The Power of the Blog

Tim O’Reilly, the guy who created the term „Web 2.0″ says the basic strategy in the modern Internet World can be summarized as „Don’t fight the Internet“, a quote he attributes to Eric Schmidt, the CEO of Google.

A battle is developing between Corporate America, represented by Disney and ABC on the, uh, right and a blogger, known as Spocko, supported by various corporate advertisers and an increasing number of other bloggers on the left.

KSFO is a „conservative“ talk-radio station, a format which has become quite popular in the US (they are a major motivator of Republican voters, and have helped drive the US shift to the right which lead to the election of the Bush administration in 2000).

Spocko, the liberal blogger, took offense at what he was hearing, which he considered racist, incitement to violence or worse. Noting that KSFO hosts had claimed to have put „a bull’s-eye“ on newly promoted House Speaker Nancy Pelosi (a Democrat from California), advocated hanging various New York Times editors, called for the murder of millions of Muslims, and so on, he recorded particularly hateful comments off the air, published the audio clips on his blog and wrote to the advertisers to question whether they should be supporting such content.

Several major advertisers, including Mastercard and the Bank of America found that this kind of rhetoric was not consistent with their corporate image and canceled their advertising contracts. 1:0 for the blogger.

KSFO struck back by targeting Spocko on the air for their special form of hostile commentary. Spocko is not revealing his true identity for fear of reprisals. 1:1

Disney, KSFO’s ultimate parent also struck back, issuing a cease and desist order to his provider, who promptly took the entire blog off-line. 1:2 for the KSFO and its corporate parents.

Spocko got back online, told his story, which was picked up by thousands of other bloggers, like this one.

The mainstream media has slept through this, up til now. As I write this, a google web search produces 134’000 results for „Spocko and KSFO„, a blog search finds 4,739 entries about KSFO or Spocko. The mainstream media is only beginning to pick up on this issue. Google’s news search reveal only 78 articles (both pro and contra KSFO).

It’s hard to guess how this is going to play out because so many powerful parties are involved (including the Democratic and Republican political parties) and have an interest in the outcome. But there are also thousands of bloggers out there, who are discovering their own power to get the truth out into the open. My money says you’ll hear about on CNN in a week or so, but when it comes out, it will be intense!

Moral of the story. Know what’s being blogged about you. These people can have real power, especially if what you do leave tracks electronically.

P.S. A friend of mine from the US recently contacted me about setting a blog in Switzerland. Seems he wants a blog which is not in easy reach of US courts. I wonder why…

P.P.S the search for Spocko at youtube produces quite a bit of interesting material.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann

„Ich bin acht Jahre alt. Einige meiner kleinen Freunde sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „New York Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?“

1897 hat die damals 11 jährige Virginia O’Hanlon der Redaktion New Yorks berühmtester Zeitung diese heikle Frage gestellt. Die Antwort beschäftigt uns und inspiriert uns heute noch:

Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie wurden angesteckt vom Skeptizismus eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben nur, was sie sehen: Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, Virginia, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im unserem riesigen Universum ist der menschliche Geist kaum mehr als ein winziger Ameisenverstand, verglichen mit der Unendlichkeit der Welt und gemessen an der Intelligenz, welche die ganze Wahrheit und alles Wissen begreifen könnte.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Und du weißt ja, dass sie aufblühen und Dein Leben mit Schönheit und Freude erfüllen. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Sie wäre so dunkel, als gäbe es keine Virginia. Es gäbe keinen Glauben, keine Poesie, keine Liebe – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Nur ein Hauch an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das ewige Licht der Kindheit, das die Welt erfüllt, müsste verlöschen.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben? So dürfest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle an Heiligabend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen?

Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens Kindern und Erwachsenen unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf den Wiesen im Mondschein tanzen. Trotzdem gibt es sie. All der Wunder zu gedenken – geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt.

Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die größte Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.

Der Weihnachtsmann lebt und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia! Dein Francis Church von der New York Sun.

Frohe Weihnachten wünschen meine Familie und ich Euch auch!

Fröhliche Weihnachten, oder: „Let’s kill some trees“

Schon längst hat er begonnen: der alljährliche X-Mas-Wahnsinn. Millionen von Blautannen, Weisstannen und besonders beliebt – die ost-europäische Nordmanntannen (alleine 10 Millionen aus Dänemark nach Deutschland) – wurden geschlachtet und quer durch Europa gekarrt um als Weihnachtsbaum in unseren Wohnzimmern zu enden.

Findige Marketing-Experten bei HP haben die Lösung – und man kann Sie sogar vom Internet downloaden.

Der HP Holiday Tree
130 cm hoch, nadelt nicht und nimmt auch keinen wertvollen Platz weg – der Weihnachtsbaum zum selber Ausdrucken:
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Wenn sich das durchsetzt, werden wohl in Zukunft Tinten- und Tonerpatronen durch Europa gekarrt…

;-)

Me, myself, I and YOU!

Yes, you. You control the Information Age. Welcome to your world!
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Da freuen wir uns aber gewaltig. Das Time Magazine hat uns alle (zumindest die, die ab und an in die Internetröhre gucken) zur Person des Jahres gewählt. Ein dreifaches Hurra, Hurra, Hurra. Interessant, dass die Lorbeeren von einem Presseerzeugnis gereicht werden, das macht die ganze Sache natürlich glaubwürdiger. Schon der mutige Artikel im Economist „Who killed the Newspaper?“ war nicht von schlechten, kritischen Eltern.
[Der Artikel war in der Ausgabe vom 26.8.2006, online ist er leider hinter der „Premium Content „Bezahlwand“ verschwunden, ja das gehört eben auch zur schönen neuen Online Welt.]
Also, gönnen wir uns alle die Ehre und schreiten wir mit stolz geschwellter Brust ins goldene Informationszeitalter.

Heute: World Usability Day 2006

Der Welt Usability Tag findet heute zum zweiten Mal statt und hat zum Ziel das Thema Usability der breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Auch in der Schweiz gibt/gab es ein paar Events. Den Überblick aller Events gibts als MashUp mit Google Map

i-fab3f46b0c88bcad862c267228a30f5b-poster_matches-tm.jpgAuszug aus der Charta:

(…) Moderne Technik ist oft zu kompliziert. Ein Mobiltelefon sollte so einfach nutzbar sein wie ein Türgriff. Da bei Bildung, Gesundheit, Verwaltung, Kommunikation, Unterhaltung und Arbeit in hohem Maße auf Technik gesetzt wird, müssen wir sicherstellen, dass neu entwickelte Technologien zu allererst dem Menschen dienen. So machen wir die heutige Welt lebenswerter.

Technik sollte unser Leben bereichern – und nicht durch schlechtes Design und mangelnde Qualität mehr Stress und Gefahren schaffen. Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass Technik effektiv, effizient, befriedigend und zuverlässig arbeitet und von allen Menschen genutzt werden kann. Dies gilt besonders für Menschen mit Behinderungen: Technik trägt dazu bei, dass sie voll am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können. (…)

Wenn Dir Usability ebenfalls am Herzen liegt, dann unterzeichne doch die Charta und zeige damit Deine Unterstützung das Leben einfacher zu machen. Wer einen Flickr Account hat kann Fotos von guten und schlechten Beispielen zur Gruppe Making Life Easy hochladen – am besten mit rotem Ballon. Wer seine Unterstützung lieber auf „klassischem Weg“ zeigen möchte: Es gibt 4 Poster als PDF zum Download.

Eine neu gestartete, regionale Initiative ist das Usability Netzwerk Euregio Bodensee-Altenrhein

Making life easy. Ich arbeite täglich Tag daran…

Heute ist ein wichtiger Tag [tag]

Für die Amerikaner und die Welt – egal, wie man’s sieht und ob man es gut findet. Die Amerikaner legen fest, wo’s so durchgeht in dieser Welt.
Richtig spannend ist zu sehen [und zu vergleichen] worüber die Amerikanischen Präsidenten über die Jahre sprachen. Festgehalten in Tagclouds, „freedom“ scheint ein sicherer Wert zu sein, „Iraq“ hingegen taucht erst bei Herrn Bush dem Jüngeren auf. Hier: http://chir.ag/phernalia/preztags/

[Danke an Harald für den Tipp!]
Und für unsere Englisch sprechenden Freunde: “All I can say is „can’t wait ´til 2008“.

Welche zehn Websites muss der Schweizer unbedingt kennen?

Ich wurde neulich gefragt, „Was sind die 10 wichtigsten Websites – nicht die populärsten oder modernsten, sondern die zehn, welche jeder Schweizer/in kennen sollte?“

In der Tat ist es schwierig zehn Websites zu nennen, ohne sich in den Wettbewerb zwischen den diversen Sites einzumischen. Also doch lieber zehn Kategorien mit den jeweils wichtigsten Vertretern.

  1. Telefonverzeichnisse tel.search.ch – die erste „Killer-App“ für das schweizerische Web
  2. Verkehr sbb.ch, fahrplan.zvv.ch (zvv.ch hat zwar nur Daten für die Schweiz, dafür stimmen aber die Haltestelle-Namen besser mit der Realität überein)
  3. Karten map.search.ch – hat google gezeigt, wie es gemacht wird.
  4. Nachrichten tagi.ch, nzz.ch – Die besondere Freude bei der NZZ: keine Pannen bei der Übermittlung der WM-Ergebnisse
  5. News/Unterhaltung20minuten.ch, blick.ch – FastFood für das Gehirn: Der Nährstoffgehalt wird leicht unterschätzt.
  6. Dating – Dich vermarkten, ohne preiszugeben, wer Du wirklich bist:
    1. parship.ch, partnerwinner.ch, fifty-plus.ch – kann man heutzutage ein Date finden ohne ins Netz zu gehen?
    2. tel.local.ch – Wo wohnt David in Davos? Wo finde ich Luzia in Luzern? Noch nie war es so einfach, so viele Leute zu finden. Elektronisch wie auch geographisch.
  7. Networking – Dich vermarkten, in dem Du alles zeigst.
    1. (unter 25) – tillate.ch, usgang.ch – Es ist 22 Uhr abends, weisst Du was Deine Kinder jetzt treiben? Hier wird’s dokumentiert. Gibt es in dieser Altersklasse einen Unterschied zwischen Networking und Dating? Manche Fragen lässt man lieber unbeantwortet.
    2. (über 35) – openbc.com – Eine Deutsche-Firma mit Schweizer Beteilligung. Lies mich LinkedIn vergessen (und dabei meine Altersklasse preisgeben).
    3. (25-35) — Unbekannt. Die Vermutung liegt nah, dass man sich ab 25 vernetzt hat und dass sich mit 35 diese Vernetzung wieder auflöst. Ein Phänonmen, dass sich scheinbar 15 Jahre später nochmals wiederholt.
  8. Vergleichsdienste : comparis.ch, preissuchmaschine.ch, toppreise.ch – Geiz mag geil sein, aber tiefe Preise anzubieten ist etwas anders als nur von tiefen Preise zu sprechen. Hier wird gnadenlos die Spreu vom Weizen getrennt.
  9. Einkaufen
    1. Auction – ricardo.ch, ebay.ch (ebay.de) – Graumarkt von allem möglichen. Meine Empfehlung: in der Schweiz verkaufen, in Deutschland einkaufen.
    2. Immobilien – homegate.ch, immo.search.ch – Wer weiss was Kubator bedeutet?
    3. Reise – swiss.com, ebookers.ch, helvetic.com – wenn es 35 Grad zu Hause ist, wozu braucht man den Ferienflieger? In August hat es wohl anders ausgesehen!
  10. Banken yellownet.ch, ubs.ch, zkb.ch, credit-suisse.com. raiffeisen.ch – schlussendlich braucht man manchmal real existerendes Geld, auch in der virtuellen Welt.

Das ist immer noch eine sehr kleine Liste. Viele würdige Websites wurden nicht erwähnt. Tourismus-Förderung, Wirtschaftsförderung, Bund, Kantone, Gemeinden, NGOs, und, und, und. Niemand möge beleidigt sein.

Es gibt noch genau zwei, welche ich zusätzlich erwähnen will:

  1. mozilla.com – zwar ausser Konkurrenz, weil es sich nicht um eine Schweizer Site handelt, aber jeder der Internet nutzt, sollte Firefox einsetzen. Schnell, sicher, erweiterbar und die treibende Kraft der Innovation von Browser-Technologie
  2. local.ch – unsere Kind. Das klügste und das schönste im ganzen Land. Und das sagen wir als völlig unparteiliche Eltern!

P.S. vielen Dank an alle namics-Leute, die Websites vorgeschlagen haben.

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