Vom Community-Aufbau und -Management

Man hat doch selten die Gelegenheit, eine Social Community von der Idee bis zum Going-Live und darüber hinaus zu begleiten. Und noch seltener, dies für zwei Communities parallel zu tun. Da ich diese Erfahrung in der Vergangenheit sammeln durfte, lud mich die Universität St.Gallen zu einem Gastvortrag ein. Das Thema: Community Management. Aufbau, Technologie, Umsetzung, kritische Masse…

Und selbstverständlich hielt ich keinen Theorie-Vortrag über Community Technologie und Management, noch darüber was man alles beachten muss. Vielmehr wollte ich den Zuhörern und Studenten, die im Anschluss selbst eine Community aufbauen sollen und wollen, ein paar Erfahrungen mitgeben und aus dem Nähkästchen erzählen. Denn in meinem beruflichen Leben waren diese 2,5 Jahre mit Sicherheit unter den prägendsten und interessantesten.

Zu den Themen gehörten u.a.:

  • Drupal oder nicht?
  • Offshoring oder nicht?
  • Live-Gehen oder nicht?
  • Neue Funktionen oder nicht?

Wie immer am MCM an der Uni St.Gallen: Die Diskussion war sehr interessant und anregend. Hier der Vortrag in stark gekürzter Version:

HSG-Vortrag zu Community-Umsetzung und -Technologie (gekürzte Version als PDF, 10 MB)

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Google Wave Tech Talk

Vor einigen Wochen poppte im Techie-Channel des Zürcher Namics Ofiice eine Nachricht von Markus Tressl auf. Die Nachricht enthielt einen mysteriösen Link auf ein Google Spreadsheet. Es handelte sich um die Anmeldung für einen Google Wave Tech Talk. „Developer Information“ – klingt doch spannend. Vorsichtig trug ich meine Daten ein und hoffte, dabei sein zu dürfen.

Einige Tage Später erschien in meiner Mailbox ein Mail von Pamela Fox. Spam, schrie mein innerer Spamfilter sofort, bis ich entdeckte, dass dies die Bestätigung für den Google Wave Tech Talk in Zürich ist.

Gestern waren wir also an dieser geheimnisvollen Information zur Google Wave. Mit Pizza und Bier lockten uns die Googler zu ihrer Präsentation. Als erstes wurde klargestellt, dass die Wave nicht Gmail ist.

„Wave is to Google Wave“
„Mail is to Gmail“

Ah, wenn ich das gewusst hätte… Lars Rasmussen, bekannt aus dem berühmten Youtube Video zur Google Wave öffnete die Präsentation mit einer kleinen Vorstellung der Funktionen der heutigen Wave. Bei ihm lief schon einiges, was in der öffentlichen Wave noch nicht funktioniert. Zum Beispiel waren da viele Plugins installiert, Wavelets enthielten Bilder, PDF’s usw.

713-Lars Rasmussen-thumb-500x356-712.jpg

Vladim übernahm den technischeren Teil der Bots, Plugins und Gadgets. Sein Entwicklerhintergrund war an seiner Art zu Präsentieren klar zu erkennen. Zum Abschluss betrat der chinesische Herr, dessen Name ich leider schon wieder vergessen habe, die Bühne. Aus meinem Blickwinkel konnte ich erkennen, dass er bis dahin nur Diffs auf seinem Monitor hatte und wohl mit Reviews beschäftigt war. Ein richtiger Techie ;-)
Er stellte das Google Wave Federation Protokoll vor und kassierte auf jeden Fall den Applaus des Abends in dem er Angekündigt hat, das auf der Sandbox das Protokoll sofort zur Verfügung steht.
Die anwesenden Namicsler, Reto, Mats, Jonny, Markus und ich haben sich wohl am meisten gefreut, da wir diese Woche noch ans Lab (2 Tage zurückziehen und was cooles fabrizieren) fahren und die Google Wave Infrastruktur inklusive Entwicklung testen werden.

Zu unserer Begeisterung hat Google einige Waveentwickler persönlich von Australien nach Zürich eingeflogen. Auf diese Weise durften wir die Geeks und Cracks, die schon hinter den Google Maps steckten kennenlernen. Mir persönlich machten Sie einen sehr sympatischen Eindruck, vorallem Lars Rasmussen, welcher sich als kompetenter Spassvogel entpuppte.
Google will mit der Wave einen Standard schaffen und zeigt mit der jetzigen Version eine Referenzanwendung. Die Wave bleibt auf jeden Fall spannend, welchen Zweck sie in Zukunft genau erfüllt weiss zu diesem Zeitpunkt aber nicht einmal Google selbst.

Links:
Spreadsheet
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