SEO, Drittens: Der Inhalt und sein Zitat.

Nachdem 1) alle Seiten in den Suchmaschinen sind und 2) auch deren Aktualität gewährleistet ist, nun zum wichtigsten Aspekt: Der Inhalt selbst. Damit ist dieser dreiteilige Post mal abgeschlossen.

Internet-Suchmaschinen gewichten je länger je stärker die Popularität von Inhalten. D.h. häufig besuchte Inhalte werden als relevanter für eine grössere Anzahl von Personen als eingestuft (und daher in der Trefferliste besser rangiert). Guter Inhalt ist langfristig eigentlich der einzige Weg um bei populären Themen in Suchmaschinen gut rangiert zu sein. Alle anderen „Tricks“, die User nicht zu häufigen Besuchen einer Website führen, werden wertlos. Die folgenden Stichworte um beim Inhalt gut dazustehen:
– die richtigen Suchbegriffe
– Suchworthäufigkeit und Beugungen
– Suchwortdichte und -auffälligkeit
– der Seitencode und sein Trefferzitat

>> die richtigen Suchbegriffe

Mit Abstand die wichtigste und schwierigste Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung ist die Bestimmung der Begriffe, auf welche optimiert werden soll. Welchen Traffic wollen Sie überhaupt (Qualität vor Volumen) und wie lauten die Suchworte dafür?

Erlauben Sie mir das einprägsame Beispiel des Medikamentes Viagra. Unter welchen Begriffen sollte der Herstellers Pfizer auf der ersten Trefferseite in der Suchmaschine erscheinen? Ärzte suchen (möglicherweise) nach einem Fachbegriff wie „erektile Dysfunktion“, andere Menschen nach dem Krankheitsbild „Potenzproblem“ oder „Erektionsstörung“, wieder andere Leute nach dem Wirkstoff „Sildenafil“ oder nach dem Produkt „Levitra“ eines Mitbewerbers, nochmals andere Personen nach „Potenzpille“ u.s.w. Je nach Phase im Informations- (oder auch Entscheidungs-) Prozess ändern sich sowohl Begriffe wie auch die Spezialisierung / Länge der Anfrage beispielsweise „digital fotografieren“ -> „Digitalkamera online kaufen“ -> „Canon IXUS 40 online kaufen“. Zudem gibt es beim erstgenannten Medikament noch einige rechtliche Rahmenbedinungen.

Die Aufgabe ist es Begriffe aus der Benutzersicht zu wählen. Der Prozess ist schwierig und anforderungsreich. Quellen zur Inspiration sind Domänenwissen, relevante Online-Texte (inkl. Konkurrenzsites), Online-Werbung (inkl. die Begriffe welche gekauft wurden), die eigenen Logfiles (da sehen sie aber nur die Leute, die den Weg zu ihrem Angebot schon finden), Zielgruppeninterviews und Keyword-Generatoren.

Keyword-Generatoren sind Anwendungen von Online-Werbeverkäufern, die als Verkaufsinstrument ähnliche Begriffe, die gemeinsam in Suchmaschinen eingegeben werden, preisgeben. Auf den Begriff „Versicherung“ liefert der Generator Ihnen „Krankenversicherung“, „Versicherung Auto“, „Versicherung kaufen“ und vielen andere Worte/Kombinationen. Keyword-Generatoren haben aber viele systematische Fehler. So stammen die Begriffe meist auch Deutschland (und sind damit für die Schweiz nicht zwingend gut), die Begriffslisten sind meist zu alt um das aktuelle (auch saisonale) Suchverhalten abzubilden, die Listen sind gefiltert u.s.m.

Also bitte ein gesundes Misstrauen. Hier ein paar Links: wordtracker, Google Adwords, Overture oder MIVA.

> Suchworthäufigkeit und Beugungen

Nun gilt es noch Wortformen zu berücksichtigen. Volltextsuchmaschinen arbeiten mit einfachem Textvergleich. So findet eine Suche nach „Krankenversicherung“ die Mehrzahl „Krankenversicherungen“ nicht. Auch „Fussball Meisterschaft“ und „Fussballmeisterschaft“ führen zu anderen Treffern. In diesem Schritt gilt es alle Beugungen und/oder Wortstämme zu ermitteln. Fleissarbeit.

Und nun: Was wird in den Suchmaschinen mengenmässig eingegeben. Das Potential der Optimierung. Diese Information liefern wenige der genannten Keyword-Generatoren und diese auch nur im Ansatz. Der Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl eines Suchbegriffs kann locker Faktor 100 betragen und damit wesentlich über den Erfolg Ihrer Arbeit entscheiden.

>>Suchwortdichte und -auffälligkeit

Wissen Sie nun, welche Begriffe sie optimieren wollen, so müssen sie die geplante(n) Ziel-Seite(n) so umschreiben dass ca. 3-5% des Textkorpus das Wort enthält. Eine Herausforderung beim Schreiben der Texte und die logische Einschränkung, dass auf einer Seite nur auf wenige Begriffe gleichzeitig optimiert werden kann.

Die wichtigste Suchbegriffe müssen nicht nur genügend häufig vorkommen, aber auch an bestimmten Orten auf der Seite (je mehr der genannten Orte je besser): URL (der Seite), im HTML Seitentitel, in den strukturell wichtigeren Tags (H1, H2), weiter oben auf der Seite (sichtbarer Bereich ohne Scrolling) … Der Grundsatz hier ist die so genannte Auffälligkeit d.h wie sichtbar ist der Begriff für User (Suchmaschinen bilden diese Wahrnehmung im Ansatz algorithmisch nach) und wie selten/wertvoll ist der Platz (z.B. Begriff in der URL).

Ein visuelles Beispiel bezgl. Auffälligkeit und Suchwortdichte ist die Unterbringung des Begriffs „Cabaser“ auf der folgenden Seite.

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Bis anhin sprach ich nur von sogenannten „on page“-Kriterien also vom Seiteninhalt der Zielseite selbst. Ebenso wichtig sind „off page“-Kritieren d.h. die Unterbringung der Suchworten im (und um) abgehenden Link also auf der Quellseite eines Links. So werden die Begriffe „Whitepaper Enterprise Information Retrival“ mit dem folgenden Link auch Google (u.a.) insb. auch der Zielseite zugerechnet. Whitepaper Enterprise Information Retrieval.

>> der Seitencode und sein Trefferzitat

Sehr wichtig um auf Trefferlisten der Suchmaschinen durch User auch gewählt zu werden, ist das so genannte Trefferzitat. D.h. der Text, welcher die Suchmaschine aus der gefundenen Seite (meist in Anhängigkeit des Suchbegriffs) zitiert. Schlechte Beispiele findet man problemlos bei der Suche in Google nach Begriffen wie „checking flash plugin„. Hier beispielsweise das Trefferzitat des modernsten Migros Einkaufszentrums in der Schweiz, dem Wynecenter.

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Wie besser? Am besten ist es die Richtlinien für barrierefreie Webangebote (insb. WCAG) einzuhalten. Damit ist aller gut. Oder in Ultrakurzform: Kein Frameset, XHTML Code ohne Layoutabellen, umfassende Site-Funktonalität auch bei ausgeschaltetem JavaScript und Plugins nur zusätzliche (und nicht als alleinige Funktionalität).

Das war’s soweit Kommentare?

Web-Redesign für den Preis eines PowerBooks?

BBC mit Ben Metcalfe als Sprachrohr versuchen sich darin, in der Community Kreation geschenkt zu kriegen.

Ausgeschrieben ist ein Design-Wettbewerb für die Homepage von BBC. Und das mit superdünnen Briefing ohne Zielgruppe, ohne Inhaltskonzept, ohne technische Anforderungen (wie z.B. WAI), u.s.w.Nicht sehr vernünftig bezüglich den zu erwartenden Resultat und der Nachvollziehbarkeit des Entscheides.

Naja, warten wir mal (misstrauisch) ab. Grossartiges gibt es noch nicht zu vermelden (ausser einem WP Standarddesign und einem Votum alles beim alten zu belassen).

Zusätzlich zum PowerBook gäbe es für den Gewinner natürlich ein bisschen Reputation, wenn das Design auch umgesetzt wird.

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Und wie kommen nun die Häusle ins Bild?

Google war wieder einmal auf Einkauf: Google SketchUp. Ein 3D-Zeichenprogramm (Windows Installer, MAC gab es bei @LastSoftware und bei Google „coming soon“) mit einer genial einfachen Bedienung.

Ein Tutorial erlaubt es innert Minuten, dreidimensionale Objekte zu zeichen mit allem drum und dran. Dazu erstaunliche Assistenzfunktionen, welche beispielsweise importierte Objekte räumlich in Abhängigkeit der sichtbaren Elemente im Rendering platzieren. Oder auch die Berechnung des Schattenwurfs über eine Einstellung der Jahres- und der Tageszeit und Ruby API (auch als Skript-Sprache für Extentions) u.v.a.m. Staun!

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Und da sah ich ihn: Den Knopf der von Google Earth importiert, es aber auch zulässt, erstellte Objekte zu Google zu exportieren. Ein Spielzeug der Extraklasse, welche sicher noch viel zu reden gibt.

Ja und es gibt auch schon einen Online-Markt für Assets. Da hat sich Nils16 auch schon mit den sunrise Towers versucht.

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MS Ipod Parody wird Realität

Eine wunderbar gemachte Parodie auf die Art, wie Microsoft Produkte vermarktet. Am Beispiel einer „überarbeiteten“ iPod-Verpackung. Gemacht von MS selbst (ich verstehe zwar nicht wirklich weshalb, weil es so real [und es nicht wirklich selbstzynisch und sympathisch] ist).

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Hier der Film auf Google Video.

Und nun wir es Realität (heute in der FAZ)?: Microsoft erwägt Geräteproduktion zur Abwehr von Apple.

PS: Erinnerte in der Art stark an Parodie der VW-Käfer Werbung von Helmut Krone… ich finde die Parodie auf dem Netz grad nicht.

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Das ist wirklich harte Kost: Web 0,3141 im Jahr 2006

Peter hat es auf den Punkt gebracht. Eine neue (??) Website für Credit Suisse Fides die zu einger Diskussion bezüglich Qualität führen könnte. Apropos neu: Zumindest das Logo könnte es sein. Die Länderauswahl (mit Drop-Shadow unter dem Kasten) ist echt fies. Sogar der Button zum klicken fehlt.

Es könnte wirklich eine alte Site sein — es besteht noch Hoffnung. Zumindest im Quellcode der Länderauswahl steht das folgenden (erstaunlich, dass CS einen solchen Kommentar des Dienstleisters zulässt):

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Aber wie es Iris grad gesagt hat: Vielleicht ist es auch ein Trend.

Sorry Repost (habe das Bild vergessen). Ich hätte da noch einen Vorschlag:

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Sind das schöne URLs — local.ch sei Dank

Die Geschichte mit REST-URLs ist schon erzählt. Nach map.search.ch (die das bei Karten schon länger haben) nun auch für Sie jetzt und hier mit www.local.ch. So, vorerst im Telefonbuch:

http://tel.local.ch/de/q/zuerich/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/st.gallen/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/bern/namics.html
http://tel.local.ch/de/q/baar/namics.html

Der Trick ist einfach. Stamm ist immer tel.local.ch/de/q/ (Q für Query) und dann kommt ein Teil ohne .html für das „Wo“ (Ort oder Postleitzahl) und dann kommt ein Teil mit .html für das „Was“.

Ganz einfach, so wie es das Ziel war. Ein bisschen schwierig ist es bei der Ortschaft Bile/Bienne (aber dort gibt es ja die PLZ 2502).

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