May the force be with you

Die gute Macht (Dell zusammen mit RedHat, Oracle, Microsoft, Oracle und Intel) gegen „BigIron“… Zeitlich schön auf Star Wars Episode III abgestimmt.

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Ein ziemlich doofer Trailer, der sich ohne Werbekampagne sicherlich rasch verbreiten wird: Guerilla Marketing von den ganz Grossen selbst. Und hier mein Beitrag dazu http://www.delltechforce.com/.

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Supercomputing für USD 299

Bis jetzt spiele ich keine Computerspiele, doch einen Supercomputer hätte ich gerne zwischen meinen Fingern. Hier ist er: Die Microsoft XBox 360.

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Entschuldigt die technischen Details, aber da können alle Rechner bei uns im Serverraum gleich einpacken.

– IBM PowerPC CPU mit drei Kernen von denen jeder mit 3,2 GHz getaktet ist -> Ungefähre Rechenleistung 9 Gigaflop (Gleitkommarechnungen pro Sekunde)

– Grafikprozessor mit 48 Unified-Shader-Pipelines die zusätzlich je nochmals 1 Gigaflop leisten -> Graphikleistung ca. 500 Millionen Polygone/S mit einer Pixelfüllrate von 16 Milliarden Samples bei vierfachem Anti-Aliasing

– Sound gibts von von einem System, welches 256 Kanäle mit 32 Bit verarbeiten kann (mit 16 Bit bei 48 KHz an ein Surround-Boxen-System)

– Damit das Memory noch flott im Zugriff ist einen Transferrate auf dem Bus von 22,4 GByte/s

Und noch viele weitere technische Höchstleistungen.

Gemäss der weltweiten Rangliste der Supercomputer entspricht die Summe der Rechenleistung von CPU und Graphiksystems (das kann man nicht wirklich zusammenzählen, doch für den Effekt egal ;-) dem Durchschnitt der 500 weltweit stärksten Computer von 2000! Das Teil muss ich haben.

Was ich nicht sehe, kann ich möglicherweise kopieren…

Die Sache ist so laienhaft, dass sie möglicherweise bewusst eingesetzt wurde. Anstelle einer offiziellen Kommunikation die kaum angehört würde, macht die „Wahrheit“ nun die Runde…

Das US Militär veröffentlich die öffentliche Version des offiziellen Berichtes zur Schiessersei, welche zum Tod von Nicola Calipari im Irak geführt hat. Dies als Acorbat PDF in welchem schützenswerte Stellen des Textes schwarz „übermalt“ sind (black out).

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Ein griechischer Medizinstudent in Bologna – so die Geschichte – merkt, dass sich der Text mit einem einfachen Copy/Paste sichtbar machen lässt und nun sind zahlreiche, mutmasslich vertrauliche Informationen, öffentlich. Ob der TD-Prozess (Trusted Download) versagt hat, oder was auch immer, wird schon heftig diskutiert.

Wichtiger scheint mir aber, dass Fehler dieser Art sehr häufig auch bei Firmen auftreten und schon fast ein Forschungsgebiet sind. So beispeislweise die inkrementelle Speicherung bei Office-Programmen, die einen Rückschluss zum Entstehungsprozess zulassen oder gar redigierte Textteile in der Änderungsfunktion.

Was tun? Bevor das Geschrei gegen Microsoft losgeht… fast alle Programme haben solche Schwächen. Also (wiedereinmal): Know you enemy und doppelt kontrollieren…

PS: Danke an Didier Durand von Publiconnect für den ersten Link zur Irak-Story.

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Das ist Marketing, [auch] das ist Verkauf!

… etwas von letzter Woche und etwas von gerade jetzt…

Und wieder mal beides nicht technisch – das muss es ja auch nicht immer sein..

Zuerst zum „[auch] das ist Verkauf“
gelesen auf news.com und mich bestens amüsiert: Der Titel war „Pssst, want Internet Phone Service?“ – und genau darum ging’s im Artikel. Im Homeland der ach so fortschrittlichen Amerikaner beginnt eine neue Generation von Verkäufern nun damit, dem John Doe [bei uns Otto Normalverbraucher] Internet Phone Service zu verkaufen und das Verkaufsmodell dahinter ist so alt wie……. nun raten Sie mal…. Ach sie kommen nicht drauf – schade halt …. Tupperware.
Ja, Sie haben richtig gelesen und Ihr Grinsen ist berechtigt. Nicht-technische, nicht IT- oder Internet-erfahrene „Verkäufer“ bringen via Parties und Klingeln an der Haustüre VOIP Abos und Endgeräte an die Verbraucher.
Im Artikel wird nett zitiert, wie diese Newbies mit „a few hundred dollars“ ihr eigenes Business aufsetzen, Affiliate von [zum Beispiel] Voipstarter werden und danach beginnen, Kunden für die VOIP Services dieses Anbieters zu werben – anscheinend recht erfolgreich.
Darüber kann man nun grinsen. Ja, auch. Oder dann halt doch mal anfangen, darüber ernsthafter nachzudenken.
– Was würde passieren, wenn man das hier in der Schweiz machen würde? [Stellen Sie sich die Gesichter Ihrer Nachbarn vor, wenn Sie sie zu einer VOIP-Party einladen würden]
– Wie lange geht’s bis das Hype-Thema auch in der Schweiz in der Breite wirklich einschlägt?
– Wie wird es wohl unseren Telcos in 5 Jahren gehen?
Spannend, oder?

Und das ist Marketing…
Gerade eben passiert. Ich bin erklärtermassen Fan von Musik mit schwarzen Wurzeln [fast alles], wollte deswegen schon lange Tickets für das Konzert der Söhne Mannheims [ja, auch Deutsche können Musik mit Soul machen! Edo Zanki, Rolf Stahlhofen und eben die Söhne hier] im Rahmen von Live at Sunset kaufen. Hab’s verschusselt und nun ist’s ausverkauft, grrrrr. Was könnte man denn sonst so hören und sehen gehen in der nächsten Zeit. Joss Stone? Wäre auf jeden Fall schön – aber die Ticketpreise sind doch prohibitiv hoch. Was läuft denn bei den Freunden von gegenüber? [Erklärung: unser Zürcher Office ist an der selben Strasse wie das Kaufleuten] OK, Tickets für Lee Ritenour muss man haben, aber wer ist denn John Legend? Man gehe hierhin und sehe sich etwas um. So weit, so normal, aber gehen Sie mal in den „Piano Room“, Dass man sich Sample Audiostreams anhören und oder runterladen kann ist ja mittlerweile usus. Aber die Specials, die hier als Videos angeboten werden, machen definitiv Appetit [so einem denn Soul gefällt]. Die Moral der Geschichte: ich habe mir die aktuelle CD des Herrn bestellt, die anderen Termine am Abend des 31.5.05 abgesagt und gehe ans Konzert von Herrn Legend. Das ist Marketing – erinnert sich jemand an Attention, Interest, Desire, Action?
Genau so muss es sein, auch online!

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Digitale Wasserzeichen – Was tun?

Im Post wegen der Identifikation von Geldscheinen sprach ich von digitale Wasserzeichen: Hier ein paar Ergänzungen.

Digitale Wasserzeichen dienen zur sichtbaren und oder unsichtbaren Identifikation (Nachweis der Urheberschaft) von digitalen Assets so wie Audio, Video oder Standbild. Wichitge Anforderungen sind unter anderem deren Wahrnehmbarkeit, Kapazität und Robustheit gegen Veränderung. Verständnis für die Robustheit schaffen vergleichende Verfahren wie Stirmark, oder Optimark.

Die Anforderung der geheimen und/oder nicht entfernbaren Markierung ist im Kern sehr alt und nahe mir der Steganographie, dem Transport geheimer Daten durch „unsichtbare“ Kanäle, verwandt. Das erste Buch dazu „Gaspari Schotti, Schola steganographica“ wurde 1665 geschrieben.

Und weshalb in einem Weblog über Internet? Sind sie Anbieter beispielsweise von Bildern, so können Sie diese mit einem Wasserzeichen versehen um diese an anderer Stelle auffinden zu können oder um im Streitfall einen Nachweis liefern zu können. Zum Auffinden im Internet gibt es kommerzielle Crawling-Dienste, welche die Arbeit für sie tun.

Interessant auch bei Datenbanken die über Online geklaut werden können. So konnte die Deutsche Telekom damit die Weiternutzung von Daten ab Telefonbuch-CDs vor Gericht nachweisen. Technische Informationen dazu bei IBM Research.

Dasselbe auch für Audiodaten beispielsweise mit dem Verfahren MERIT vom Fraunhofer-Institut.

Sind Sie auf der Nutzerseite, so wollen sie möglicherweise wissen, ob ihr Asset ein Wasserzeichen trägt oder immer spannend sind die Diskussionen über deren Entferung.

Mit Abstand der grösste Anbeiter Digimarc. Weitere sind: AlpVision, Blue Spike, Alpha Tec und MediaSec.

99.9% aller Weblogs sind unbrauchbar

Tolle Nachricht. Somit sind nämlich mindestens 8000 Stück gut!

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Die Graphik oben stammt von Gründer und CEO der Blog-Suchmaschine Technorati und zeigt die Weblogs, welche die Suchmaschine selbst indiziert. Dies zusammen mit der Aussage aktuell eine Verdoppelung alle 5 Monate zu erkennen.

Fast noch spannender ist die Anzahl der neu eröffneten Weblogs und diese Statistik stammt noch aus der Zeit bevor Yahoo Weblogs verschenkt

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Alles Jungendkram? Na ja, dann lesen Sie doch mal bei der Business Week das Titelthema: Blogs Will Change Your Business.

Eurion und andere „Sternzeichen“

Versucht man eine EURO-Note in der aktuellen Version eines Bildbearbeitungsprogramm öffnen, so wird dies verweigert. Bei Photoshop erscheint beispielsweise die folgende Meldung.

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Auch aktuelle Farbkopierer verweigern einen Kopierversuch.

Als Verfahren wurde ein vertraulicher Auftrag der Europäischen Zentralbank an die, auf digitale Wasserzeichen spezialisierte Firma Digimarc identifiziert. Doch wie funktioniert die Identifikation?

Markus Kuhn dokumentierte 2002 ein Verfahren, welches er als EURion Constellation bezeichnet ([pdf, 242 KB]). Dabei handelt es sich um eine Serie von 5 kontrastreiche Zeichen, welche auf verschiedensten Banknoten inkl. EUR, Pfund und Dollar vorkommen. Als Beispiel bei der 10 Euro Note die roten Punkte in der Mitte oder beim Pfund die Musiknoten unter „Bank“.

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In der Folge hat sich herausgestellt, das dieses Verfahren nur ein Teil des Schutzes ist und vorwiegend durch Farbkopierer genutzt wird. Beweis sind die folgenden farbigen Flächen, welche die Schutzroutine der Programme isoliert auch aufrufen.

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Also gibt es noch Arbeit zu tun oder evt. sind nur die öffentlichen Informationen abgebrochen ;-) Da die Erkennungroutine ein verschlossenes Quellcodestück der Central Bank Counterfeit Deterrence Group ist, erkennen Open Source Programme wie GIMP die Banknoten nicht. Reverse Engineering läuft schon…

Und was ist mit den anderen Sternzeichen? Schaut doch mal hier oder gleich bei der NASA.

Streaming Clients und Webradio: das Ende von CD und Antennen-Radio?

Bisher waren MP3 und Webradio eher was für PC-Freaks. Die grosse Sammlung digitaler Musik ist primär an einen PC gebunden. Das macht diese Musikquelle für den Alltagsgebrauch zu Hause eher etwas umständlich (es soll tatsächlich noch Leute geben, die
keinen Multimedia-PC im Wohnzimmer haben ;-)).

Natürlich gab es bisher auch schon Network Receiver, die aber meist an einen Fernseher angeschlossen werden mussten um bedient werden zu können.

Neu kommt jetzt eine ganze Generation von Geräten die, via LAN oder WLAN, alle Musikdaten vom PC im ganzen Haus verfügbar machen. Die Geräte verfügen über eigene Displays oder werden über PDA-ähnliche Devices ferngesteuert.
Webradio können sie zusätzlich alle und der von slimdevices bietet sogar RSS-Newsticker.

Vor allem das System von SONOS hat es mir angetan. Es ermöglicht sogar das gleichzeitige hören desselben Musikstückes über mehrere Geräte, ohne die bei Streaming üblichen Verzögerungen zwischen den verschiedenen Bereichen im Haus.

Jetzt brauche ich nur noch jemanden, der meine ganzen CDs rippt….

und hier noch ein paar Bilder für die Gadget-Fans:
Sony:
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Sonos:
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Roku:
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Slim Devices:
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Terratec:
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craigslist + Google Maps = Semantic Web

Wo sollen all die Meta-Daten für das semantische Web genau herkommen? Von Menschen oder der geschickten Mischung von zwei Anwendungen plus ein bisschen (guter) Algorithmik. Wiedermal ein exzellentes Beispiel, was der Zusammenzug bestehender Anwendungen bewirken kann: Wohnungssuche mit Paul Rademacher.

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Und hier gleich noch die API-Tipps für schnelle Techies, ein ähnlicher Hack und eine verwandte PHP-Implementierung.

Danke Dorian und Stephano für den Tipp.

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