eZürich Workshop – Tag 1

Einen Prozess der drei Tage dauert kann man kaum am ersten Tag beurteilen. Logisch und auch von einer der vier anwesenden Stadträten, Dr. Claudia Nielsen, heute Abend so formuliert. Auch Annette Kielholz hat auf http://twitter.com/ezueri den Umstand in etwa so kommentiert. Was geschah?

Heute war Start der von der Computerworld heraufbeschworenen „Elefantenrunde“ von eZürich und mein Arbeitsplatz war – aus Platzgründen wie ich erfahren habe – auf einem Schiff.

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Ziel ist es in drei Tagen Massnahmen zu definierten, die auf die folgende Frage einbezahlen. Und zudem sollen Industrievertreter bei der Umsetzung eingebunden werden:

„Was müssen wir in den nächsten vier Jahren gemeinsam tun, um Zürich als den europäischen Top-Standort für ICT- Dienstleistungen und ICT-Infrastruktur zu positionieren?“

Ausgangslage der Arbeit waren die 612 Ideen welche in einer öffentlichen Befragung generiert und allen Teilnehmern im Vorfeld verteilt wurde. Die Zusammenfassung der Umfrage findet sich bei eZürich auf der Website und wurde heute auch von Hans-Dieter Zimmermann auf den FHS eSociety Blog kommentiert. Die Anzahl der eingereichten Ideen war im Vergleich mit ähnlichen Umfragen in Berlin (72) oder München (100) übrigens sehr hoch.

Als Einstieg in den Tag präsentierten die Einreicher der drei bestbewerteten Ideen diese persönlich: „Zürich wird CompiSternli-Stadt“, „eZürich in Politik und Verwaltung verankern – Wir wollen mehr als nur Ideenlieferanten sein!“ und „DynabookZ: Entwicklung eines persönlichen mobilen Lerngeräts für Zürcher Schulkinder auf Open Source Basis“. Die bereits bewährte CompiSternli-Idee finde ich persönlich sehr sympathisch und stark und Beat Döbelis Präsentation der altbekannten Dynabook-Idee von Alan Kay, angepasst auf das Infrastruktur- und Ausbildungsniveau von Zürich, war perfekt kondensiert und erklärt.

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Während und nach den Präsentationen gab es die „übliche“ Kärtchen-Übung und danach einen Marktplatz, auf welchen einzelne Teilnehmer von ihnen ausgewählte Ideen verkaufen mussten. Eine Runde weiter kamen solche mit mindestens sieben Unterschriften.

Nach einer Konsolidierungsrunde und einer gemeinsamen Diskussion wurden von rund 30 Stück auf 18 reduziert die im weiteren bearbeitet wurden (nicht ohne Stolz gelang es mir aus dem kollektiven Schatz die zwei zu verkaufen welche am wenigsten Negativstimmen fassten inklusive der „Nummer 1″).

Der nächste Schritt war die Dokumentation der Fragestellung und des IST-Zustandes der Ideen während zwei Runden an neun Tischen, zwischen denen die Teilnehmer frei rotierten. Jedes Thema erhielt damit im Durchschnitt den Input von rund 30 Teilnehmern.

Und schlussendlich konnten sich die Teilnehmer über vorab zugeteilte Gruppen (bei mir G und L) ihren Themen für den nächsten Tag zuordnen. Uff… ein ziemliches Stück Arbeit und bald geht es weiter.

Belohnt wurden wir übrigens mit einem feinen Mittagessen im Rathaus in Rapperswil.

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Intelligenzblatt – Wirklich viel nachgedacht?

Die Schaffhauser Nachrichten bieten ihre Inhalte auf dem Web seit Donnerstag nur noch gegen Geld resp. für bezahlende Print-Abonnenten an. Die Branche freute es, dass endlich jemand das Experiment wagt, lobt das Vorgehen in ersten Umfragen scheu, gibt stark regionalen Inhalten (im Gegensatz zu News) eine Chance und schiebt gleich in den Satz rein, dass die es nicht so tun werden. Und ich schaue mir die Site der Schaffhauser Nachrichten endlich mal an.

Das erste was mir dabei ins Auge springt ist der Seitentitel, der in der Trefferzitaten bei Google einen prominenten Platz findet („andere“ Inhalte gibt es ja auf für Crawler nicht mehr): Intelligenzblatt.

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Komisches Selbstverständnis – nicht wirklich sympathisch. Aber darum geht es ja nicht, aber um die Frage, ob das mit der Bezahlung intelligent gemacht ist. Ich meine nein. Die Homepage ist mit „Schlössern“ zugekleistert… sieht es im Verlies des Munot möglicherweise so aus?

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Und tatsächlich es gibt nichts mehr zu lesen ausser Titel. Nach meiner Ansicht der falsche Ansatz, denn auch bei jedem Marktstand gibt es als Argument für einen Kauf ein „Versucherli“. Vom negativen Effekt auf die externe Verlinkung (soziales Web auch schon in SH angekommen) und die damit verbundene Erschliessung und Rangierung durch Suchmaschinen ganz zu schweigen.

Eher in der Kategorie lustig zu Hause ist der Bildschirm den ich erhalte, wenn ich auf einen Deeplink klicke. So beispielsweise auf das „Lesen Sie mehr“ bei der heutigen Top-Story oder auf einen Link bei Google (die alten Seiten sind sowohl in Index wie auch im Cache noch drin).

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Nun fehlt mir möglicherweise der Lokalkolorit, aber bei besten Willen kann ich die „Meier-ID“ geistig nicht mit den Schaffhauser Nachrichten verbinden. Aber schliesslich ist es mir bei „Intelligenzblatt“ ja auch nicht spontan gelungen und da es ja keine Inhalte gibt um es zu be- oder widerlegen, gehe ich mal getrost in das sonnige Wochenende.

PS: ACAP ist als „Silver Bullet“ wohl auch wieder gestorben

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Der Kalender Zwanzigzehn ist Geschichte (und Spielwiese zugleich)

Vor ziemlich genau einem Jahr „erdreistete“ sich Namics als Weihnachtsgeschenk einen (auf Papier!) gedruckten Kalender zu erdenken und zu produzieren. Im Zentrum stehen pro Tag ein Gedanke/Motto eines Mitarbeiters, so sinniert Sandro heute beispielsweise „Leben heisst zeichnen ohne Radiergummi“.

Und sofort gab es Stimmen, dass Papier allein wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sei. So beispielsweise von Ralph Hutter (damals noch bei der GKB) oder von Renato Mitra vom Apfelblog. Gefragt gemacht, bastelten wir eine online Version des Kalenders auf Flickr.

Das spannende dran ist, das jeder Tag mit der Tagesnummer, Monat und Wochentag verschlatwortet ist. So gibt es nu also Antworten auf Fragen wie beispielseiweise die 13 aussieht (und spricht) – http://www.flickr.com/photos/zwanzigzehn/tags/13


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So gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ein erneutes Spiel mit dem Kalender in digitaler Form oder eine saubere Archivierung.


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PS: Natürlich gibt es auch sauer aufgeräumte Monats-Archive z.B. für Dezember u.s.w.

Weshalb braucht es barrierefreie Angebote im Web oder die Geschichte von Martin

Der Post verweist auf Martins private Website. Martin Näf, 55 Jahre alt und seit seinem 12. Lebensjahr blind hat diesen Herbst entscheiden nicht länger zu warten, aber (wiedereinmal) auf Reise zu gehen. Diesmal nach Afrika, allein mit seinem Computer und einem Profil auf Couchsurfing um Leute und deren Kultur kennen zu lernen und auf seinem Weg zu übernachten.

Weshalb diese Geschichte? Ich engagier mich zusammen mit Namics und auch privat für zugängliche Webangebote. Webangebote vergleichbar mit einem barrierefreien / barrierenarmen Weg, der mit den alltäglichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen, die ihn begehen möchten, auch begehbar ist: Keine physischen Höchstleistungen, keine Denksportaufgaben, keine Umwege und Zeitverluste.

Hauptgrund des Engegements ist eine private Bekanntschaft und so kenne ich auch Martin aus meiner Tätigkeit als Verwaltungsrat bei der SBS (Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte). Für mich ist es essentiel wichtig die Menschen zu kennen, für die ich Webangebote entwickle. Deshalb lade ich Euch alle dazu ein bei Martin zu lesen, wie er als blinder Mensch seine Reise mit dem Computer organisiert und dokumentiert. Ohne Internet wäre all dies nicht möglich…

Afrika! Langsame Annäherung an unsern so nahen und so fernen Nachbarn
Überfahrt und erste Tage in Tanger
Chefchaouen. Stadt in den Bergen
Auf dem Weg nach Marrakech
Von Marrakech nach Nouakchott

> Hier die Übersicht über die ganze Reise: Quer durch Afrika

Martin ist ein mutigerer Zeitgenosse als mancher von uns… Das Bild auf seiner Homepage zeigt dies wohl auf eindrückliche Weise. Martin ist aber ein typischer Webuser der seit der Jugend oder Geburt blind ist.

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Und wichtig ist mir anzumerken, dass Blindheit nur eine Ausprägung bei der Gestaltung von Angeboten (ist das Angebot grundsätzlich tauglich, anwendungsbedingte Barrieren) und dessen Repräsentation als Webangebot (behinderungsbedingte und individuelle Barrieren) ist. Die Arten der Einschränkungen und ihre Bedürfnisse (häufig auch in Kombination) sind sehr unterschiedlich und widersprechen sich teilweise auch. Zusätzlich zu nennen sind Sehbehinderung, Schwerhörigkeit, Gehörlosigkeit, motorische Einschränkungen, Lese- und Rechtschreibschwäche sowie Lern- und geistige Behinderungen.

Umso wichtiger ist es die Menschen für die man arbeitet zu kennen und in den Gestaltungs- und Testprozess einzubeziehen. Und wie ihr Euch vorstellen könnt ist es sehr spannend Martin zu kennen.

Evercookie, nett gemacht ;-)

Die dauerhafte Identifikation eines Internetusers (resp. des genutzten Webbrowsers) ist aus Sicht der Datenaggregation v.a. für Werbetreibende eine interessante Sache. Aus Sicht des Users resp. des Datenschutzes ist das Zusammenführen von Daten aber nicht erwünscht und es wird daher von den Browsern auch „erschwert“. Technisch spricht man von „clientseitiger Persistenz“ und mit zahlreichen technischen Tricks kommt man dem Ziel dennoch nahe. Ein Katz-und-Maus Spiel.

Spannender wird es, wenn der Programmierer Samy Kamkar alle bekannten Methoden miteinander verbindet und in ein einziges Codestück verpackt. Das Ergebnis heisst Evercookie: Extremely persistent, almost irrevocable cookies: Eine Art „Supercookie“ welches seine Daten an 8 Stellen ablegt und fehlende Daten wiederherstellt.

Eigentlich nicht Neues, aber in der Kombination der Methoden (inkl. Flash und Silverlight) und dank der pannenfertigen JavaScript-API eine mächtige Sache. Die konkrete genutzten (und mit „Selbstheilung“ verbunden) Methoden sind:

– normale Browser-Cookie
– (zusätzliche Speicherung der Cookies) in der Web History, im E-Tag und im Cache-Header
– Local Share Objects mit Flash
– Isolated Stroage mit Silverlight
– windows.namics Caching
– User Data Storage (bei IE)
– HTML 5 Session, Local, Global und Database Storage
– Speicherung in den RGB-Werten eines generierten, nicht cachbaren PNG (ausgelesen mit HTML 5 Canvas)

So rasch kriegt man das Ding nicht weg. Ausser für Firefox gibt es mit Nevercookie bereits einen Schutz. Sehr gut gemacht und das Rennen geht weiter.

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Namics gewinnt Swiss ICT Award

Mut ist gratis – Mit diesen Worten wurde der Public Award von SwissICT an Namics eröffnet.

SwissICT, der Schweizer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie suchte auch 2010 wieder herausragende Schweizer ICT-Unternehmen und verlieh den Swiss ICT Award in den drei Kategorien „Newcomer„, „Champion“ und „Public„.

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Bild: Jürg Stuker nimmt den Swiss ICT Public Award in Empfang
Quelle: Michael Schmid / @schnitzel

Und wir haben den Public Award abgestaubt. Die Leser von Swiss IT Magazine haben in einer Online-Wahl unter den 10 Finalisten für uns gevotet. Herzlichen Dank an alle, die für uns gestimmt haben!

Jürg hat den Preis (in Form eines goldenen Monitors) in Empfang genommen und für den Lacher des Abends gesorgt. Es sei ihm äusserst sympathisch, dass die Wahl von Namics von Menschen und nicht von der Jury vorgenommen worden sei. Gelächter und Sympathiepunkte. Wir haben schon verstanden ;-).

In der Kategorie Newcomer hat Linguistic Search Solutions gewonnen. Der Award in der Kategorie Champion» geht an Netcetera. Herzliche Gratulation an die beiden anderen Gewinner.

Auf der Heimfahrt haben wir mit Memonic kuscheliges Startup-Feeling in der 2. Klasse und Geek Tech Talk zelebriert.

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Quelle: Michael Schmid / @schnitzel

PS:
Nachdem ich den goldenen Monitor nach Hause tragen durfte, werde ich auch bestimmen, wo der seinen Platz bekommt. Beim CEO auf dem Pult…

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Take care about the inside…

„Take care about the inside and the inside will take care about the outside“ war der abschliessende Satz von Jürg Dinner, Head of Corporate Communications bei der Swiss an einem Workshop am .HarbourClub. Symposium.

Unter dem Titel „Vertrauen gewinnt man zuerst im eigenen Haus“ sprach er sehr offen, ehrlich und leidenschaftlich über die Kommunikationsaufgabe beim Turnaround „unserer“ Fluggesellschaft.

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Die Ausgangslage im Jahr 2004 ist (uns Schweizern) einigermassen bekannt. Bei schlechten Zahlen galt es den wirtschaftlichen Turnaround zu schaffen. Zudem trafen viele Kulturen aufeinander. Einerseits die Firmen (Swissair, Crossair und Lufthansa) und andererseits Piloten (Sicherheitskultur), Flugbegleiter (Kundenkultur) und Boden (Ertragskultur). Zudem war wenig Vertrauen da, da die alte Organisation Termine und Versprechen oft verschieben musste, Abbaumassnahmen nötig waren und die damalige Kotierung an der Börse (mutmasslich) interne Information vor externer Information verunmöglichte. Ausserdem ist sehr viel der Personals in der Luft und somit kaum zu erreichen.

Hier ein paar der Massnhamen und der Versuch die vielen spannenden Details zu transportieren.

„Grass Roots“-Treffen mit der GL

Alle GL-Mitglieder (verstärkt um ein paar Leute die „als GL“ agierten) informierten die Mitarbeiter regelmässig persönlich im Dialog (Face to Face Kommunikation). Dies auch in kleinsten Gruppen wie beispielsweise im Rahmen von Staff-Briefings, in welchen nur 20 Leute teilnehmen und diese je nach Zeitplan auch rein und rauslaufen.

Die Themen wurden in Rahmen der GL-Sitzung festgelegt und Fragen wurde vorab gesammelt (teilweise ergänzt) und ihnen ohne Antworten zugestellt. Ziel war es über „Eisbrecherfragen“ einen persönlichen Dialog provozieren. Die Moderation der Gespräche übernahmen (Kommunikations)Leute des Kabinenpersonals. Wichtig war auch regelmässig ohne „gefährlichen Neuigkeiten“ zu informieren, da sich die Mitarbeiter von früher gewohnt waren, dass was im Busch lauert wenn die GL kommt.

Emotionalere Ansprache

Die Kommunikation wurde bewusst auch „auf den Bauch“ ausgerichtet. Einerseits mit Partys andererseits aber auch mit der Emotionalisierung von „normalen“ Themen wie der Einführung neuer Jets. Hier war es noch geschickt, dass für die Westschweiz drei Jahre in Sequenz ein Flugzeug eingeführte werden konnte und nicht drei aufs Mal, was als einmaliges Experiment aussehen könnte. Slogan war „Growing Together“ was sowohl intern („sich näher kommen“) wie auch extern („grösser werden“) funktionierte.

Mitarbeitermagazin (Print)

Zwar ein „Nobrainer“ da es intern günstig produziert werden konnte und sich über Werbung finanzierte. Das wichtige Ziel war aber, dass die Swiss-Mitarbeiter etwas nach Hause bringen konnten. Also: Angehörige als Zielgruppe.

Der extrem hohe Anteil an internen Kommunikation (und auch die dabei benutzte interne Terminologie) wurde der Swiss von der Presse als störend gespiegelt. Als ehemaliger Leiter Personenverkehr war dieser Fokus von Christoph Franz klar vorgegeben.

Und sonst…

Die Sensibilisierung für Kulturunterschiede Schweiz/Deutschland sei kein Problem gewesen, da der CEO als Süddeutscher „Schweizerischer“ als mancher Schweizer war und zudem sehr gut Französisch spricht was ihm in der Westschweiz und im Tessin viel Sympathie brachte. Die restlichen Artefakte wurden in der GL geregelt: Leg mal die Handelszeitung weg oder dass Jürg Dinner man den CEO in der Öffentlichkeit immer auf Schweizerdeutsch ansprach.

Wichtig und schwierig war es, der hohe Aufwand für die Kommunikation nach dem finanziellen Turnaround aufrecht zu erhalten. Die Kennzahl „Operating Income“ wir intern übrigens Smiley genannt und der Gewinn über 5% Marge mit den Mitarbeiter geteilt (ausser den Piloten, welche die GAV-Änderung nicht wollten).

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Ein Gorilla am Finance Forum

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Heute waren wir, Sarah (der Gorilla), Andri (der Experte) und ich (der Berater) am Finance Forum. Wir waren eingeladen, an einem der Speaker Corner unser Glück in einem 15-minütigen Kurzvortrag zu versuchen.

Wir hatten dafür die Ergebnisse von 14 Bankenwebseiten vor uns liegen, deren Hypothekenrechner und Themenseiten zur Immobilienfinanzierung wir jüngst getestet haben.

Die wichtigsten Themen darin waren zum einen die Erkenntnis, dass unsere Tester bei der Berechnung von Finanzierungskosten einer Hypothek oft am Detail scheiterten, z.B. an falsch verstandenen Eingabefeldern oder Schiebereglern. Und zum anderen das das häufig verwendete Fachvokabular Menschen mit wenig Finanzwissen schnell stresst und zu einer negativen Einstellung gegenüber dem Thema, der Website und damit der Bank bringt.

Diese wollten wir also in den 15 Minuten einmal unseren Zuhörerinnen und Zuhörer zur Kenntnis bringen. Da wir schon ahnten, dass die dort anwesenden Herren (und auch mal Damen) nicht so leicht aus der Fassung zu bringen sind, versuchten wir es mit Gorilla Marketing (siehe Bild).

In Kombination mit einem Film der am schlimmsten gescheiterten Benutzertests konnten wir immerhin den einen oder anderen Zuhörer zu einem dezenten bis lauten Schmunzeln bewegen. Und die Bananen konnten wir am Ende auch alle unter die Menschen bringen.

Die Studie „Nutzung und Erfolg von Online Hypothekenrechnern“ mit allen Ergebnissen, hilfreichen Erkenntnissen und Hinweisen werden wir in Kürze hier veröffentlichen. Wer also weiterhin unseren Namics Blog liest sollte daran nicht vorbeikommen. Gerne setzen wir Sie aber auch (bei Angabe Ihrer Kontaktdaten) auf die Liste der Menschen, die etwas früher als andere die wichtigen Informationen auf dem Tisch liegen haben möchten.

Sollten Sie zum Lesen eigentlich keine Zeit haben, dann kommen Sie uns vielleicht einfach in Zürich besuchen. Wir sind am 18.11. zum Thema „Usability verbessern – warum sich das lohnt.“ am Convention Point der Swiss Exchange und zeigen Ihnen das Thema an einem Vormittag von 4 Seiten betrachtet. Anmeldung und alle Informationen dazu finden Sie unter:

www.namics.com/usability

Wir versprechen viele spannende und unterhaltsame Einsichten!

Bitte gebt uns Eure Stimme

Treue Leser des Namics-Blogs!

Der Lohn von mir als Weblogautor ist der Dialog mit euch Lesern und eure Aufmerksamkeit. Darf ich 30 Sekunden davon haben?

Für den Fall, dass ihr schätzt was wir hier tun, bitte gebt uns eure Stimme für den „Swiss ICT Award 2010″.

Hier der Abstimmung-Link: http://www.swissitmagazine.ch/

Zu gewinnen gibt es übrigens einen Helikopterflug am Steuer. Und so wäre es mir persönlich am liebsten ausgefüllt ;-)

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Vielen herzlichen Dank. Und falls reicht, so werde ich hier natürlich davon erzählen.

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Namics wächst am Standort Zürich

Wir ziehen um! Ab dem 1. Januar 2011 arbeiten die Teams vom Standort Zug und Zürich am neuen Zürcher Standort im Bahnhof Enge.

Am bisherigen Standort an der Konradstrasse in Zürich herrscht schon lange chronischer Platzmangel.

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Nicht selten wird die Küche zum Besprechungstisch oder die Lobby zum Projektarbeitsplatz für Mitarbeiter von anderen Standorten. Bei schönem Wetter ist das „Sitzungszimmer Starbucks“ besonders beliebt.

Mit dem Ausbau der Kapazitäten wird ausserdem die Zusammenlegung der Standorte Zug und Zürich umgesetzt. Hauptgrund für die Zusammenlegung der beiden Standorte in einer Lokalität sind die positiven Erfahrungen an unseren grossen Standorten in St. Gallen und Frankfurt. Zum Einen kann in den immer grösser werdenden Projekten wesentlich schneller und flexibler agiert werden und zum Anderen ist die Kommunikation zwischen den Namics Teams schlicht einfacher und schneller.

Genauso wichtig ist der Faktor Kultur. Trotz moderner Kommunikationsmittel gedeiht diese noch immer besser durch persönlichen Kontakt. Nicht zuletzt in der WG-Küche, beim Mittagessen und anlässlich von Mitarbeiter Veranstaltungen wie der Piazza.

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Bildquelle: nchenga

Am Standort Enge erwarten uns 110 Arbeitsplätze auf rund 1400 Quadratmetern auf einer Etage – mit mehr Sitzungszimmern und Arbeitsplätzen für die Ad-hoc Zusammenarbeit.

Das Gebäude ist für Namics Standorte typisch. Viel Charme alter Bausubstanz und gut erreichbar mit den ÖV. Es wurde 1998 von SwissRE als Schulungszentrum umgebaut und hat deshalb einen hohen Ausbaustandard.

Dieser Post ist der Startschuss zu einer ganzen Serie. Wir informieren laufend über die Highlights des Baufortschritts. Und schon in Kürze gibt es hier ein besonderes Schmankerl…