Intranets im Spitalumfeld – Quo vadis? (Teil 5)

Wie nutzen Spitäler ihr Intranet? Dieser Frage ging ich im Rahmen meiner Masterarbeit nach. Als fünfter und letzter Teil einer Serie (Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4) ziehe ich in diesem Beitrag das Fazit meiner Untersuchung.

Der Informatiker Dick Stenmark meint, dass wenn ein Intranet zur Unterstützung des Wissensmanagements in Gebrauch genommen werden möchte, drei Perspektiven Berücksichtigung finden sollten: Zum Ersten die „information perspective“, zum Zweiten die „awareness perspective“ und zum Dritten die „communication perspective“. Das heisst, ein Intranet sollte nicht nur aktuelle Informationen und wichtige Dokumente bereitstellen, sondern die Mitarbeitenden auch unterstützen mit der täglichen Informationsflut umgehen zu können. Sprich: Funktionalitäten bereitstellen, die die Mitarbeitenden auf neu hinzugefügte Informationen aufmerksam macht, ihnen ermöglicht Favoriten zu setzen oder Seiten zu abonnieren. Mit der „awareness perspective“ ist zudem gemeint, dass Fähigkeiten und Expertisen der Mitarbeitenden eingesehen werden können bzw. auch entsprechend nach Kompetenzen gesucht werden kann. Die Suche ist dann auch ein weiteres Element, das unter diese Perspektive fällt und die in den Intranets der Spitäler entweder gar nicht vorhanden ist oder aber nur unzureichende Suchresultate liefert.

Da ein Intranet nebst dem Wissensmanagement auch noch andere Aufgaben zu erfüllen hat, habe ich nebst den Perspektiven von Stenmark die „support perspective“ eingeführt. Genau dieser Perspektive kommt insbesondere im Spitalumfeld grosse Bedeutung zu. So geben die Spitalmitarbeitenden mehrheitlich an, dass ein ihre Tätigkeit optimal unterstützendes Intranet ein digitales Instrument zur Unterstützung der Arbeitsprozesse sei. Auch konnte gezeigt werden, dass jene Spitalmitarbeitenden, die das Intranet regelmässig nutzen, auch stärker bei der Arbeit unterstützt werden als andere (siehe Teil 3). Grösstenteils werden die Spitalmitarbeitenden allerdings noch immer nur „teilweise“ durch das Intranet bei der Arbeit unterstützt. Intranets bieten demnach im Spitalumfeld viel Potential die Mitarbeitenden bei der Arbeit zu unterstützen – allerdings wird es noch nicht ausgeschöpft. Rasche Verbesserung dürften hier Online-Formulare, -Aufträge, -Bestellprozesse oder dergleichen bringen.

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Insgesamt kann der Schluss gezogen werden, dass bei den Intranets im Spitalumfeld derzeit vor allem die „information perspective“ im Vordergrund steht. Die Intranets sind für die Spitalmitarbeitenden grundsätzlich ein Instrument, um auf Informationen und Dokumente zuzugreifen. Sie nehmen es also vorwiegend als Speichermedium in Gebrauch. Die drei anderen Perspektiven finden nur wenig bis gar keine Berücksichtigung, das heisst das Intranet wird weder dazu verwendet die Mitarbeitende auf Inhalte aufmerksam zu machen, sie bei der Arbeit zu unterstützen noch um in synchroner oder asynchroner Weise mit Kollegen zu kommunizieren oder mit ihnen zusammenzuarbeiten. Oft unzureichend ist zudem die Benutzerfreundlichkeit der Intranets. So bemängeln viele Mitarbeitenden die Struktur und Übersichtlichkeit der Intranets. Dennoch: Die Intranets der Ostschweizer Spitäler bilden grösstenteils eine gute Basis, um die Mitarbeitenden an die Möglichkeiten und Funktionalitäten eines Intranets heranzuführen. Eine weitere Erkenntnis meiner Masterarbeit ist nämlich, dass sich eher diejenigen Mitarbeitenden mehr Möglichkeiten im Intranet wünschen, die bereits mit einem etwas ausgereifteren Intranet arbeiten. Getreu dem Motto: Der Appetit kommt beim Essen.

Intranets im Spitalumfeld – Von Informations- und Datenfluten (Teil 4)

Wie nutzen Spitäler ihr Intranet? Dieser Frage ging ich im Rahmen meiner Masterarbeit nach. Als vierter Teil einer Serie (Teil 1Teil 2Teil 3) stelle ich in diesem Beitrag die Ergebnisse aus der inhaltsanalytischen Untersuchung der Intranets vor.

Trotz einiger Unterschiede hinsichtlich der Art und dem Ausmass der im Intranet angebotenen Informationen zeigt nebst der Online-Befragung der Spitalmitarbeitenden auch die inhaltsanalytische Untersuchung der Intranets, dass die Intranets von Spitälern hauptsächlich als digitales Informationsinstrument und zentrale Datenablage in Gebrauch genommen werden. So nutzen die Spitalmitarbeitenden im Intranet vorwiegend die Kontaktdaten der Kollegen, sprich, das Telefonbuch sowie Informationen über das Spital, wie zum Beispiel die News. Genutzt werden von den Verwaltungsmitarbeitenden zudem oft der Service-Bereich, wie der Speiseplan und von den Ärzten und Pflegefachpersonen fachspezifische Informationen, wie Weisungen, Reglemente oder ähnliches. Insofern wird das Intranet auch als zentrale Datenablage genutzt.

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Im Detail:

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Diese Art der Nutzung wird auch durch die Gründe weshalb das Intranet genutzt wird widerspiegelt. So geben die Spitalmitarbeitenden an, das Intranet hauptsächlich deshalb zu nutzen, weil es aktuelle Informationen enthält sowie weil sie dort gezielt und schnell nach Informationen suchen können. Und nicht etwa weil sie dort die Meinungen anderer Mitarbeitenden finden. Im nächsten Beitrag werde ich die Schlussfolgerungen der Untersuchung ziehen.

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Intranets im Spitalumfeld – Von der Nutzung und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden (Teil 3)

Wie nutzen Spitäler ihr Intranet? Dieser Frage ging ich im Rahmen meiner Masterarbeit nach. Als dritter Teil einer Serie (Teil 1Teil 2) stelle ich in diesem Beitrag die Ergebnisse aus der Online-Befragung der Spitalmitarbeitenden vor.

Die Studie zeigt unter anderem, dass die Spitalmitarbeitenden das Intranet mehrheitlich täglich bis mehrmals täglich nutzen. Nie wird es nur von insgesamt neun Personen genutzt. Allerdings gibt es bei der Häufigkeit der Nutzung des Intranets Unterschiede je nach Arbeitsort und Berufsgruppe. Bei den Berufsgruppen sind es die Mitarbeitenden der Verwaltung, die das Intranet am häufigsten nutzen, wie die untenstehende Grafik zeigt. Dagegen sind es die Pflegefachpersonen, die das Intranet am umfassendsten, das heisst für viele verschiedene Bereiche nutzen. Zudem dient es ihnen als Plattform, um auf wichtige Arbeitsinstrumente zurückzugreifen, wie beispielsweise auf Richtlinien, Reglemente, Standards oder Weisungen.

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Ausserdem hat sich herausgestellt, dass es Unterschiede je nach Arbeitsort und dem dort verfügbaren Intranet gibt. Sprich: Intranets, die aufgrund der Online-Inhaltsanalyse mehr Kriterien erfüllen als andere werden von den Nutzern auch häufiger genutzt, wie diese Grafik zeigt:

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Gleichzeitig werden diese Spitalmitarbeitenden bei der Arbeit stärker durch das Intranet unterstützt als andere. Auch gesamthaft zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Intranetnutzung und dem Ausmass der Arbeitsunterstützung durch das Intranet. Dieser Sachverhalt ist einerseits eine logische Folge der Häufigkeit der Intranetnutzung, zeigt andererseits aber auch, dass Intranets im Spitalumfeld viel Potential haben die Mitarbeitenden bei der täglichen Arbeit zu unterstützen, dieses aber momentan nicht ausgeschöpft wird.

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Bezüglich der Bedürfnisse der Spitalmitarbeitenden lässt sich festhalten, dass die Spitalmitarbeitenden grundsätzlich mit ihrem Intranet zufrieden sind. Einzig zur Suche sowie zur Struktur der Intranets äussern sich die Spitalmitarbeitenden kritisch. Sie wünschen sich eine bessere Suchfunktion sowie eine übersichtlichere und benutzerfreundlichere Struktur. Im nächsten Beitrag werden die Resultate zum Stand der Intranets im Spitalumfeld vorgestellt.

Intranets im Spitalumfeld – Von Untersuchungsgegenständen, Messinstrumenten und anderen Requisiten empirischer Sozialforschung (Teil 2)

Wie nutzen Spitäler ihr Intranet? Dieser Frage ging ich im Rahmen meiner Masterarbeit nach. Als zweiter Teil einer Serie (Teil 1), stelle ich in diesem Beitrag das Forschungsdesign vor.

An der Untersuchung haben insgesamt sieben Allgemeine Spitäler bzw. Spitalregionen und -verbunde der Region Ostschweiz teilgenommen. Sämtliche dieser Spitäler stellten mir für einen Tag einen Arbeitsplatz zur Verfügung, so dass ich ihr Intranet untersuchen konnte (an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung!). Zur Analyse habe ich ein Messinstrument entwickelt, das insgesamt knapp 100 Kategorien mit Fragen zur Struktur, zum Inhalt, zur Gestaltung sowie zu den Funktionen des Intranets beinhaltet. Der Vorteil einer solchen Standardisierung ist, dass die Intranets der Spitäler im Sinne eines Benchmarks einfach miteinander verglichen werden können.

Zur Erhebung der Häufigkeit und Art der Nutzung sowie der Bedürfnisse der Mitarbeitenden in Bezug auf das Intranet habe ich einen Online-Fragebogen aufgesetzt. Einen Auszug daraus:

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Das Ziel war es anhand weniger Fragen so viele Mitarbeitende wie möglich für die Teilnahme an der Untersuchung zu motivieren. Was auch gelungen ist. 1995 Spitalmitarbeitende haben den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Darunter 328 Ärzte, 567 Pflegefachpersonen und 602 Verwaltungsmitarbeitende. Zu den restlichen Personen zählen unter anderem Therapeuten, Psychologen, Mitarbeitende des Sozialdienstes, Bildungsbeauftragte und Rettungssanitäter. Im nächsten Beitrag werden die Resultate zur Nutzung und zu den Bedürfnissen der Spitalmitarbeitenden vorgestellt.

Intranets im Spitalumfeld – Die grossen Hoffnungsträger? (Teil 1)

Zugegeben: Von selbst wäre ich wohl nicht auf das Thema meiner Masterarbeit gekommen. Dank einiger „Namicsler“ wurde ich jedoch auf den Einsatz von Intranets im Spitalumfeld aufmerksam gemacht. Eröffnet hat sich ein Themenfeld, das sowohl in der Praxis als auch der Wissenschaft aktuell intensiv diskutiert wird.

Weshalb das so ist, liegt vor allem an den stetig steigenden Gesundheitsausgaben. So wendet die Schweiz aktuell rund 10 Prozent ihres BIPs an Gesundheitskosten auf. Darüber hinaus hat ein Spital ein breites Spektrum von Zielperspektiven miteinander zu verknüpfen, das von Diagnose, Therapie und Pflege bis zur Hotelfunktion und Rehabilitation reicht. Daneben verfolgen die einzelnen Funktionsbereiche, wie die medizinische Versorgung, die Pflege und die Verwaltung ebenfalls heterogene Ziele bei gleichzeitigem Zwang zur Kooperation.

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Ein Potential zur Verbesserung dieser Probleme schreibt die Literatur immer häufiger modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zu. So auch Intranets. Diese verbessern zum Ersten die interne Kommunikation und sind dadurch in der Lage die Mitarbeitenden zu motivieren und zu binden. Zum Zweiten erleichtern Intranets das Wissensmanagement, wodurch die Effizienz gesteigert werden kann (wie wir auch bei unserem Vortrag an den X.DAYS 2010 zeigen konnten). Zum Dritten unterstützen und erleichtern Intranets Arbeitsprozesse, was nicht nur dazu führt, dass Zeit gespart und Kosten gesenkt werden können, sondern auch dass die Behandlungsqualität verbessert werden kann. Nicht zuletzt können zum Vierten mit Hilfe der Intranets neuartige Formen medizinischer Behandlung vorangetrieben werden.

Aufgrund dieser vielversprechenden Ausgangslage wollte ich in meiner Masterarbeit untersuchen, wie sich der Stand der Intranets im Spitalwesen gegenwärtig präsentiert und welches die Bedürfnisse der Mitarbeitenden sind. Generell ging es darum herauszufinden, was für eine Bedeutung den Intranets im Spitalumfeld tatsächlich zukommt. Dieser Beitrag ist der erste einer Serie, in der ich das Vorgehen sowie die wichtigsten Resultate meiner Studie vorstellen werde.

Highlights unserer Konferenz zu Barrierefreiheit

namics veranstaltet in knapp zwei Wochen eine große Konferenz zu Barrierefreiheit, das Europäische Accessibility Forum Frankfurt am 27. März. Es ist eine einzigartige Veranstaltung, denn ohne Übertreibung: ein so hochkarätig und international besetztes Podium findet man selten, und in Europa noch seltener.

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Die Besonderheit liegt auch darin, dass wir nicht die zweihundertste Screenreader-Demo zeigen wollen oder Barrierefreiheit ausschließlich für Barrierefreiheitsexperten. Nein, wir wollen Barrierefreiheit von außen beleuchten, aus unterschiedlichsten, brandaktuellen Perspektiven. Zum Beispiel von der technischen Seite, aber aus den Perspektiven Web-Anwendungen und mobiler Zugang. Und vor allem von der geschäftlichen Seite: Warum gibt es in Europa keine einheitlichen Richtlinien? Woran mangelt es in der Hochschulausbildung, dass es so schwer ist, geeignete Entwickler zu finden? Was machen Unternehmen wie die Deutsche Bahn, France Télécom, IBM und die Weltbank anders im Umgang mit Barrierefreiheit? Und wenn es solche Unternehmen tun, verschlafen die anderen gerade eine Entwicklung?

Es ist sehr schwer, aus den knapp dreißig Referenten und Moderatoren die Highlights herauszustellen. Aber es gibt darunter welche, deren Teilnahme an dieser Konferenz schon etwas Besonderes ist:

Eigentlich sollte ja Jürg die Keynote halten, denn er ist unser CEO und sehr bewandert in Sachen Barrierefreiheit. Nun aber beschränkt er sich auf die Moderation einer Podiumsdiskussion, denn Linda Mauperon übernimmt die Keynote. Sie ist Kabinettsmitglied bei EU-Kommissarin Viviane Reding und zuständig für Nutzung, soziale Aspekte, Forschung und Entwicklung in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Sie ist damit eine der ranghöchsten Repräsentantinnen der Europäischen Kommission in diesem Bereich. Und der Kommission ist es sehr ernst damit: IKT sind verantwortlich für die Hälfte des Produktivitätswachstums in Europa. Barrierefreiheit verschafft einem größtmöglichen Bevölkerungsanteil Zugang zu diesen Technologien und darüberhinaus zu Partizipation an e-Democracy. Sie ist ein Kernprinzip der Agenda für e-Inclusion 2010, um die Digitale Kluft zu schließen. Zur Forcierung von Barrierefreiheit ist sogar im Gespräch, daraus ein Vergabekriterium von Öffentlichen Ausschreibungen zu machen! Ich bin sehr gespannt auf ihren Vortrag!

Wir haben in einer Diskussionsrunde einige Autoren der nationalen Richtlinien für barrierefreie Websites aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden. Im Publikum sitzen noch Autoren aus 2-3 weiteren Ländern. Aber der Lebenslauf von Charlotte McClain-Nhlapo hat mich besonders beeindruckt: Präsident Nelson Mandela berief sie einst in die Südafrikanische Kommission für Menschenrechte. Sie engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Kindern, Frauen, und Menschen mit Behinderungen – seit sie der Weltbank beigetreten ist auch international in den Regionen Ostasien, Pazifik und Afrika. Und sie wirkte an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen mit. Das dürfte kaum zu toppen sein.

Es sind nur noch wenige Teilnehmerplätze frei, die Kosten sind mit €220 recht moderat, und wer Sprachbarrieren befürchtet, dem sei versichert, dass es Simultandolmetscher für deutsch/englisch ebenso gibt wie Gebärdendolmetscher. Also: gleich anmelden. ;-)

Spiel mit mir, sagten die Zahlen

So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein als Hans Rosling vor der Datentabelle gesessen hat.

Letztes Jahr war ich bereits von seiner Präsentationstechnik hin und weg – jetzt bin ich wieder über die Applikation und Visualisierung der Daten gestolpert. Nicht unbedingt aus ästhetischer Sicht schön – aber einfach zu verstehen.

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Ganz klar: die Schweiz liegt ganz gut in der Bilanz von Einkommen und Lebenserwartung… (Ich freu mich drauf)

Nicht ganz uninteressant ist allerdings der Play-Button unten links. Einfach mal ein paar Länder auswählen und das Spiel beginnt. In die Kategorie „Hab-Ich-Mir-Schon-Gedacht“ fällt vermutlich der folgende Vergleich:

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Da darf man gespannt sein, was in Zukunft auf uns zu kommt – in Indien tut sich jedenfalls was, während der Schweizer Punkt auf der Stelle tritt. http://skitch.com/tlink/gw2i/gapminder-world-schweiz-vs-indien

Ich könnte stundenlang spielen… apropos: hat jemand diese Daten von Schweizer Gemeinden?
:-)

Selber spielen: http://www.gapminder.org/world/

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Respect! Royal respect!

Allerliebst irgendwie. Der Buckingham Palast kündigte gestern an, dass Queen Elisabeth ihre traditionelle Weihnachtsansprache heute nicht nur am Fernsehen, sondern auch auf Youtoube verbreiten will. Ab etwa 15 Uhr MEZ online.

Aber eigentlich nicht erstaunlich, wenn man etwas zurückforscht. Da stellt man fest, dass die königliche Kommunikation schon früher technisch gut unterwegs war – 1957 fand die königliche Ansprache erstmals im Fernsehen statt. Exakt 50 Jahre später dann der Medienwechsel.

Das Ganze schön dokumentiert auf dem königlichen
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Youtube Channel.

Wirklich modern die ältere Dame, Respekt!

Frohe, geruhsame Weihnachten!

[gefunden via news.com]

Apropos: Let’s kill some trees… zweiter Teil.

Mal wieder wird es wir es Zeit die Vorbereitungen – und eben den Baum für den alljährlichen X-Mas-Wahnsinn.

Diesmal eine andere Alternative – nicht unbedingt wald-schonender, dafür ohne zusätzliche Verschwendung von Tinte oder Toner: Der Shelf Tree. (auf 3 – another kind of tree klicken)
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Die Idee könnte glatt von Amazon sein.
Und natürlich daran denken, dass die Geschenke unter den Baum passen müssen ;-)

[via hoipippo, Swissmiss]


Ein SMS-Roman ab, auf und in heute

Hier schreibt Harald Taglinger ab heute einen SMS-Roman, der die nächsten 20 Arbeitstage Fortsetzungen erhält.
Eine lustige Idee, in der Sommer-/SaurenGurkenZeit etwas Leben ins Zeitungslesen zu bringen. Ich dachte mir, ich mache hier mal etwas Werbung dafür [vor zwei Jahren habe ich *im Sommerloch* auf rundfunk.fm aufmerksam gemacht, das findet übrigens dieses Jahr auch wieder statt und ist immer noch gut].
Die Idee hinter dem SMS-Roman ist, dass die Leser den Fortgang der Geschichte beeinflussen können, mit Optionen für die Fortsetzung oder Zitaten, von denen der Autor dann die besten in die nächste Folge einbaut. Eigentlich eine Variante des ach so modernen User Generated Contents. Mashup-ig dann die Darstellung der Episoden, die in den Flyouts der jeweiligen Handlungsorte aufscheinen.
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Crossmedial sowieso, weil der Roman sowohl in der Printausgabe als auch online erscheint [online wieder mal aktueller als Print: im Web gibt’s die aktuelle Folge schon ab 14 Uhr, Print-Heute wird erst ab 16 Uhr verteilt], als [mögliches] Eingabemedium SMS genutzt werden können und schlussendlich die Geschichte auch via Radio [Energy] vermarktet wrid.
Mal sehen, wo uns Autor und Leser noch hin-entführen!
[Disclaimer 1: ich kenne und mag den Autor]
[Disclaimer 2: ja, ich habe gesehen, dass Optionen und Zitate via kostenpflichtige SMS funktionieren. Ich schweige mich dazu aus, ob ich das gut finde. Es interessiert mich aber schon sehr, ob Leser wirklich dafür 20 Rappen aufwerfen]