UX Adventskalender 2011 | Tag 12: Stroke iPad Magazin

In der besinnlichen Adventszeit besinnen wir uns auf schöne Ideen, praktische Gadgets, nützliche Software und einfach geniale User Experience.

Heute: ‚Stroke‚, ein Prototyp, welcher (neben unserem Lampenfieber Magazin) so ziemlich alle Möglichkeiten im Digitalen Publishing auf dem iPad aufzeigt:

iPad Magazin Lampenfieber – Erste Ausgabe jetzt live

Die erste Ausgabe des iPad Magazins Lampenfieber ist live im AppStore. Das Multimedia-iPad-Theater inszeniert das Thema „Was ist sexy“.

Entstanden ist das iPad Magazin im Markom Lab als Follow-Up von Ego-Now – ebenfalls einem Lab Projekt. In jenem Lab war innerhalb von 48 Stunden ein komplettes iPad Magazin enstanden. Design, Entwicklung, Content. Wir haben bewiesen – iPad Magazine erstellen können wir. Im Markom Lab stand dann der Content im Mittelpunkt. Ziel: Ein Konzept für ein iPad Magazin.

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In den vergangenen Wochen wurde das Konzept zur Realität. Mitarbeiter, Künstler, Friends and Family haben Inhalte beigesteuert – Texte, Bilder, Videos, Statements. Die Lampenfieber Redaktion hat in zahlreichen Nacht- und Wochenendschichten designt, geschrieben, lektoriert und Merchandise kreiert mit dem Ziel, das Magazin am Namics Camp zu präsentieren.

Die grosse Zitterpartie

Die Nacht vor der Präsentation. Unerträgliches Warten auf die Freigabe im AppStore. Denis hat mittlerweile ein Standing bei Apple erarbeitet. Er kriegt Emails von echten Apple Mitarbeitern und nicht nur automatische Email Notifikationen. Kurz vor 23:00 Uhr dann die erlösende Nachricht: „App ready for Sale“.

Um was geht’s in Lampenfieber

Lampenfieber ist weder Kunden- noch Mitarbeiter Magazin. Es ist ein Multimedia-iPad-Theater, das dem Zuschauer in verschiedenen Räumen einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Hinter die Kulissen eines bestimmten Themas. Diese Ausgabe inszeniert das Thema „Was ist sexy“ auf eine ganz eigene Art.

Grosser Dank geht an das Redaktionsteam und die Helfer, die unermüdlich in Nachtschichten, Wochenend-App-Store Einsätzen und viel handwerklichem Geschick zur ersten Ausgabe beigetragen haben: Patrick, Nicole, Jana, Denis, Alex, Lisa, Nina, Jean-Claude. Das war Rock’n’Roll!!

Mach mit
Die nächste Ausgabe wird PUNK. Wir suchen weitere Talente, Punks und Künstler in Text, Bild oder Video, die mit viel Lampenfieber an unserer nächsten Ausgabe mitarbeiten möchten. Ein kurzes Email an die Redaktion genügt (redaktion(at)lampenfieber(dot)tv).

Stay tuned

Und jetzt ab: Magazin downloaden im App Store, auf Twitter folgen und die Website im Auge behalten oder gerne Facebook Fan werden. Oder lieber mitmachen?

Vortrag: Digital Publishing rocks

Auf Einladung von Digicomp durften Raphael und ich unsere Erfahrungen bzgl. Digital Publishing, insbesondere auf Mobile Devices/Tablets vorstellen.

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Ausgangslage war, dass weltweit bereits über 25 Mio iPads verkauft wurden (und die Konkurrenz schläft nicht) – Mobile ist somit Lifestyle und das iPad dient als Türöffner für den Mauerfall im Publishing – Von der digitalen Ausgabe des Geschäftsberichts, Katalogen über Kundenmagazine bis hin zu komplexeren Anwendungen für Kunden oder Mitarbeiter z.B. im Aussendienst.
Für Unternehmen entsteht somit die Gelegenheit:
1) die eigene Marke zu stärken und
2) die Verbreitung der eigenen Publikationen zu erhöhen

Der Condé Nast Verlag hat es zum Beispiel geschafft, die Markenwerte des 90-jährigen New Yorker „excellence, polish, depth“ auf das digitale Format zu transferieren. Das Look&Feel der Print Publikation wurde zwar weitgehend beibehalten, die Comicsektion und die Bildreportagen, zwei der Hauptgründe der New Yorker-Leser, die Zeitschrift am Kiosk zu ergattern, wurden konzeptionell und redaktionell dem neuen Medium angepasst.

Der Verlag hat damit die Zukunftsfähigkeit seiner Flagship-Publikation dank globaler, digitaler Verbreitung und zeitgemässer Ansprache einer neuen, teils jüngeren Zielgruppe sichergestellt. Den Trend zu erkennen ist zwar lobenswert, purer Aktionismus sollte aber vermieden werden. Print ist nicht online und das Publikum hat hohe Erwartungen an intuitive Bedienungskonzepte.

Ran an den Case…

Folgende Elemente spielen bei der Konzeption eine zentrale Rolle:
Storytelling: Welche Geschichte kann ich erzählen, um meinem Publikum einen Mehrwert zu bieten?
Dramaturgie: Wie führe ich mein Publikum und wie erzähle ich meine Geschichte?
Prototyping: Sollte als Basis zur Darstellung der Idee, Überprüfung der Konzepte, Überzeugung des Managements und als Basis für den Technologie-Entscheid dienen.

Von der Konzeption und Art Direction bis zur Verbreitung des Tablet-Magazins ist es nicht weit. Anbieter wie Adobe, Mag+ oder Woodwing offerieren Tools, die Adobe InDesign als zentrale Schaltzentrale benutzen. Dies erlaubt eine Übernahme der bisherigen Druckdaten, eine effiziente Designanpassung, Weiterentwicklung um Navigationspfade und beispielsweise Multimedia Elemente, aber ebenso die Veröffentlichung der App. Die einfachsten Lizenzmodelle bewegen sich zwischen CHF 3’000.- und CHF 10’000.- pro Jahr.

Da punktet die Umsetzung in HTML5 vergleichsweise, wo keine direkten Lizenzkosten anfallen. Smartphones und Tablets sind mit Webbrowsern ausgestattet, welche die Technologie unterstützen. Eine Umsetzung in HTML5 kann somit auf allen verschiedenen Endgeräten eingesetzt werden.


Best Practice Beispiele

Wie zur Zeit mit Inhalten und Geschichten für verschiedene Zielgruppen und mit verschiedenen Zielen jongliert wird kann am Beispiel der folgenden Publikationen illustriert werden:
The New Yorker
Wired Magazin
Red Bulletin
Letter to Jane
ProfiPhoto
Vontobel Blue
Liberate Eden
Flipboard
Zite