Virtuelle Weblogs

Die Zusammenfassung/Syndizierung von Weblogs bietet neue Möglichkeiten. Dienste mit Inhalten Dritter. Wie geht’s?

Ein schönes Beispiel ist die Annotated New York Times von blogrunner. Der Dienst sammelt Weblogposts (über Analyse der zitierten ULRs) und stellt diese mit dem Text des Artikels der NYT zusammen. Zudem ergänzt der Dienste die RSS-Feeds der NTY (Datenquellen für News) um eine Ausplittung nach Autoren, Themen u.a. rund 200 Stück inklusive die Zitierungen mit einer Relevanzstatistik. Viel nützliche Zusätze.

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Änhlich die sogenannten Planets. Zum Beispiel Planet PHP. Hier werden Weblogposts von Autoren zusammengefasst, die regelmässig über ein Thema schreiben. In diesem Beispiel PHP.

Und nun wird es raffiniert. Ein Weblogpost kann ein Tag tragen (eine Kategorie). Das soziale Phänomenen hinter dem Tagging heisst Folksonomy. Websites können damit Inhalte bestimmter Tags zusammenziehen. So beispielsweise bei Technorati (Zusammenzug der Posts mit dem Tag „folksonomy“) oder bei Flickr.

Und wo ist das Geschäft (ausser Werbung)?. Das Modell mit der expliten Deklaration von Beziehungen funktioniert ja schon beispielsweise bei openBC oder bei orkut. Und nun hier weiterdenken beispielweise mit Dating…

PS: Das Ganze gibt es auch für den iPOD.

Karten wie sie sein sollten

Ein echtes Highlight ist die Kartenanwendung map.search.ch welche ohne Plugins (mit HTML/CSS und JavaScript) auf sehr vielen Browsern läuft und navigierbare, skalierende liquid maps anbietet. So beispielsweise ein kleiner Ausflug an die Bundesgasse nach Bern: http://map.search.ch/bern/bundesgasse (beachten Sie die „sprechende“ real URL). Technisch exzellent gelöst mit Überlagerung von verschiedenen Kartenqualitäten und -teilen sowie einer Backenanwendung die in der Lage ist, sehr schnell JPGs zu generieren.

Das ganze so wie bei [search.ch] üblich mit dem Telefonbuch (unter dem Adresseintrag) verküpft.

Etwas ähnliches gibt es auch bei Google (wobei ich der Meinung bin dass [search.ch] besser implementiert hat und zudemlich bietet Google in der Schweiz keine brauchbaren Karten an. Ein bisschen eindrücklicher sind bei Google dennoch die Satelllitenbilder, die sie durch die Akquisistion von Keyhole erworben haben.

Ein kleiner Ausflug nach Disneyworld (nicht wirklch spanndend aber nett zum anschauen ;-):

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PS: Die Leute die bei map.search.ch wegen den „alten“ Luftbildern Kommentare machen sollen bitte an ihre Zahlungsbereitschaft für den Dienst denken. Die Strassen stimmen.

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Das nächste Redesign…

…ist immer so eine Sache. Vor allem wenn man die Dienstleistung für sich selbst erbringt (aka „namics Redesign“). Ein Gedankenspiel.

1) Firmen ringen um Plätze in den Medien und lancieren dafür teilweise fragwürdige Aktionen.

2) Die Suche resp. die Suchfunktion gewinnt immer mehr an Bedeutung; Gewisse Sites erhalten einen Drittel des Traffics über externe Suchmaschinen und die interne wird ähnlich häufig genutzt.

3) Und zudem erlaubt eine gut gemachte Suche die Steuerung entlang von Kommunikationskriterien d.h. die bewusste Gewichtung und Darstellung von Treffern die aus Sicht der Kommunikation wichtig sind. Ab heute Abend hier ein Vortrag von Prof. Dr. Hasler dazu: http://namics.com/knowledge.

Ein gar nicht so abwägiger Vorschlag der den Zielen dient wäre der folgende:

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Voraussetzung die Suchmaschine müsste wirklich gut sein und auch Entitäten (z.B. Kunden-, Produkt- und Mitarbeiter-Namen) erkennen, Top-Treffer implementieren und mit Sprache umgehen können. Warten wir mal ab.

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Eine neue Herausforderung für die Musikindustrie: iCopulate

Bis anhin musste Mann sich die Hände mit Tools ab zwielichtigen Webseiten dreckig machen, um Musik wieder ab dem iPod zu kopieren. Endlich nun ein Werkzeug, mit welchem Menschen intuitiv umgehen können:

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Vefügbarkeit (nur) heute, dafür gleich noch mit einer Tube iLube mit Erdbeergeschmack dazu.

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Behindertentauglichkeit und Realität

Wer würde Usability-Test machen und dazu keine User einladen? Bei der Behindertentauglichkeit scheint dies leider gang und gäbe. Möglicherweise dem Gedanken folgend „Behindertentauglich ja, aber bitte ohne Behinderte“.

Ein aktuelle Pressemitteilung in der Netzwoche mit dem Titel „Bank Leu wird behindertenberecht“ muss ich ein bisschen kommentieren. Doch zuerst die Bemerkung: Danke an die Bank Leu, dass sie den Weg der Behindertentauglichkeit eingeschlagen haben. Er ist lohnenswert und richtig.

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Ziemlich origniell (zum Anfangen) ist die Bemerkung in der Pressemitteilung, dass es sich bei der Technlologie um HTML nach W3C handelt…

Zuerst das Problem des „Hintereingangs“. Zwei Links führen zu einer alternativen Textversion (auch das Icon mit der Lupe ?!). Behindertentauglich ja aber gehen sie bitte ums Haus, beim Kehricht vorbei und dann bei der rostigen Türe rein. Weshalb eine Trennung in Leute die behindert sind und solche die es nicht sind? Und wer ist genau behindert? Bitte gut für alle in einer Version. Wir hatten auch schon zahlreiche Fälle, wo solche Links (wegen der Sequenz) nicht gefunden wurden im Stil Deutsch/Franà§ais/Blind (im Footer) und bei Deutsch klickte unser Tester.

Die erste HTML-Seite der Alternativrepräsentation sollte ja W3C-konform sein… Na ja, der Validator erzählt mir was von 220 Fehlern. Mit Blick auf geräteunabhängige Codierung nicht gut.

Unten auf der Homepage dann Bereiche mit dem Kommentar „The following pages have not been optimized for the visually impaired.„. Mit einer Version ohne Hintereingang gibt es diese Probleme nicht und Personen mit Behinderung sind nicht gleich „visually impaired“. Hätte eine sensibilisierte Person getestet gibt es solche „Faux Pas“ nicht.

Dann einen Blick in den Quellcode der Seite (die mit dem HTML nach W3C): Was für Liebhaber. Nicht nur sehr viel JavaScript welches gar nicht benötigt (von den alternativen Zugangsgeräten aber geparst) wird aber einige Verletzungen des WAI-Standards WCAG so wie fehlende Content Language oder kein Label beim Eingabefeld der Suche u.a.m.

Nochmals: Danke für den Schritt in die richtige Richtung. Besser wäre aber mehr Liebe zum Detail und weniger Pressemitteilung.

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Geld für eine bessere Umsetzung einer „noblen“ Vision?

Google’s mission is to organize the world’s information and make it universally accessible and useful.“ Damit dies auch umgesetzt werden kann, muss ein Werbung sein…
Das, was ich heute aber erfahren habe (danke fürs Abendessen U. und B.), ist nicht mehr nett. Eine Erweiterung von Googles AdSense um Ad Links. Das sind kontextsensitive Links (Schritt 1, kennen wir) die aber auf eine leere Google-Seite mit weiterer Werbung führen (Schritt 2, doof). Nun ja, wahrscheinlich gibt Google das Einkommen recht aber nicht sehr elegant.

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Und hier noch Textfutter und ein Beispiel (rechts aussen).

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E-Mail Adressen verstecken und doch nicht

Über E-Mail Spam brauche ich kaum zu klagen – der ist ihnen wahrscheinlich bestens bekannt. Doch wie kommen die Spammer an die E-Mail Adressen?

Die erste Strategie ist raten nach Zufallsprinzip so wie bei Passworten (brute force name guessing) oder raten mit Hilfe von Wörterbüchern. Somit sind kurze, einfache Adressen wie john@hotmail.com schlecht und ein Name wie juerg.stuker gut (weil selten).

Die zweite, deutlich erfolgreichere Strategie ist das Einsammeln von E-Mail Adressen auf Webseiten und in öffentlichen Verzeichnissen. Dies geschieht mit spezialisierten Programmen sog. Spiders oder Crawlers. Solche welche auch von Suchmaschinen genutzt mit dem (legitimen) Ziel zu indizierende Seiten zu beschaffen. Der „Erfolg“ einer solchen Massnahme erlebte ein Mitarbeiter bei uns, welcher eine Frage auf E-Mail Liste publiziert hatte und am nächsten Morgen (und jeden Tag danach) über 200 Spams erhielt.

Was tun? E-Mail Adressen nicht zu publizieren wäre effizient, aber nicht besonders realistisch. Einige Ansätze:

1) Ein Bild anstelle der E-Mail-Adresse oder anstelle des @-Zeichen, welches der Crawler braucht und Adressen aufzufinden. Nachteil ist, dass ein Klick mit à–ffnung des E-Mail Progranmmes (mailto:) nicht tut oder nur in Verbindung mit Ansatz 4. Achtung im ALT-Attribut die Adresse nicht angeben, weil der Crawler den Text lesen würde. Am besten wäre das Bild auch resistent gegen eine Texterkennung, so wie bei einem Captcha, doch das ist eher der Königweg. Dieser Weg ist nicht Barrierefrei.

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2) Die Darstellung der E-Mail Adresse in einer HTML-Tabelle, so dass der Crawler den Zusammenhang der einzelnen Adress-Elemente nicht automatisch erkennen kann. Die Einschränkungen vom Ansatz 1) gelten auch hier.

juerg.stuker E-Mail nicht am Stück
@ namics.com

3) Das @-Zeichen als Text ausschreiben oder überflüssigen Text an die E-Mail Adresse anhängen.

juerg.stuker (ät) namics.com
juerg.stuker@namicsREMOVE.com

4) Und dann noch eine Mischung von 3) mit JavaScript bei welcher der sichtbare Text ohne @-Zeichen steht und auf ein Klick wird der mailto-Link so zusammengesetzt dass der Crawler dies nicht versteht. Am einfachsten beim Kundenbeipiel www.erdgas.ch studieren. Der Weg ist der beste im Bezug auf Barrierefreiheit.

Nicht genügend ist der Ersatz eines einzelnen Zeichens durch ein HTML Entität und/oder eine Unicode-Zeichen, da die Übersetzung sehr einfach erfolgen kann.

Auf der gemeinen Seite – und Thema für einen eigenen Post – sind Fallen (honeypots) für Crawler die sich nicht an die Ausschlussreglen von robots.txt halten. Dabei werden zufällige (ungültige) E-Mail Adressen oder endlose Seiten erzeugt… Dies ist aber eher für „Liebhaber“.

Und hier je noch einen Post über Greylisting und E-Mail Authentifizierung.
Mehr Infos auf den Internet auch bei: http://www.turnstep.com/Spambot/

Anti-Spyware Software von Microsoft

Bill Gates gibt zu, dass er auch schon mal Spyware eingefangen hatte, kauft die Firma Giant Company Software und „Genuine Windows Users“ sind um ein Gratis-Tool reicher: Microsoft AntiSpyware (Beta 1).

Das tolle Tool ist natürlich Testsieger etc. aber das wollte ich ja gar erzählen. Lustig fand ich, dass das Tool das Active-X „Windows Update Control Engine“ von Microsoft selbst als unknown einstuft. Na also ab in den Kehricht ;-)

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Und für Leute die nicht alles von Microsoft wollen gibt es ja noch AdAware.

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„Low Tech“ gegen Phishing

Phishing, die Kunst vertrauliche Daten durch Täuschung zu ergaunern, ist nach meiner persönlichen E-Mail Stichprobe zu urteilen, stark verbreitet. Alle bekannten transaktionale Systeme wie Online-Banken oder Auktionsplattformen rüsten auf. Teilweise mit teurem High-Tech welcher mich als Nutzer belastet und andere Nutzer, beispielsweise Blinde, ausschliesst.

Ein eleganter Weg beim Login die Authentizität des System zu zeigen gibt es bei der guten alten Streichliste auf Papier.

Der Login-Prozess besteht auch zwei Schritten.

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Nach dem ersten Schritt sagt mit das System 1) den zuletzt von mir genutzten Code und 2) welche Position dran ist. Zwar könnte auch das (mit einem Proxy-Mechanismus) ausgetrickst werden aber der Schutz ist immer noch besser als bei den High-Tech Tokens. Mir gibt es ein gutes Sicherheitsgefühl!

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