Sind das schöne URLs — local.ch sei Dank

Die Geschichte mit REST-URLs ist schon erzählt. Nach map.search.ch (die das bei Karten schon länger haben) nun auch für Sie jetzt und hier mit www.local.ch. So, vorerst im Telefonbuch:

http://tel.local.ch/de/q/zuerich/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/st.gallen/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/bern/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/baar/namics.html

Der Trick ist einfach. Stamm ist immer tel.local.ch/de/q/ (Q für Query) und dann kommt ein Teil ohne .html für das „Wo“ (Ort oder Postleitzahl) und dann kommt ein Teil mit .html für das „Was“.

Ganz einfach, so wie es das Ziel war. Ein bisschen schwierig ist es bei der Ortschaft Bile/Bienne (aber dort gibt es ja die PLZ 2502).

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Flash mit Bookmark, Back Button und suchmaschinentauglich

Damit es gesagt ist: Ich bin ein ziemlicher Fan von Macromedia Flash. Eindrücklich, was alles in einem so kleinen Player Platz hat und geschmeidig auf allen Plattformen funktioniert. Inkl. guter Kompression, Streaming Media, asynchronem Nachladen u.s.w.

Das Problem ist der falsche Einsatz von Flash nämlich für Intro-Seiten und für „normale“ Homepages die keine Funktionen drin haben, bei denen eine clientseitige Logik was Gutes für den User tut. Sehenswert bezüglich Flash-Einsatz sind Yahoo Map Beta, der Kurs-Chart bei Google Finance und Präsentationen mit Breeze.

Doch ein Problem hatte ich immer: Flash-Sachen lassen sich 1) mit der normalen Bookmarkfunktion im Browser nicht speichern und damit auch nicht als Deeplink per E-Mail verschicken (zumindest nicht in einem anderen Zustand als der, der Initialisierung), 2) der Back Button im Browser funktioniert nicht und 3) Flash-Sites sind (normalerweise) nicht in den Suchmaschinen drin.

Also machten wir und ran, diese Probleme zu lösen. Diese Site stelle ich hier gerne zur Diskussion: Input und Verbesserungen sidn gefragt! Objekt ist unsere eigene Website von namics rotweiss.

Screenshot der Homepage von namicsrotweiss

1) Back Button
map.search.ch hat uns die Lösung vorgemacht. In der Site von namics rotweiss ist ein für User nicht sichtbarer iFrame drin, welcher den Status hält. Das Ding heisst bei uns history.php. Bei jeder Navigation ruft das Flash-Applet history.php auf und das Skript ruft dann wiederum das Flash auf. Bei einem Back hat history.php die Kontrolle und alles funktioniert wie angedacht. Die Manipulation der Browser-History geht (in den Zielbrowsern) leider nicht.

2) Bookmark
Das war knackiger und ist auch nicht so schön. Leider ist es aus Scherheitsgründen nicht möglich, die URL durch die Anwendung zu verändern. Was aber möglich ist, ist die Manipulation von „named anchors“ d.h. URL-Erweiterungen im Stil von „#arbeiten“. Gemacht wird die Manipulation im DOM durch das Flash selbst. Schade aber unvermeidlich ist, dass die Einstiegs-URL in die Site als Postfix immer stehen bleibt und damit dieselbe Seite mit verschiedenen URLs zu erreichen ist.

3) Suchmaschinentauglichkeit, SEO
Der Trick hier ist nicht wirklich ein Trick. Die Flash-Site hat nämlich einen Zwilling in XHTML, der gezeigt wird, wenn die Flash-Erkennung fehlschlägt. Diese wird automatisiert aus den XML-Dateien erzeugt, welche auch Inhaltsgrundlage für die Flash-Site sind. Also keinen Pflegeaufwand und keine Redundanz. Belohnt wird der Aufwand beispielsweise mit dem folgenden Treffer.

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>> Input über gut/schlecht und Verbesserungsvorschläge sind sehr erwünscht!

SEO, Zweitens: Die Aktualität

Nachdem sichergestellt ist, dass möglichst viele Seiten im Index sind, kommt die Aktualität. Drei Aspekte.

>> Täglich aktualisierte Inhalte auf den wichtigen Seiten

Da User populäre Inhalte lieben, sind auch Suchmaschinen darauf getrimmt. Am extremsten Blog-Suchmaschinen, die dank Update-Pings der Blogs versuchen minutengenau zu indexieren. Also: Auf jeder Seite die in Suchmaschinen gut dastehen soll, aktuelle Inhalte. Damit kommen die Spider der Suchmaschinen auch öfters!

>> Prüfen der Aktualität der Zitate in den Suchmaschinen?

Prüfen Sie, ob ihr Trefferzitat in den Suchmaschinen (unten Beispiel Google) aktuell ist und ob es überhaupt Text ab Ihrer Site ist. Wenn Google keine guten Inhalte vermutet (z.B. bei Flash-Sites ohne Text in HTML), so nimmt die Suchmaschine das Zitat wo anders her. Beispielsweise bei www.rahnbodmer.ch stammt das Zitat nicht aber der Hompage, aber von www.dmoz.org.

– Datum des bei Google gecached Eintrags bei einer Suche nach namics
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– Google-Zitat für die Homepage von Rahn Bodmer (aus dmoz.org)
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>> Informationen als Feeds (RSS/Atom) anbieten

Sehr gut ist es, Inhalte wie bspw. News als Feeds auf der Site anzubieten und durch Autodiscovery im HTML-Code, dies den Crawlern mitzuteilen. Suchmaschinen lieben einfach lesbare Daten im XML-Fomat… Um dies zu testen hatte ich versuchshalber ein Sonderzeichen in die Feeds reingetan. Dies um zu sehen, welcher Crawler welcher Quelle nutzt. Königsdisziplin ist es bei neuen Informationen wichtige Syndikatoren/Nutzer (wie www.technorati.com, weblogs.com, pingomatic.com oder ping.blogug.ch) mit einem Update-Ping zu benachrichtigen. Da diese Sites wieder Ausgangslage von Suchmaschinen sind, hilt dies, die Aktualität in den Suchmaschinen-Indices zu verbessern.

– Autodiscovery-Code auf blog.namics.com
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Drei, zwei, eins. Hurra um 18h53!

Er/sie/es ist hier. Die meisten Projekte mit Hand und Fuss brauchen 9 Monate. Gewisse schaffen es nach 5 Monaten Programmierung in einem public Beta zu gehen… Hier ein Blick in den Gebärsaal: http://www.flickr.com/photos/alavanaris/130868728/in/pool-local/

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Wunderbare URLs: http://tel.local.ch/q/namics.html, die besten Karten und präzise Daten. Meine lokale Findmaschine auch in Thun (oder so): http://www.local.ch/q/thun/.

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Bravo ans Team und bitte viel Beta-Feedback an info@local.ch!

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Wo bin ich, wo bist Du: Plazes

Eine gute Schweizer Idee, welche sich noch massiv ausbauen lässt: www. plazes.com.

Auf meinem Computer läuft eine Software von Plazes (der sogenannte Plazer). Bei jeder Netzwerkverbindung holt sich die Software die MAC-Adresse (und somit eine Art [fast] eindeutige Seriennummer) der nächsten Aktivkomponente im Netzwerk (Router, Switch etc.).

Diese Nummer wird mit einer zentralen Datenbank verglichen. Ist sie nicht bekannt, so kann ich die geographische Position eingeben und erhalte damit meine Positionierung auf einer Karte (Google Map MashUp). Ist die MAC-Adresse bekannt, so übernimmt Pazes die Position aus der Datenbank.

Auf der Karte unten befinde ich mich im Süden von Frankreich an einem Ort, welchen sich als „Jürg @St.Jeannet“ bezeichnet habe. Die Geocodierung übernimmt Plazes dank einer Adresse oder ich ich gebe die Geokoordinaten selbst ein.

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Dazu kommen Funktionen mit denen ich mir anzeigen kann, welche Plazes-User bei mir in der Nähe sind und wo sich meine Kontake (welche ich als solche deklariert habe) befinden. Oder eine Tag-Map mit allen Orten in denen Plazes-User online sind oder die Verbindung mit Flickr-Bildern (hier habe ich mit Plazes die benötigten Tags angebracht). Dazu viele RSS-Feeds für weitere MashUps. Der aktuelle Plazer schreibt meinen Ort auch gleich in den Skype Client rein oder es gibt eine Funktion, welche aufzeichnet, wo überall war. Ja nach Konfiguration ist diese Info öffentlich oder nicht. Unten eine private Übersicht meiner letzten 5 Tage.

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Sehr nett und regt an neue Anwendungen zu erfinden.

SEO, Erstens: Die Vollständigkeitsanalyse

Ein paar Posts zu SEO resp. organische Suchmaschinenoptimierung (eine PPT hier). In fast jedem Projekt ein wichtiger Aspekt und immer sehr gut eingesetzte Zeit. Grundlage Nummer ein ist, dass ihre Webangebot möglichst vollständig im Suchmaschinenindex vorhanden ist. Zwei Ansätze.

>> Schauen sie ihr HTTP-Log an

Simpel aber effektiv. Die höflichen Suchmaschinen-Crawler identifizieren sich gegenüber dem HTTP-Server und hinterlassen somit eine schöne Spur in den Log-Dateien. Da mit wenigen Ausnahmen für Suchmaschinen sowieso nur GET-Requests relevant sind, haben sie alle Informationen schwarz auf weiss.

Vergleichen a) die Anzahl vorhandener Seiten ihres Angebotes mit der Anzahl derer, welche von Suchmaschinen-Crawlern überhaupt besucht werden. Und b) vergleichen sie die Anzahl der besuchten Seiten verschiedener Suchmaschinen (da diese unterschiedlich robust sind resp. andere Wege haben ihre URIs rauszufinden).

Wie? Einfaches Text-Parsing der Log-Dateien z.B. mit „cat access | grep Googlebot/2.1″ oder importieren die das HTTP-Log in eine SQL-Datenbank und machen sie Queries drauf.

>> Fragen sie die Suchmaschinen

Alle grossen Suchmaschinen haben einen Syntax um zu fragen, welche seiten indexiert sind. So zeigt beispielsweise „site:local.ch“ bei Google alle Seiten die unter der Domäne local.ch indexiert werden. Das Resultat ist nicht präzise aber ein guter Anhaltspunkt. Spielen die ein bisschen mit den Resultatliste rum (bis ans Ende blättern). Dies, da das erste Resultat meist nur eine performanceoptimierte Schätzung ist und glauben sie den absoluten Zahlen (rechts oben) nicht.

Gut auch hier sind die verschiedenen Suchmaschinen zu vergleichen aber nicht nur die Zahl aber die tatsächlich indexierten Seiten.

Bei local.ch weiss ich beispielsweise dass zur Zeit fünf Sprachversionen live sind, was Google mir nett bestätigt.

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>> Vollständigkeit heisst insb. auch, dass ich nur die Seiten drin hab, die ich in dem Suchmaschinenindex möchte und auch Duplikate/Similikate nützen den Suchenen kaum. Diese gilt es also auszuschliessen

PS: Wenn jemand ein exklusiver Beta-Login zu local.ch möchte, bitte eine Nachricht an mich.

Google Finance: Stock Quotes mit Kontext

Die Börse lebt vom ständigen Auf und Ab. Und nicht nur wer sich nur gelegentlich mit dem „Markt“ beschäftigt fragt sich wieso sich die Kurve einer Aktie denn nun so verhält oder verhalten hat…

Die Stock Quotes von Google Finance bringen diesen Kontext auf den Schirm!
Die direkte Kombination von News und Chart besticht:
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http://www.google.com/finance?cid=22144 (Apple Computer, Inc.)

Tip: Während die Tagesdarstellung (Initialansicht) die 8 neuesten News zum Unternehmen auflistet, werden bei längeren Zeiträumen nur die jeweils 8 wichtigsten News herausgesucht.
Das Prinzip beruht momentan wohl auf einem Reuters News Feed der „Big Stories“ (lt. Jakob Nielsen’s Alertbox) und reicht nur ein Jahr in die Vergangenheit – es wäre aber nicht besonders überraschend, wenn beispielsweise Yahoo clickthroughs zu seinen News über Jahre bereits gespeichert hätte…

Nebenbei bemerkt: Die Suche, Bedienung des Charts (Slider, Rollover-Punkte etc.) und Gruppierung der ergänzenden Inhalte (Discussions Blogs…) sind ebenfalls exzellent gelöst.

Fazit: Ein Seite, die für alle Interessierten in jedem Fall einen genaueren Blick wert ist.

Was fürs Wohnzimmer? Internetgeographie

Sie sind in vielen nichts sagenden Präsentationen zu Hause: Karten vom Internet. Nicht, dass diese nichts aussagen würden, aber meist sind sie aus ihrem Zusammenhang gerissen und der Referent weiss kaum, was Sache ist resp. missbraucht die Karten zur Dekoration. Ein paar Quellen für Ihre Präsentationen.

Ein sicherer Wert ist CAIDA (the Cooperative Association for Internet Data Analysis). Das sind sozusagen die Internet-Karteprofis mit solider Methodik. AS Core vom 4. bis am 17. April zeigt beispielsweise die Kommunikation zwischen 2’000’796 IP-Adressen gruppiert nach AS-Clustern. Diese Daten wurden an 22 Orten im Internet gesammelt und decken damit rund 50% aller aktiven Internet-Adressen ab.

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Eine andere Quelle sind Martin Dodge und Rob Kitchin, die zwei Bücher (ach wie anachronistisch) zu dem Thema verfasst haben und dort allerlei Karten zusammenführen: The Atlas of Cyberspace und Mapping Cyberspace. Hier als einzelnes Beispiel die Anzahl registrierter Domänennamen in New York im Oktober 2000.

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Ein schönes Archiv, gefüllt aus den verschiedensten Quellen bietet zudem die Website Mappa Mundi von Dodge.

Interessant für die Schweiz ist die Wetterkarte von Switch (SWITCH traffic weather map). Diese zeigt auf die halbe Stunde genau, wie die wichtigsten Schweizer Internet-Verbindungen ausgelastet sind.

Und wenn sie eine beliebige Aussage unterstützen wollen, so empfehle ich sehr umfassendes ein Bildarchiv der Nasa: Astronomy Picture of the Day Archive….

Viel Spass beim gucken.

PS: Auch sehr eindrücklich bezüglich der Visualisierung quantitativer technishcer Informationen sind die Arbeiten von Ben Fry).

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