Mobile Business Blog-Serie –
Flexible iOS-Views Reloaded: Auto Layout

Cocoa Auto Layout Feature

Im heutigen Beitrag unserer Namics Blog-Serie zum Thema “Mobile Business” möchten wir Sie mit dem neuen Auto Layout Feature in iOS 6 vertraut machen. Es ist kein Zufall, dass Apple das Cocoa Auto Layout System für iOS mit dem iPhone … Weiterlesen

Mobile Business Blog-Serie –
Übersicht über die wichtigsten Varianten mobiler Anwendungen

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Im zweiten Teil unserer Namics Blog-Serie zum Thema „Mobile Business“ möchten wir Ihnen die wichtigsten Varianten mobiler Anwendungen vorstellen. Welche Arten von Mobile Apps existieren und worin unterscheiden sie sich? Was sind jeweils die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen … Weiterlesen

Mobile Business Blog-Serie –
Wie mobile Technologie Ihre Unternehmensprozesse verändern kann

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Dieser Blogpost bildet den Startschuss für eine Namics Blog-Serie zum Thema „Mobile Business“. In diesem Rahmen möchten wir wöchentlich aktuelle Inhalte und Problemfelder aus dem „Mobile Business“-Bereich aufgreifen. Welche Sicherheitsaspekte sind bei der Umsetzung eines Mobile Business-Projekts zu beachten? Was … Weiterlesen

Digital Touch – „Innovationskongress“ in Frankfurt

Hier eine Zusammenfassung des zweiten Tages der Digital Touch in Frankfurt.

Ich war angenehm überrascht, auch wenn ich keine wirklich neuen Erkenntnisse gewonnen habe. Dafür habe ich aber viele interessante Beispiele gehört und gesehen die mich inspiriert haben.

Kernaussage der Key Note von Thomas Tyborski war, dass es dringend erforderlich sei sich mit den digitalen Berührungspunkten (digital touches) des Kunden auseinanderzusetzen.
Die Zeiten „wir machen mal eine App als nettes Gadget“ sind vorbei. Eine intelligente Integration in die Gesamtstrategie ist gefragt und damit zielgruppengerechte Multi-Channel-Konzepte.

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Schöne Beispiele dazu wie man es richtig macht liefert Diesel mit der Kamera im lokalen Handel, die direkt Bilder des potentiellen Käufers in der Diesel Jeans auf Facebook überträgt.

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Mobile DevCon 2011

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Stellvertretend für die Namics durfte Beat und meine Wenigkeit diese Woche auf der Mobile DevCon in München teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine, in diesem Jahr erstmalig stattfindende Konferenz, welche sich ausschliesslich dem Thema „Mobile“ aus Techi- wie auch Consultant-Sicht annimmt und neben München auch in Köln und Hamburg abgehalten wird. (mehr …)

Mobile Payment: Verlieren Retail-Banken den Kundenkontakt?

Wir schreiben das Jahr 2021. 100% der erwachsenen Bevölkerung verfügt über ein Mobiltelefon. Und damit kann man natürlich auch bezahlen. Zum Beispiel per SMS. Schlicht weil es einfacher, schneller und unkomplizierter funktioniert als Transaktionen via eBanking-Applikation. Zudem sind im Jahr 2021 damit auch Transaktionen direkt von Mensch zu Mensch einfach und in Echtzeit möglich – ohne Umweg über die Bank. Die Telekommunikations-Unternehmen haben also im Jahr 2021 den direkten Kundenkontakt für den Zahlungsverkehr übernommen und die Banken sind zur Werkbank für die Kontoführung im Hintergrund degradiert worden. Dies könnte wohl einige schwerwiegende Konsequenzen für das Geschäftsmodell der Banken nach sich ziehen.

Zugegeben, das ist natürlich eine etwas gewagte Behauptung. Trotzdem möchten wir in den nachfolgenden Zeilen kurz erläutern, welche Überlegungen zu dieser Hypothese geführt haben.

M-PESA: Durchbruch mit SMS-basiertem Mobile Payment-Dienst

Die interessanteste Unterstützung für die These kommt von ungewöhnlicher Seite. Das ostafrikanische Kenia zeigt, wie der Zahlungsverkehr für die Kunden viel einfacher umgesetzt werden kann als dies heute via eBanking möglich ist. Der Telco-Anbieter Safaricom hat die SIM-Karte so erweitert, dass sichere Geldtransaktionen via SMS möglich sind.

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Der Dienst „M-Pesa“ existiert seit 4 Jahren, hat enorme Wachstumsraten und ist kurz davor die Kreditkartenumsätze in Kenia zu übertreffen. Konkret: Die Umsätze belaufen sich auf über 25% des BIP. Inzwischen kann in Kenia mit dem Mobile fast überall via SMS-Payment bezahlt werden: Bei Tankstellen, Apotheken, in Lebensmittel-Geschäften. Sogar das horizontale Gewerbe hat auf SMS-Payment umgestellt…

Die Kritiker werden jetzt natürlich rufen, dass Europa und Afrika nicht vergleichbar seien. Insbesondere gab es in Kenia kein Banken-Filialnetz und nur 15% der Leute verfügten über ein Bank-Konto. Wir meinen aber kurz und trocken: Der moderne Kunde wählt, was am einfachsten, schnellsten und sicher funktioniert. Und sei es nur aus dem einfachen Grund, dass ich keine Bankkarten mit mir rumschleppen will, das Mobile aber schon, da es nebst Banking-Funktion auch weitere Dienste leistet. Und ob die Technologie SMS oder NFC oder eine weitere kryptische Drei-Buchstaben-Kombination sein wird, ist eigentlich auch egal. Es muss nur mobil und einfach sein.

Kleiner Nachtrag: Safaricom bietet inzwischen auch ein Konto mit Zinszahlungen und Kleinkredite an (M-KESHO). Via Partnerbank versteht sich…Nur, warum sollte Safaricom in Zukunft keine eigene Banklizenz erwerben? Verschiebt sich hier ein bestehendes Geschäftsmodell schleichend in eine „fremde“ Branche?

Und die Gretchenfrage: Welche Bank macht den Kontoführungs-Deal mit dem grössten Telco-Anbieter des jeweiligen Landes? Ist wahrscheinlich ein Wolf im Schafspelz, aber besser als nichts…

Mehr Details, weitere Überlegungen und Beispiele zum Thema können Sie in unserem ausführlicheren

Thesenpapier – Retailbanking 2021_NamicsAG_Juni2011.pdf

“ nachlesen.

Mobile Web – Vom Potenzial zum Daily Business: Zukunftsfähige Umsetzungs-Varianten

Mittlerweile sprechen wir bei mobilen Zugriffen auf Corporate Websites nicht mehr nur von Potenzial, sondern die Zugriffe über Mobile Endgeräte sind zur Realität geworden.

Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass die mobilen Zugriffe den Desktop Zugriffen immer mehr den Rang ablaufen. Im Jahr 2013 sollen die mobilen Zugriffe die Desktop Zugriffe gar übertreffen. In gewissen Populationen (z.B. Social Media Anwendungen) wurde dieser Punkt wohl bereits überschritten.

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Als Konsequenz daraus stellt sich die Frage, wie Inhalte aus einem Content Management System (CMS) optimal ausgegeben werden können? 3 Varianten sind denkbar, wobei Mischformen hier explizit ausgeklammert werden:

  1. Responsive Layout
  2. „Eigene“ mobile Website(s)
  3. Mobile Applikation(en)
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Was versteht man darunter und wann soll welche Variante gewählt werden?

1. Responsive Layout
„Responsive“ Content bedeutet, dass sich die Desktop Website je nach Screengrösse dynamisch an die Platzverhältnisse anpasst. Im Kern findet eine dynamische Berechnung von Grössenverhältnissen über Frontendtechnik (CSS, Java-Script) statt. Die Website wird je nach Screengrösse 1024px (Desktop) resp. 320px (iPhone) verändert dargestellt. D.h. Module werden entsprechend umgeordnet oder Content wird reduziert (z.B. weglassen von Bildern). Es gibt nur 1 Website für alle Desktop Browser & Mobile Browser. Die Website verfügt über keine eigene mobile URL. Am einfachsten kann man „Responsive“ Layout an Beispielen verstehen:
Beispiel: http://2010.dconstruct.org/ Das Browserfenster verkleinern und staunen.

2. „Eigene“ mobile Website(s)
Eigene Mobile Website(s) werden zusätzlich zur Corporate Website erstellt und verfügen über „eigenen“ mobile Content, der i.d.R. in eigenen CMS-Seitenbäumen gepflegt wird. Die Anpassung von Content und der Applikationslogik erfolgt primär serverseitig (im Gegensatz zum Responsive Layout). Einfach erkennbar sind solche Lösungen auch an der Tatsache, dass diese Websites eigene mobile URLs (m.company.com) einsetzen. Oft ist auch eine Lösung mit einer User Agent-Erkennung im Einsatz.
Beispiel: Raiffeisen Mobile Website mit User Agent Detection

3. Mobile Applikation(en)
Native Applikationen stehen oft nur teilweise mit dem CMS in einer Beziehung und haben starken Applikationscharakter. Das bedeutet, dass sie in der Regel auch ohne Internet zu benutzen sind. Ein im Vergleich flüssigeres und schnelleres Navigieren durch Inhalte und Funktionen zeichnet sie im speziellen aus. Sie verwenden keinen Browser, sondern laufen nativ auf dem mobilen Device. Der Bezug sowie der Vertrieb erfolgt über Application Stores mit eigenen Ökosystemen (z.B. iTunes Store), was als Vor- oder Nachteil angesehen werden kann. Die Entwicklung erfolgt pro Plattform (iOS, Android,…). Ein starker Einbezug von Hardware Features (Kamera, GPS, Dokumente,..) sowie eine flexible Kombination aus Offline & Online Fähigkeit sind hier einfacher zu bewerkstelligen als in den Varianten 2 und 3. HTML 5 schafft hier aber immer mehr Möglickkeiten, Applikationen auch in Webumgebungen „nativ“ zu gestalten.

Beispiel: iPad Hypothekenrechner

Wann sollte welche Mobile Variante gewählt werden?
Anhand von 4 Kriterien kann eine erste Einschätzung getroffen werden. In der Praxis kommen Variante 2 und 3 häufiger zum Einsatz. Die Abgrenzung Webtechnologie (Variante 1 & 2) vs. native Applikationsentwicklung (Variante 3) erfolgt primär über die Kriterien „Ökosystem“ und dem Ausreizen von plattformspezifischen Funktionen. Beide Bereiche sind Stärken von Applikationen. Variante 2 wird sich dort durchsetzen, wo spezifische Use Cases und „unternehmensfremder“ Content gefragt ist.

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Aus meiner Sicht wird die zukünftige Entwicklung von Corporate Websites immer mehr in Richtung Responsive Layout gehen, da moderne Browser und neue Frontendtechnologien dies heute immer effizienter realisieren lassen. Und was ist euer Trend?

„Big-Screens“ – Die Gegenbewegung zu Mobile oder mehr?

Für welche Screengrösse soll eine Website optimiert werden? Eine Frage fast so alt wie, das Internet selber.

Die Frage gewann zuletzt mit der Mobile-Bewegung an Bedeutung. Dort sind kleine, schlanke Screens mit Kontext spezifischen Use Cases die Maxime. So weit so gut.

Heutzutage kommen neben diesen Mobile „Mini Screens“ immer mehr sogenannte „Big Screens“ mit 1920px x 1200px oder mehr zum Einsatz. Einerseits durch den Verkaufserfolg von immer grösseren Desktop-Computer Monitoren, andererseits gibt es einen Trend der TV Hersteller für hochauflösende „Big Screens“ mit integrierten Webbrowsern. Dieser Trend hat mich motiviert, diesen Post zu schreiben.

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Die TV-Film-Branche stellt sich dieser Maxime „Grösser ist Besser“ schon seit einigen Jahren. Die Frage, die dabei offen bleibt, ist: Wie verhalten sich Website(s) und Webapplikationen auf „Big Screens“ Aus technischer Sicht sollte das Rendering bestehender Websites keine grösseren Probleme ergeben, sofern bei der Entwicklung auf Webstandards gesetzt wird.

Ich stelle mir dazu allerdings vielmehr folgende Fragen:

Was passiert mit dem ungenuzten Freiraum, wenn Websites mit einem fixen Layout (1024px x 768px) auf „Big Screens“ aufgerufen werden? Braucht es gar neue UI Patterns für deren Bedienung auf Big Screens? Die Interaktion am TV (=First Screen) erfolgt aufgrund der Distanz zum Gerät nicht via touch – oder wenn, dann nur indirekt über ihren Second-Screen (http://blog.namics.com/2011/02/joiz-war-heute.html), d.h. über das mit dem TV verbundene Smartphone oder Tablet. Spannended sind auch neue Interaktionsmuster à la Kincet. Dies würde es erlauben, Websites auf dem TV mit Handbewegungen und Sprache zu steuern.

Bis zu einer Massenmarkttauglichkeit solcher Technologien für Websites/Webbrowser auf TV’s wird sicher noch einige Zeit verstreichen. Ähnlich wie in der mobilen Welt werden sich wohl erstmal „Big Screens“ UI-Patterns etablieren müssen (z.B. grosse Schaltflächen). Ich habe mir erlaubt, die Hypothese von Jakob Nielsen aus dem Jahre 2009 aufzugreifen und um „Big Screens“ zu erweitern.

  • Mobile Web 2009 = Desktop Web 1998 (Nielsen Quelle)
  • Big Screen Web 2011 = Mobile Web 2006 (Zeitpunkt vor Ausgabe vom Apple iPhone)

Bezogen auf „Big Screens“ würde das bedeuten, dass „normale“ Websites ausgegeben auf „Big Screens“ eine potentielle Hürde für User darstellen und daher eigens auf XL-Screens eingegangen/reagiert werden sollte. Eine Variante wäre auch, dass Browserhersteller dies als Herausforderung sehen und entsprechende Browser entwickeln oder sich die Mobile-Application-Store Geschichte für den TV wiederholt. Bis dorthin ist es aber noch ein weiter Weg – vorallem aus konzeptioneller Sicht gibt es hier noch einiges zu tun. Technisch gibt es schon heutzutage Möglichkeiten Optimierungen für „Big-Screens“ anzuwenden. Diese sind ähnichen zu den Ansätzen aus der „mobile Welt“ der „Mini-Screens“:

Es bleibt spannend. Wer weiss, vielleicht surfen sie bald auf Facebook Zuhause auf ihrem TV und liken ihre Posts nicht via Touch auf dem Second Screen, sondern mit einer „Daumerhoch-Geste“ auf ihrem First Screen.