Klaus Wowereit lässt sich geo-tracken

Mehrere Quellen berichten darüber: public-beta.com / Plazes Blog

Klaus Wowereit ist scheinbar unter die Plazes User gegangen. Laut Aussage des Plazes Blog ist sein Profil (404) echt.
Konkret heisst das, dass man jetzt per RSS-Feed kontrollieren („Sorry, this user could not be found.“) kann, ob Wowi morgens pünktlich ins Rathaus kommt – und natürlich wo er sonst so rumturnt.
Bei Plazes wird das als radikale Transparenz gefeiert. Nun ja… Coole Polit-Guerilla-PR ist es allemal!

Nun ist das Gastspiel vorbei und man fragt sich, ob sich Plazes mit der vollmundigen Politik-Transparenz zu ernst genommen hat oder einfach (berechtigte) Sicherheitsbedenken zur schnellen Schliessung geführt haben. Laut metablocker ist der Account nur für den Besuch Wowereits in den USA gedacht gewesen…

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Sicherlich sind die Sicherheitsbedenken mehr als gerechtfertigt – und so wird wohl auch der Twitter-Account von Barack Obama nach der Entscheidung ausgedient haben.

Ich meine damit, dass die langfristigen Folgen dieser pseudo-Transparenz tatsächlich negativ sind. Denn die zahlreichen Kommentare und Links die zu gelöschten Profilen und eingeschlafenen Twitter Accounts führen, entlarven die „ach-so-volksnahen“ und modernen Politiker als wenig überzeugte Reiter einer Welle, die sie verlassen, sobald sie nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Bleibt natürlich die Frage, wie lange man denn nun „webzwonullen“ muss, bevor man wieder aufhören kann ohne die Glaubwürdigkeit zu verspielen – und wie man es sinnvoll anstellt.

Eins ist klar: Eine Seite mit dem Inhalt „Sorry, this user could not be found.“ ist nicht die geeignete Form das Gastspiel des regierenden Oberbürgermeisters von Berlin bei Plazes zu beenden. Oder?

Teures „Vorbeischiessen“ — Server not found

Tramhaltestelle Opernhaus in Zürich gleich beim Bahnhof Stadelhofen. Pro Tag abertausende von Menschen die dort stehen und warten. Ein idealer Werbeplatz und so finden sich dort auch über 10 Vitrinen mit sehr interessanten Produkten drin.

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Ich hatte schon mal ein Bild vom Statistischen Jahrbuch der Schweiz gemacht und Jan bemerkte sofort, dass die dort beworbene Site „www.nzz-buchverlag.ch“ gar nicht existiert.

Was sagt denn der DNS (Namensauflösungsdienst)? Die Site gehört der NZZ (das ist schon mal nicht schlecht), die Konfiguration wurde letztmals 4.8.2005 geändert und technischer Eigentümer ist eine Internetagentur — könnte also doch knapp laufen (Whois bei Quelle Domaintools). Die Site gab es also mal, aber seit dann hat es niemand gemerkt?

Mein Tipp. Die Vitrinen mit www.nzz-libro.ch überkleben (deutlich bessere Möglichkeit zur Konversion ;-) und dann den DNS anpassen. Aber natürlich nur, wenn es nicht einen grösseren Plan gibt ;-)

Browsertest sind für Warmduscher

Können sich noch an die fiesen Buttons erinnern: „This Site ist best viewed in…“. Nach dieser Nerd- und Nervzeit (als Nestscape wegen seinem Browser den PageRank 10 bei Google hatten, da alle auf die Downloadsite verlinkten), hat sich einiges beruhigt. Ein sauberer Code läuft auf 98% der vorhanden Browser (ausser wenn ich mich zu arg mit AJAX anlege).

Da gibt es aber grad einen Retro-Ansatz: Wallmart (mit 100 Millionen Kunden pro Woche so einer der grössten Firmen überhaupt) baut eine Site zum Media-Download und vermarktet das Ding mit Pauken und Trompeten (ist wegen Netflix eine grosse Sache).

So sah die Site gestern aus bei einem Besuch mit Firefox 2.0.0.1 unter Windows XP:

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Und so mit einem Internet Explorer 7:

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Nun ja. Der Kommentar wohl klar insb. für eine „normale“ Shopping-Site.Und meine Firexfox Statistik sagt grad auf einer grossen Schweizer Website für Januar 18,8%. Und die der Zwischenzeit haben die Wallmart-Leute die fiese und kundenunfreundliche Meldung: „Unsupported Browser: Our website requires the browser Internet Explorer version 6 or higher…“ aufgeschaltet. Iiiiiiiiiiiiiiiik.

Business Intelligence à la Oracle

Gerade wollte ich einen kleinen Test auf Google machen, also eine Suche nach ‚analytics‘ abgesetzt. Aus irgend einem Grund fällt meine Aufmerksamkeit auf die Sponsored Links in der rechten Spalte:

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Soweit ja nichts besonderes. Also klicke ich mal auf das markierte Ad von Oracle:

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Na toll… ein 404 Fehler! Aber wenigstens sauber abgefangen.
In diesem Fall können sie bei Oracle auch die Fenster aufmachen und das Geld einfach nur so rausschmeissen. Wenn der Larry das sehen könnte…

Auf Deutsch braucht es Geduld, auf Englisch Magie

Ich kenne sprachkulturelle Unterschieden gehört (ich selbst bin auch Doppelbürger Schweiz / Frankreich)… Bei Xing (ex. OpenBC) sieht es grad so aus.

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Möglicherweise hat der englischsprachige Techie der die Übersetzung gemacht hat einen anderen Humor als der deutschsprachige… oder einen anderen Job ;-)

PS: Was Tim dazu meint, sage ich hier lieber nicht ;-)