WAVE: Barrierefreiheit visuell abbilden (auch für Nicht-Techniker!)

Barrierefreiheit ist aus technischer Sicht eine komplexe Materie. Selbst Experten sind sich in vielen Dingen noch uneinig. Technisch ist das ganze auch eine Philosophie für sich. Wenn schon die Entwickler dieser Welt streiten ‚wie, warum, etwas so und nicht anders gemacht werden soll‘ – wie soll das denn ein Laie verstehen der von dieser Materie ‚gar keine‘ Ahnung hat?

Die Tage habe ich ein Online Tool entdeckt, dass einem eine kleine visuelle Hilfe gibt um das Thema etwas näher zu durchleuchten. Wave ist eine „Art“ Validator, der jedoch nicht mit den üblichen W3C Validierern zu vergleichen ist. Wave versucht die Zugänglichkeit einer Seite zu analysieren (und parst dabei natürlich auch das Markup mit). Das Ziel: ein Web Accessibility Evaluation Tool, wie es der Titel der Seite bereits sagt.

Was ist Wave? Wave ist ein Zugänglichkeitswerkzeug, welches Menschen (nicht nur technisch versierten Nutzern), aufzeigt was es denn eigentlich mit den technischen Seiten von Barrierefreiheit und Accessibility auf sich hat. Wenn man sich die Komplexität dieses Themas vor Augen hält, finde ich das Ergebnis recht einfach und schön (auch für ‚Laien‘) dargestellt.

Sie werden überrascht sein.

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Probieren Sie es aus:

  1. Wave aufrufen
  2. eine beliebige Internetadresse eingeben (oder auch Ihre)
  3. ‚WAVE this page‘ drücken
  4. Ergebnis ansehen

Man sollte jedoch beachten, dass Barrierefreiheit nicht nur mit stupider Technik zu realisieren ist. Es ist eine Einstellung und sollte bereits bei der Konzeption und dem Design eines Internetauftritts beginnen. Barrierefreiheit ist nicht nur für ‚physically challenged people‘ – Barrierefreiheit nutzt uns allen.

Ab mit alten Presse-Zöpfen, good bye .ch

Schon lange frag ich mich „Was ist das Konzept“ hinter jeder (nicht mehr) neuen Gratiszeitung, wie .ch. Wie kommt man auf die Idee, mit einem „me-too-Produkt“ Geld verdienen zu können, wenn mans nicht „günstiger“ als der Wettbewerb machen kann und dazu mit der gleichen Schlagzeilen-Schlacht.

Oder gings drum, dass sowieso niemand für eine Zeitung (also den Inhalt) bezahlen will, bzw. noch nie jemand für den Inhalt bezahlt hat, wie mir kürzlich durch Clay Shirky im Handelsblatt klar wurde?
Ist die Antwort, „ok, dann eben gratis“? Beim Nachdenken merkt man schnell, dass Leser inzwischen aufgrund des Online-Verhaltens wählen, was sie lesen und längst nicht mehr die Treue eines 80jährigen Ehepaars aufbringen.

Also nehmen die Leute morgens irgendein Heft.
– Weils gratis und einfach ist?
– Aus Gewohnheit?
– Aus Langerweile?
– weil die S-Bahn noch nicht online ist?

Gelegentlich sehe ich klägliche Versuche, mit imagebewahrendem Lächeln die news statt die 20minuten zu nehmen. Karsten Füllhas schrieb schon vor 1.5 Jahren über den Unsinn.

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Nun ist das Entsetzen gross, dass es nicht aufging. Nicht nur bei .ch. Das Wall Street Journal visualisierte kürzlich das Desaster der Presse. Wieso lässt ein Verlag nicht einfach die Blog-Kultur seiner Leser zu? Warum darf ich immer“nur“ kommentieren.

Die Blogs zum Welt-Geschehen spriesen daneben wie Pilze aus dem Boden und manche werden zu Star-Publizisten, weils die Leser entscheiden. Leute schreiben für Leute nicht mehr nur für die mit ähnlichen Ansichten. Das können auch Journalisten, wie Malte Welding, eben nur nicht für Geld. Das ist für den Berufsstand und die PR-Leute eine Katastrophe aber nun mal Realität. Versuchts doch mal mit dem runden Tisch als Info-Plattform (auch Collaboration genannt). Moderieren nennts Peter Sennhauser bei medienlese.ch so treffend.

Wir sollten ohnehin lernen, auf äussere Umstände mit Flexibilität zu reagieren statt starr an alten Zöpfen zu hängen. Eine grosse Aufgabe, zugegeben, lohnt sich aber.

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Padding for fun and for profit

Es gibt eine Reihe von Websites, auf denen man Bahnfahrkarten kaufen kann, aber in Deutschland kaufen wahrscheinlich die meisten ihre Tickets auf der Website der Deutschen Bahn. Es wurde schon einiges über die Barrierefreiheit dieser Seite gesagt, und es ist sicher noch Potential für Verbesserungen da. Aber einige Dinge funktionieren einfach gut:

Ich war für die Programmierung für das meiste unterhalb der Navigationsleiste auf der Startseite zuständig, und jedesmal, wenn ich ein Bahnticket buche, gibt es da ein kleines Detail, das mir sehr viel Freude bereitet: Die Buttons für die Datumsauswahl sind wirklich sehr, sehr klein (16 × 8px). Wie wir dank Fitt‘s Law wissen, gibt es sogar mathematische Formeln, um zu berechnen, wie viel besser große Bedienelemente zu treffen sind.

Also habe ich einfach etwas Padding hinzugefügt. Und das macht einen riesigen Unterschied: versuchen Sie mal, später im Buchungsprozess die gleichen Buttons zu treffen, bei denen das Padding fehlt. Aber hier kann man recht grobmotorisch einfach in die Nähe gehen, der Mauszeiger wird zur Hand, man klickt, und es funktioniert.

Screenshot des Paddings bei den Bedienlementen zur Datumsauswahl

Wenn ich nur eine Verbesserung hinzufügen könnte, wäre das Tastaturbedienbarkeit auf diesen Buttons. Leider kam das Modul zur Datumsauswahl von Dritten, und ich hatte keinen Einfluss mehr auf die finale Implementierung, in der das zusammengefügt wurde. In anderen Modulen gibt es aber Tastaturbedienbarkeit: Die Deutsche Bahn kümmert sich um die Belange von Menschen mit Behinderungen, und die Berater in ihrem Gremium für Barrierefreiheit sind extrem kompetent, weswegen ich eigentlich darauf vertraue, dass diese und andere Barrieren bald behoben sein werden …

Remix-Kultur macht süchtig

Die Remix-Kultur ist ein Fundus an exzellenten Ideen und Ergebnissen. Künstler nutzen vorhanden Quelle um diese neu zu arrangieren, zu veredeln, zu verbessern… ein Quell an künstlerischem Flair und an bemerkenswerten Ergebnissen. Hier ein paar typische Beispiele:

Bert & Ernie tries Gangsta-Rap
George Bush singing „Sunday Bloody Sunday“
The Beatles Eleanor Rigby Reggae Mash Up Bootleg Video Remix
The Beastles – Let It Beast
– oder mit ein bisschen Erklärung: Girl Talk Creates a mashup

Spannend ist auch das Vertriebsmodell von Girl Talk via seine MySpace-Site: „Pay what you want for the new Girl Talk Album“

Soweit so gut, nun kommen aber Copyright-Inhaber und verlangen Nutzungsgebühren. Richtig oder falsch? Auf jeden Fall wird damit ein ganzer Kulturzweig kriminalisiert und Innovation wegen einem schon mal gespielten Akkord verhindert. Wie immer gibt es berechtigte Interessen auf beiden Seiten. Also haben die „Remixer“ ein Manifest mit ihren Ansichten formuliert und (natürlich) mit Filmen auf der Site RiP: A remix manifesto sehr gekonnt inszeniert.

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1. Culture always builds on the past
2. The past always tries to control the future
3. Our future is becoming less free
4. To build free societies you must limit the control of the past

Als konkrete Initiative führen sie die Plattform „Open Source Cinema“ in’s Rennen, worauf liberal lizenzierte Inhalte gesammelt und genutzt werden sollen. Achtung: Suchen auf dem Internet macht süchtig, es gibt wahnsinnig viele gute Beiträge ;-)

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Women wired in Web – Nachhilfe für Dummchen?

Toll – Bestofswissweb vergibt einen Award Women wired in Web! Und kündigt ihn in der Award Night u.a. mit den Worten „ermuntern, unterstützen“ an. Ich war mir sicher, dass nicht ich es sein werde, die sich darüber aufregt. Übers Wochenende werden sicher Andere ihre Stimme erheben. Falsch gedacht. Finden das die meisten Leute und auch die Ladies unter uns vollkommen ok? Nun muss ich also doch mit diesem Auftritt reinen Tisch machen.

Das geht gar nicht. Ich komme mir vor wie ein nachhilfebedürftiges Weibchen, dass netterweise jetzt symbolisch mit einem Award geehrt wird, für etwas, das mit Verlaub ohnehin stattfindet.

Frauen vernetzen sich.

Ja sie tun das: persönlich, telefonisch und auch im Internet, mit E-Mail, Skype, Twitter, Xing und allem drum und dran. Ich glaube nicht, dass diese Leistung eines Awards bedarf. Sowas kann wirklich nur Menschen einfallen, die ihre eigenen Ansichten über die von anderen „Minderheiten“ stellen. Wenn es denn überhaupt eine Minderheit weiblicher Web-Vernetzter gibt?

Die Aussage, wie ich sie empfinde:
„Liebe arme Frauen, wir Jungs machen Euch doch nun wirklich vor, wie es geht. Wenn Ihr Dummchen das jetzt auch endlich kapiert, dann findet Ihr auch ganz viele Kochrezepte im Web – Ihr könnt sogar Eure Karriere fördern und wir (wer immer das ist?) überreichen Euch dafür einen Award.

PS: Frauen Netzwerke wie Swonet „swiss business network“ musste ich leider wieder verlassen, weil ich nicht erkannte was eine Dessou-Modenschau mit Erfolg im Geschäftsleben zu tun hat, oder hab ich was verpasst?

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Swiss: Ich brauche eine Quittung!

Anfang Woche hatte ich wiedermal einen der seltenen Kundendienstschreikrämpfe. Auslöser war Swiss und hier die Geschichte dazu.

Vor rund 3 Wochen musste ich ein Ticket Zürich nach Hamburg umbuchen. Kosten dafür CHF 100.–, die auch prompt auf meiner privaten Kreditkarte abgebucht wurden. Leider wurde mir das Ticket per E-Mail nicht zugeschickt und ich hatte vergessen, mir den neuen Termin zu notieren.

Also musste ich Anfang diese Woche nochmals verschieben und es fallen nochmals CHF 100.– Gebühr an. Ich meinte, da ich das Ticket nie erhalten habe, müssten die Kosten erlassen werden. Der Dame am Telefon war aber selbstbewusst klar: Das ist ihr Problem, der Computer sagt, dass wir ihnen das Ticket per E-Mail geschickt haben (Google Mail inkl. der Spamfiler sagt aber, dass es nie angekommen ist). Da es auch mein Fehler war, schreibe ich die hundert Franken wohl unter dem Kapitel „im Zweifel gegen den Kunden“ ab.

Also bitte buchen Sie nochmals um und belasten Sie mir die CHF 100.- auf die Kreditkarte. Da es sich um eine Geschäftsreise handelt, müsste ich bitte eine Quittung haben. Dafür soll ich doch bitte eine E-Mail an refund@swiss.com senden. Ähm.. ich kaufe bei ihnen was und sie sollen mir bitte die Quittung im Gegenzug geben. Nein, das geht nicht. „Sie schreiben das E-Mail an refund“. Danke.

Also schreibe ich das E-Mail und bitte den Verkäufer gnädig um eine Quittung. Die Antwort kommt auch prompt: Ein Out-Of-Office Reply mit einem Text, der eher an das Drehbuch eines Callcenters errinnnert als an einen Kundenkommunikation. Und auch dieser Dienst hier ist sehr kundenorientiert:

It will be processed within 3 weeks or passed on to the responsible department.

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Nicht so toll, das Ticket kam diesmal nach zwei Tagen (weshalb nicht sofort) und auf die Quittung warte ich nach 5 Tagen noch immer…

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Flash (Menschen) oder Silverlight (Männer)?

Kein besonders sachlicher Beitrag. Zudem würde die News auch als April-Scherz qualifizieren… die Nachricht ist aber auf März datiert.

Quelle: Yahoo! News

Microsoft und Playboy Enterprises haben sich zusammengetan, um den Flash-Konkurrenten Microsoft Silverlight bekannter zu machen. Als Belohnung für das Herunterladen der kostenlosen Software können Internet-Nutzer 53 alte Playboy-Ausgaben komfortabel am PC durchblättern.

Wahrscheinlich ist keine Selbstironie im Spiel, aber zum Microsoft versus Apple-Image passt die Kampagne sehr gut. Sehr nett ist auch die „Call to Action“ in der Pressemitteilung: „Nach der unkomplizierten und kostenlosen Installation des Plugins stehen 53 US-Ausgaben zwischen Januar 1954 und Mai 2006 zum Durchblättern zur Verfügung, Seite für Seite inklusive aller Anzeigen. Jede Seite lässt sich so vergrößern, dass auch die Texte gut lesbar sind.“

Ich meine weiterhin ohne die Playboy und Silverlight-Kombination leben zu können. Die echte Killeranwendung für mich ist noch immer Photosynth… dort lohnt sich ein Plugin!

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Erfolgsabhängige Projektpreise?

Im Rahmen der Trusted Adivsor Survey der Universität St. Gallen habe ich eine Präsentation eines grossen IT-Dienstleisters in der Hand, welche von vielen Vorteile eines „innovativen Preismodells“ erzählt. Dieses Modell sei gar Grundlage für eine „partnerschaftliche Kooperation“.

Der Einstieg in das Dokument sind Erwartungen des Kunden an eine IT-Partnerschaft wie Reduktion der Kosten und des Risikos, die Steigerung der Qualität, mehr Transparenz und Flexibilität, eine schnellere Time-To-Market plus Reduktion der Governance-Aufwände und „Beeinflussung und Optimierung von IT- und Geschäftsprozessen“. Soweit so gut. Die vorgeschlagene Lösung dafür ist ein aus messbaren Kriterien beruhendes Preismodell und als Beispiel (wohl das Beste, welches der Dienstleister hat) ist eine Fallstudie eines Telekom-Kunden für eine „Test Factory“. Gemäss der Präsentation waren die messbaren Kriterien der Output-Qualität die folgenden:

– Reaktionszeit für Angebot
– Lieferzeit für Konzeption & Spezifikation
– Durchführungszeit für Tests
– Lieferzeit für Reports
– Testwissen gemessen in Mängel-Rückweisungs-Quote
– Testgüte gemessen in Produktions-Mängel-Quote

Nun frage ich mich, was die Kriterien für einen Einfluss auf den Geschäftserfolg des Kunden haben und welche Anforderungen von einem (guten) Dienstleister sowieso immer erfüllt sein müssen (Zeit, Qualität, Budget). Ich meine, dass maximal zwei Kriterien was mit der Ergebnisqualität zu tun haben (und das ist noch nicht der Geschäftserfolg): Testwissen und Testgüte. Also 30% des Projekte variabel und nur 1/3 der Kriterien messen das Ergebnis… Das ist deutlich weniger als der Festpreisaufschlag und/oder die Riskiopauschale.

Zudem sind die anderen Punkt sind ziemlich schräg: Zeit für das Angebot? Was steht den da drin und was hat das mit dem Output zu tun – ohne Angebot bekommt der Dienstleister keinen Auftrag u.s.w. Auch die anderen Punkte machen keine Aussagen über Vollständigkeit, Abdeckung, Benutzerfreundlichkeit u.s.w.

Also haben wir das Dokument im Intranet ein bisschen diskutiert und Andreas Göldi (namics Partner / Teilhaber) brachte die Sache wiedermal auf den Punkt. Das möchte ich Euch (auszugsweise) nicht vorenthalten:

1) Die Kunden wissen normalerweise nicht, wie sie Projekterfolg überhaupt definieren (geschweige denn messen können). Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun, sondern mit der inhärenten Komplexität von IT in grossen Firmen. Darum wird das immer schwierig bleiben.

2) Meistens definieren darum in der Praxis die Anbieter die Erfolgsparameter. Dass solche Modelle sehr komplex sind, ist natürlich bewusst so gewählt.

3) Von solchen Modellen profitiert meistens der Anbieter deutlich mehr als der Kunde, weil der Anbieter meistens die Projektparameter so biegen kann, dass die gemessenen Faktoren am Schluss stimmen

4) Es gibt einen guten Grund, warum für echte Trusted Advisors (z.B. Anwälte) es in Europa verboten ist, auf Erfolgsbasis zu arbeiten. Was rauskommt, wenn man das aufhebt, kann man wunderbar in den USA beobachten, die inzwischen ein komplett dysfunktionales Rechtssystem haben. Leider setzen solche Erfolgsprämien für den Anbieten oft die falschen Anreize. Das überlegen sich die Kunden nicht genug.

Uns jetzt? Erfolgsabhängigkeit ja, aber wie bei den (nützlichen) Boni müssten die Kriterien langfristig sein und sie müssten den echten Geschäftserfolg messen. Besteht zudem die Gefahr eines Interessenkonflikts (lieber die Messkriterien opttmieren als die Ziele/Anfoderungen des Kunden). Die verstösst gegen unsere ethischen Prinzipien und wir bieten nicht an, oder wir ziehen uns zurück.

Hat jemand bessere Ideen oder Erfahrungen?

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Das CMS Vendor Meme flitzt um die Welt

Das CMS (Content Management System) Meme wurde am 17. März von Day Software (Produkt: Day Communiqué) auf deren Weblog lanciert, über Twitter angestossen und es entwickelt sich prächtig.

Die Regeln sind einfach: Ein Blog-Post mit sieben Sachen, die der Hersteller über sein CMS sagen will, Rücklinks auf andere Posts und weiter Hersteller taggen, damit diese auch einsteigen. Zudem soll man die Frageliste „A reality checklist for vendors“ von Thomas Kas auf CMS Watch ehrlich beantworten und seine Punktzahl angeben.

Drei Tage nach dem Start haben bereits 14 Hersteller/Produkte geantwortet. Ein Teil beantworten „zwar“ nur die Fragen von Thomas Kas, über deren Vollständigkeit in den Kommentaren diskutiert wird. Und hier die alphabetische Liste bis jetzt:

Alfresco (Luis Sala)
Alterian CMS (Ian Truscott)
Coremedia (Gunnar Klauberg)
Day Communiqué (Michael Marth)
dotCMS (Will Ezell)
EPiServer CMS 5 (ohne persönlichen Absender, keine Kommentarmöglichkeit)
Escenic Content Engine (ohne persönlichen Absender, keine Kommentarmöglichkeit)
GX (Martin van Mierloo)
Hippo CMS (Tjeerd Brenninkmeijer)
Infopark CMS Fiona (Thomas Witt)
Intewoven (Tom Wentworth)
Jahia (ohne persönlichen Absender, keine Kommentarmöglichkeit)
Magnolia (Boris Kraft)
Midgard (Henri Bergius, keine Kommentarmöglichkeit)
Nuxeo (Éric Barroca)
Open Text – welches Produkt? (Cuneyt Uysal, keine Kommentarmöglichkeit)
Sitecore Content Management System (Darren Guarnaccia)
Vignette (Kirsten Knipp)

Spannend ist der Überblick über die Hersteller und deren Nutzung von Social Media. Wer hat ein Blog bereit für die Antwort, welche Antworten haben einen persönlichen Absender und wer erlaubt Kommentare?
– 5 von 18 Publikationen erlaubt keine Kommentare
– 3 von 18 Publikationen haben keinen persönlichen Absender
– Vignette auf Facebook gewinnt einen Preis für Originalität ;-)
– bei OpenText verstehe ich nicht, mit welchem Produkt geantwortet wurde

Bravo Day Software für die gelungen Initiative und danke an alle Teilnehmer.

Damit man die Antworten besser auffinden kann, hat Bertrand Delacrétaz als Tag eine eindeutige Nummer (der MD5 einer „great software“) vorgeschlagen: 9c56d0fcf93175d70e1c9b9d188167cf, so finden sich mit einer Google-Query die Seiten einfacher.

update 22.3. mit Interwoven und Day hat ein Google Spreadsheet zur Übersicht angelegt
update 23.3.mit Alterian CMS und Hippo CMS

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Wenn Mathematiker Sudoku „spielen“

Wenn Mathematiker Sudoku spielen, so denken diese wohl „professionsdeformiert“ an eine algorithmische Lösung. So geschehen bei J. F. Crook von der Winthrop University. Und hier hat er die Bescherung in „Notices“ von der American Mathematical Society publiziert: A Pencil and-Paper Algorithm for Solving Sudoku Puzzles [pdf, 615KB]

Spannend ist die Terminologie sowie die Verortung zusammengehöriger Zahlen. Ganz ehrlich, eigentlich ziemlich lesenswert. Für mich als Laie die Erkenntnis, dass Sudoku-Puzzles durchaus mehrerer Lösungen haben können. Und der nicht neue Fakt, dass die Lösung nicht deterministisch ist, aber an und zu auch mal eine Zufallswahl bedingt.

Als Beleg für die Methode ist im Paper das Finalpuzzle der „2007 World Sudoku Championship“ gelöst (das hat „der mit dem roten Hemd“ in 5 Minuten getan inkl. einer Korrekturrunde). Das Ding hat übrigens auch zwei Lösungen. Und so sieht es aus, wenn Mathematiker ein gelöstes Sudoku („das 301″ von Will Shortz) in einem Paper abdrucken.

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Auch gelöst im Paper ist eines der „Mepham Diabolical Sudoku Puzzle“. Der Herr schreibt Bücher mit fiesen Rätseln und dann auch Lösungs-Anleitungen für Nerds [pdf, 100KB]. Und weshalb, so frage ich mich, vermag die ganze Familie Puzzles auch ohne Mathematik zu lösen? Irgendwie auch sympatisch und wiedermal ein Beweis „es geht auch ohne“ ;-).

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