Rich Snippets in der Übersicht

Verbesserte Klickraten durch qualifizierten Traffic: „Rich Snippets“ bieten bei moderatem Aufwand einen hohen Nutzen für Websitebetreiber. Grund genug, sich einige Varianten der neuesten Errungenschaft von Google anzusehen.

Google testet sehr gerne an neuen Modellen für die Suchergebnisseiten (SERPs). Zuletzt wurden beispielweise die Expanded Sitelinks gelauncht; ebenso sollen Previews mit Daten aus Google+ die fehlende Twitter/Facebook-Integration kompensieren, womit die Universal Search wieder eine Aufwertung erfahren würde.
Schon in den letzten Monaten und Jahren haben sich bereits an einigen Stellen dezidierte Previews durchgesetzt und sind zum festen Bestandteil des Google Service geworden. Hierzu zählen beispielsweise die Realtime-Aktienkursübersicht (Abbildung 1)

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oder die Flugdatenübersicht (Abbildung 2).

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Besonders schön gelungen sind auch die Snippets mit Sportergebnissen, welche während der Saison und bei großen Tunieren ausgespielt werden (Abbildung 3).

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Je nach Use Case ist hier der „Klick“ auf das weiterführende Angebot gar nicht mehr notwendig.
Die sogenannten „Rich Snippets“ führen diese Tradition fort und lassen sich je nach Ansicht recht bequem von Webseitenbetreibern konfigurieren. Der initiale Aufwand dürfte sich lohnen, da mit den Rich Snippets gleich mehrere Vorteile einhergehen:

  • Qualifizierte User durch den authentischen Einblick in das dahinterliegende Webangebot
  • Verbesserte CTRs und somit steigender Traffic
  • Geringere Bounce Rates auf den Websites
  • Eine Konfiguration via schema.org sorgt für universelle Lesbarkeit der großen Suchmaschinen

Welche Arten von Rich Snippets gibt es?

Uns sind aktuell folgende Rich Snippets bekannt.

1. Event-Snippets
2. Snippets mit Unternehmensinformationen
3. Snippets mit Informationen zu Personen
4. Snippets zu Produkten
5. Snippets mit Bewertungen

Event-Snippets

Diese können ein oder mehrere Events in einer Voransicht zeigen. Konfiguriert werden kann der Name mit Kurzbeschreibung des Events, Ort, Datum und Dauer des Events, die Art von Event (bspws. „Festival“), Geo-Koordinaten, ein Foto (wohl pro Event), ein Link zum Ticketkauf und weitere Informationen zum Ticketverkauf (beispielsweise die Währung). Gerade im Musikbereich werden die Snippets bereits gerne eingesetzt. Abbildung 4 zeigt exemplarisch die Anzeige mehrerer Tourdaten.

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In Abbildung 5 sehen wir noch eine Preview einer Myspace-Playlist, die wir in der Form als Einzige nicht nachstellen konnten.

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Möglicherweise ist dieses Snippet nur eine Testversion gewesen.

Snippets mit Unternehmensinformationen

Diese ursprünglich aus Google Local bekannte Integration ist bereits älter, wird jedoch verstärkt durch Bewertungen angereichert. Wichtigste Preview dürfte die Anzeige der Telefonnummer und der kompletten Unternehmensadresse sein, ohne den etwas unübersichtlichen Universal Search Eintrag zu Google Maps suchen zu müssen. Eine Variante findet sich in Abbildung 6, die noch eine Preiseinstufung des Unternehmens (meist Restaurants) beinhaltet. Toll!

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Snippets mit Informationen zu Personen

Auch diese Integration hat man testweise in den letzten Wochen bereits gesehen. Hier wird die Jobbeschreibung und der Arbeitgeber eingebettet. Google zeigt hier neben LinkedIn nach unserem Kurztest als einziges großes Netzwerk die Google Profile eingebunden. Sollte jemand eine andere Integration gefunden haben: bitte Kommentar posten. Abbildung 7 zeigt eine klassischere Integration.

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Abbildung 8 ist kein „echtes“ Profilsnippet, zeigt jedoch die nun ebenfalls neuen Bullet-Points, die ebenfalls (meist in Zusammenhang mit mehreren Meldungen zu Unternehmen und Personen) angezeigt werden können.

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Snippets zu Produkten

Diese Rich Snippets dürften aufgrund der direkten e-Commerce Anbindung zu den für Websitenbetreibern in diesem Segment wichtigsten Snippets zählen. Google unterscheidet zwischen Snippets für konkrete Produkte eines Anbieters („offers“) und aggregierten Angebotssnippets („offer aggregates“). Möglich sind hier äusserst unterschiedliche Konstellationen, so dass hier ein Testing der Konfiguration viel Sinn macht. Kombinationen können allerdings folgende Parameter enthalten: Produktname und Marke, Kurzbeschreibung des Produkts, Produktkategorie, Bewertung des Produkts (siehe unten), Produktfoto, Preis, Verfügbarkeit des Produkts, noch vorrätige Menge, Ziel-URL des Angebots. Abbildung 9 zeigt ein solches Produktsnippet.

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Snippets mit Bewertungen

Diese Snippets sind meist Auszüge anderer Integrationen (meist aus der Universal Search) wie beispielsweise Produktsuche, Places, Videos, Recipes (USA). Mit Sternchen werden Bewertungen dargestellt (5 Sterne bilden das Maximum) und auch hier wird wieder zwischen individuellen Bewertungen (eines konkreten Autors) und aggregierten Bewertungen mehrer Nutzer (beispielsweise für ein Restaurant) unterschieden. Die individuellen Bewertungen enthalten neben den klassischen Merkmalen wie Bewertung und Beschreibung auch eine „Summary“ des Autors und dessen Namen. Die aggregierten Bewertungen können zusätzlich noch ein Photo und die Anzahl der Bewertungen enthalten. In der Abbildung 10 sieht man eine komplett neue Produktbewertung einer Applikation (integriert ist insbesondere der Apple Store, aber vor allem der Android Market).

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Wie integriert man „Rich Snippets“ ?

Zuallererst sollten Websitebetreiber prüfen, ob erforderliche Kapazitäten bereitstehen, die Snippets zu pflegen. Hierzu sollten sich Unternehmen mit den Standards vertraut machen, die alle großen westlichen Suchmaschinen anerkennen. Via Formular können Webmaster Interesse an den Snippets anmelden und via Google Snippet Test die erfolgreiche Integration prüfen.

Wie schnell werden „Rich Snippets“ angezeigt?

In folgendem Video beschreibt Matt Cutts den Prozess zur Einbettung von Rich Snippets.

Lohnt sich der Aufwand?

Der Aufwand ist je nach Art des Snippets recht heterogen. Freelancer werden die wenigen Minuten, die eine Integration der persönlichen Snippets erfordert, gerne in Kauf nehmen. Firmen mit starkem Fokus auf Onlineverkauf dürften ebenfalls Interesse an den Produkt-Snippets haben, zumal diese ja auch noch an anderer Stelle als der klassischen Googlesuche erscheinen („Product Search“). Den größten Vorteil werden Bands und Musiker mit der Anzeige der Tourdaten, Playlists und Bullet Point-Listen zu News haben. Ob sich eine Integration der Snippets lohnt, kommt summa summarum auf den Einzelfall an.

Fazit

Rich Snippets sind die logische Fortsetzung einer Reihe von Maßnahmen zur qualitativen Darstellung von Suchergebnisresultaten und sollten im Schnitt für Webmaster eine sinnvolle „Investition“ sein.
Es wird noch viele weitere Varianten geben, die hier nicht diskutiert wurden- wenn da jemand einen interessanten Link hat, würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar freuen.

Update 1:
Sebastian hat noch auf weitere Snippets hingewiesen. Danke!

In der Abbildung 11 findet man die Wettervorschau mit Informationen zum tagesaktuellen Wetter in der durch IP-Detection ausgewiesenen Stadt und einer Vorschau auf die nächsten vier Tage mit Höchst- und Mindesttemperatur..

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In der Abbildung 12 ist eine Übersicht aktueller Kinofilme mit Bewertung zu sehen. Hier wird neben der Bewertung des Film die Anzahl der Bewertungen, die Altersfreigabe, das Filmgenre und die Filmlänge angezeigt.

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Das SEO-Comeback des Monats

Wie die neuen Sitelinks die Pflege von Metadaten wieder nötig machen.
Etwa Mitte des Monats hat Google mit dem Launch der sogenannten „Expanded Sitelinks“ die Suchresultatseite neu gestaltet. Die vom Suchmaschinenriesen als „Evolution“ angepriesene Erweiterung gibt (zumeist) Corporate-Inhalten deutlich mehr Raum- mit bekannten Folgen.

Evolution statt Revolution.
Schon länger bekannt sind die klassischen Sitelinks, die bislang partiell & direkt unter dem wichtigsten Suchergebnis in der Form von Hyperlinks mit Text erschienen sind. Google testete in der Vergangenheit verschiedenste Layouts und entschied sich für die Aufnahme von erweiterten Sitelinks. Diese verlinken ebenfalls auf die (von Google angenommenen) wichtigsten Landing Pages des jeweiligen Auftritts, enthalten jedoch zusätzlich zum Link die URL (oder mindestens einen Auszug davon) und den entsprechenden Teil der Metainformation description der Zielseite. Im Beispiel findet man hier die erweiterten Sitelinks der Deutschen Post.

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Importanz statt Redundanz.
Die Pflege von Metainformationen ist etwas aus der SEO-Mode gekommen, seit man sich mehr mit Social Signals, Shares und Likes kleidet. Allerdings war und ist Google immer ein Fan von gepflegtem Content gewesen und hat primär aus einer latenten Furcht vor Spam die Metadaten als Rankingfaktor nahezu komplett ausgeschlossen. Für den Nutzer waren diese Daten jedoch fast immer von hoher Relevanz; je tiefer der Inhalt (die Zunahme von Long Tail zeigt, dass es in diese Richtung geht), umso wichtiger sind gekennzeichnete und beschriebene Inhalte- nicht nur bei PDFs.
Für den Nutzer waren jedoch seit jeher die Kurzbeschreibungen in den SERPs relevant. Diese stellten einen wichtigen Anker für den Nutzer dar und gaben einen Hinweis, wohin man nach dem Klick navigiert. Dieser sehr frühe Kontaktpunkt wurde nun durch Google bedeutend aufgewertet, indem den Sitelinks nun mehr Platz zugewiesen wird als früher. Je nach Layout nehmen die erweiterten Sitelinks nun den Platz der ersten drei Suchergebnisse ein, welche den Großteil des Traffics auf sich konzentrieren. Je besser zudem diese Erstinformation ist, welche sich Google durch die description zieht, umso höher dürfte zudem die Konversion sein; gegebenenfalls optimieren Sie bereits dadurch weitere Ziele im Nutzerverhalten wie zum Beispiel Bounce Rate und Aufenthaltsdauer, da Nutzer nicht erst auf die Seite selbst navigieren müssen, um zu erfahren, welcher Inhalt sich auf dieser befindet.
Und noch was: möglicherweise (Achtung: die These wurde von Google dementiert) haben Sie die Chance, mit den Sitelinks besonders prominente Ergebnisse aus der Universal Search (meistens Google Places) zu verdrängen. Egal, ob dies stimmt: eine Optimierung lohnt sich in jedem Fall.

Wie schreibt man für Expanded Sitelinks?
Zuerst macht es Sinn, die eigenen Sitelinks anzusehen und zu prüfen, ob (und in welcher Form–> die Sitelinks sind noch nicht global ausgerollt) diese erscheinen. In einigen Fällen dürfte die description in den Sitelinks dann entweder zu lang

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(Beispiel A) oder redundant

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(Beispiel B) sein.
Beide „Fehler“ führen vermutlich nicht zu schlechteren Rankings, dürften allerdings die Konversion tangieren. Da Google immer besser darin wird, Nutzerverhalten zu approximieren, lohnt es sich, folgenden Kurzcheck zu machen:

Sind Metadaten (insbesondere title und description ) vorhanden?
Diese sollten auf jeden Fall gepflegt werden, selbst wenn keine Sitelinks angezeigt werden. Die Seitenbeschreibungen erscheinen bei Google an diversen Stellen- mindestens aber bei allen organischen Suchergebnissen.
Sind die Metadaten unique und individuell getextet?
Als Anhaltspunkt kann hier eine etwaige SEA-Kampagne dienen mit dem Vorteil von konversionsoptimierten Texten. Da die Texte nicht für Rankings, sehr wohl aber für den Nutzer relevant sind, können diese guten Gewissens sehr werblich ausfallen.
Überschreitet die Beschreibung 35 Zeichen?
Falls ja, lohnt es sich zu kürzen, da andernfalls die Beschreibung zu lang wird für den begrenzten Raum und daher abgeschnitten wird. Dies ist insofern etwas suboptimal, da bestehende descriptions in der Vergangenheit etwas länger waren, um an anderer Stelle in den SERPs maximalen Erfolg zu haben. Hierzu habe ich auch an anderer Stelle geraten. Eine Lösung kann sein, nur die Metadaten der in den Sitelinks aufgeführten Landing Pages zu kürzen und alle anderen in der Ausbaustufe zu belassen.
Werden relevante Sitelinks angezeigt?
In einem gewissen Rahmen kann man mittels den Google Webmastertools über ein Ausschlussverfahren mitbestimmen, welche Sitelinks angezeigt werden sollen. Google nimmt erfahrungsgemäß gerne 1st Level Navigationspunkte und blockiert bereits selbstständig häufig Metalinks wie Impressum, Datenschutz und Disclaimer. Stellen Sie fest, dass ein unnützer Sitelink erscheint, blockieren Sie diesen via Webmastertools
(–>“Google Webmastertools“ –> „Site Configuration“ –>“Site“ –>“Sitelinks“ –>“Block“ und 2x bestätigen). Achtung: erfahrungsgemäß kann man Sitelinks nur temporär blockieren. Zwar kommen die wenigsten nach einer Blockade erneut, allerdings macht es Sinn, diese gelegentlich zu prüfen.

Fazit
Der vergrößerte Raum, den Google den Expanded Sitelinks einräumt, erzeugt bei den Metainformationen (und hierbei vor allem title und description ) neue und vor allem hohe Relevanz. Eine Pflege lohnt sich- möglicherweise nicht primär aus SEO-Aspekten (wobei SEO ja auch nur der Start des Konversionspfades ist), sondern vor allem für den Nutzer und dessen Online-Konversion. Übrigens: wir arbeiten für unsere Website namics.com ebenfalls an optimierten Metadaten ;-)

Der Panda ist los. Spam kommt in den Zoo.

Der US-Suchmaschinenriese Google hat durch diverse Updates in den vergangenen Jahren seinen Suchindex auf das Maximale erweitert, was mittelfristig der Toröffner schlechthin war für Spam. Nachdem in der dritten Februarwoche das sogenannte „Panda-Update“ in den USA ausgerollt wurde, kam dieses gestern auch im deutschsprachigen Raum an und sorgt bereits für großen Schrecken-schließlich sind und werden die SEO-Auswirkungen des Panda-Updates bei betroffenen Seiten relativ drastisch sein.

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Bildquelle

Was ist das Panda-Update?

Das Algorithmus-Update ist Googles ernstgemeinter Versuch, „low quality“ Seiten aus guten Rankingpositionen abzuwerten. Hierzu werden nahezu alle Web-Inhalte neu klassifiziert (Document Classifier-Prinzip) und nach erneuerten Qualitätskriterien bewertet. Obwohl soziale Signale (Shares, Likes, +1’s, etc.) bzw. Signale zum Nutzerverhalten (Bounce Rates, Verweildauer, etc.) bereits seit 2010 eine Rolle spielen, dürften diese nun eine weit zentralere Bedeutung haben. Zum ersten Mal nach dem „Caffeine“-Update, welches den Index drastisch erweiterte, wird ebendieser bewusst verkleinert- die Crawlingtiefe von sogenannten „Scraper-Sites“ wird stark abnehmen. War das erste „Panda-Update“ noch eine konkrete Kampfansage an „Content-Farms“, sind die in der Folge ausgerollten Updates an Inhalte adressiert, die gegen Googles Qualitätskatalog verstoßen.

Was sind die Auswirkungen des Updates?

Betroffene Seiten verzeichnen drastische (extern gemessene) Sichtbarkeitsverluste bis hin zu -90%. Analog zu den Erfahrungen aus UK, gibt es auch bereits auf deutschen Sites die ersten Verlierer. Auf dem Searchmetrics-Blog wurde-möglicherweise etwas vorschnell- eine Liste mit den größten Gewinnern/ Verlierern veröffentlicht; obwohl sich an den absoluten Zahlen noch einiges verändern wird (auch, weil die Verlierer nahezu „gezwungen“ sind, Veränderungen vorzunehmen), sind einige Dinge recht auffällig.

Große Verlierer sind beispielsweise Preisvergleiche wie kelkoo.de oder geizkragen.de. Neben dem klassischen Problem aller Preisvergleichsseiten (Uniqueness der Produkttexte) leiden die genannten Seiten sehr stark unter der Zugänglichkeit der Inhalte– diese sind zum Teil mit Werbung überfrachtet. Verlierer wie gutefrage.net dürften insbesondere unter einer fehlenden stilistischen und orthographischen Korrektheit des dort präsentierten User Generated Content leiden; man könnte den etwas verzögerten globalen Panda-Rollout teils damit herleiten, dass der Algorithmus für diverse Sprachvarianten feinjustiert werden musste. Aggregierende Nachrichten/Meldungsplattformen wie rss-nachrichten.de laborieren an mehreren Problemen (wie zum Beispiel: Verhältnis von Werbung zu Inhalt), aber bestimmt am Problem der fehlenden Relevanz. Diese führt zu negativem Userfeedback und in der Folge zu einer Abstrafung von Rankings.

Wie löst man Panda-Fesseln?

Mit viel Arbeit und in mehreren Schritten. Implementieren Sie in Ihre Web-Aktivitäten einen fundierten SEO-Prozess/Zyklus, damit Sie Veränderungen so schnell wie möglich erkennen und nachsteuern können. Versuchen Sie, jede einzelne Seite systematisch zu verbessern und Ihre Präsenz durch Mehrwert für den Nutzer aufzuwerten. Überhaupt: Erstellen Sie Inhalte für Nutzer, nicht für Suchmaschinen. Sorgen Sie folglich dafür, dass Inhalte ihrer Seite

• zeitliche und inhaltliche Relevanz haben
• einen hohen Grad an Uniqueness besitzen
• strukturell gepflegt, formell korrekt beschrieben und ausgezeichnet sind
• Sie Ihre Leser in die Inhaltserstellung einbeziehen
• durch Sie qualitativ moderiert werden.

Fazit

It’s all about Content, because he’s king.

SEO: Präsentation beim NGO Zirkel in Bern

Seit zehn Jahren treffen sich die Webverantwortlichen verschiedener NGO’s (Nichtregierungsorganisationen) einmal im Jahr, um sich zu Themen rund ums Internet auszutauschen. Die 2001 noch beschauliche Runde von vier Teilnehmern hat sich mittlerweile verzehnfacht. „Das Web ist so schnelllebig“, so Organisator Thierry Corbat von Amnesty International, „da sind alle froh, wenn sie von den Erfahrungen der anderen profitieren können.“

2006 soziales Web – 2011 Suchmaschinenoptimierung

Bereits 2006 hat Jürg Stuker im Rahmen des NGO-Zirkels einen Vortrag zum Thema „soziales Web“ gehalten – auf Wunsch der Teilnehmer lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO). Und so durften Lars Holthusen und ich am Dienstag in Bern beim Schweizerischen Roten Kreuz eine Präsentation zu SEO im Umfeld von Nichtregierungsorganisationen halten.

„Spenden Japan“ – wer rankt da gut und weshalb?

Um nicht zu sehr der Theorie zu verfallen, haben wir uns für die SEO Basics an einem Anwendungsfall orientiert, der für einige der anwesenden NGOs noch vor wenigen Wochen von grosser Relevanz war: Spenden für Japan.

Im zweiten Teil der Präsentation gingen wir auf verschiedene mögliche NGO-Szenarien und deren Online-Potential ein und zeigten zum Schluss die klassischen SEO-Schritte im Optimierungsprozess auf.

Hier schon mal das Fazit vornweg:

Die 5 wichtigsten Punkte für ein gutes Ranking

1. SEO Hygienefaktoren beachten (wie Meta-Tags, Keyword-Verwendung, etc.)
2. Spannende Inhalt schaffen
3. Verlinkungen aktiv fördern
4. Massnahmen regelmässig überwachen
5. Realer Traffic auf der Seite!

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„Was kann ich im redaktionellen Bereich für SEO tun?“…

…und Fragen zum Ranking-Verhalten im Zeitalter von Social Media und Kampagnen-Microsites waren am Ende zentral. Aufgrund bevorstehender Relaunches und Domainwechsel stiess aber vor allem das Thema Backlink Management auf grosses Interesse. Der Aufbau von Links ist ja bekanntlich eine der wichtigsten Komponenten im Aufgabenkreis von SEO (dazu auch folgender Blogpost von Michael Rottmann: Backlink Management birgt grosses SEO-Potential). Leider ist es aber auch ein Bereich, der vor allem am Anfang schwer greifbar ist und mit viel manuellem Aufwand verbunden ist. Das Thema Backlink Management wird uns in Zukunft wohl noch weiter beschäftigen.

Und nun wie versprochen für alle Teilnehmer und alle SEO-Interessierten hier die Präsentation:

B2B Online Marketing: Trends und Tipps für B2B Unternehmen, um die Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen

Suchmaschinen spielen im B2B Online Marketing eine immer grössere Rolle (siehe Blogbeitrag vom 2. Mai 2011). Sie stellen einen wichtigen Faktor in der ersten Phase des Einkaufsprozesses dar und dienen für Erstinformationen, Recherche oder Evaluierung von Produkten und Unternehmen.
Dabei geht es im Suchmaschinenmarketing längst nicht mehr nur um das „Belegen“ von wichtigen oder relevanten Keywords. Für die Auffindbarkeit spielen neue und erweiterte Funktionen von Suchmaschinen eine grosse Rolle.

Hier einige Tipps wie Sichtbarkeit und Auffindbarkeit in Suchmaschinen verbessert werden können und was bei der Auswahl der richtigen Suchmaschine für B2B Unternehmen zu beachten ist.

1. Welche Suchmaschinen sind für B2B Unternehmen relevant?

Google hat im deutschsprachigen Raum den mit Abstand höchsten Marktanteil und steht daher für die meisten Suchmaschinenmarketing Massnahmen im Mittelpunkt.

Die Einträge rechts und oberhalb der Suchergebnislisten bei Google sind bezahlte Textanzeigen, die über das Werbeprogramm AdWords steuerbar sind und pro Klick abgerechnet werden. Die Anzeige erscheint dann, wenn ein Suchender ein vom Unternehmen gebuchtes Keyword oder eine Keyword Kombination eingibt. Wie prominent ein Eintrag platziert ist, hängt davon ab, wie viel der Werbende für einen Begriff bezahlt.

Neben Google spielen auch Business Suchmaschinen (wie z.b. wer-liefert was oder yellow1) eine grosse Rolle. Im Gegensatz zu Google berücksichtigen diese Suchmaschinen nicht das ganze Internet, sondern greifen auf Daten zurück (Unternehmensdaten, Adressen, Produkte, etc.), die jedes Unternehmen selbst hinterlegt. Eine Firma kann somit beeinflussen, bei welchem Keyword sie gefunden wird. Business Suchmaschinen verkaufen meist Pakete mit diversen Optionen für feste, und/oder „promiente“ Platzierungen.

Der Einsatz von Business Suchmaschinen sollte auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden, denn abhängig von der Zielgruppe sind die Wege kürzer und führen zu gezielteren Anfragen.

2. Optimierung im Bereich Suchmaschinenwerbung (SEA)

I. Regelmässige Überprüfung der Such-Eingaben & ausschliessende Keywords
Via AdWords gebuchte Suchbegriffe müssen regelmässig überprüft werden. Welche Begriffe führen den Suchenden auf die Webseite des Werbenden? Welche Formulierungen führen zur gewünschten Aktion auf den Internetauftritt des Werbenden? Wie bewegt sich ein Suchender, der das Keyword x eingeben hat, auf der Webseite? Solche Analysen geben Aufschluss darüber, ob ein Keyword für Kunden relevant ist oder eine falsche Zielgruppe anspricht. Insbesondere bei verkaufsorientierten Kampagnen müssen sogenannte „Negative Keywords“ (auch ausschliessende Keywords genannt) eingesetzt werden. Schaltet ein B2B Unternehmen eine Kampagne zum Thema „Industrie-Solaranlagen“, sollte es, um Streuverluste zu vermeiden, zum Beispiel folgende „Negative Keywords“ integrieren: Jobs, Karriere, Ausbildung, Geschichte, Bilder, Privathaushalt, günstig, etc. Diese Begriffe werden dadurch ausgeschlossen und vermeiden ungewünschte Klicks.

II. Zielgruppenansprache im Anzeigentext
Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung von Streuverlust ist die direkte Zielgruppenansprache im Anzeigentext selbst. Der Anzeigentext eines „Industrie-Solaranlagen Anbieters“ könnte beispielsweise wir folgt lauten: „Hochwertige Produkte im Bereich Solarenergiemarkt für Grossanlagen“ oder „Unternehmenslösungen im Bereich Solarenergie“

III. Spezielle Landingpages
In vielen Fällen eignet sich bestehender Content auf der Corporate Website nicht für die Verlinkung von Textanzeigen, weil er zu generisch ist und die Botschaften der Anzeige nicht aufnimmt. Auf der Landingpage sollte ein fokussiertes Angebot mit kurzen, schnell erfassbaren Texten stehen. Weiterführende Informationen, Studien, Downloads oder Call-to-Action können die Wirkung verstärken und weitere Klicks auslösen.

IV. Für die Erfolgsmessung alle Kontaktkanäle erfassen

Die Erfolgsmessung von Suchmaschinenwerbung im Bereich B2B gestaltet sich oft schwer. Die Kontaktaufnahme, aber vor allem der Abschluss eines Geschäftes erfolgt bei grossen Investitionen nie online.
Aus diesem Grund müssen Werkzeuge entwickelt werden, die die Dokumentation der Kontakthistorie sichern. Analyse Software unterstützt zwar bei der Erfolgsmessung, gibt aber keinen 100% Aufschluss darüber ob der Kunde letztlich einen Kauf tätigt. Um diesen Mangel zu beheben, kann die Integration einer CRM Software in Erwägung gezogen werden. Daten können hier erfasst und später der Massnahme zugewiesen werden. Die Herkunft eines neuen Kontaktes lässt sich bei persönlichen Gesprächen ermitteln.

3. Optimierung im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO)

I. Die Möglichkeiten der Universal Search ausnutzen

Universal Search ist der Mix aus Resultaten wie zum Beispiel Bildern, Videos und News. Seit kurzem werden diese Elemente in die Suchergebnisse integriert. Dies hat zwar Vorteile für den Suchenden, aber auch Nachteile für Unternehmen, da der Platz für Suchresultate schrumpft.

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Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die suchmaschinenfreundliche Aufbereitung digitaler Inhalte. Wer Bilder und Videos auf seinen Internetauftritt hochlädt, sollte sie entsprechend aufbereiten und mit sinnvollen Namen versehen. B2B Unternehmen verfügen häufig über umfangreiches Bild- und Videomaterial, das für diese Zwecke erweitert und genutzt werden muss. Regelmässige Pressemitteilungen (auch hier darf das Thema Keywords nicht vernachlässigt werden) stärken die Sichtbarkeit und haben Auswirkungen auf das Ranking bei Google.

II. Google Places
Telefon- und Branchenbücher verlieren immer mehr an Bedeutung. Der Eintrag bei Google Places ist eine gute Alternative, denn er ist mehr als nur eine Adressauskunft. Er enthält eine Unternehmensbeschreibung, kann kategorisiert und mit Bildern angereichert werden. Wichtig: Viel schlimmer als kein Eintrag ist ein falscher Eintrag. Selbst bei grossen Konzernen sieht man dies nach wie vor. Unternehmen sollten diese Einträge immer prüfen und in beiden Fällen entsprechende Massnahmen ergreifen.
Übrigens: Ein Eintrag in Google Places hat direkte Auswirkungen auf das Suchergebnis, da Resultate mit Bezug auf einen Places Eintrag wesentlich dominanter dargestellt werden.

III. Social Media
Auch mit der richtigen Social Media Strategie können Verbesserungen im Ranking erreicht werden. B2B Unternehmen müssen hierfür zielgruppen- und themenspezifischen Content erstellen und – für eine verbesserte Auffindbarkeit – die Wahl der Keywords berücksichtigen. Google belohnt dies!

IV. LongTail Suchbegriffe berücksichtigen

Das alleinige Besetzen von einzelnen Keywords reicht nicht mehr aus. Das liegt daran, dass immer häufiger Keyword Kombinationen (=Longtail Keywords) oder Formulierungen von Problemen / Bedürfnissen gesucht werden. Leider sind die wenigsten B2B Webseiten darauf optimiert. In Zukunft ist es wichtig, dass B2B Unternehmen diese Entwicklung bei der Auswahl der Keywords und beim Erstellen von Webseiten Inhalten berücksichtigen. Diese sollten zwingend auch für SEA Massnahmen berücksichtig werden.

Fazit:

Suchmaschinenmarketing ist längst nicht mehr nur Keyword Marketing. Durch verändertes Suchverhalten, neue Funktionen der Suchmaschinen und multimediale Inhalten werden sich die Nutzer zunehmend nur noch auf Seite 1 der Suchergebnisse bewegen. Die Top 2 des generischen Indexes und die oberen Textanzeigen werden deswegen immer mehr an Bedeutung gewinnen. B2B Unternehmen müssen sich daher gezielte Strategien überlegen, wie die Zielgruppe bestmöglich via Suchmaschinen erreicht werden kann und somit die Brücke zum Kunden wird.

Zum Abschluss noch ein paar interessante Fakten und Zahlen:

Web-Content – Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen (Aiciti Vortrag)

Für Unternehmen ist der Umgang mit Online-Inhalten oft eine neue Herausforderung (siehe auch „Die neue Bedeutung von Web-Content„): Heute werden Texte aus Print-Broschüren oder Katalogen 1:1 auf Corporate-Websites kopiert. Webmaster sind aber oftmals nur für das Publizieren der Inhalte zuständig; was fehlt sind Redaktions-Ressourcen, Prozesse und das Wissen über Online-Texte.

 

In unserem heutigen Aiciti-Vortrag zum Thema Web-Content geben wir Tipps und Anregungen zu diesen und anderen Themen:

  • Auch wenn Sie es von sich selbst nicht glauben, aber jedes Unternehmen hat Themen zu verbreiten
  • SEO und Web-Texten sind verzahnte Themen
  • Web-Content ist Marketing (und geldwert)
  • Web-Content erfordert Ressourcen

Und hier die Folien zum Vortrag:

Mehr Präsentationen von Michael.

Download: Web-Content – Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen [pdf, 3.1MB]

Google-Viagra-Angriff auf Typo3

So ungern man darüber spricht, dass eigene Typo3-Installation gehackt/missbraucht wurden, so gerne möchte ich anderen Leuten helfen, die sich mit demselben Problem beschäftigen.

Was ist geschehen?

Kurz vor dem Osterwochenende (kaum ein Zufall) wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass eine Website von uns (auf Basis von Typo 3, Version 4.1.x) mit „Viagra-Spam“ in der Google Trefferliste erscheint. Also in etwa so (Anfrage an Google „site:*DOMÄNE* viagra“).

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Bei Klick auf einem der Treffer wird der Besucher über die auf der Trefferliste genannte Site mit einem serverseitigen Redirect (http 302, found) auf die Domäne http://https-checker.com/ (bei Amazon AWS gehostet) umgeleitet und von dort aus auf eine „Online-Pharmacy“ in den USA oder in Kanada.

Auf Anfrage gebe ich gerne Auskunft über alle technische Details, doch hier nur das Wichtigste. Die ganze Sache wurde (aber der IP 178.122.14.205) sehr professionell ausgeführt und in unserem Fall bereits zwischen dem 20. und dem 23. Februar eigebaut. Die zwei genannten Probleme i) Ergänzung des Seiteninhaltes mit „Viagra“ und co…

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…und ii) Redirection auf die Kauf-Site griff nur, wenn entweder der Referrer oder der User Agent (Crawler) google beinhaltete. Zudem gab es noch eine kleine Zufallskomponente, so dass das unerwünschte Verhalten nicht immer greift.

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Was tun?

Hier eine Anleitung was wir getan haben um das System (nun seit über einer Woche ohne Probleme stabil) wieder in Betrieb zu nehmen.

1) Site abstellen (resp. den User auf eine statische Information schicken). Dies haben wir getan als wir merkten, dass der Angreifer während der Reparatur Katz und Maus mit uns spielte. Anmerkung: Eine erwogene Alternative war es dem Apache über mod_header und der Direktive „header unset Location“ die Redirection abzustellen, doch war uns die Präzenz des Hackers zu unangenehm.

2) Für unsere Arbeit änderten wir die Domäne vorübergehend (mit einem lokalen Hosts-Eintrag)

3) www.xxx.ch/typo3 über IP restriction und mit einem Passwort (simple authentication) sperren. Der „erste“ Einstieg des Hackers erfolgte in unserem Fall hier.

4) Hier wollten wir eigentlich den Restore zurückspielen, aber da die Veränderung lange zurück lag und wir nicht soviel Content verlieren wollten, beschlossen wir das System zurück zu bauen.

5a) Die Veränderungen waren über Dutzende von Typo3-Dateien verteilt. Vereinfacht hatte es uns die Suche nach der Funktion preg_replace die genutzt wurde um die Änderungen zu verschleiern (und die sonst kaum/nicht genutzt wird). Beispiel für eine der Veränderungen ist das folgende Codefragment

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Update 5b) Im Fall einer weiteren Site in der wir Schadcode entfernt haben, wurde zur Verschleierung des Klartextes (Obfuscation) die Funktion str_rot13 genutzt. Konkret stand in localconf.php der folgende Zeilenbeginn:$a4d752de1a1e8d=str_rot13(‚tmhapbzcerff‘);$a4d752de1a2…

6) Die obengenannten Fragmente haben wir vollständig entfernt. Zudem haben wir alle Extentions die nicht wirklich benötigt werden gelöscht.

7) Danach haben wir alle User deaktiviert/gelöscht, einen neuen Admin angelegt und die kritischen Dateien/Verzeichnisse akribisch geprüft (und zurückgebaut): typo3conf/, localconf.php, index.php, .htaccess und /typo3/sysext/cms/tslib/index_ts.php. Nun zeigten unsere Tests ein normales Verhalten der Site.

8) Und schlussendlich haben wir unsere T3-Security Checkliste vorgenommen und das Ding sehr restriktiv (re)konfiguriert: Installation von Extentions verbieten, keine Schreibrechte von T3 auf das Dateisystem (ausser das allernötigste) und Install-Tool entfernen.

Ich hoffe die Infos sind nützlich und wie gesagt bin ich für Fragen hier oder direkt gerne zu haben.

Update (4. Mai): Hier noch einen Post von Peter Kraume zu demselben Thema: Die eigene Webseite als Spam Schleuder: der Google Conditional Hack

Update (15. Juni): Just Pfingsten wurden wieder zahlreiche Sites „umgebaut“. Diesmal (in den mir bekannten Fällen) über Veränderungen der DB (über SQL-Injection). Dasselbe Ergebnis, aber ein anderer Angriffsvektor.

Update (30. Januar 2012): In der Zwischenzeit hatten wir über zwanzig betroffene Sites zwischen den Fingern. Noël hat unseren aktuellen Wissensstand in einem weiterenPost zusammengefasst: A Study in … Viagra

Die (neue) Bedeutung von Web-Content

Vergessen wir mal den verblassten Satz „Web Content ist King“, denn: ja, Content wird im Internet immer wichtiger. Ebenso wichtig sind jedoch Design und Technologie. Allein die Erkenntnis, dass es dieses Dreigestirn gibt – Technologie, Design und Content- ist die zentrale Aussage.

Irgendwas ist neu: Web Content nimmt (gefühlt seit 2010) in vielen Projekten der digitale Welt eine noch nie dagewesene Rolle ein: Es mausert sich vom oft vergessenen Thema hin zur ernstgenommenen Aufgabe in Webprojekten und Relaunches. Ein fantastisches Beispiel hierfür ist die neue Website von Schwarzkopf, bei dem ein fast revolutionärer Schritt gegangen wurde. Wieso das alles?

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Abbildung: Bedeutung von Content, Design und Technologie in Webprojekten, Quelle: Namics

Web-Content = Print-Content im Internet?

SEO gehört mittlerweile in vielen Unternehmen zum Alltag der Online-Teams. Und einhergehend damit nicht nur das Bewusstsein um die Bedeutung von Suchmaschinen als Traffic-Quellen, sondern eben auch die Erkenntnis, dass Inhalte im Internet besonders aufbereitet werden müssen. Langsam endet die Zeit der „ins Web kopierten Printbroschüren“. Zum Glück!

Und: Wir sind alle extrem ungeduldig geworden. Wir kennen das vom TV: Sobald uns das Programm 5 Sekunden lang langweilt oder nervt, sind wir weg. Zap! Zap! Im Internet heisst das: Click! Click! Funktioniert aber genauso: Eine langatmige Seite, die mir nichts bringt oder mich nicht packt, verdient nicht meine Aufmerksamkeit… Und je grösser Angebot und Alternativen werden, umso ungeduldiger werden wir. (Beim TV-Zapping komme ich mangels Alternativen oft halt doch wieder auf den urspr. Sender zurück…)

Die Zeit von Online-Redakteuren und Content-Managern in Industrie-Unternehmen

Unternehmen aller Branchen stellen Online-Redakteure ein oder engagieren erfahrene Agenturen, um dieses Feld professionell zu bespielen. Das Grundhandwerk dazu ist relativ einfach zu erlernen – hierzu ist das Internet voller guter SEO-Tipps. Selbstverständlich muss man als Unternehmen ausserhalb der Medienbranche nicht soweit gehen wie z.B. AOL, die mit Content Geld verdienen. Aber überlegen Sie sich mal: Wie viel Geld wird in Werbung investiert um Besucher auf die eigenen Website zu lockenund wie gross ist das Potenzial von spannendem Web-Content demgegenüber? Eine gewagte These dazu: Ca. die Hälfte Ihrer Besucher kommt von Suchmaschinen und Direktlinks auf Ihre Seite. Kampagnen machen vermutlich nicht mehr als 10% aus. Wenn Sie im selben Verhältnis in SEO und spannende Inhalte investieren, spielen Sie in der obersten Liga mit…

Top-Tipps zu Web-Content

Wie aber kann man nun wertvolle Inhalte erstellen, um damit Besucher zu locken? Verfolgen Sie dabei drei einfache Ziele:

  1. Einfache, kurzweilige Texte, die Ihre Besucher überzeugen
  2. Einmaligen, wissenswerte, überraschende Texte, die es wert sind einen Backlink zu bekommen
  3. Gute Suchmaschinen-Platzierung durch SEO

Der erste Punkt ist so klar wie kompliziert: Langweilen Sie Ihre Besucher nichtmit Marketing-Text und Selbst-Beweihräucherung. Bieten Sie lieber spannende Informationen, Vergleiche, Fachwissen, neue Erkenntnisse oder auch überzeugenden Referenz-Cases. Bitte aber keine „Wir sind…“ und „Wir können…“ und „Wir bieten…“ Texte. Oder nicht nur.

Der zweite Punkt ist da schon schwieriger. Schaffen Sie Content, der neu ist, tiefgehend, zahlenbasiert,… Ein wunderbares Mittel sind Statistiken und Infografiken, die sich rasend schnell verbreiten und Ihnen viel Traffic bringen können. Um bei soviel Tiefgang auch den ersten Punkt zu beachten, nutzen Sie die Macht von PDFs (SEO-fuer-PDF_Namics.pdf): Beschreiben Sie das Wichtigste direkt auf Ihrer Website und verlinken dann auf ein PDF mit den entsprechenden Details. Und Sie werden staunen, wie gut v.a. auch Ihr PDF in Google rankt.

Was ebenso grosses Potenzial hat: How-Tos und Tutorials (Anleitungen zu Ihrem Thema), Top-X-Listen (Top 10 Tools, Top 10 Internet-Trends,…). Wie Sie Ziel 3 erreichen, können Sie zu Hauf an anderer Stelle lesen.

Plädoyer für guten Web-Content

Ich bin überzeugt, dass jedes Unternehmen das Potenzial für guten Content hat – weit über „Wir über uns“, „Produkte“ und „Kontakt“. Jedes Unternehmen besteht aus Fachleuten, Fachwissen, Fachthemen… Schreiben Sie über Neuigkeiten (nicht News aus dem Unternehmen), neue Erkenntnisse, ihr soziales Engagement, Tipps aus Ihrem Alltag,… und ich bin mir sicher, dass Ihre Seite an Bedeutung gewinnt und Traffic anzieht.

Lässt sich das Persona-Konzept auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) übertragen?

Was sind Personas?


Die Diversität und Intensität der Anforderungen von Internet- und Intranetprojekten verursacht in Konzeptionsprojekten häufig einen hohen Grad an Komplexität. Um diese zu reduzieren bzw. strukturieren, wird bei Namics oftmals das Konzept der „Personas“ eingesetzt.
Personas sind fiktive Nutzer, denen User-kennzeichnende Eigenschaften (demographische Daten, Persönlichkeitsmerkmale, Ziele, Hobbies etc.) attribuiert werden. Auf Grundlage der dadurch entstehenden Profile werden Maßnahmen konzipiert, die gewährleisten, dass die Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer- und Zielgruppen abgedeckt werden. Momentan beschränkt sich das digitale Anwendungsgebiet für Personas stark auf die Entwicklung von nutzerzentrierten Web-Konzepten. Dabei bietet sich diese Methode eigentlich auch in anderen Bereichen an-immer dann, wenn es darum geht, auf individuelle Anforderungen einer oder mehrerer Empfänger zu optimieren.
Das ist auch an anderer Stelle der Websitekonzeption der Fall: bei der Optimierung der Sichtbarkeit von Websites in Suchmaschinen (SEO). „Empfänger“ des „nutzerzentrierten“ Vorgehens mittels Personas wären hier die Crawler- also die Programmalgorithmen der Suchmaschinen, welche Webseiten durchsuchen und relevante Inhalte auf Sucherergebnisseiten indexieren.

Wie sieht die
„Nutzerperspektive“ von Crawlern aus?

Personas helfen Ihnen, die Perspektive Ihrer Nutzer
einzunehmen. Die „Nutzerperspektive“ eines Web-Crawlers auf einer Webseite könnte
in etwa wie folgt aussehen:

3228-Ausschnitt Namics.com aus Crawler-Sicht-thumb-500x311-3227.png

Diese Perspektive kann man schnell selbst einnehmen:
entweder durch Verwendung des „Nur-Text“-Modus oder wie hier durch einen
textbasierten Browser wie Lynx. Schließlich versucht der Bot, html (und
partiell AJAX und JS) zu lesen und übergibt anschließend an die Datenbank, in
der die gefundenen Inhalte gespeichert werden.

Wie lässt sich das
Persona-Konzept auf Crawler anwenden?

Im folgenden Beispiel findet sich exemplarisch ein kurzer
Steckbrief des Google Bots, um ein Gefühl dafür zu erhalten, wie das Konzept
der Personas für SEO-Zwecke umgesetzt werden könnte und welche Anforderungen
sich daraus ergeben.

3231-Persona GoogleBot-thumb-500x703-3230.png

Die Skizze lässt erkennen: Die Beschreibung des Crawlers als
Persona funktioniert erstaunlich gut. Es ließen sich bereits aus dieser noch eher
vagen Beschreibung einige Maßnahmen ableiten, die zu einer besseren Optimierung
auf Suchmaschinen führen. Je höher der Detailgrad der Beschreibung, umso
effektiver werden die Maßnahmen sein, die man für Optimierungen einsetzen kann. Unterschiede im „Verhalten“ der wichtigsten Crawler müssen im Detail in die Steckbriefe integriert werden, so dass beurteilt werden kann, wie spezifische Maßnahmen zur Optimierung umgesetzt werden können. Von dieser Detaillierung sind mehrere Ebenen betroffen. Einerseits muss zwischen den einzelnen Crawlern der Suchmaschinen unterschieden werden (also bspw. zwischen dem MSNBot und dem GoogleBot), andererseits können die Crawler intern diversifiziert werden (bsp. Bots für Newssuche und Bildersuche).

Insgesamt listet alleine Google acht verschiedene Bots, die Inhalte crawlen, wovon fünf für organische Suchergebnisse suchen. Eine detaillierte Spezifikation ist hier nur der initiale
Schritt. Ebenso nötig und sinnvoll ist eine stetige Aktualisierung der Bot-Profile-
schließlich werden die Such-Parameter und das Verhalten anderer
Systemkomponenten in kurzen Updatezyklen verändert.

Der Steckbrief ist
fertig. Was kommt nun?

Personas als Methode sind „nur“ Mittel zum Zweck der
Konversion der Nutzer. Für Suchmaschinen müssen vollkommen andere
Konversionsziele definiert werden. In einem ersten Ansatz habe ich für den
Google-Bot das Konversionsziel „Erfassung der Zielseite XY“ festgelegt und zum
Vergleich die unterschiedlichen Schritte von Nutzern und Bots im Conversion
Funnel gegenüber gestellt.

3234-Sales Funnel SEO-thumb-500x549-3233.png

 

Wird der Zugang zur Website für Crawler nicht explizit ausgeschlossen,
werden erste Inhalte erfasst. Durch Links und die Anzeige weiterer Seiten und
Inhalte (bspw. über Sitemaps) vertieft der Bot das Crawling der Seite und
erreicht das Konversionsziel „Erfassung der Zielseite“. Analog zur Stufe „Fan“
kehrt er immer wieder zur Zielseite zurück und crawlt aktualisierte und neue Inhalte.

Fazit

Zusammenfassend ist es sehr hilfreich, die Perspektive zu
wechseln, um Suchmaschinen als Kunden bzw. Nutzer zu betrachten. So können Inhalte
für diese sehr spezielle „Zielgruppe“ noch besser optimiert werden. Ein
Mehrwert für Webprojekte entsteht bereits dadurch, dass die „Suchmaschinenvertreter“
während der gesamten Projektlaufzeit eine hohe Präsenz und alle
Projektbeteiligten die Anforderungen der Bots transparent dokumentiert haben.

Klar ist, dass man der Komplexität dieser Persona Tribut
zollen muss; so ist der Google Bot „nur“ das Instrument, das Websites crawlt.
Für die Aggregation, Entitätenbildung und Gewichtung für die Indexierung sind
andere Funktionalitäten verantwortlich, was auch in den Steckbriefen
entsprechend berücksichtigt werden sollte. Wenn Unterschiede zwischen Personas
(die hier verschiedene Bots wären) herausgearbeitet und eigenständige
Verhaltensweisen analysiert werden, können für jeden Spezialfall Maßnahmen (in
diesem Fall SEO) erarbeitet und realisiert werden. Die Sichtbarkeit der auf
diese Weise optimierten Website würde hiervon profitieren.

Effiziente Suchmaschinenoptimierung im Contentbereich

Suchmaschinenoptimierung ist oftmals vielschichtig und meistens komplex. Dennoch lassen sich mit gezielten und recht einfachen Maßnahmen Inhalte für Suchmaschinen so aufbereiten, dass Sie damit bereits elementare Bestandteile der OnSite-Optimierung Ihrer Website abdecken können. Weitere SEO-Maßnahmen können hieran anknüpfen und verstärkt Potenziale entfalten.
3177-Effiziente Suchmaschinenoptimierung im Contentbereich-thumb-500x333-3176.png
Im Folgenden beschreibe ich fünf einfache und effiziente Maßnahmen zur besseren Auszeichnung Ihres Contents.

1. Empfänger-orientierte Strukturierung der Inhalte

 

Im Kern sollten alle Inhalte, die im Web publiziert werden,
primär für den Empfänger (=Nutzer) der Information optimiert werden. Wird diese
Ausrichtung konsequent vollzogen, sind die Inhalte automatisch auch für
Suchmaschinen gut formatiert. Strukturieren Sie also ihre Inhalte so, wie Sie
es auch in Management Summaries oder Presseerklärungen machen würden: das
Wichtigste nach vorne und zum Schluss eine Zusammenfassung. Das „Wichtigste“
sind hier ihr(e) wichtigste(n) Keyword(s), die Sie an den Anfang Ihrer
semantisch höchsten Headline, der

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;h1&gt;</span>

setzen. Wird der Fließtext zu lange – die Maßstäbe sind im Web deutlich niedriger
als in der Print-Welt – empfiehlt es sich, Zwischenüberschriften (

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;h2&gt; </span>

bis

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;h6&gt;</span>

-Headlines) zu setzen
und den Text somit zusätzlich zu unterteilen. Alternierende Keywords betten Sie
in  

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;h2&gt;</span>

und

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;h3&gt;</span>

ein und
binden diese formell korrekt in den Fließtext ein. Sehen Sie in Ihrem Artikel
eine Zusammenfassung vor, sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass für Sie
relevante Keywords möglichst am Anfang und am Ende des Fazits erscheinen.

Strukturieren Sie -falls inhaltlich sinnvoll-  Inhalte mit sortierenden Listen (auch hier
gilt: das Wichtigste nach vorne und an den Schluss). Oft wird geraten, wichtige
Textpassagen mit

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;b&gt;</span>

oder

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;strong&gt;</span>

zu
fetten. Nach unserer Auffassung ergibt dies keine besseren Rankings. Sollten
Sie also Bold-Text einsetzen, machen Sie dies primär für die Lesbarkeit der
Texte und nicht aus SEO-Gründen.

 

2. Pflege der Metainformationen
der Seite

Mit dem Großteil an Metainformationen werden Sie Ihre
Rankings nicht wesentlich verbessern können. Allerdings haben Sie die
Möglichkeit, Ihren Content so auszuzeichnen, dass Sie bei relevanten Suchen
gefunden werden. Es gibt hier zwei ToDos für Sie, um Ihre Seite zu optimieren.
Einerseits sollten Sie in regelmäßigen Abständen prüfen, ob übergreifende
Metainformationen korrekt angelegt sind. Dies betrifft insbesondere die
Metainformationen

 

  • zur Sprache (z.B.
    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;meta http-equiv="content-language" content="de"&gt;</span>

    ).

  •  für
    die Search Engines (z.B.

    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;" lang="EN-US">&lt;meta name="robots" content="index,
    follow"&gt;</span>

    ).

  •  zum
    Content Type (z.B.

    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;" lang="EN-US">&lt;meta http-equiv="Content-Type"
    content="text/html; charset=utf-8" /&gt;</span>

    ).

 

Prüfen Sie diese übergreifenden Informationen laufend und
justieren Sie nach, sofern Sie Abweichungen beobachten. Für Ihre tägliche
Arbeit sollten Sie darauf achten, detaillierte Metadaten korrekt zu erfassen
und diese durch Aktualisierungen zu pflegen. Vor allem den beiden folgenden
Metafeldern sollten Sie höchste Beachtung schenken:

 

  • <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;" lang="EN-US">&lt;title&gt;</span>

    -Element

  •  
    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;" lang="EN-US">&lt;description&gt;</span>

    -Element.

 

Ersteres sollte mit höchster Sorgfalt gewählt werden.
Berücksichtigen Sie, dass dieses Element mit der statischen URL korreliert. Ist
also der Titel der Seite „SEO im Contentbereich | Namics Deutschland GmbH“,
wäre eine URL der Form „namics.com/seo-im-contentbereich“ als unterstützende
Maßnahme denkbar. Limitieren Sie den Inhalt dieses Elements bei 60 bis maximal
70 Zeichen und gehen grundsätzlich von folgender Struktur aus: Primary Keyword &Secondary
Keyword|Unternehmensname.

Das

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;description&gt;</span>

-Element ist insofern von Bedeutung, da die Inhalte in den meisten Fällen von
den Suchmaschinen als Indexierungstext in den Search Engine Result Pages (SERPs)
verwendet werden. Achten Sie darauf, 150 bis maximal 160 Zeichen nicht zu
überschreiten. Da dieses Element Ihre Rankings nicht forcieren dürfte, können Sie den Text nutzen, um beim Nutzer Neugierde zu wecken. So kann man wie im folgenden Beispiel dem Nutzer eine Frage stellen, um sein Interesse zu wecken.

Effiziente Suchmaschinenoptimierung für Metadaten.png

Redundante Inhalte in den Metainformationen
sollten Sie hingegen unbedingt vermeiden.

3. Optimierung von
Bildern fürs Web

Bilder bieten aus SEO-Sicht zwei Vorteile. Einerseits machen
Sie Texte lesenswerter, was Ihnen langfristig Backlinks und somit ansteigende
Besucherzahlen aufgrund besserer Rankings einbringt. Andererseits generieren
Bilder eigenständig Traffic auf Ihre Seiten- beispielsweise über die Google
Bildersuche. Bilderoptimierung (lange Zeit ein Stiefkind der SEOs) lohnt sich,
gerade weil sie so einfach ist. Sie sollten daran denken, dass

  • Sie für jedes Bild einen eindeutigen Dateinamen
    gewählt haben, der relevante Keywords inkludiert. Trennen Sie Worte im
    Dateinamen mit einem Bindestrich in der Form primarykeyword-secondarykeyword.jpg.
  • der umliegende Fließtext, in den das Bild
    eingebettet ist, höchste Themenrelevanz für das Bild besitzt.
  •  das ALT-Attribut jedes Bildes mit relevanten
    Keywords belegt ist.
  • das Bildformat (möglichst *.JPG und *.PNG.
    Letzteres für Grafiken und Bilder verwenden.) und die Bildergröße (Richtwert
    bei Contentbildern: <80kb) webtauglich sind.
  •  Sie das Bild mit weiteren Inhalten der Seite zu
    verlinken.

 

4. Aufbereitung von
Dokumenten (z.B. PDFs) für Suchmaschinen

Hochwertig erstellte Dokumente sind wichtiger Bestandteil
qualitativen Web-Contents und werden bei guter Aufbereitung von Suchmaschinen
bestens indexiert. Grundsätzlich gilt bei der Aufbereitung von Dokumenten Ähnliches
wie bei der Optimierung für Bilder. Achten Sie folglich darauf, einen
aussagekräftigen Dateinamen zu setzen, ALT-Attribute für Bilder innerhalb des
Dokuments zu verwenden und Links zu relevanten Seiten zu setzen. Ebenso sollten
PDFs immer im Themenkontext eingebunden werden. Denken Sie daran, in Dokumenten keine im Vergleich zu Website redundanten Informationen zu hinterlegen. Falls dies doch nötig sein sollte, schließen Sie die Indexierung von Dokumenten bei Suchmaschinen aus. Sollen PDFs nicht indexiert werden, lässt sich dies schnell via robots.txt und dem Befehl disallow: /*.pdf umsetzen.

Zusätzlich bieten gerade PDFs noch
weitere Möglichkeiten, Suchmaschinenrelevanz zu erzeugen. Richten Sie in ihren
Dokumenten einen Schreibschutz ein und pflegen Sie die Metadaten.

Im Beispiel finden sich die Felder, die Sie mindestens
ausfüllen sollten. Diese sind:

  • der Titel des PDFs.
  • Informationen zum Autor mit etwaiger Ergänzung
    um den Unternehmensnamen.
  • der Betreff analog zum html-Metatag
    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;description&gt;</span>

    .

  • Keywords, die im Gegensatz zum html-Metatag
    <span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;keywords&gt;</span>

    von
    Suchmaschinen interpretiert werden.

3186-Optimierung von Dokumenten-thumb-500x282-3185.png 

5. Interner
Linkaufbau

Das Linkbuilding ist mit Sicherheit die Königsdisziplin der
Suchmaschinenoptimierung; internes Linkbuilding ist nur ein kleiner Teilbereich
davon, den Sie allerdings vollkommen autark auf Ihrer Seite umsetzen können. Grundsätzlich
verbinden sich zwei Ziele mit interner Linkstrategie: einerseits das
Bekanntmachen jeder Inhaltsseite in den Suchmaschinen und zweitens das gezielte
Pushen einzelner Contentseiten. Erreicht man mittels kluger
Informationsarchitektur und kleiner Hilfsmittel (robots.txt, sitemap.xml,
Footer-Sitemap, etc.) das erste Ziel relativ einfach, muss man für die gezielte
Förderung einzelner Seiten deutlich mehr investieren. 

Analog zur Informationsarchitektur sollten Sie vor allem bei
größeren Web-Präsenzen versuchen, Inhalte thematisch zu konzentrieren und hierfür
Landing Pages mit Verteilerfunktion einzusetzen. Diese sollten wesentliche
Links zu zentralen Themeneinstiegen auf ihrem Auftritt beinhalten und via Links
reziprok erreichbar sein. Auf den Inhaltsseiten der niedrigsten Stufe sollten
Sie weiterführende  Seiten verlinken,
damit Zusatzinformationen effizient an den Nutzer adressiert werden. Dies kann
in den meisten Fällen über visuelle Helfer der IA, wie beispielsweise Teaser
erfolgen. Hierüber führen Sie Nutzer gezielt in die Konversionsstrecke. Sie
verbessern diesen Effekt durch Auszeichnung der Links, indem Sie Linktexte und
Linkbeschreibungen setzen. Sowohl über die Positionierung als auch über die
Frequenz des Einbaus können Sie zielgerichtet einzelne Seiten priorisieren. Achten
Sie darauf, den Text bestens lesbar zu halten. Ein Maximum von 20 internen
Links auf einer Seite ist empfehlenswert;  keinesfalls sollten Sie 100 kumulierte Links
(intern und extern) überschreiten. Möchten Sie bestimmte Inhaltsseiten
verlinken, diese aber nicht bewusst in den Rankings pushen, markieren Sie entsprechende
Links mit

<span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;">&lt;nofollow&gt;</span>

-Attribut.

Fazit:

Nutzen
Sie Potenziale im Contentbereich und optimieren Sie mit einfachen
Hausmitteln. Nur auf Ihrer Seite können Sie mit relativ geringem Aufwand
Erfolge bei der Suchmaschinenoptimierung erzielen.

Anregungen, Bemerkungen und Fragen können gerne in den Kommentaren diskutiert werden.