Die Community managen?

come on, das gibt es nicht. Wir erinnern uns: Social Media verändert die gesamte Kommunikationsstruktur. Aus Einweg-Kommunikation wird eine Gemeinschaft mit vielen individuellen Teilnehmern, Meinungen und verschiedenen Austragungsorten. Die Community findet sich offline, in Facebook, Xing und mehr. Die Gruppe ist keine Gruppe sondern unübersichtlich und atomisiert (danke Jesko für das Wort), sichtbar und unsichtbar (nur Leser) und ständig in Veränderung.

Da schnattern schonmal alle durcheinander. Wie soll man das managen?

Managen kommt vom italienischen managgiare „an der Hand führen“. Etwas händisch tun heisst nicht, dass es automatisch funktioniert. Alle Tools können den Kern der Aufgabe nicht lösen:

  • agieren – hören, denken, sprechen
  • antworten – selbstverständlich
  • aktivieren – Themen setzen, Leute ansprechen, Community erweitern
  • beobachten – wer was weiss, wem wird geglaubt (Multiplikatoren)
  • finden – Ideen und Interessantes zum Beitragen, oder von Beitragenden
  • focussieren – wegen Ablenkungsgefahr (Zeiträuber)
  • hören – monitoren
  • kontrollieren – vergiss das
  • moderieren – falls gewünscht
  • teilen – auch das Wissen anderer
  • informieren – bedingungslos
  • perfekt sein – bitte aufgeben, user generated content ist Trumpf
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Ich manage also nicht eine Community den lieben langen Tag, sondern nehme teil und arbeite einmal mehr an menschlichen Eigenschaften. So einfach ist Community Management, oder nicht?

Vom Community-Aufbau und -Management

Man hat doch selten die Gelegenheit, eine Social Community von der Idee bis zum Going-Live und darüber hinaus zu begleiten. Und noch seltener, dies für zwei Communities parallel zu tun. Da ich diese Erfahrung in der Vergangenheit sammeln durfte, lud mich die Universität St.Gallen zu einem Gastvortrag ein. Das Thema: Community Management. Aufbau, Technologie, Umsetzung, kritische Masse…

Und selbstverständlich hielt ich keinen Theorie-Vortrag über Community Technologie und Management, noch darüber was man alles beachten muss. Vielmehr wollte ich den Zuhörern und Studenten, die im Anschluss selbst eine Community aufbauen sollen und wollen, ein paar Erfahrungen mitgeben und aus dem Nähkästchen erzählen. Denn in meinem beruflichen Leben waren diese 2,5 Jahre mit Sicherheit unter den prägendsten und interessantesten.

Zu den Themen gehörten u.a.:

  • Drupal oder nicht?
  • Offshoring oder nicht?
  • Live-Gehen oder nicht?
  • Neue Funktionen oder nicht?

Wie immer am MCM an der Uni St.Gallen: Die Diskussion war sehr interessant und anregend. Hier der Vortrag in stark gekürzter Version:

HSG-Vortrag zu Community-Umsetzung und -Technologie (gekürzte Version als PDF, 10 MB)

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