an die Technologie stellt. Weiterhin erläuterte er mögliche Zukunftsszenarien mit dieser Technologie.
 
Dieser Sozialinformatik-Abend hat mir einen neuen Blickwinkel auf das Social Web gegeben. So ist sozial (social) nicht immer auch zwangsläufig die Gemeinschaft betreffend. Die Suche nach der Grenze, was im Web noch „social“ ist und wann diese Grenze überschritten ist, ist meist ein Spiegel des Suchers und so individuell wie er selbst.

Weiterführende Links:

http://medienpraxis.ch/2010/sozialinformatik-in-rorschach/
Post von H.-D. Zimmermann zum Event

Enterprise Search auf den WiMa-Tagen

„Enterprise Search – oder: Wer küsst den Frosch? heisst mein Vortrag an den 5. Stuttgarter Wissensmanagement-Tagen über die von uns unterstützte Enterprise Search-Studie. Aber was hat Enterprise Search mit Wissensmanagement zu tun?

Sehr viel. Eines der zentralen Ziele von Wissensmanagement im Unternehmensumfeld ist ja, vorhandenes Wissen zugänglich zu machen. Bei der Bewältigung unserer Aufgaben sehen wir uns jedoch mit einer wachsenden Flut von Informationen konfrontiert. Während wir uns daran gewöhnt haben, das Internet mit Hilfe von Websuchmaschinen recht effizient nach Informationen zu durchsuchen, ist das Auffinden unternehmensinterner Daten oft wesentlich schwieriger. Abhilfe schafft eine Enterprise Search. Alles weitere im

Handout

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Und wer küsst nun den Frosch? Darauf gibt es 2 verschiedene Antworten:
1. Hoffentlich ganz viele Unternehmen, die ihr internes Wissen und die Wissensträger besser nutzen wollen
2. Nein, es ist kein Grimm-Märchen, sondern Kätchen im Gedicht „Die beiden Schwestern“ von Wilhelm Busch. Und zwar wird diese nach dem dritten Kuss reich belohnt:

[…] Beim dritten [Kuss] gibt es ein Getöse,
Als ob man die Kanonen löse.

Ein hohes Schloß steigt aus dem Moor,
Ein schöner Prinz steht vor dem Tor.
Er spricht: „Lieb Kätchen, du allein
Sollst meine Herzprinzessin sein!“
Nun ist das Kätchen hochbeglückt,
Kriegt Kleider schön mit Gold gestickt
Und trinkt mit ihrem Prinzgemahl
Aus einem goldenen Pokal.

Ein Tool nicht um des Tools Willen – Vortrag wima-tage

Wer das Vortragsthema von den heutigen Wissensmanagement-Tagen „Dialog statt Tools. Austausch statt Megaphon.“hört oder liest, mag in ersten Moment irritiert zucken. Ein Webdienstleister propagiert den Dialog und wendet sich gegen Tools, die zu seinem Geschäft gehören?
Ja und nein!

Ja zum Dialog, über den Wissen im Unternehmen geschaffen wird.

Nein zum sinnlosen, willkürlichen, d.h. nicht zielorientierten Tooleinsatz.

Tools sind Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. Sie müssen die Mitarbeiter des Unternehmens beim Wissenstransfer unterstützen. Daran müssen sie sich messen lassen. Bei der Auswahl – die angesichts der zunehmenden Toolanzahl immer bedeutender wird – genauso wie bei der möglichst regelmäßigen Nutzungs-/Nutzenüberprüfung.

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Unabdingbar für den Erfolg ist der Einsatz durch die Mitarbeiter. Ein mitarbeiterorientierter Tooleinsatz sowie ein bloßes zur Verfügung stellen der Tools sind hierfür nicht hinreichend. Es bedarf zusätzlich zum einen Mitarbeitermotivation über den Nutzen, den sie durch ein Wissensmanagement mit Hilfe der Tools haben, wie Erfolg durch eine höhere Arbeitsqualität oder Zeitersparnis sowie durch (Selbst-)Bestätigung.
Zum anderen einer offenen Kommunikation im Unternehmen, die Mitarbeiter nicht hemmt, sondern ihre Teilnahme am Wissensmanagement fördert, so dass sie ihr Wissen teilen und durch Partizipation lernen.

Exemplarisch wird im Vortrag das Wissensmanagement bei Namics mit den Tools Weblog, Wiki und Microblog inklusive der gemachten Erfahrungen gezeigt.

Download Handout:

Dialog statt Tools. Austausch statt Megaphon. [pdf, 1.1MB]

Mehr zum Thema: Buchbeitrag von Bernd Schopp Unternehmensinterner Blog