Die Stadt Zürich googelt

und dass gleich noch mit lässigem einem Logo auf der Hompage.

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Wenn das keine wirklich tolle Nachricht ist! Doch frage ich mich schon, was denn wirklich besser ist soll als bei google sonst. Ich sehe bei der Version der Stadt Zürich kein Datum der Aktualisierung, keine Dateigrösse, keinen Cache-Link, keine URL, keine Übersetzungsmöglichkeit, kein Clustering von Sites. Und dann noch die doofen Frameset-Meldungen (Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen). Dafür hat es 0.2 Sekunden schneller gedauert. Ich bin begeistert.

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PS: Und die Resultate der anderen Suchmaschinen sind auch nicht schlecht. Na ja möglicherweise ein Etappensieg der Wirtschaftsförderung und eine Pressemitteilung mehr.

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Wenn SPAM sprechen könnte wäre es SPIT

Der Erfolg von Internet-Telefonie regt die Gedanken an: SPIT (Spam over Internet Telephony). Alternativ gäbe es auch SPIM (Spam on Instant Messenger) aber lassen wir das lieber. In den USA – wo denn sonst – sind bereits zwei SPIT-Patente in der Einreichung.

Grundgedanke ist die unaufgeforderte Verteilung von aufgezeichneten „Werbenachrichten“ über IP-Telefonie. Passiert ist es bis jetzt noch nichts (Frage?) und ich kenne auch keine Liste mit VoIP-Adressen. Ein grosser Unterschied zu SPAM ist zudem, das SPIT sehr viel mehr Bandbreite benötigen würde und somit massiv mehr bei der Verteilung kostet.

Also vielleicht doch nur heisse Luft. Was aber sicher kommen wird ist Denial of Service d.h der Angriff auf VoIP-Dienste/-Anschlüsse so dass sich diese während der Belästigung sich nicht nutzen lassen. Möglicherweise von einem VoIP-Gegner mit einem anderen Geschäftsmodell aber das fällt mir grad keiner ein ;-)

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RSS und zaghafte Schweizer Versuche

RSS (Really Simple Syndication) ist wunderbar. Wunderbar einfach, so wie alle erfolgreichen Internet-Standards (oder meint jemand das E-Mail Protokoll SMTP, mit welchem täglich Milliarden von Nachrichten versendet werden, sei modern).

RSS ist eine XML-Struktur zum Datenaustausch, welche minimal nur drei Element verlangt: Titel, Link und Beschreibung.

Und zu was ist es gut? Beispielsweise um die Zeilen den Sie grad lesen, maschinell zu verarbeiten resp. zu syndizieren (auf der Homepage die Links rechts unten). Oder den Status eines Content Management Systems abzufragen (Diplomarbeit von Carsten) oder 15 weiter (echte) Anwendungen oder… Das Schöne ist die rasante Verbreitung und die unterschiedliche Nutzung.

Will ich beispielsweise 20’000 Presse-/Newsquellen nach Stichworten absuchen und gezielt lesen so gehe ich zu http://www.newsisfree.com/.

Und nun der zaghafte Versuch: Währenddem viele Verlage ihre Inhalte bereits anbieten (beispielsweise Financial Times, New York Times oder Spiegel) kommt die Neue Luzerner Zeitung mit einem technisch guten Angebot, welches leider mit (aus meiner Sicht unnötigen) rechtlichen Klauseln versehen ist und zudem noch Geld kosten soll. Welche unnötige Klauseln? Beispielsweise „Die Texte dürfen nicht archiviert werden“.. na ja, was macht news.google.ch wohl?

Der Versuch gehört dennoch honoriert: Hier der Link.

Und hier noch ein Online-Lesendienst http://www.bloglines.com/ für RSS, eine Auswahl an Clients für den Desktop und ein Web-Suchmachine für RSS.

Einführung in Weblogs für Executives

Wie angekündigt habe ich während der Orbit-iEX in Basel im Auftrag des Efficiency Clubs während mehrerer Tage eine Einführung zum Thema Weblogs und Blogging gemacht. Zielpublikum waren Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer.

Kernaussage ist, dass Weblogs für Firmen sehr relevant sein können und in Rahmen der Kommunikationsstrategie eine wichtige Role spielen sollten. Hauptgründe sind die persönliche Sprache/Absender und die Kommentarmöglichkeit. Beides stiftet Vertrauen und ist somit in der Kommunikation (und besonders Online) sehr wichtig und wertvoll.

Und hier die Präsentation: [pdf, 1 MB] Executive Briefing: Weblogs

Präsentation Top 10 Internet Standards (Orbit-iEX 2005)

Jedes Jahr wieder einen Blick in die milchige Glaskugel. Dieses Jahr neu im Angebot:

– Open Source / Free Software
– WebAnalytics
– Compression
– VoIP
– Rich Thin Clients
– WiFi/WiMax
– SOA (Service-oriented architecture)
– Flash Streaming
– DAISY
– Folksonomy

Und hier die Präsi: [pdf, 2.67 MB] Top 10 Internet Standards 2005

PS. Weitere Vorträge finden Sie auf http://www.namics.com/knowledge.

Eine neue Abkürzung: DOI (The Digital Object Identifier)

Heute habe ich die neue, wichtige Abkürzung kennen gelernt (danke Armin).

Der DOI macht dass, was die URI eigentlich tun sollte nämlich digitale Informationen eindeutig referenzieren. Ziel wäre immer die Stabilität resp. die Unveränderbarkeit über Zeit, welche sich bei „normalen“ Webadressen ja bekannterweise als schlecht herausgestellt hat. Genau das will DOI verbessern mit einem System der koordinierten Vergabe von Nummern und einem Dienst, welcher das (dauerhafte) Redirecting macht. Ein Beispiel für so eine Adresse ist http://dx.doi.org/10.1007/s003390201377.

Ein aktiver Nutzer von DOI ist beispielsweise OECD StatLink.

Ein alternativer Ansatz der dasselbe erreichen könnte, wäre der URN (Uniform Resource Name), welcher wahrscheinlich weltweit einzigartig bei http://ch.ch/ (nicht verlinkt, der PageRank ist mir zu schade) eingesetzt wird.

Ein Vorteil von DOI ist, dass er auch mit Suchmaschinen funktioniert und dort selbst eingesetzt wird (Google Scholar).

Ajax reinigt nicht, nützt aber dem Webuser

„Ajax“ ist bereits ein Fakt auf vielen gut gemachten Webangeboten, doch plötzlich ist es mit einem Titel versehen und daher breit diskutiert.

Ajax steht für „Asynchronous JavaScript And XML“ und ist keine Technologie aber der kombinierte Einsatz der genannten Technologien um das Benutzererlebnis im Webbrowser zu verbessern resp. schneller/dynamischer zu machen.

Normalerweise hat ein Klick im Browser oder der Aufruf einer Seite (ein Request) eine einzige Antwort (die Response) zur Folge. Danach werden die Seitenelemente geladen und die aufgerufene Seite angezeigt. Vor der nächsten Interaktion muss auf die Antwort gewartet werden, die Interaktion ist somit synchron. Ajax lädt nur einen Teil asynchron und weitere Teile später (wenn der User nicht mehr meint zu warten oder bei Bedarf). Ein schönes Beispiel ist Google Suggest, wo sich während der Eingabe gleich mögliche Treffer und deren Anzahl nachladen…

Die folgende Graphik illustriert den Ablauf der Interaktion.

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Möglich ist die Technik, so wie sie aktuell Zeit beschrieben wird, seit dem XMLHttpRequest Objekt im Internet Explorer 5(!). Alle neueren Browser unterstützen diese Art der Implementierung (Mozilla >1.0, Netscape >7, Safari >1.2. Opera >7.60, alle Firefox u.a.).

Auch ein schönes Beipiel ist das Nachladen der Points of Interest bei map.search.ch.

Eine gut verständliche und knappe technische Erklärung bietet Frank W. Zammetti mit Ajax using XMLHttpRequest and Struts. Umfassender ist „A Simpler Ajax Path“
von Matthew Eernisse.

Sehr nützlich ist die Liste mit typischen Fehler von Alex Bosworth.

Früher haben wir JavaScript-Datenstrukturen asynchron geladen. Damals noch ohne das schöne Akronym ;-)

Google Desktop Search auch mit Lotus Notes (Juhee)

Nutzer von Lotus Notes als Messaging-Client zeigen eine Tendenz, sich von der modernen Welt vernachlässigt zu fühlen (zumindest so mein Gefühl).

Nun aber mit Paukenschlag auf dem Google Blog und ohne Pressemitteilung von IBM aber mit einem News Clipping (in dieser Reihenfolge), sind wir Nutzer wieder dabei: Google Desktop Suche mit Lotus Notes!

Schlussendlich ist das „nur“ ein positiver Effekt der offenen GDS Plug-In Architektur, wo wir sicher nich viel erwarten können.

Interessant aber auch, dass IBM das Plug-In nur mit einer Installation im Notes-Client hingekriegt hat (trotz JAVA-API und ODBC auf Notes!).

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Auf jeden Fall habe ich nun eine sehr nette Suche (ich weiss dass X1 Notes plus weitere 369 Dateiformate plus Preview hat, aber ich vermute mein Comupter leidet mehr) und bin wieder „dabei“.

Danke an den Hinweis von Urs Wagner (mit GDS gefunden):

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Was tun Weblogs und Firmen?

Über das Ende (oder den neuen Job) der PR-Abteilungen wurde hier wohl schon sinniert. Weiter geht die Diskussion während den Executives Briefings bei namics an der Orbit-IEX und bei einem Vortrag für das Berufsregister der Schweizerischen Public Relations Gesellschaft am 23. Juni in Zürich.

Nun aber das folgende „Detail“ von James Snell, IBM’s Software Standards Strategy Group:

…IBM today is publishing an announcement on its Intranet site encouraging all 320,000+ employees world wide to consider engaging actively in the practice of „blogging“. This move follows several years of persistent grassroots efforts by an informal community of IBM bloggers…

Hoffentlich eine Nutzenüberlegung (die Motiviation Wissen zu teilen mit kurzen Pubikationswegen) oder auch aber auch die Realität, dass profilierte Mitarbeiter sowieso bloggen – Mit oder ohne Unterstützung. Aktuell seien schon über 3000 Weblogs bei IBM aktiv.

Wichtig hier und an anderer Stelle natürlich die Regeln. Bei IBM, Sun (Tim Bray) oder Groove (Ray Ozzie). Respektive der Klassiker „The Corporate Weblog Manifesto“ von Microsoft(Robert Scobler).

Wer IBM nicht mag, kann alternativ die Weblog-Fallstudie aus dem Intranet von Lucent Technologies aus dem Jahr 2003 lesen: „K-Logging: Supporting KM with Web Logs“.