Mash-Up – mal anders

Ein Londoner Flash-Games Designer namens Mark Caswell-Daniels hat ein Google Maps Mash-Up der besonderen Art erstellt: einen Flugsimulator!

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Goggles ist in Flash implementiert und lädt dynamisch Kartenmaterial von Google nach. Steuern lässt sich der kleine Flieger via Pfeiltasten, A und Z regeln die Geschwindigkeit. Mit der Space-Taste kann ich schiessen. In der aktuellen Version kann man über London, New York, Paris, Tokyo und Washington fliegen.
Das Werk befindet sich noch in der Beta-Phase, von daher kann man auch momentan noch rückwärts fliegen…

Ich finde es auf jeden Fall eine sehr gelungene Kombination von Google Maps Daten, Kreativität und einem gesunden Schuss Spielerei. Und sollten eines Tages die Google Earth Daten (= 3D) auch auf dem Web verfügbar werden, kann MS mit ihrem Flightsimulator eigentlich einpacken (OK, die Flugzeuge sehen noch etwas besser aus…) *grins*.

Wo bin ich, wo bist Du: Plazes

Eine gute Schweizer Idee, welche sich noch massiv ausbauen lässt: www. plazes.com.

Auf meinem Computer läuft eine Software von Plazes (der sogenannte Plazer). Bei jeder Netzwerkverbindung holt sich die Software die MAC-Adresse (und somit eine Art [fast] eindeutige Seriennummer) der nächsten Aktivkomponente im Netzwerk (Router, Switch etc.).

Diese Nummer wird mit einer zentralen Datenbank verglichen. Ist sie nicht bekannt, so kann ich die geographische Position eingeben und erhalte damit meine Positionierung auf einer Karte (Google Map MashUp). Ist die MAC-Adresse bekannt, so übernimmt Pazes die Position aus der Datenbank.

Auf der Karte unten befinde ich mich im Süden von Frankreich an einem Ort, welchen sich als „Jürg @St.Jeannet“ bezeichnet habe. Die Geocodierung übernimmt Plazes dank einer Adresse oder ich ich gebe die Geokoordinaten selbst ein.

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Dazu kommen Funktionen mit denen ich mir anzeigen kann, welche Plazes-User bei mir in der Nähe sind und wo sich meine Kontake (welche ich als solche deklariert habe) befinden. Oder eine Tag-Map mit allen Orten in denen Plazes-User online sind oder die Verbindung mit Flickr-Bildern (hier habe ich mit Plazes die benötigten Tags angebracht). Dazu viele RSS-Feeds für weitere MashUps. Der aktuelle Plazer schreibt meinen Ort auch gleich in den Skype Client rein oder es gibt eine Funktion, welche aufzeichnet, wo überall war. Ja nach Konfiguration ist diese Info öffentlich oder nicht. Unten eine private Übersicht meiner letzten 5 Tage.

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Sehr nett und regt an neue Anwendungen zu erfinden.

Was fürs Wohnzimmer? Internetgeographie

Sie sind in vielen nichts sagenden Präsentationen zu Hause: Karten vom Internet. Nicht, dass diese nichts aussagen würden, aber meist sind sie aus ihrem Zusammenhang gerissen und der Referent weiss kaum, was Sache ist resp. missbraucht die Karten zur Dekoration. Ein paar Quellen für Ihre Präsentationen.

Ein sicherer Wert ist CAIDA (the Cooperative Association for Internet Data Analysis). Das sind sozusagen die Internet-Karteprofis mit solider Methodik. AS Core vom 4. bis am 17. April zeigt beispielsweise die Kommunikation zwischen 2’000’796 IP-Adressen gruppiert nach AS-Clustern. Diese Daten wurden an 22 Orten im Internet gesammelt und decken damit rund 50% aller aktiven Internet-Adressen ab.

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Eine andere Quelle sind Martin Dodge und Rob Kitchin, die zwei Bücher (ach wie anachronistisch) zu dem Thema verfasst haben und dort allerlei Karten zusammenführen: The Atlas of Cyberspace und Mapping Cyberspace. Hier als einzelnes Beispiel die Anzahl registrierter Domänennamen in New York im Oktober 2000.

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Ein schönes Archiv, gefüllt aus den verschiedensten Quellen bietet zudem die Website Mappa Mundi von Dodge.

Interessant für die Schweiz ist die Wetterkarte von Switch (SWITCH traffic weather map). Diese zeigt auf die halbe Stunde genau, wie die wichtigsten Schweizer Internet-Verbindungen ausgelastet sind.

Und wenn sie eine beliebige Aussage unterstützen wollen, so empfehle ich sehr umfassendes ein Bildarchiv der Nasa: Astronomy Picture of the Day Archive….

Viel Spass beim gucken.

PS: Auch sehr eindrücklich bezüglich der Visualisierung quantitativer technishcer Informationen sind die Arbeiten von Ben Fry).

Werbung von oben

Sicher schon gedacht (z.B. als Osterei am 1. April), aber nun durch Werbung in Beschlag genommen: Versteck-/Gewinnspiel auf online Kartenbildern. Aktuell grad mit Fiat bei map.google: www.sedicicontest.it. In den „Olympic Valleys“ sind 4 Fiat Autos versteckt.

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Ich halte mich mit namics-Aussagen zurück, aber hier muss ich es sagen. Die Idee gab es von uns kreiert an Ostern 1998 für den Kunden Ericsson. Dies in der Form von versteckten Handys in der realen Welt und im Internet in Werbebannern. Zu gewinnen gab es 20 Handys (die kosteten damals noch Geld: kommunizierter Wert war Fr. 50’000) und alle wurde in Minutenfrist entdeckt. Damals hatten wir dafür die Website www.handy.ch im Besitz… Der Erfolg war genial.

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Und weiter… schaut man ich auf den Karten rum, so findet man auch an anderen Stellen „werbeähnliche“ Sachen. Quizzfrage: Welche Bild passt nicht in die Reihe :-)

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Also ab auf die Dächer ;-) und hier noch andere: www.googlesightseeing.com.

Freie Parkplätze in der Stadt?

Gewonnen haben Sie, die Jungs von search.ch. Bei „Best of Swiss Web„. Mit map.search.ch.
Und gerade eben habe ich eine weitere ganz lustige Funktion entdeckt.
Die Anzeige der Anzahl freier Parkplätze in den Parkhäusern in Zürich oder St. Gallen. Wahrscheinlich gibts die schon ein Weilchen, aber wohl die Wenigsten haben diese Funktionalität bisher wahrgenommen. Man könnte das natürlich auch etwas dominanter darstellen. Aber sei’s drum. Hauptsache es funktioniert ;-).

Man gehe also auf map.search.ch, gebe die Adresse des gewünschten
Reiseziels ein und schaut, welche Parkplatz-Icons ein grünes, gelbes oder rotes Dächlein über dem „P“ haben. Wem das noch nicht reicht, der kann mittels Mouseover die exakte Anzahl freier Parkplätze im naheliegendsten Parkhaus anschauen. Alle 10 Minuten aktualisiert. Das ist doch ziemlich praktisch.

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Im dargestellten Beispiel habe ich ein Parkhaus in der Nähe des namics Hauptsitzes gesucht. Und siehe da: Im Parkhaus „Raiffeisen-Zentrum“ sind um 13.00 Uhr 4 Parkplätze frei, ist also „fast voll“ und dementsprechend gelb gekennzeichnet.
Nun fehlt eigentlich nur noch der Internet-Anschluss im Auto.

PS: Man kann wohl davon ausgehen, dass die Daten
für alle Städte mit Parkleitsystem (z.B. St. Gallen) vorhanden sind. Überprüft hab ichs aber nicht. Viel Spass beim parkieren ;-)

Wo ist die nächste Website?

So einfach: Zwei HTML metas in die Homepage und dann http://geourl.org/ sagen, dass er mich indexieren soll. Der eine meta ist name=“ICBM“ wobei ICBM für International Consortium for Brain Mapping steht und der andere der Titel der Site nach dem Dublin Core Vokabular.

Nun musste ich noch rausfinden, wo Sleimok steht (der Server aus der „Pokemon-Generation“): Der online Stadplan von St.Gallen. Das Resultat war 745701m / 253787m und somit dezimal und nach einem Schweizer Koordinatensystem (nämlich dem Geodätische Bezugssysteme der Schweiz) und nicht so, wie ICMB es will.

Also Umrechnen und ein Test ob in etwa etwa stimmen könnte. Noch ein Ping an den zentralen Dienst. Korrekt ist es kaum, aber lustig war es alleweil: