Geht Facebooks VR Strategie auf?

Facebook VR Strategie

Wir haben in den letzten Tagen einige Tests mit der neuen VR Brille Oculus Go gemacht und kommen dabei zu einem sehr positiven Fazit. Die neue Brille von Facebook Reality Labs (ehemals Oculus Research) ist aktuell der bestmögliche Einstieg in … Weiterlesen

Entwicklung einer Social Media Kanalstrategie, die sich auszahlt

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Dieser Artikel ist Teil einer Serie über die Zukunft von inhaltsbasierten Kommunikationsformaten. Nach der Vorstellung unterschiedlicher Möglichkeiten der Influencer-Relations, möchte ich mit diesem Artikel zeigen, wie mitreißender Content sinnvoll auf den passenden Kanälen ausgespielt wird, um mit Kunden noch wirkungsvoller … Weiterlesen

ROI von e-Projekten: (Wie) geht das? – Teil 2: Anders Überzeugen.

B2B vs B2C

„What is the ROI of your mom?“ – mit dieser Frage hat mein letzter Blogpost zum Thema ROI von e-Projekten aufgehört. Auf die Frage gestossen bin ich im Artikel von Dr. Petouhoff und ihre Aussage ist „The fact is there … Weiterlesen

ROI von e-Projekten: (Wie) geht das? – Das ewige Thema

Nützliche Apps, eingebundene Ressourcen in Social Media und hochwertiger Content auf der Website – alles gratis. Was für den Kunden schön (oder sogar selbstverständlich) ist, bereitet den Unternehmen oft aus Business-Sicht Kopfzerbrechen: Was ist der Business-Case dahinter? Lohnt sich der zusätzliche Aufwand? Oder wie so oft gefragt: What’s the ROI? (mehr …)

Analytics Review: Universal Analytics, Facebook Reach und Remarketing

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Google stellt Google Analytics mit dem neu vorgestellten Universal Analytics auf ein benutzerzentrierte Basis. Facebooks EdgeRank bestimt wie oft eine Story auf Facebook angezeigt wird. Ist sie bezahlt, wird sie wesentlich öfter den Benutzern anzeigt. An dieser Stelle geben wir einen Überblick über die Trends, neuen Produkte und Veranstaltungen zum Thema Digital Analytics. Weiterlesen

Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler & realer Einkaufswelten.

Werner Spengler und ich, Patrick Schneider, hatten Anfang Mai das Vergnügen auf der IA Konferenz 2012 in Essen einen Vortrag über das Zusammenwachsen der realen mit der digitalen Verkaufsstrategien anhand des Beispiels adidas NEO zu halten.
Das allgemeine Thema der Konferenz war „Content Strategy“, das konkrete Thema unseres Vortrags „Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler und realer Einkaufswelten.

Klassische Handelsunternehmen finden immer stärker den Weg ins Web und in den eCommerce wie z.B. Saturn/Mediamarkt. Aber auch Pure-Player aus dem Internet gründen im Gegenzug Ladenlokale in den Innenstädten wie z.B. der Popup-Store von Zalando in Berlin.
Themen wie Mobile und Always-On bedingen, dass unseren Kunden das erfolgreiche Zusammenspiel aller Kanäle als integriertes Multichannel-Konzept immer stärker unter den Nägeln brennt. Reale Welt mit Ladenlokal und virtuelle Welt mit eCommerce wachsen zusammen.

Mit dem Label NEO von adidas geht nun 2012 ein Konzept live, das erneut den Versuch wagt, die realen Verkaufswelten mit digitaler Kommunikation zu verbinden. Neu dabei ist allerdings, dass Social Media der Kitt zum Kleben sein soll.
Hier treffen also gleich mehrere Disziplinen der Gestaltung und Konzeption aufeinander, weshalb es für uns auch so spannend ist, uns mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Aber solche Konzepte gab es bereits schon einmal Ende der 90er:
Bspw. den (von Werner konzeptionierten) Lufthansa Heaven’s Store.
Das seitdem im Ladenbau hinsichtlich neuer Medien wenig passiert ist, kann man an diesem Projekt gut erkennen. Auch hier wurden bereits viele Dinge angedacht und konzeptioniert um die reale und die digitale Welt zu verbinden.
Konzeption wurde der Laden für den Verkauf von Merchandisingprodukten an internationalen Flughäfen. Es gab damals schon eine reale und eine digitaler Einkaufswelt mit Shop.
Der Laden war nach allen Erkenntnissen von Konsum und Verhaltensforschung ausgelegt: kognitive Maps, Farben, Geruchswelten, Licht und Soundsteuerung, Sennheiser Beschallung mit Bewegungssensoren. Spannendster Aspekt war die komplett umbaubare Innenansicht über Bildschirme und Steuerung. Der Prototyp steht heute noch bei der LSG und kann besichtigt werden.
Grundsätzlich eine tolle Idee, die mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde, aber leider sich damals nicht durchsetzten konnte.

War die Welt damals noch nicht so weit? Und warum ist sie es jetzt?

Erst jetzt durch durch User Generated Content und die direkte Einbindung der kundeneigenen Netzwerke entstehen Konzepte die reale Einkaufswelten nachhaltig prägen werden.
Wir haben durch das Internet und die sozialen Medien eine neue Kommunikatiosebene erreicht. Mit “Always on”, Smartphones und Social Networks ist eine neue Kommunikationsform etabliert, die mit der reale Welt  direkt interagiert.

adidas NEO versucht nun also mit einem Konzept zur Verbindung der digitalen und der virtuellen Welt erneut dieses Zusammenspiel gewinnbringend zu nutzen.
Die Ladenlokale sollen zukünftig nicht nur Laden sein, sie sollen zu einem Treffpunkt für Jugendliche werden und zum Bleiben anregen.
Die einzelnen Präsentationsflächen im Laden selbst lassen sich innerhalb weniger Minuten umbauen und regen die Kunden daher immer wieder zum “Mal reinschauen” an.
Extra große Kabinen für private Modenschau zu zweit (oder zu dritt) werden geboten.
Es gibt im Ladenlokal sogar eine kleine Bühne, auf der u.a. lokale Bands auftreten sollen, die aber alternativ auch als “Chill-Zone” für die Kunden genutzt werden können.
Neu ist: Die Kunden sollen nicht schnell kaufen, sie sollen verweilen, sich wohl fühlen.

Über den Wohlfühl- und Lifestyle-Faktor hinaus wird es in dem Laden digital:
Es existieren berührungsempfindliche Bildschirme zur Steuerung der Musik im adidas-NEO-Store durch den Kunden.
Die Beleuchtung lässt sich durch den Kunden per SMS mit den Begriffen „Blue“, „Red“ oder „Green“ steuern.
Aber das besondere ist: Das Konzept holt die Zielgruppe dort ab, wo Sie ist. Online! Es gibt in dem Laden daher noch etwas Besonderes, dass den Joy of Use im Ladenlokal anregt: Einen interaktiven Spiegel.
NEO nennt das Konzept den Social Mirror. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Spiegel, über den sich das Konterfei des Betrachters inklusive Outfit bei Facebook und Twitter hochladen lässt. Freunde und Bekannte können somit  das neue Outfit gleich ausführlich bewerten und kommentieren. Direkt im Laden kann damit eine “Diskussion” über das gewählte Outfit mit der ganzen persönlichen Community des jeweiligen Kunden starten…

Es gibt auch noch ein paar Besonderheiten im Hintergrund der Läden, die dem Kunden nicht direkt auffallen, die aber nicht weniger interessant sind:
adidas markiert konsequent jegliches Kleidungsstück mit RFID-Funkchips, die über mehrere Meter hinweg von Geräten ausgelesen werden können. Mit diesen Chips ist etwa eine Ladeninventur in wenigen Minuten möglich. Es können damit aber auch neue Trends erkannt werden, da Sensoren erfassen sollen, welche Kleidungsstücke in den Umkleidekabinen kombiniert werden. Somit lassen sich weitreichende Auswertungen generieren und Informationen über die Zielgruppe und deren Verhalten sammeln.
Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Läden erfolgt stilecht ebenfalls via Twitter und eine eigene iPhone-App. für Angestellte.

Was heißt das jetzt für die Zukunft?

Das alte Modell nach dem Commerce-Projekte konzeptioniert wurden kannte zwei Bereiche:

  • Der Kunde ist zu Hause und eventuell online.
  • Oder er ist im Laden und offline.

Wenn er zu Hause ist, hat er sein Netzwek und seine interaktiven Möglichkeiten. Wenn er sich im Ladenlokal befindet, hat er all das nicht.

In der Zukunft und auch heute schon ist das aber nicht mehr der Fall. Die reale Welt im Ladenlokal verschmilzt mit der Welt des Kunden. Das soziale Netzwerk wird mobil und ist nicht mehr gebunden an einen Raum.

Wenn sich die Verkaufsräume bis dato nur mit leichten Überschneidungen angenähert haben gab es jetzt einen Wechsel von online-, mobile-, Nearfield-Commerce zu Infield-Commerce. Die mögliche Deckungsgleichheit von realem Ladenlokal und dem virtuellen Kaufen des Kunden ist erreicht.

Und genau hier befinden wir uns an dem entscheidenden Punkt und kommen zurück zum Social Mirror:
Der Spiegel zahlt auf beide Welten ein. Er ist das zentrale Element was die beiden unterschiedlichen Welten (real und virtuell) jetzt zu einer einzigen verwebt!

Das bedeutet:
Es entsteht plötzlich eine klassische Win-Win-Situation. Der Kunde gewinnt durch die Mitnahme seiner gesamten Community in das Ladenlokal, der Laden gewinnt weil er seine Reichweite in der “ubiquen” Welt auf bisher ungeahnte Weise erhöht.

Darüber hinaus zahlen auf diesen Effekt auf Kundenseite Dinge ein, wie z.B.

  • Joy of use
  • Zusammen Spaß haben
  • Gemeinschaftsshopping
  • etc.

Letztendlich führt das dazu, dass Kunden sich im Laden “zuhause fühlen”. NEO wird zum Spielort einer Inszenierung. NEO ersetzt den Home-Bereich und wird ein Stück Heimat.

Welche Ableitungen kann man daraus nun ziehen?

  1. Content kann aus einer neuen Sicht betrachtet werden.
    Die Entstehung von Content wird entscheidender. Die Kombination aus erlebbarem Produkt und Social Media als Kommunikationsinstrument erhöht die Wertigkeit des Contents. Das Involvement des Kunden und dessen Bindung entscheidet über die Masse des Contents.
  2. Konzepte müssen am Kunden und nicht am Kanal ausgerichtet sein.
    User Stories sind wichtiger denn je.
  3. Infield Commerce braucht eine verzahnte Zusammenarbeit über Kanäle hinweg.
  4. Es ist fragwürdig eine Konzeption nur aus Sicht eines Kanales zu erstellen!

Facebook Timeline für Unternehmen

Timeline Studie von Mashable.com (http://mashable.com/2012/02/15/facebook-timeline-for-brands/)

Experten und Gerüchten zufolge wird Facebook am 29.2. die Timeline für Fanpages bekanntgeben. „Endlich“ sagen die Meisten, ohne dass irgend jemand genau weiss, was das bedeuten wird. Logisch, denn die Möglichkeiten, die Facebook bisher für Unternehmen geboten hat, sind… sagen … Weiterlesen

UX Adventskalender 2011 | Tag 15: Etsy Geschenkideen für Facebook Freunde

In der besinnlichen Adventszeit besinnen wir uns auf schöne Ideen, praktische Gadgets, nützliche Software und einfach geniale User Experience.

Heute: Die Etsy Geschenkidee-Seite für Facebook Freunde, denn schliesslich ist bald Weihnachten!

übrigens… Namics hat auch eine Facebook Page ;)

 

Communitycamp Berlin 2011 – 1. Tag

Wenn rund 150 Communitymanager, Social Media Experten und Interessierte an einem Wochenende auf einem Barcamp zusammenkommen, verspricht es reizvoll zu werden. Und das war es heute, dem ersten Tag des Communitycamps in Berlin, zu dem Sonya Schlenk und ich gereist sind, auch wirklich. Sowohl in den Sessions (ca. einstündigen „Vorträgen“ mit umfangreichen Diskussionsanteil) als auch in den zahlreichen Gesprächen drumherum, habe ich bereits viele wertvolle Anregungen bekommen. Darüber hinaus ist es immer schön sich mal intensiv mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

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Angefangen mit Oliver Überholz von mixxt, dessen Vorstellung von 165+ Tools für Social Media und Web zu einem Erfahrungsaustausch genutzt wurde, der angesichts der Masse an Tools morgen fortgesetzt wird.

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Idealtypische Entwicklung von Communities

Der Trendreport Juli 2011 der Agenturen Pilot und Zucker zeigt eine interessante Entwicklung bei Unternehmensseiten auf Facebook auf: Je mehr Fans, desto weniger Interaktion. (Vgl. dazu auch den Beitrag von Johannes Lenz auf dem Grey-Blog).

Die Analyse bestätigt eine Hypothese, mit der ich gerne die Entwicklung von Communities beschreibe. In diesem Fall ist die Fangruppe eines Unternehmens eine Mini-Community.

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Idealtypisch betrachtet gibt es bei der Entwicklung von Communities zwei Punkte in denen sich die Entwicklung der Community deutlich ändert. Der erste kritische Punkt ist der, an dem die Community beginnt zu „fliegen“ und durch das Erreichen einer bestimmten Mitgliederzahl eine kritische Größe erreicht.

Der zweite kritische Punkt wird erreicht, wenn die Community so groß ist, dass das Engagement des Einzelnen sinkt (z.B. weil das allgemeine Niveau sinkt, das eigene Engagement nicht mehr identifizierbar ist, etc. …).

Ein Mittel dort gegenzusteuern sind neue Funktionen und Möglichkeiten zur Ausdifferenzierung der Community. Facebook ist mit dieser Herausforderung bisher gut umgegangen und auch Xing versucht durch mehr neue Funktionen diesem Trend entgegenzuwirken. MySpace hatte diesen Punkt ignoriert.

Die Herausforderung für Unternehmen (egal ob bei Facebook, in der Support-Community oder dem Intranet) besteht darin, diesen Punkt zu identifizieren und den Ball am Fliegen zu halten.