Fachtagung Interaktive Vielfalt – Mensch & Computer, Usability Professionals, DeLFI

Vom 08. bis zum 11.09. fand dieses Jahr in Bremen die von Namics gesponsorte Fachtagung Interaktive Vielfalt statt. Die Fachtagung vereint die drei Konferenzen Mensch & Computer, Usability Professionals und DeLFI unter einem Dach.

Bevor ich hier große Worte zu Inhalten, Location, etc. verliere lasse ich lieber Videos und ein paar Fotos sprechen.

Fotos gibt’s hier: http://interaktivevielfalt.org/fotos/

Ich muss leider sagen, dass die Themen der Vorträge, die ich mir angehört habe, nicht alle neu waren und ich leider nur teilweise Fachliches von der Konferenz mitnehmen konnte. Oder um es positiv auszudrücken: Wir bei Namics machen alles mindestens genauso gut wie alle anderen, wenn nicht sogar besser. ;-)

Den Tagungsband der Usability Professionals mit allen Workshops und Vorträgen kann jeder hier einsehen:
http://issuu.com/germanupa/docs/german-upa_tagungsband_up13_web

Die nächste Mensch & Computer findet vom 31.08. bis zum 03.09.2014 in München statt. Weitere Informationen hierzu unter http://muc2014.mensch-und-computer.de/

Der Organisationstyp prägt das Intranet

Als Ergänzung zum nutzerorientierten Ansatz, bei dem durch Mitarbeiterinterviews und Workshops die Anforderungen an das Intranet im Unternehmen evaluiert wird, hat Namics einen organisationsorientierten Analyseansatz entwickelt. Ziel dabei ist es, mithilfe eines Instrumentes schnell und einfach eine erste Einschätzung zum Organisationstyp und zur Unternehmenskultur des Unternehmens zu erhalten. Die Einordnung nach drei schematischen Organisationstypen kann helfen, die passenden Funktionen auszuwählen, die das Intranet und damit das Unternehmen erfolgreich machen. Dieses Instrument wird kurz vorgestellt.

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Das Modell zeigt drei Organisationstypen, die hier schematisch skizziert werden um bewusst einfach Schwerpunkte herausarbeiten zu können.
Typ 1 ist ein prozessorientiertes Unternehmen, Abläufe sind klar definiert, Hierarchien und Zuständigkeiten sind eindeutig . In solchen Unternehmen herrscht oft das Verständnis „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Unternehmen dieses Typs sind meist bürokratische Unternehmen, oft Staatsnah, bspw. ein Patentamt. Das Ziel ist hier die operativen Abläufe zu optimieren, effizienter zu werden. Hier arbeiten regeltreue, loyale Mitarbeiter, die im Intranet eindeutige Vorgaben und Vorlagen suchen.
Beim zweiten Typ von Unternehmen hat die Sachkompetenz einen höheren Stellenwert als die Hierarchieordnung. Es geht um das Streben nach Erfolg, um Leistungsorientierung. Die Motivation ist, dass der beste im Wettbewerb gewinnt. Unternehmen diesen Typs sind vertriebsorientierte Unternehmen, z.B. Versicherungen, die aber oft auch sehr dezentral aufgestellt sind und in einer Matrixorganisation strukturiert sind. Als Beispiel kann hier sicherlich Credit Suisse oder Siemens genannt werden. Hier arbeiten Menschen, die individuellen Erfolg suchen, aber auch Teamplayer, die auf soziale Anerkennung wertlegen. Wichtig ist für diese Mitarbeiter also Belohnung aber auch Austausch mit anderen Mitarbeitern.
Der Typ 3 der Organisationen beschäftigt sich mit komplexen Problemen, und versucht durch systemisches Denken und Handeln neue Lösungsansätze zu entwickeln. Hier geht es also um Innovation, Neues, Kreativität. Hier arbeiten Experten mit sehr tiefem Know-How. Abläufe sind immer neu und deshalb nicht definiert. Daher sind diese Netzwerkorganisationen meist in Projekten strukturiert. Wichtig für Mitarbeiter ist Kreativität und Flexibilität, die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Im Intranet ist hier z.B. wichtig individuellen Bedürfnissen nach z.B. Informationen Rechnung zu tragen und einen hohen Grad an Individualisierung zuzulassen.

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Ein Intranet soll dazu dienen, Organisationen in Ihren Zielen sowie die Mitarbeiter zu unterstützen, das was sie ohnehin schon tun noch besser machen zu können. Die unterschiedlichen Anforderungen der Organisationstypen an ein Intranet werden in den aufgeführten Anforderungsbereichen aufgezeigt. So beschreibt beispielsweise der Bereich Inhaltstyp die Form, in welcher Wissen in einem Intranet dokumentiert ist. Bei prozessorientierten Organisationen sind dies aufgrund der Entstehungsprozesse hauptsächlich Dokumente. Im Gegensatz dazu stehen die innovationsorientierten Organisationen, bei welchen Wissen in der Zusammenarbeit generiert wird und dementsprechend eher in Wikis und Blogs erfasst wird – dies um ein Beispiel herauszugreifen.
Die Intranets für den jeweiligen Organisationstypen zeigen Stereotypen, wie sie in der Realität selten vorkommen. Das Modell soll helfen, Funktionen anhand des Organisationstyps auszuwählen und kritisch zu hinterfragen.

Dank besserem Kundenverständnis zu mehr Erfolg

An der gestrigen Usability Fachtagung wurde mir die Ehre zugeteilt mit meinem Referat „Dank besserem Kundenverständnis zu mehr Erfolg“ die Rolle des morgendlichen „Publikumsverwachers“ übernehmen zu dürfen. Mit der Frage „Was ist Usability eigentlich?“ wurde die vierteilige Präsentationsserie lanciert.
Weiter ging’s mit der Herleitung der Wichtigkeit des Kunden- und Nutzerverständnis für Unternehmen. Anhand des „Hürdenmodells“ liess sich dies einfach visualisieren: „Alle Bemühungen auf Seiten der Unternehmung verpuffen im luftleeren Raum, wenn das Vertriebsnetz durch Usability-Hürden versperrt wird!“

  • Transaktionen können nicht stattfinden.
  • Die Wahrnehmung der Unternehmung wird negativ belastet.
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Wo User abschalten

Nach den gelungenen Referaten von Andri Stoffel, Dorian Selz und Thomas Link sowie Olaf Egner (hier die Inhalte) durfte ich heute an der Namics Fachtagung zum Thema „Usability verbessern – warum sich das lohnt.“ die Erkenntnisse aus dem Testlabor präsentieren.
Erkenntnisse darüber, wo User abschalten. Aus CRO-Sicht das Dümmste überhaupt, was passieren kann. Und im Testlabor sehr schwierig mit den Augen – also im Video – und den aufgenommenen Mausbewegungen und Klicks zu beobachten, da die Testpersonen ja unbedingt ihren „Auftrag erfüllen“ möchte.
Darum heisst es: Zuhören! Manchmal sagen sie es uns, dass sie jetzt dann wohl abgebrochen hätten, wäre da nicht diese Test-Situation.
Wir haben neun Mal sehr genau zugehört und diese Beispiele in den Dimensionen
– Informations-Struktur
– Zeit & Aufwand
– User Interface
– Glaubwürdigkeit
– Vertrauen
heute präsentiert.
Hier geht es zur Prezi-Präsentation, Volume auf und zuhören bitte! ;-)

Ein Gorilla am Finance Forum

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Heute waren wir, Sarah (der Gorilla), Andri (der Experte) und ich (der Berater) am Finance Forum. Wir waren eingeladen, an einem der Speaker Corner unser Glück in einem 15-minütigen Kurzvortrag zu versuchen.

Wir hatten dafür die Ergebnisse von 14 Bankenwebseiten vor uns liegen, deren Hypothekenrechner und Themenseiten zur Immobilienfinanzierung wir jüngst getestet haben.

Die wichtigsten Themen darin waren zum einen die Erkenntnis, dass unsere Tester bei der Berechnung von Finanzierungskosten einer Hypothek oft am Detail scheiterten, z.B. an falsch verstandenen Eingabefeldern oder Schiebereglern. Und zum anderen das das häufig verwendete Fachvokabular Menschen mit wenig Finanzwissen schnell stresst und zu einer negativen Einstellung gegenüber dem Thema, der Website und damit der Bank bringt.

Diese wollten wir also in den 15 Minuten einmal unseren Zuhörerinnen und Zuhörer zur Kenntnis bringen. Da wir schon ahnten, dass die dort anwesenden Herren (und auch mal Damen) nicht so leicht aus der Fassung zu bringen sind, versuchten wir es mit Gorilla Marketing (siehe Bild).

In Kombination mit einem Film der am schlimmsten gescheiterten Benutzertests konnten wir immerhin den einen oder anderen Zuhörer zu einem dezenten bis lauten Schmunzeln bewegen. Und die Bananen konnten wir am Ende auch alle unter die Menschen bringen.

Die Studie „Nutzung und Erfolg von Online Hypothekenrechnern“ mit allen Ergebnissen, hilfreichen Erkenntnissen und Hinweisen werden wir in Kürze hier veröffentlichen. Wer also weiterhin unseren Namics Blog liest sollte daran nicht vorbeikommen. Gerne setzen wir Sie aber auch (bei Angabe Ihrer Kontaktdaten) auf die Liste der Menschen, die etwas früher als andere die wichtigen Informationen auf dem Tisch liegen haben möchten.

Sollten Sie zum Lesen eigentlich keine Zeit haben, dann kommen Sie uns vielleicht einfach in Zürich besuchen. Wir sind am 18.11. zum Thema „Usability verbessern – warum sich das lohnt.“ am Convention Point der Swiss Exchange und zeigen Ihnen das Thema an einem Vormittag von 4 Seiten betrachtet. Anmeldung und alle Informationen dazu finden Sie unter:

www.namics.com/usability

Wir versprechen viele spannende und unterhaltsame Einsichten!