Mit Storytelling wird das Internet zum Märchenbuch

Foto von David Travis auf Unsplash

Die stetige Veränderung von Social Media ist mittlerweile der Lauf der Dinge. Die organische Reichweite sinkt, der Newsstream rückt in den Hintergrund und Nutzer flüchten in die private Kommunikation. Ohne relevante Inhalte ist für Marken die vielgelobte personalisierte Ansprache hinfällig. … Weiterlesen

UX Intensive 2011 in Amsterdam

Dank Namics hatte ich in der Woche vor Ostern (vom 18.04.2011 bis zum 21.04.2011) die Möglichkeit an einer fantastischen Veranstaltung von adaptive path (www.adaptivepath.com) in Amsterdam teilzunehmen, um mich und meine Kenntnisse / Fähigkeiten rund um das Thema User Experience weiterzuentwickeln:

Der UX Intensive 2011 (www.adaptivepath.com/uxintensive)!

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Knapp 60 Informationsarchitekten / Interaction Designer / Strategen / Visual Designer trafen sich dort, um sich zum einen durch adaptive path neues aus dem Feld der User Experience erzählen zu lassen, aber auch um sich innerhalb von unzähligen WS-Session gegenseitig Ideen zu spendieren und sich zu inspirieren.

Die Veranstaltung war auf Ihre ganz eigene Weise einmalig:
Mehr als 60 Kreative und Strategen „auf einem Haufen“, 4 Tage in einem Raum, mit ganz vielen Ideen, mit ganz viel Lust und Energie, mit ganz viel Partylaune, mit ganz viel Spass daran, sich auszutauschen…

Aber Schritt für Schritt: Was haben wir dort gemacht? Was waren die Inhalte der Veranstaltung?

Im Detail: Bei der UX Intensive handelt es sich um eine viertägige Workshop-Reihe, die sich an professionelle User Experience Leute richtet, die Ihre Fähigkeiten gemeinsam mit anderen ausbauen und Ihren Horizont erweitern möchten. Die gesamte Serie teilt sich dabei in vier Abschnitte und entsprechend vier Tage ein:

Tag 1 – Strategie
Jeder guten Website, jedem guten Design, jeder guten IA liegt eine entsprechende Strategie zugrunde. Am ersten Tag war daher auch genau das unser Thema:
Wir haben uns ausgetauscht über Tools und Ideen, wie man mit Kunden die Business-Idee schärft und ggf. anschließend ins Web überträgt.

Tag 2 – Research
Nur wer seine Kunden versteht, kann erfolgreich arbeiten. Und noch wichtiger ist es, den Nutzer der Website zu verstehen und sein Angebot entsprechend zu gestalten. Das heißt aber gleichzeitig auch mehr über diese beiden Gruppen zu lernen. Was brauchen sie wirklich und vor allem warum brauchen sie genau das?
Das war das Kernthema unseres zweiten Tages: Wie können wir uns in die Gedanken der Menschen / Nutzer / Kunden versetzen, die wir am meisten erreichen wollen?

Tag 3 – Information Architecture
Am dritten Tag der Serie wurden nun die Ergebnisse der ersten beiden Tage zusammengefasst und daraus eine solide Architektur gebaut:
Es wurden Methoden des Analysierens, des Modellierens und des Beschreibens von Content auf einer Website aufgezeigt und diskutiert.

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Tag 4 – Interaction Design
Design Thinking at its best. Ich denke, das beschreibt diesen Tag am besten. Besonders am letzten Tag war daher die Kreativität im Raum quasi spürbar:
Basierend auf einigen einführenden und begleitenden Worten von adaptive path wurden gemeinsam Wege besprochen, wie man Nutzer wirklich anregt und fesselt und welche Rolle das Interaktion Design dabei einnimmt.

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Alles in allem war es eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung mit tollen Events am Ende jedes anstrengenden Workshops-Tages, leckerem Essen und ganz viel Ideen und Kreativität.

Ein Dank an adaptive path an dieser Stelle für die Orga und an alle Teilnehmer des Events.
Es war eine Freude ein Teil der UX Intensive 2011 zu sein.

Einige weitere Eindrücke gibt es hier:
www.flickr.com/photos/daspat/sets/72157626442675441/
www.flickr.com/search/?q=uxiams11&s=rec

IA Konferenz 2010 in Köln

Auf der IA Konferenz 2010 in Köln standen die „Neuorientierung“ bzw. die „Öffnung“ der Bereiche Informationsarchitektur und User Experience getreu ihrem Motto „Service Design Thinking“ im Mittelpunkt. Die zwei Tage in Köln wurden dominiert durch die Versuche der Redner die neuen Herausforderungen zu fassen, zu definieren und ihnen mit Methoden zu begegnen. Die Ansätze waren nicht wirklich neu, dokumentieren aber den aktuellen Wandel und die weitere Professionalisierung und Verantwortung der Menschen die im Umfeld Informationsarchitektur unterwegs sind.

Die Organisatoren führten engagierte durch zwei Tage straffes Programm bei dem die Entscheidung für die parallel laufenden „Tracks“ nicht immer leicht fiel und sich auch nicht immer als die richtige herausstellte.

Auch dieses Jahr wurden wieder fleißig Methodenkarten getauscht (von der Content-Strategie, über die User Journeys bis hin zur Roadmap) und sorgten für Spaß bei den Teilnehmern.

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Leider waren die Begriffe auf der Buzzword Bingo Karte eher die aus dem letzten Jahr und erst an Tag zwei konnte dann mit der Reihe „360 Grad, Benchmark, Call to Action, Primär und Performance“ BINGO gerufen werden.

Erin Malone aus den USA eröffnete die IA Konferenz mit der Aussage „Everything is social“ und der Formulierung der neuen Anforderungen an das Service oder Social Design welches ein anderes Denken erfordert. Neben 5 Prinzipien wie z.B. „Pave the cowpaths“, also die „Trampelpfade“ der Nutzer zu erkennen und auf Ihnen aufzubauen, wies Erin Malone des Weiteren noch auf die so genannten „Social Objects“ hin, also die Auslöser dafür, dass Menschen mit einander reden, die Gemeinsamkeit zwischen ihnen. Die Identifikation dieser „Social Objects“ und die Schaffung einer Brücke zum realen Leben („Enable a bridge to real life“) waren für mich wichtige Hinweise in diesem Zusammenhang.

Tenor vieler Vorträge war das Thema „Design Thinking“ und die Anforderung mehr Kreativität in die Arbeit zu bringen, aber gerade nicht inspiriert durch die so genannten Kreativen sondern z.B. durch die Kunden selber .

Niels Benson näherte sich dem Thema sehr theoretisch und zeigte auf wie sich die Anforderungen an Design Thinking entwickelt haben und wie die idealen Rahmenbedingungen für diese Art der komplexen Problemlösung und der Entwicklung von innovativen Ideen aussehen sollten. Klaus Rüggenmann schloss dann nahtlos mit seinem Vortrag „Design Thinking Methoden in der Praxis“ an. Wie bei allen Brainstorming Methoden können die Beteiligten die Methoden lernen und eine gute Vorbereitung der Initiatoren, eine angenehme Atmosphäre und ein geübter Moderator sind auch im Rahmen des „Design Thinkings“ die Erfolgsfaktoren.

Judith Schütz baute Ihren Vortrag auf die neue Generation der „Digital Natives“ auf, die 2012 volljährig werden und die damit verbundenen neuen Anforderungen. Eine Generation für die die Verbindung zwischen der realen und der virtuellen Welt immer enger wird und die nicht mehr in Endgeräten denken. Mobile heißt nicht mehr, dass sich der Nutzer bewegt sondern dass sich die Inhalte zu ihm bewegen und situativ passend zur Verfügung stehen. Mit dem Bedienen der situativen Bedürfnisse steht und fällt dann auch der Erfolg von neuen Services (z.B. Apps).

Der letzte Vortrag am Freitag von Niels Anhalt schloss sehr praktisch ab. Die Kombination von UX mit agiler Vorgehensweise wurden als neue Chancen für die optimierte User Experience vorgestellt. Niels Anhalt vertrat die These, dass je höher die Ansprüche an das Interaktionsdesign sind, desto eher muss real getestet werden. „Release early – release often“ als Erfolgsfaktor und die direkte Weitergabe an den Kunden, der in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden kann. Gut funktionierende Beta Versionen, die dann gemeinsam weiterentwickelt werden.

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Den Tag 2 eröffnete Birgit Mager mit dem Thema Service Design und Verhaltensänderung. Durch Informationen und ihre Gestaltung, durch Spaß und Prozesse (z.B. des Involvierens) kann Service Design dazu führen, dass Menschen Ihr Verhalten im positiven Sinne ändern. Literaturtipp „Brains, Behavior & Design“.

Mit einer Werkzeugkiste für die Arbeit mit „Mentalen Modellen“ kam dann Stefan Freimark um die Ecke. Er zeigt sehr anschaulich inkl. der Nennung von Kosten und Tools auf, wie er „Mentale Modelle“ erstellt und welche Fallstricke es zu beachten gibt. Das „Mentale Modelle“ dabei helfen können sich besser in die Nutzer hineinzuversetzen und eine gute Grundlage für die Identifikation von Lücken im Service oder Produktangebot (Gap-Analysis) bzw. von Berührungspunkten (Touch Points) zum Kunden sind.

Das Design Findungsprozesse oft sehr schwierig sein können und das „kastig nicht gleich kastig ist“, veranschaulichte Lutz Hirsch im Rahmen der Entwicklung des Otto „Intranets“. ;-).
Das letzte Highlight des Tages bot dann Arne van Oosterom mit ein bisschen Entspannung für den Kopf und einigen netten Videos sowie Erheiterung bei den Zuhörern durch die wandernden Publikum-Mikros und plötzlich gestellte Fragen.

Das Poster Lifeclock von Julia Werner hat die Poster Session mit einer guten Idee und deren gelungenen Visualisierung verdient gewonnen.

Alle Präsentationen werden laut Veranstalter auf Slideshare zur Verfügung gestellt.