Wieviel SEO braucht ein Website Relaunch?

Vier zentrale SEO Relaunch Massnahmen Namics

Bei Website-Relaunches gilt im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) oft das Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. In dem Sinne werden sämtliche SEO-Massnahmen nach Livegang vertagt, der Zeit und dem Budget zuliebe. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass gerade im Fall von Relaunches gewisse SEO-Versäumnisse zu erheblichen Traffic-Verlusten führen können, welche womöglich schmerzhafte Umsatzeinbussen nach sich ziehen. Wir zeigen hier 4 SEO-Massnahmen, welche bei jedem Relaunch Pflicht sein sollten.

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Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches: Die 404-er Fehlerseite

Namics verantwortet konzeptionelle, technische und gestalterische Relaunches von Webauftritten. Hierbei treten häufiger ähnliche Fragestellungen zum Themenkomplex „Suchmaschinenoptimierung und Content“ auf, von denen wir einige ausgewählt haben, die wir in der folgenden Blogserie „Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches“ beantworten möchten.

Den ersten Artikel möchten wir den häufig vernachlässigten 404-er Fehlerseiten widmen, welche in der Praxis meist aus folgenden Fehlerquellen entstehen:

  • Falsch eingegebene URL
  • Link auf gelöschten Inhalt
  • Link auf verschobenen Inhalt
  • Abgeschnittener Link (beispielsweise aus Twitter)

Was Marcel Proust mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat.

In Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit heißt es:
Daß man sich verliert, ist noch nicht schlimm, sondern daß man sich hinterher nicht wieder zurechtfinden kann.
Dies trifft in besonderem Maße auf Fehlerseiten zu. Zwar agieren die Robots von Suchmaschinen auf Websites dank vorgegebenem Auftrag zwar etwas anders (und im best case effizienter) als Ihre Besucher, allerdings scheitern diese an den gleichen Hürden. Indem die Crawler auf Links zu „toten Seiten“ stoßen, befinden sich diese wie Ihre Nutzer in einer Sackgasse der IA.
Jegliche Optimierung bezüglich 404-er Fehlerseiten sollte zuallererst darauf abzielen, die Fehlerursachen zu lokalisieren und diese zu beheben. Die schnellste Methode, um diese Fehler zu beheben, dürfte die Identifikation via Google Webmastertools sein:
Im Reiter „Crawling-Fehler“–> „Nicht gefunden“ lassen sich die fehlenden Seiten mit dem Ort, von dem diese verlinkt wurden, einsehen und als Excel-Datei extrahieren.
Grundsätzlich gilt: je mehr Daten Sie über die Fehlerseiten gewinnen können, desto schneller wird Ihnen eine Behebung des Fehlers gelingen-mit vielen positiven Nebeneffekten (reduzierte Serverlast) und vor allem einer verbesserten Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite. Mit weiteren Daten erkennen Sie, ob Sie möglicherweise eine Scraping-Attacke fürchten müssen (wenn viele 404-er Fehler von einer oder wenigen IPs aus kommen) oder ob Fehler in Ihrem Affiliate-Netzwerk auftreten, was dann direkte finanzielle Konsequenzen hätte.
Beispielsweise mittels einfacher Excel-Auswertung können Sie nachvollziehen, ob die Häufigkeit von Fehlern kontinuierlich sinkt (Es sollten grundsätzlich mehr Fehler behoben werden als neue Fehler hinzukommen). Priorisieren Sie nach der Frequenz der Aufrufe von einzelnen Seiten, damit die schlimmsten Fehler zuerst behoben werden können.

Insbesondere bei Website-Relaunches und häufig editierten Seiten sind jedoch Fehler unvermeidlich. Für diesen Fall sollten Sie Ihre 404-er Fehlerseite sowohl für Suchmaschinen als auch für Ihre Nutzer derart optimieren, dass die oben beschriebene Sackgasse verhindert werden kann. Die folgenden Tipps helfen, eine nutzerorientierte Fehlerseite zu erstellen, welche gleichermaßen User wie Crawler sinnvoll bedient.

Sorry sagen.
Eine 404-er Fehlerseite erscheint ausschließlich dann, wenn ein Fehler passiert ist, so dass Unternehmen sich beim User für diese Unannehmlichkeit entschuldigen sollten-mit (hoffentlich) positiven Auswirkungen auf die Bounce Rates Ihrer Nutzer.

Corporate Design endet nicht beim ersten Fehler.
Eine 404-er Fehlerseite ist wie andere Seitentypen Bestandteil Ihres Webauftritts. Wenngleich der Nutzer diese im besten Falle nie zu sehen bekommt, spricht viel dafür, die Seite im einheitlichen Look (Und Corporate Design) zu gestalten, damit diese als ebendieses Element der Website angesehen wird und der vorzeitige Absprung verhindert wird.

404-er Fehler Status im Header sichern.
Die Übermittlung an die Suchmaschinen, dass die Seite nicht gefunden wurde, findet über die Integration des Status „404″ im Header-Bereich statt. Ist dieser nicht vorhanden/fehlerhaft, weiß die Suchmaschine nicht, dass es sich um einen nicht lokalisierbaren Fehler handelt und bewertet den Inhalt der Seite als klassische Seite. Überprüfen (und reparieren) Sie den Status mittels Online-Tool.

Dialog fördern.
Viele 404-er Fehlerseiten informieren ausschließlich darüber, dass der Fehler aufgetreten ist, bieten aber keine oder nur unzureichende Lösungsmöglichkeiten an.

Interne Verlinkung nutzen.
Nutzer wie Crawler entkommen der Sackgasse am Besten, wenn Sie
Übergreifende/ Weiterführende Links anbieten. Je nach Webauftritt kann sich hier die 1st-Level Navigation, populäre Produkt- oder Unternehmensseiten anbieten. In jedem Falle sollten Je nach Ihrem Datensatz wissen Sie, welche Seite die User eigentlich erreichen wollten: betten Sie den korrekten Link in die Fehlerseite ein.

Suchfunktionalität offerieren.
Nicht in jedem Fall wissen Sie, wohin der User eigentlich wollte. Ebenso ist eine dynamische Anzeige des korrekten Links aus technischer Sicht nicht immer möglich. Geben sie also Ihren Nutzern die Chance, auf Ihrer Seite selbst nach dem korrekten Link zu suchen.

Kontaktmöglichkeiten zusammenstellen.
Nicht nur Google weiß ein sauber geführtes Impressum zu schätzen. Indem Sie Kontaktoptionen (E-Mail, Telefon, technischer Support u.A.) auf der Fehlerseite anbieten, offerieren Sie Ihren Nutzern eine weitere Hilfemöglichkeit und die Chance auf einen intensivierten Kontakt.

Fazit

Eine hilfreiche 404-er Fehlerseite sollten Sie primär für Ihre Nutzer erstellen. Durch weiterführende Links, der Sicherstellung eines korrekten Status etc. ist es mit nur geringem Aufwand möglich, auch Crawler sinnvoll weiterzuleiten-mit besten Folgen für Ihre indexierten Seiten.