Snapchat Spectacles im Test – Content Creation aus einer neuen Perspektive

Snapchat Spectacles

Immer auf der Suche nach neuesten Trends im Content-Universum haben wir uns natürlich mit der neuen Videobrille von Snapchat auseinandergesetzt. Bereits letztes Jahr gaben wir in unserem Innovationsformat Funky or Fail eine erste Einschätzung ab: Jedoch gab es keine klare … Weiterlesen

Entwicklung einer Social Media Kanalstrategie, die sich auszahlt

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Dieser Artikel ist Teil einer Serie über die Zukunft von inhaltsbasierten Kommunikationsformaten. Nach der Vorstellung unterschiedlicher Möglichkeiten der Influencer-Relations, möchte ich mit diesem Artikel zeigen, wie mitreißender Content sinnvoll auf den passenden Kanälen ausgespielt wird, um mit Kunden noch wirkungsvoller … Weiterlesen

B2B Online Marketing: Social Media – Fluch oder Segen für B2B Unternehmen?

Viele B2B Unternehmen werden zunehmend in Social Media aktiv. Und auch wenn jeder irgendwie dabei sein will, so sind viele noch nicht vollends vom Mehrwert oder vom Potential überzeugt. Immer wieder höre ich Fragen und Kommentare wie „Facebook ist doch nur was für meine Kinder“ oder „wieso sollen wir denn das auf Social Media kommunizieren, das interessiert doch niemanden“.

Wie bereits im Blogpost vom 2. Mai beschrieben, ist die Recherche im Internet für Einkäufer ein fundamentaler Bestandteil in der Evaluierungsphase im Einkaufsprozess.Zudem ist das Internet für Einkäufer und natürlich auch für alle anderen die Quelle für Unternehmens- und Produktinformationen. Neben Fachinformationen auf Unternehmenswebseiten, in Blogs oder auf Plattformen, spielen Communities wie beispielsweise Facebook eine immer grössere Rolle.

Facebook ist längst nicht mehr nur für Kinder. 28% der Deutschen Nutzer sind über 35 Jahre alt, in der Schweiz sind es aktuell (Stand April 2011) sogar 31%. Gerade dieses Alterssegment verzeichnet die höchste Wachstumsdynamik!

Das garantiert natürlich noch lange nicht, dass gerade darunter die gewünschte Zielgruppe ist, aber neben potentiellen und bestehenden Kunden, gibt es auch noch weitere Zielgruppen die gerade für grosse Unternehmen sehr wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel Journalisten, Politiker, aber auch aktuelle und potentielle Mitarbeiter und nicht zuletzt auch die breite Öffentlichkeit

Doch wie kann diese Zielgruppe erreicht werden, wann bietet Social Media einen Mehrwert in der B2B Kommunikation und wie kann dieser erzielt werden?

Im folgenden Abschnitt werden 5 wichtige Punkte zusammengefasst die diese Frage beantworten.

1. Verständnis für Social Media Mechanismen gewinnen

Aus meiner Sicht ist es unerlässlich, dass jedes an Social Media interessierte B2B Unternehmen verstehen muss, wie Social Media funktioniert und welche Auswirkungen Social Media auf die Kommunikation hat. Der Zielgruppe zuzuhören ist ein wichtiger Bestandteil (ein entsprechendes Social Media Monitoring Tool unterstützt diese Aktivität). Doch zuhören alleine reicht nicht – vielmehr sollte ein Dialog stattfinden, denn nur so können Unternehmen rausfinden, welches die Bedürfnisse der Zielgruppe sind. Die Erfahrung zeigt, dass es empfehlenswert ist, zunächst über einen Einsatz von Social Media in der internen Kommunikation nachzudenken, da Mitarbeiter und die persönliche Kommunikation entscheidende Erfolgsfaktoren sind. In einem nächsten Schritt kann die Kommunikation auf die Bereiche Recruiting und Kundenkommunikation ausgeweitet werden. Ohne einen durchdachten Plan bleibt der Erfolg zwangsläufig hinter den Möglichkeiten zurück, insbesondere wenn die Einbindung von Unternehmensstrukturen und -zielen nicht von Anfang an berücksichtigt werden

Eine Social Media Strategie hilft, die gesteckten Ziele erfolgreich zu erreichen

2. Social Media nicht als Werbung verstehen, sondern als weiteren Kommunikationskanal

Social Media Marketing muss als vollwertiges Kommunikationsmittel im Marketing-Mix verstanden werden, das in die Unternehmens- und Kommunikationsstrategie integriert wird. In Social Media geht es um einen offenen, authentischen und persönlichen Dialog und nicht um die Bewerbung eines Produktes oder Unternehmens. Neben der Bereitstellung von Informationen oder dem Austausch mit der Zielgruppe, muss auch mit kritischen Fragen oder Kommentaren gerechnet werden.

Gerade hier bedarf es kommunikativen Geschicks und keiner saloppen Werbesprüche!

3. Mitarbeiter als Teil der Social Media Kommunikation

Mitarbeiter sind die Personen in einem Unternehmen, die ein Produkt entwickeln, das meiste Fachwissen besitzen und somit authentisch und glaubwürdig sind. Sie sind dadurch ein wichtiger Bestandteil der Social Media Kommunikation und sollten sich deswegen aktiv am Dialog beteiligen. Im Idealfall geht es von einem gesteuerten hin zu einem natürlichen Dialog – das heisst, dass man den Mitarbeitern keine PR-gesteuerten Statements zu entlocken versucht, sondern sie frei agieren lässt. Natürlich muss ein Unternehmen sich im Klaren sein, dass Mitarbeiter ohne vorige Abstimmung ihre Meinung zu politischen und Branchenthemen veröffentlichen (oder zumindest veröffentlichen können). Aber auch wenn es manchmal schwer fällt: Es ist essentiell, ihnen dieses Vertrauen zu schenken, und auch mal konträre Meinungen und Haltungen in Kauf zu nehmen. Nur so wird eine aktive Teilnahme am Dialog gefördert.

Hinzukommt, dass es einen Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Erfolg im Social Media gibt. Wenn Mitarbeiter sich nicht trauen, offen ihre Meinung zu sagen, kann ein Unternehmen nicht glaubwürdig in Social Media agieren.

Aus diesem Grund sind klare Social Media Guidelines in einem Unternehmen unumgänglich! Sie sollen nicht einschränken, sondern sollen den Mitarbeiter motivieren, aber auch schützen, als Leitfaden dienen und Hilfestellung beim öffentlichen Dialog leisten.

4. Interessante Geschichten erzählen und so das Markenbild stärken

Gerade im B2B Bereich spielen der persönliche Kontakt und Dialog Marketing noch immer eine grosse Rolle. Social Media kann ein weiterer und wertvoller Baustein werden, um sich seiner Zielgruppe regelmässig zu präsentieren und sich immer wieder ins Gedächtnis zu bringen.

Ob auf einem Themeblog, über Twitter oder auf Facebook, Wissen sollte so aufbereitet werden, dass auch komplexe Sachverhalte leicht aufgenommen und verstanden werden. Geschichten und Inhalte sind damit essentiell.

Die dort erzählten Geschichten können neben aktuellen Informationen rund um das Unternehmen auch Testimonals, Interviews oder interne (nicht vertrauliche) Informationen enthalten. Produktinformationen sollten nicht im Vordergrund stehen, sondern die Geschichte rund um das Produkt die Technologie, die Historie und die Menschen die all das ermöglichen. Wichtig ist hierbei authentisch und glaubwürdig zu sein um ein einheitliches Markenbild zu schaffen.

Eine Inhaltsstrategie oder ein Redaktionsplan helfen, die Kommunikation auf Social Media Kanälen zu steuern! Wenn B2B Unternehmen es schaffen, Branchen- und Fachthemen gut aufzubereiten, können sie Expertise beweisen und der Zielgruppe einen wirklichen Mehrwert schaffen

5. Social Media nutzen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen

Immer wieder ist in den Medien von Fachkräftemangel zu lesen. Social Media birgt auch für potentielle Mitarbeiter grosses Potential. Studenten sind es gewohnt, ihre Informationen auf Google zu suchen und nutzen quasi täglich Facebook, YouTube, Wikipedia und Blogs.

Das Recruiting von passenden und gut ausgebildeten Mitarbeitern ist für viele Unternehmen eine grosse Herausforderung.

Social Media, sofern professionell betrieben, ist hier ein hilfreiches Mittel, um als innovatives und modernes Unternehmen und sympathischer Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Fazit:
Zwar stehen der Austausch von Informationen und die Bereitstellung von Lösungen im Vordergrund, aber für B2B Unternehmen wird es immer wichtiger, nicht mehr „nur“ als innovativ oder branchenführend wahrgenommen zu werden. Auch B2B Unternehmen sollten persönlich, greifbar und menschlich sein. Nur so wird das Markenbild gestärkt und die Loyalität zu Unternehmen, sowohl von Mitarbeitern als auch Kunden, erhöht.