Die digitale Transformation bei Banken – Verstehe Deine Kunden Teil 3/4

Blogpost_3-4

Was erwartet Banken auf dem Weg der digitalen Transformation? Das habe ich in meinen beiden bisherigen Beiträgen zum Thema aufgezeigt und den Aspekt der Kundenfokussierung besonders hervorgehoben. Nun möchte ich eine Reihe von praktischen Vorgehensweisen vorstellen, die diesen Aspekt in einer … Weiterlesen

Dirty Tricks mit Axure: Responsive.

Axure

Axure ist nach wie vor die erste Wahl beim Entwickeln von Prototypen fürs Web. Auch wenn die Integration dynamischer Funktionen die Graubärtigen unter uns an vielen Stellen noch an Flash 3 erinnert: Axure bietet jede Menge schöner Möglichkeiten, Web-Konzepte mit … Weiterlesen

Was kann ein modernes Intranet heute?

In unserem Vortrag beim diesjährigen Business Kongress vom 10. bis 12. Mai 2011, Messe Zürich haben Michael Pertek und ich Best-Practice-Konzepte von State-of-the-Art Intranets gezeigt.

Dabei wurden folgende Themen vertieft:

– Mit 0-1 Klicks zu den wichtigsten Inhalten
– Intuitive Navigation gepaart mit effizienter Suchfunktion
– Integration der wichtigsten Applikationen
– Information, Interaktion und Zusammenarbeit
– Social Intranet
– Nutzung des impliziten Mitarbeiterwissens
– Förderung der Unternehmenskultur

Mehr Präsentationen von Namics AG

Hier die Präsentation zum Download:

Was kann ein modernes Intranet heute? [pdf, 4.3 MB]

Die Konzepte wurden zudem in Form eines klickbaren HTML-Prototyps visualisiert. Dieser kann gern bei mir (bernd.langkau@namics.com) bestellt werden.

Usability und die Auswirkung von emotionalem Design

Aus einem älteren Artikel (2002) von Don Norman: Attractive things work better

…consider tools meant for neutral or positive situations. Here, any pleasure derivable from the appearance or functioning of the tool increases positive affect, broadening the creativity and increasing the tolerance for minor difficulties and blockages.

Minor problems in the design are overlooked. The changes in processing style released by positive affect aids in creative problem solving that is apt to overcome both difficulties encountered in the activity as well as those created by the interface design.

In other words, when we feel good, we overlook design faults. Use a pleasing design, one that looks good and feels, well, sexy, and the behavior seems to go along more smoothly, more easily, and better. Attractive things work better.

Selbstverständlich ist das kein Freibrief für schlecht konzipierte Interaktionen oder Funktionalität – oberstes Ziel ist und bleibt, dass das Produkt oder der Service funktioniert und der Nutzer seine Ziele erreichen kann. Das Potential, das in gutem Design steckt, darf aber nicht unterschätzt werden.

Meine Erfahrungen mit Design und Usability

Dass gutes Design – oder überhaupt ein Design – positiv wirkt zeigen mir regelmässig unsere Usability-Studien von verschiedenen Varianten von Prototypen.

Testreihe A mit wireframe-ähnlicher Optik entlockt den Testpersonen gerade mal ein „kann man bedienen“ – während in Testreihe B mit design-ähnlichen Screen (aber exakt dem gleichen Bedienkonzept) als Feedback im Debriefing „ja, das war einfach“ oder „cool, wann kommt das“ zu hören ist. Meine Erfahrungswerte würde ich bei ca. 20% höherer Akzeptanz einstufen.

Hinzu kommt, dass die Aussagen zu gestalteten Prototypen auch präziser sind – das soll heissen, sowohl positive als auch kritische Aussagen werden von den Testpersonen deutlicher und konkreter ausgesprochen, je detaillierte ein Prototyp ausgearbeitet ist.

Wozu soll ein Prototyp für Usability Tests dienen?

Natürlich möchte man primär die Sicherheit haben, dass das gedachte Interaktionsdesign und Bedienkonzept beim Nutzer funktioniert.

Der Wert von Usability Tests wird jedoch ungleich höher, wenn innovative, neue Ideen sich als bedienbar herausstellen! Wenn ich von einem bekanntermassen bedienbaren Interaktionsprinzip einen Test mache und feststelle, dass es funktioniert – wo ist da der Nutzen?

Daher mein Fazit: Neue Interaktionskonzepte wird man mit Usability Tests nur über emotional ansprechende und ausführlich gestaltete Prototypen realisieren können.

So erreicht man Innovation und Spass an der Bedienung.

Present-Future Sketching für effiziente Interface-Optimierung

Der Artikel von Jakub Linowski mit dem selben Titel hat mir geholfen einen Namen für mein in Meetings gerne eingesetztes Prinzip zu finden.

Das Setup ist recht einfach – man hat in der Regel schon alles im Sitzungszimmer: Projektor, Flipchart (Rollen bevorzugt) und natürlich Stifte. Ich bevorzuge die Stabilo Woody Serie. Natürlich sollte man auch was zu zeigen haben – und wenn es nur die bestehende Website ist (Present State).

Gerade in agilen Projekten gibt es immer sehr früh etwas zu sehen. Und hier ist die Besprechung des Prototyps im Sitzungszimmer und Skizzen der Verbesserungen direkt ins Projektorbild wesentlich effizienter – man ist nicht die Hälfte der Zeit damit beschäftigt auf jedem leeren Blatt nochmal die Grundelemente nachzuzeichnen, sondern kann sich gleich der Problemstelle widmen:941-present-future-sketching.jpg Nein – nicht auf die Wand malen, sondern das Flipchart ist Bild schieben!

Weitere Vorteile dabei:

  • Jeder sieht sofort um welches  Interface Element, dessen Status und genaue Position man spricht
  • Die Dokumentation des Resultat ist mit einem Foto in Sekundenschnelle gemacht (drum auch die schlechte Qualität des Beispiels – sorry)
  • Trotz Skizzieren bleibt der Hintergrund klickbar – so dass man wichtige Stati und Events (Interesting Moments) nicht vergisst

Present-Future Sketching – weil Englisch – hört sich natürlich gleich mal um Welten griffiger an; die Resultate sind aber aus meiner Erfahrung tatsächlich griffiger und man gelangt sehr effizient zu einer Lösung.

So sieht es übrigens aus, wenn man wie Dorian in Aktion ist: http://www.flickr.com/photos/l-i-n-k/3310592285/ In dem Fall war das Whitebord gleichzeitig die Projektionsfläche…

Wer genug Geld übrig hat kann sich natürlich auch ein Interactive Whiteboard kaufen (Old Skool) – oder eben Microsofts Surface (State-of-the-Art) und eine eigene Anwendung dafür programmieren. Ohne Anwendung müsste man wohl Klarsichtfolie über den Tisch ziehen, damit man die Skizze behalten kann. ;-)