Terrific – a Frontend Development Framework goes Open Source

terrifically.org

Der Frontend Entwicklungsprozess wird durch die rasante Technologie- und Browserentwicklung immer komplexer. Die stetig steigende Vielzahl von Zielgeräten und Auflösungen, Animationen, CSS3, HTML5 etc. tun ihr Bestes, um die Aufwände und die Komplexität schon während der Konzeptionsphase zu erhöhen. Die unendlichen … Weiterlesen

Makerbot – Wir bauen einen 3D-Drucker. Teil 1

Ein Traum geht in Erfüllung.
Schon während meines Interaktion Design Studiums war unsere kleine Studenten Gruppe fasziniert von neuen Opensource Technologien wie Processing oder der Hardware Platform Arduino, die Designern neue, einfache und günstige Möglichkeiten eröffneten, Prototypen mit einem hohen Grad an Funktionalität zu entwickeln.

Zu dieser Zeit, ca. 2007, wurde die RepRap Research Foundation ins Leben gerufen, welche es sich zu Aufgabe gemacht hatte einen sich selbst kopierenden 3D-Drucker zu bauen. Einer der Gründungsmitglieder der RRRF, Zach Smith, gründete 2009 zusammen mit Bre Pettis und Adam Mayer in New York die Firma MakerBot Industries, um einen preiswerten Opensource 3D Drucker zu entwickeln. Einer dieser Drucker – Seriennummer 4626 – steht nun in Zürich bei Namics.

Vor ca. 3 Woche erschien in unserem Intranet ein Beitrag zum Thema Makerbot. Darauf hin tat sich eine Gruppe Mitarbeiter zusammen und gründete eine „3D-Genossenschaft“. Die Finanzierung war innerhalb von 2 Tagen gesichert, der Drucker-Bausatz kam eine Woche später per Post, gestern wurde mit dem Zusammenbau begonnen.

Innerhalb von 4 Stunden hatten wir ca. 2/3 des Druckers montiert, als ein wichtiges Bauteil defekt ging :-(
Zeit eine Pause einzulegen, die ersten 3D Modelle (z.B. eine Wurst in der Tasse) zu konstruieren, und sich das Timelapse Video anzuschauen:

Viel Spass und bis zum 2. Teil.

P.S.: Nachdem Film noch ein kleiner Lesetipp für jeden der sich für Home-Fabrication und das Internet of Things interessiert: „Bruce Sterling – Shaping Things“

Opensource CMS: Drupal und TYPO3 – Ein Vergleich

Namics hat in der Vergangenheit im Opensource Content Management Umfeld verschiedene CMS Systeme wie TYPO3, Drupal, Magnolia sowie Webapplikationen mit dem Framework Ruby on Rails erfolgreich umgesetzt.

Bekanntester Vertreter im Opensource CMS Umfeld (LAMP Architektur) ist dabei oft TYPO3. Neuerdings erreichen uns aber auch vermehrt Anfragen für Drupal. Die Auswahl des „richtigen“ Systems ist eine Kernkompetenz von Namics und basiert auf einer Systemevaluation – in diesem Falle einer sogenannten CMS Evaluation. Auf eine genauere Erläuterung des Vorgehens verzichte ich in diesem Post explizit. Mein Ziel ist es, die Systeme Drupal und TYPO3 bezüglich 3 Punkten zu vergleichen. Eines vorneweg: Beides sind „vollwertige“, freiverfügbare Opensource Content Management Systeme.

1 Community Sites vs. Corporate Websites
TYPO3 wie auch Drupal verwalten im Kern Inhalte von Websites. Drupal fokussiert dabei klar auf Community-Sites, also überall dort wo User aktiv mit Kommentaren oder eigenen Beiträgen den Inhalt einer Website beeinflussen.

Bei TYPO3 handelt es sich im Gegensatz dazu um ein „klassisches CMS“. Speziell ausgelegt auf das Verwalten grösserer Corporate Websites (selbstverständlich auch denkbar für Intra- oder Extranets). Es bestehen umfangreiche Möglichkeiten, eine oder mehrere Sites zu verwalten. Am Beispiel des Energieproduzenten Repower sind „Sites“ als eigene Länderauftritte zu verstehen . Also jeweils 1 unabhängiger Seitenbaum für Schweiz (ch), Deutschland (de), Gruppe (group) und Mittel- und Osteuropa (cee):
repower.com/de/ch
repower.com/de/de
repower.com/de/group
repower.com/de/cee

In jedem Land können Inhalte beliebig verwaltet werden. Dies gilt natürlich auch für Sprachen und Funktionen.

2 Wo werden Inhalte erstellt und editiert? Frontend vs. Backend
Wie bereits erwähnt ist Drupal massgeschneidert für Community Sites, d.h. ein Grossteil des Inhalts entsteht in der Regel durch die User selber. Demnach gibt es eine Verschmelzung zwischen Front- und Backend, wie man dies von Community Sites wie Facebook und co. gewöhnt ist. Ein Backend sucht man bei Drupal in der Basisinstallation vergebens: Alles spielt sich im Frontend ab, was für einfache inhaltliche Anpassungen sehr angenehm ist. Backend Themes für Autoren können bei Bedarf installiert werden.

TYPO3 unterscheidet deutlich zwischen einem Front- und Backend. Autoren verwalten Inhalte zu einem grossen Teil direkt im Backend. Neuere TYPO3 Releases folgen dem Trend, Inhalte direkt auf der Seite, also im Frontend zu editieren.

3 Hierarchische Seiten vs. kategorisierter Inhalt
TYPO3 basiert auf Seiten (Pages) die in einer hierarchischen Strukur einen Seitenbaum (=Site) ergeben. Am Beispiel einer Versicherung wären dies beispielsweise einzelne Produktseiten. Hier am Beispiel Page „Hausrat-Versicherung“. Einzelne Pages können wiederum Seitenelemente wie z.B. eine Spalte für Teaser im rechten Randbereich umfassen. Ein Seitenbaum sieht in TYPO3 wie folgt aus:

2684-Typo3-backend-thumb-500x508-2683.jpg

Drupal fährt einen stark modularen Ansatz. Im Gegensatz zu TYPO3 kommen sogenannte Nodes zum Einsatz. Zurück zu unserem Beispiel der Versicherung: Für die Abbildung der Produktseite „Hausrat-Versicherung“ wird ein Node „Hausrat“ eingesetzt. In diesem Node sind relevante Informationen wie der Titel, Produktinformationen, Bilder, Preisinformationen etc. gespeichert. Nodes sind nicht hierarchisch angeordnet. Die Struktur ist flach resp. ergibt sich über die Kategorisierung einzelner Nodes, Eine Seitenbaumansicht gemäss TYPO3 gibt es demnach nicht, vielmehr werden Nodes über Filter kategorisiert (siehe Screenshot).

2681-Drupal_kategorisierung-thumb-500x358-2680.jpg

Im Kern geht es also darum,

> wer (User oder Autoren) hauptsächlich die Inhalte eines Webauftritts erstellt,
> wie oft Inhalte an verschiedenen Stellen wiederverwendet werden und natürlich
> welche Art von Webauftritt (Tendenz zu vielen Community Features oder Corporate Website mit weniger dynamischen Inhalten) realisiert werden soll?

Fahren Sie lieber Mercedes oder BMW?