HTML 5 und andere: Häufigkeit von Doctypes in der Schweiz

In Vorbereitung eines Vortrags über HTML 5 fragte ich mich, wie häufig HTML 5 (resp. der „evolutive“ Doctype HTML) in der Schweiz aktuell genutzt wird. Vielen Dank für Urbans unkomplizierte Unterstützung beim rausfinden.

Die Grafik unten zeigt die Doctypes von des Base Pages einer Million Schweizer Domänen (Breitensuche mit 500’000 Domänen als Startpunkt) in der Übersicht. Kommentar erübrigt sich, ausser dass wir alle erstaunt waren, dass xhtml so einen riesigen Anteil ausmacht.

3583-haeufigkeit-doctypes-schweiz-juni2011-thumb-500x346-3582.png

Und die Antwort auf die Frage nach ist 2,6%.

The Terrific Way Of JavaScript

Wie im „letzten Post“:http://blog.namics.com/2010/07/terrific-oocss-part2.html veranschaulicht, setzt Terrific im HTML/CSS Part voll auf „OOCSS“:http://wiki.github.com/stubbornella/oocss. In Sachen JavaScript beschreitet Terrific jedoch völlig eigene Wege.

Was bringt’s?

Die Hauptvorteile des JavaScript Systems von Terrific sind:

Leichtgewichtige Architektur
Terrific strukturiert die JavaScript-Entwicklung ohne dabei die Entwickler einzuschränken. So können Entwickler weiterhin ihr gesamtes „jQuery“:http://www.jquery.com – Knowhow voll einsetzen und profitieren gleichzeitig von den zahlreichen Features und Möglichkeiten von Terrific.

Modulare Entwicklung
Die gesamte JavaScript-Entwicklung wird durch Terrific modularisiert. So können sämtliche „Module“:http://blog.namics.com/2010/06/terrific-part1.html einzeln entwickelt und getestet werden und – was noch viel wichtiger ist – ohne Seiteneffekte miteinander kombiniert werden.

Skalierbarkeit
Die Seite wird mit wachsender JavaScript-Grösse nicht durch unzählige DOM-Operationen und Events verlangsamt. Es wird wirklich nur der Code ausgeführt, welcher wirklich von den Terrific-Komponenten benötigt wird.

Einfache Integration
Mit Terrific entwickelte Frontends lassen sich mühelos in die verschiedensten Backendsysteme und CMS integrieren. So kann die Frontendentwicklung komplett vom entsprechenden Zielsystem entkoppelt werden.

Wie haben wir es gemacht?

Wie schon im „ersten Post dieser Serie“:http://blog.namics.com/2010/06/terrific-part1.html erwähnt, nutzt Terrific die „OOCSS-Namenskonventionen“:http://blog.namics.com/2010/07/terrific-oocss-part2.html technologieübergreifend sowohl für den HTML/CSS Part als auch für den JavaScript Part.
Dies erlaubt es Terrific, einen einheitlichen Bootstrapping-Mechanismus zu verwenden – egal ob es sich dabei um einfache Seiten mit wenig JavaScript-Funktionalität oder komplexe Applikationen handelt.

(function($) {
    var application = new Nx.Application($('.page'));
    application.registerModules();
    application.startAll();
})(Nx.$);

That’s it! Abgesehen von dem „Drumherum“ – ein klassischer 3-Zeiler ;-)

Die einzelnen Zeilen haben es jedoch ganz schön in sich.

var application = new Nx.Application($('.page'));

Diese Zeile instanziert eine neue Terrific-Application. Was auffällt ist, dass Terrific den „Namespace“:http://docs.jquery.com/Using_jQuery_with_Other_Libraries Nx (für Namics) verwendet. So kann Terrific auch parallel zu bestehenden oder durch das Backendsystem vorgegebenen JavaScript-Funktionalitäten verwendet werden.
Der Parameter $(‚.page‘) gibt den Context der Applikation an – .page ist nach OOCSS-Konvention der Seitencontainer.

application.registerModules();

registerModules übernimmt den Hauptteil des Bootstraps. Die Methode durchsucht den DOM-Tree nach Modulen – nach OOCSS-Konvention besitzen sämtliche Module die Klasse .mod – und instanziert per Namenskonvention die entsprechenden Module. Zum Beispiel wird für die Klasse .modNews das JavaScript Modul Nx.Module.News instanziert.

Als Pendant zu den OOCSS-Skins bietet Terrific JavaScript-Skins an – welche im Grunde nichts anderes als Module „Decorators“:http://en.wikipedia.org/wiki/Decorator_pattern#JavaScript sind.
Auch die Dekoration der Module geschieht – wie könnte es auch anders sein – per OOCSS-Namenskonvention. Besitzt ein DOM-Node die Skin-Klasse .skinNewsHighlighted so wird das Nx.Module.News Modul mit dem Nx.Module.News.Highlighted Skin dekoriert.

Um eine Kommunikation zwischen den Modulen zu ermöglichen – ohne mit dem „Loose Coupling“:http://en.wikipedia.org/wiki/Loose_coupling Gedanken zu brechen – werden in der registerModules-Methode auch noch per Namenskonvention definierte Kommunikationskanäle zwischen den Modulen aufgebaut.

Nachdem also alle Module inkl. Skins und Connectors in der Application registriert sind, kommt der Bootstrap in die letzte Phase.

application.startAll();

Mit startAll wird die Initialisierung der Module gestartet. Jedes Modul durchläuft dabei potentiell vier Phasen, welche nach Bedarf durch die entsprechende „Hook-Methode“:http://de.wikipedia.org/wiki/Schablonenmethode implementiert werden können.

  • dependencies – Nachladen von Libraries, Plugins etc. via Ajax
  • beforeBinding – Daten per Ajax holen, DOM Manipulationen etc.
  • onBinding – Events binden
  • afterBinding – Default State herstellen, Events triggern etc.

In den häufigsten Fällen werden jedoch nicht alle Phasen, sondern nur die onBinding-Phase benötigt. Terrific kümmert sich dabei um das Timing und die sequentielle Abarbeitung der vier Module-Phasen.

Beispiel gefällig?

Greifen wir das Modul-Beispiel aus dem „letzten Post“:“http://blog.namics.com/2010/07/terrific-oocss-part2.html wieder auf.

2131-Terrific-Module.png

Das Currency Converter Module hat folgende Funktionalitäten:

  • Ajax Live-Convertion
  • Non-JavaScript Variante mit Convert Button
  • Automatische Erstberechnung des aktuellen Werts

dependencies

Da nicht nach jedem Tastendruck eine Ajax-Berechnung ausgelöst werden soll, sondern nur sobald der Benutzer aufhört zu tippen, benötigen wir das „jQuery throttle / debounce Plugin“:http://benalman.com/code/projects/jquery-throttle-debounce/docs/files/jquery-ba-throttle-debounce-js.html von „Ben Alman“:http://benalman.com/.

/**
 * Hook function to load the module specific dependencies.
 *
 * @method dependencies
 * @return void
*/
dependencies: function() {
    this.require('jquery.throttle-debounce.min.js', 'plugin', 'onBinding');
}

Der dritte Parameter – in unserem Beispiel „onBinding“ – gibt an, in welcher Phase die dependency benötigt wird. Terrific kümmert sich um das Timing und die entsprechenden Callbacks. Zudem stellt Terrific sicher, dass von mehreren Modulen benötigte dependencies nicht doppelt nachgeladen werden.

beforeBinding

Alternativ zur Live-Convertion bietet die Non-JavaScript Variante einen zusätzlichen Convert Button. Dieser kann in der JavaScript Variante versteckt werden. DOM Manipulationen werden – um unnötiges Flackern zu vermeiden – in der beforeBinding-Phase durchgeführt.

/**
 * Hook function to do module specific stuff before binding the events (i.e. fetching some data).
 *
 * @method beforeBinding
 * @param {Function} callback the callback function which must be called at the end
 * @return void
 */
beforeBinding: function(callback) {
    $(':submit', this.$ctx).hide();
    callback();
}

Durch die Verwendung von this.$ctx (this.$ctx enthält den Module-DOM-Node) als zweiten Parameter im jQuery-Selector, werden die Events nur auf die aktuelle Modulinstanz gebunden. So können Module also auch problemlos mehrmals auf einer Seite verwendet werden.

onBinding

In der onBinding-Phase werden die Events gebunden.

/**
 * Hook function to bind the module specific events.
 *
 * @method onBinding
 * @return void
*/
onBinding: function() {
    var that = this;

    // disable the standard action on submit
    $('.converter', this.$ctx).bind('submit', function() {
       return false;
    });

    // bind the keyup event to start the convertion. To reduce the number
    // of ajax calls, the debounce plugin is used.
    $('.amount', this.$ctx).keyup($.debounce(250, function() {
        var $this = $(this).closest('form');
        var url = $this.attr('action') + '?' + $this.serialize();
        // ajax stuff etc.
        ...
        return false;
    }));
}

In unserem Beispiel wird durch return false – da die Live-Convertion nicht per Enter, sondern automatisch nach Beendigung der Eingabe ausgelöst werden soll – die Standard-Submitaktion unterbunden.

Im keyup-Eventhandler kommt das in der dependencies-Phase nachgeladene debounce-Plugin zum Einsatz. Dadurch kann die Anzahl Ajax-Requests stark reduziert werden, da die Berechnung erst nach 250ms Idle-Time ausgelöst wird.

afterBinding

Damit dem Benutzer gleich zu Beginn eine aktuelle Berechnung präsentiert werden kann – zum Beispiel der aktuelle Eurokurs – wird in der afterBinding-Phase die Initialberechnung ausgelöst.

/**
 * Hook function to do module specific stuff after binding the events (i.e. triggering some events).
 *
 * @method afterBinding
 * @return void
 */
afterBinding: function() {
    $('.amount', this.$ctx).trigger('keyup');
}

Was kann Terrific sonst noch?

Obwohl die Modul-Funktionalität den Hauptpart des Terrific JavaScript Systems darstellt, hat Terrific noch zahlreiche weitere JavaScript Features zu bieten, die das Programmiererleben erheblich erleichtern. Einige der Funktionen, die Terrific mit sich bringt:

  • Skins – Module Decorators
  • Layouts – seitenweite Funktionalitäten, z.B. Drag’n Drop von Modulen etc.
  • Connectors – ermöglichen die Kommunikation zwischen Modulen über konfigurierbare Kanäle
  • Sandbox – Bezug von Ressourcen, Zugriff auf andere Modulinstanzen etc.
  • Logging-Architektur
  • Zentrales Errorhandling

Die Terrific-Funktionalitäten sind also ziemlich umfassend ;-). Bis jetzt konnten wir alle Kundenwünsche mit den Bordmitteln von Terrific umsetzen. Neue, anspruchsvolle und herausfordernde Frontends sind also herzlich willkommen!

Real World Beispiele?

Das „Intranet von Repower“:http://www.namics.com/taten/neues-intranet-repower/ wurde komplett mit Terrific umgesetzt. Integriert wurde das Ganze in das Enterprise Wiki „Atlassian Confluence“:http://www.atlassian.com/software/confluence/. Wiki? Anspruchvolles Frontend? Wie man dies unter einen Hut bringen kann, zeigen wir im nächsten Terrific-Post!

h4. Weitere Terrific Informationen

Open Source Projekt: Terrific und TerrificJS

Terrific – Modulare Frontendentwicklung
Terrific und OOCSS
The Terrific Way Of JavaScript
Terrific im Projekprozess

Terrific und OOCSS

Wie im letzten Terrific-Post angetönt, geht es in dieser Episode ein bisschen ans Eingemachtere… also dann, auf gehts…

Wieso OOCSS?

Terrific basiert auf OOCSS. Um die Vorteile von OOCSS zu begreifen, muss man zuerst die Schwachstellen und Probleme von CSS verstehen.

Code ist sehr „fragil“
Eine falsche Änderung kann durch die Kaskadierung unvorhersehbare Effekte hervorrufen – zum Beispiel Layoutfehler auf Seite xx.

Parallele Entwicklung im Team ist extrem schwierig
Die CSS-Regeln beeinflussen sich gegenseitig. Ohne genaue Kenntnisse über die Arbeit der Teamkollegen, ist die parallele Entwicklung praktisch unmöglich.

Code-Reuse ist sehr selten
Wir „vertrauen“ nicht auf den Code von anderen. Dies nicht aufgrund egomanischen Zügen, sondern weil uns die Erfahrung gelehrt hat, dass wir oftmals eleganter und schneller zum Ziel kommen, wenn wir CSS-Code von Grund auf selber schreiben. Nicht selten bedient man sich dabei stark gekapselten CSS-Selektoren à la „#id .class“, die einen Reuse wegen ihrer hohen Spezifität und Individualität praktisch ausschliessen.

Konsequenzen

  • Code wird unübersichtlich und unstrukturiert
  • Der Code wächst linear zur Projektgrösse = Performanceprobleme

Beides hat zur Folge, dass die Fehleranfälligkeit stark ansteigt und der Code unwartbar wird.

Wie macht man es besser?

OOCSS wurde von Nicole Sullivan (Yahoo) entwickelt und stellt einen wiederverwendbaren Baukasten an CSS-Klassen zur Verfügung. Oberstes Ziel von OOCSS ist es, vorhersagbares Verhalten ohne Seiteneffekte sicherzustellen. Dies wird erreicht, indem das Markup und die dazugehörigen CSS-Klassen stark standardisiert werden.

Alle Terrific Komponenten werden entsprechend den OOCCS-Regeln umgesetzt:

Elements

Grundlegende Definition der HTML Elemente

/* Link */
a.base, a.base:link, a.base:visited {
    color: #434343;
    text-decoration: underline;
}

Als Namenskonvention wird.base verwendet. Dadurch kann man von Module zu Module selbst entscheiden, ob man den Basisstyle eines Elements verwenden will oder nicht.

Layout

Aufteilung in einzelne, voneinander getrennte Bereiche (z.B. Header, Footer, 3 Spalten)

2126-Terrific-Layout-thumb-500x241-2125.png

Das zugehörige Markup ist beinahe selbsterklärend:

<div class="page">
<div class="head">
<h2>Head</h2>
</div>
<div class="body">
<div class="leftCol">
<h2>Left Column</h2>
</div>
// more leftCols
<div class="rightCol">
<h2>Right Column</h2>
</div>
// more rightCols
<div class="main">
<h2>Main Content</h2>
</div>
</div>
<div class="foot">
<h2>Foot</h2>
</div>
</div>

Mit den OOCSS-Klassen page, head, foot, leftCol, rightCol und main lassen sich in kürzester Zeit Layouts erstellen, die bis und mit IE 5.5 abwärtskompatibel sind.

Grid

Seitenspezifische Unterteilung in Lines und Units

2129-Terrific-Grid-thumb-500x189-2128.png

Und das Markup? Et Voilà!

<div class="line">
<div class="unit size1of5">
<h3>1/5</h3>
</div>
// repeat 3 times
<div class="unit size1of5 lastUnit">
<h3>1/5</h3>
</div>
</div>
<div class="line">
<div class="unit size2of5">
<h3>1/5</h3>
</div>
<div class="unit size3of5 lastUnit">
<h3>1/5</h3>
</div>
</div>

Lines und Units können beliebig verschachtelt werden. So können auch komplexeste Grids mühelos erstellt werden. Lediglich bei den Units muss darauf geachtet werden, dass die Summe aller Breitenangaben nicht die umgebendende Line sprengt. Mit den von OOCSS mitgelieferten size-Klassen (size1of5, size3of5 etc.) wird dieses Problem durch prozentuale Breitenangaben umgangen. Bei eigenen Grids muss dieser Umstand jedoch berücksichtigt werden.

Modules

Module sind in Terrific das zentrale Thema. Praktisch sämtliche Inhalte und Funktionalitäten stammen aus den Inhaltsmodulen.

Beispiel: Currency Converter

2131-Terrific-Module.png

Um den Entwickler nicht einzuschränken, gibt OOCSS nur die Wrapper-Divs vor. Terrific erweitert das ganze noch durch eine modulspezifische Klasse (modCurrencyConverter), welche für die Kapselung des CSS und das Terrific JavaScript System benötigt wird.

<div class="mod modCurrencyConverter">
<div class="inner">
<div class="bd"><!-- 1-n times --> ...</div>
</div>
</div>

Sämtliche CSS-Regeln werden mit der spezifischen Modulklasse prefixed. Die Kaskade von CSS übernimmt also quasi die „Objektorientierungs“-Rolle.

.modCurrencyConverter .bd {
    background: #fff;
    padding: 10px 10px 18px 10px;
}
...

Skins

Skins bieten die Möglichkeit, das Aussehen von Modulen gezielt zu überschreiben. So können zum Beispiel mandantenfähige Systeme problemlos umgesetzt werden – ein Modulegrundstyle und ein Skin pro Mandant – ohne sämtlichen Code duplizieren zu müssen.

2137-Terrific-Skin-thumb-400x194-2134.png
<div class="mod modCurrencyConverter
       skinCurrencyConverterHighlighted">

<div class="inner">
<div class="bd"><!-- 1-n times --> ...</div>
</div>
</div>

Der Skin erbt sämtliche Regeln des Moduls. Um den Hintergrund zu verändern, muss im Skin-CSS also lediglich die entsprechende Regel überschrieben werden:

.skinCurrencyConverterHighlighted .bd {
    background: #aebbcb;
}

Skins sind auch nützlich, um „ähnliche“ Inhalte in einem einzigen Modul zusammenzufassen. Die voneinander abweichenden Definitionen werden dabei in die Skins ausgelagert.

Wie weiter?

Die HTML/CSS Problematik wird von OOCSS sauber gelöst. Das beschriebene 5-Komponenten-Prinzip von Terrific unterstützt dabei die modularisierte Frontendentwicklung optimal.

Aber wie sieht es mit dem JavaScript Part aus? Mehr dazu im nächsten Terrific-Post!

Weitere Terrific Informationen

Open Source Projekt: Terrific und TerrificJS

Terrific – Modulare Frontendentwicklung
Terrific und OOCSS
The Terrific Way Of JavaScript
Terrific im Projekprozess

Terrific – Modulare Frontendentwicklung

Hintergrund

Die Komplexität von Frontends wird immer grösser – und somit natürlich auch der Spass bei der Umsetzung. Dachte man bis vor Kurzem in „Seiten“, so spricht man jetzt vermehrt von Modulen und Single Page Applikationen. Dieser Schritt weg vom Seitendenken hin zu wiederverwendbaren Modulen, die beliebig miteinander kombiniert werden können, zieht auch ein Umdenken in der Frontendentwicklung nach sich.

Wiederverwendbarkeit, Skalierbarkeit, parallele Entwicklung und Reduzierung von Abhängigkeiten sind die zentralen Anliegen der modularen Frontendentwicklung.

Das Thema wird zurzeit heftigst an allen Frontendkonferenzen und in der Community diskutiert. Dabei werden die einzelnen Technologien meist isoliert betrachtet.

Ein spannender Ansatz für den HTML/CSS Part bietet OOCSS von Nicole Sullivan. OOCSS wird bereits auf zahlreichen Websites eingesetzt und hat sich auch schon in grossen Projekten (z.B Yahoo) erfolgreich bewährt.

Interessante Ideen zum JavaScript Part liefert Nicholas Zakas in seinem Vortrag Scalable JavaScript Application Architecture

Beide Ansätze gehen vom Modulgedanken aus, basieren jedoch aufgrund der isolierten Betrachtung auf unterschiedlichen Konventionen.

Genau hier setzt Terrific an!

Terrific

Terrific ist ein von Namics entwickeltes Frontend Development Framework, das auf Basis von OOCSS, jQuery und unzähligen anderen Ideen, Diskussionen und Best-Practices entstanden ist.

Im Gegensatz zu den technologiegebundenen Ansätzen nutzt Terrific die OOCSS-Namenskonventionen technologieübergreifend sowohl für den HTML/CSS Part als auch für den JavaScript Part. Dadurch entsteht eine lose gekoppelte, modulare, clientseitige Architektur, die den ganzen Frontendprozess standardisiert – wenn nicht sogar revolutioniert!

5-Komponenten-Prinzip

Jede Terrific-Applikation besteht aus fünf Basiskomponenten:

  • Elements -> grundlegende Elemente (h1, h2 etc.)
  • Layout -> einzelne, voneinander getrennte Bereiche, die den meisten Seiten innerhalb Applikation gemeinsam sind (z.B. Header, Footer, 3 Spalten)
  • Grid -> weitere, seitenspezifische Unterteilung in Lines und Units
  • Modules -> Inhaltsmodule
  • Skins -> Skins für Module

Beispiel Repower Intranet:

2027-Repower_Dashboard_Layout-thumb-500x325-2019-thumb-500x325-2020.jpg

* Grün: Layout

2025-Repower_Dashboard_Grid_Modules-thumb-500x325-2022-thumb-500x325-2023.jpg
  • Magenta: Grid
  • Blau: Modules

In den nächsten Terrific-Posts gehe ich detailliert auf die einzelnen Komponenten und deren Umsetzung ein. Es wird also technisch und sehr spannend!

Weitere Terrific Informationen

Open Source Projekt: Terrific und TerrificJS

Terrific – Modulare Frontendentwicklung
Terrific und OOCSS
The Terrific Way Of JavaScript
Terrific im Projekprozess