Wie mache ich Text zu Information?

Die Jungs und Mädels sind schlau und sie haben auch extrem viel Daten um statische valide Aussagen machen zu können.

Google macht (machte?) einfachen Textvergleich. Mein Suchbegriff wird 1:1 mit den Inhalten der Seiten auf der Trefferlisten verglichen. So kommen also Informationswissenschafter und kritisieren (berechtigt) die Grenzen dieses simplen Vorgehens (welches Google in Perfektion beherrscht). Nachdem ich heute über Google Music Trends (s.unten) gelesen habe, fallen mir ein paar Sachen dazu ein.

Ziel beim Finden ist es das aktuelle (subjektive) Informationsbedürfnis des Suchenden rauszufinden. Dazu gibt es verschiedenen Wege einer ist: Nachfragen. Ein einfaches Beispiel. Ich suche auf Wikipedia nach Läufer und treffe auf die folgenden Seite.

i-3b03a70701741e07362f1539d7e09971-wikipedia_laeufer-thumb.gif

Durch einen weiteren Klick weiss Wikipedia wonach ich suche. So was heisst Disambiguierung oder Suchassistenz. Und was hat das mit Google zu tun?

Suchen Sie auf www.google.ch nach „zürich bern“

i-5ea3607f86b143377b1ee61d76e9183a-google_zurich-bern-thumb.gif

Bei google.com gibt es zahlreiche sogenannte One Box Module (nicht alle dokumentiert). Beispielsweise:
Suche nach „goog“ (Börsenkurs über Symbol)
„flight zrh nyc“ (Flugplan pber Keyword)
„weather boston“ (Wetterprognose über Keyword)
„9101150134711320079261“ (UPS Tracking über Checksumme)
„movies 94040″ (Kinoprogramm in der PLZ 9404 über Keyword)
„movie: superman“ (Filminformationen über Keyword)

U.s.w. hier ein paar mehr bei Google, Bei Yahoo heisst diese Funktion Shortcuts und kann auch von der Community mitgestaltet werden: Yahoo Open Shortcuts.

Die letzen Beispiele lassen klar erkennen wie diese entstanden sind. So auch der Läufer bei Wikipedia, aber Google will alles algorithmisch lösen? Ein Beispiel (und somit bin ich beim Thema): Google Music Trends. Hier weiss Google nicht nur wer (statistisch gesehen) welche Musik wie häufig hört aber auch, dass gewisse Texte Titel von Musikstücken sind, zu welchem Album sie gehören und welchem Stil diese zugeordnet werden können.

i-9342cbd7fc89cc584f6b07266561fe01-google_music-trends-thumb.gif

Wie geht das? Ein Blick in die Hilfe und dort steht:

How do I participate in Music Trends?
The first step is to download and install Google Talk, if you haven’t done so already. You can then opt in to Music Trends from Google Talk’s Settings menu (learn more). After that, anytime you share your music status using iTunes ® , Winamp, Windows Media ® Player, or Yahoo Music Engine ™ , you’ll be voting on Google Music Trends.

Hier sieht man das mächtige Zusammenspiel. Ich machen einen Chat-Client und denke aber von Anfang an dran, welche Daten ich sammeln kann, damit ich für meine Kernanwendung Statistik-Daten habe. Ziemlich gut (aber auch eine bedrohliche Perspektive auch Datenschutzsicht).

Schweizer Zertifizierung für barrierefreie Websites lanciert

Die Stiftung Zugang für alle lancierte heute ein Qualitätslabel für Websites, geprüft durch Menschen mit Behinderungen. Grundlage sind die WCAG-Regeln des W3C welche sowohl für die Schweizer wie auch für fast alle internationalen Gesetzgebungen verbindlich sind.

Endlich tragen die Früchte der Studie über die Behindertentauglichkeit von Schweizer Website, der Gesetzgebung und unser gemeinsamenes Testverfahrens mit ZfA Früchte. Ich hoffe auf eine Breitenwirkung.

Das Modell ist ziemlich ähnlich so wie in Holland und natürlich ist namics mit einer Pilotsite www.erdgas.ch (Danke Frau Weber für die Unterstützung) bereits zertifiziert. Auch ist namics eine für Umsetzungen empfohlener Dienstleister.

6. Schweizer EGov Symposium: CI/CD-Bund & Behindertentauglichkeit: Die Herausforderungen für den Bund [Vortrag]

Ich halte heute erstmals einen kurzen Vortrag über die Einführung der verbindlichen Richtlinien P028 (Richtlinien des Bundes für die Gestaltung von barrierefreien Internetangebote) und R013 (Usability Standards für die Bildschirmauflösung, die Seiteneinteilung und die Navigationselemente von Webseiten des Bundes) am 6. Schweizer E-Government Symposium.

Uff: Die komplizierten Titel geben schon einen Hinweis auf die Schweizer Komplexität einer Dienstleistung, die eigentlich einfach wäre (so wie Herr Dr. Jürg Römer mit E-Government: Marketing, nicht „high tech“ treffend eingeführt hat).

>> Hier mein kurzer Vortrag zum Download: CI/CD-Bund & Behindertentauglichkeit: Die Herausforderungen für den Bund [pdf, 178KB]

Für die grundsätzlichere Behandlung des Themas insb. mit einer Vertiefung des Aspektes der Behindertentauglichkeit macht namics am Mittwoch, 6. September 2006 einen eigenen Anlass. Mit dabei Herr Shadi Abou-Zahra vom W3C als Vertreter für die nächste Version der WCAG-Richtlinien und auch Herr Ralph Raule von Gebärdenwerk, der wichtigen den Aspekt Internet und Gehörlosigkeit behandelt.

Melden Sie sich doch gleich an: namics Fachtagung: Internet für alle.

.Net macht halt meist englische Fehlermeldungen

Mahmud Ahmadinejad Irans Präsident hat ein eigenes Weblog (vgl. NZZ Online heute). Aus Hackersicht eine Hochsicherheits-Anwendung. Gehostet Im Iran und welche Technologie wird eingesetzt? Microsoft .Net (nach Netcraft auf Windows 2000 und Microsoft-IIS/5.0). Daher kommen wohl auch die „amerikanischen“ Fehlermeldungen auf der Site.

i-20a977c8a495f5e762ac7c05282af844-fehlermeldungen_ahmadinejad-thumb.png

Weblog-Software scheint selbst geschrieben.

Heute in Appenzell (oder die mobile Auskunft)

Ein echter Anwendungsfall: Mit Gästen in Appenzell vor Dörig’s Gürtlerei und der Wunsch, eine schöne Aussicht zu geniessen. Frage: Hat der Hohe Hirschberg am Donnerstag offen?

1) Handy vornehmen

2) http://mobile.local.ch eintippen (mein Browser ist Mobile Opera)

3) Nach Eingabe von „hirschberg“ und „ai“ und in zwei Klicks gefunden

i-08e57f1e88f5a6ecf99d207d50a246c0-mobile-local-hirschberg-thumb.png

Dauer ca. 30 Sekunden. Kosten? ca. 4 KB Daten entspricht maximal einem Zehntel der Auskunft (und ob die es wohl wissen/sagen mit Sprachsynthese?).

Ja offen. Danke local.ch!

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Endlich oder überflüssig: Ein deutsches Housingmaps

Housingmaps ist noch immer die am häufigsten erzählte und gezeigte MashUp. natrülich — wie fast alle MashUps mit einer der Google Map.

Und es musste ja so kommen. Ein Projekt der Studenten WG (in Deutschland): Ein kleiner Bruder www.wohnungskarte.de.

i-194e1192e0d088a2eba502fff5227d1b-www-wohnungskarte-de-thumb.png

Nicht besoderes und es gibt ja auch immo.search.ch und map.homegate.ch. Aber das sind keine mashups ;-) Nun können und dürfen alle eine deutsche Mashup Version zitieren.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Jetzt wird es langsam spannend — oder Must Have Gadet?

Gerade gestern darüber gesprochen dass es schade ist, dass ich auf modernen Handys (mit UMTS, HSDPA und co.) keinen Skype Client habe… und Bingo: Der Sony Mylo (my life online).

Ein bisschen schwierig zu erklären, aber so eine Art ultrastylisher mobiler Begleiter mit viel Rechnerpower, viel Speicher, einer Tastatur, Opera Browser, Multimedia-Player und Skype wie auch Chat-Clients installiert. Chat steht im Zentrum (auch der Nutzerführung) und das Ding ist multiprotokolltauglich — Werbung mit Google Talk, Yahoo und Skype. Netzwerkmässig leider „nur“ WLAN (802.11b) aber viel fehlt nicht mehr…

..ich bräuchte noch UMTS/HSDPA sowie ein unlimitiertes Flatfee-Abo eines Schweizer Telecomanbieters für (sagen wir mal) CHF 35.–/Mt. und ich wäre dabei. Die Luft für abgeschlossene Plattformen wird langsam dünner.

i-470ed4bf1bddf2da2006a0477e2da904-sony-mylo.jpg

PS: Und so sieht die Sony-Site rushmylo aus, wenn sie noch nicht fertig ist. noch nett gemacht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Mash-Up – mal anders

Ein Londoner Flash-Games Designer namens Mark Caswell-Daniels hat ein Google Maps Mash-Up der besonderen Art erstellt: einen Flugsimulator!

i-06b225709946986301f5cb3a5502c2af-google_flightsim.png

Goggles ist in Flash implementiert und lädt dynamisch Kartenmaterial von Google nach. Steuern lässt sich der kleine Flieger via Pfeiltasten, A und Z regeln die Geschwindigkeit. Mit der Space-Taste kann ich schiessen. In der aktuellen Version kann man über London, New York, Paris, Tokyo und Washington fliegen.
Das Werk befindet sich noch in der Beta-Phase, von daher kann man auch momentan noch rückwärts fliegen…

Ich finde es auf jeden Fall eine sehr gelungene Kombination von Google Maps Daten, Kreativität und einem gesunden Schuss Spielerei. Und sollten eines Tages die Google Earth Daten (= 3D) auch auf dem Web verfügbar werden, kann MS mit ihrem Flightsimulator eigentlich einpacken (OK, die Flugzeuge sehen noch etwas besser aus…) *grins*.

Barrierefreie PDF – ein Hexenwerk?!

Gleich vornweg – NEIN, ist es nicht, ABER man muss wissen wie. Im Januar 2004 hatte ich diesbezüglich mein Dejavue-Erlebnis als ich von der Grafik-Agentur das PDF zur Studie der Behindertentauglichkeit Schweizer Websites erhielt. Die Aussage zur x-seitigen Studie von JAWS diesbezüglich war „Leeres Dokument“.

Danach begann das leidige Nachbearbeiten eines in Quark Express erstellten Dokumentes. Nach zwei Tagen gab ich die Hoffnung auf das Dokument auf AA trimmen zu können und bat meine blinde Testerin Petra Ritter ein RTF-Dokument zu erstellen.

Was war also das Problem?

  • Quark liefert keine tagged PDFs, sondern teils Texte als Grafiken etc. – das heisst, für JAWS gibt es keinen Text zu lesen oder wenn überhaupt unstrukturiert

Was macht ein PDF barrierefrei?

  • Trivial, aber essentiell: TEXT – Text ist hier nicht gleich Text, nur Klartext lässt sich sofort ohne Tricks vorlesen. JPGs als PDF umgewandelt sind also qua definitione nicht barrierefrei
  • Zusätzlich zum Text bedarf es Strukturinformationen – ganz ähnlich wie im Internet – Was ist eine Spalte? Was ist die Textrichtung? Was eine Überschrift? Was ein Bild? und nicht zu vergessen Alternativen für Bildinformationen etc. Das alles nennt man vereinfacht gesagt ein tagged PDF

Wie macht man so etwas?

  • fast von alleine geht es in Word, wenn mit der Formatvorlage gearbeitet wird
  • bei Grafikprogrammen ist per Heute leider nur Adobe Indesign in der Lage tagged PDF zu erstellen
  • und beim Distill-Vorgang ist darauf zu achten, dass tatsächlich die richtige Art von PDF erstellt werden. Apropos nur der Adobe Distiller ist momentan ohne Einschränkung in der Lage barrierefreie PDF-Dateien zu erstellen
  • Wer genau wissen will wie die PDF-Generierung funktioniert sei auf die kostenlose Dokumentation verwiesen, welche vom Bund für seine Autoren veröffentlicht wurde. Darin konnte ich direkt meine Erfahrungen einfliessen lassen: [pdf, 386 Bytes] Tutorial für barrierefreie PDF Dokumente].

PS Für’s Protokoll die französische Version der Studie (erstellt mit Indesign) war dann übrigens auf Anhieb lesbar.

Nur der Papst und Putin haben meine Briefe nicht beantwortet…

…sagte Carla del Ponte am Ende einer persönlichen Schilderung wie sie den Weg zum Papst suchte, damit der gesuchte (und in der Zwischenzeit verhaftete) Kriegsverbrecher Ante Gotovina mutmasslich nicht weiter durch einen Erzbischof geschützt wird.

i-1cbb4293f65d04822b08cc3f2f75cd3c-carla-del-ponte-schuepbach-thumb.jpg
(sorry die Qualität meine Handy-Kamera bei wenig Kunstlicht)

Ich war gestern am Filmfestival in Locarno an die Premiere des Filmes „La Liste de Carla resp. Carla’s list“ eingeladen. Eine fünfmonatige Reportage über die Chefanklägerin des International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY) zusammen mit Berichten von Opfern in den Ländern.

Vor dem Film hatte ich die einzigartige Möglichkeit Carla del Ponte (auf dem Bild oben zusammen mit dem Regisseur Marcel Schüpbach) in einem privaten Rahmen über ihre Arbeit sprechen zu hören. Anwesend waren zudem zahlreiche Exponenten aus ihren Arbeitsumfeld inklusive den Chefanklägern der Länder, Dominique Strauss-Kahn und viele Leute deren Gesicht mir bekannt vorkamen…

Eine eindrückliche Frau die trotz vielen Rückschlägen, schier unglaublichem politischen Geplänkeln und vielen Lügen und Gegenwind extrem konsequent die ihr gestellte Aufgabe verfolgt. Im privaten Rahmen dennoch witzig, mit Schalk erfüllt und teilweise zynisch. „Filmt mich nicht, wenn ich rauche“ mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sehr sympathisch und — je nach Frage im Raum — gleich auch wieder professionel beispielsweise über die Wertigkeit lokaler und internationaler Rechtssprechung. Nie ausweichend und immer klar. Auch im Film macht sie klare Aussagen über Staaten die ihr Hindernisse in den Weg legen. Eindrücklich.

Schwierig eine solche Person zu beschrieben. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Wegen dem Thema, aber auch wegen den vier Personen die im Zentrum stehen. So auch der Poiltberater Jean-Daniel Ruch der Wort für Wort analysiert und je nachdem auch vorgibt was in der Pressekonferenz gesagt werden muss damit das Treffen als Erfolg gewertet werden kann. PR für Ihre Sache? Vielleicht ja, aber wer den Film gesehen hat, weiss dass es jede Sekunde Wert ist. Es fehlen noch sechs Personen auf der Liste darunter Radovan Karadzic und Ratko Mladic. Zeit gibt es noch rund ein Jahr.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit
Seite 177 von 225« Erste...102030...175176177178179...190200210...Letzte »