Webvisions Barcelona 2015: Hack Happiness

 

In vielen Vorträgen auf der Webvisions Barcelona spiegelte sich der Drang zur Reform wieder: Das grösste Problem momentan sei nicht die Technologie von morgen, sondern die Arbeitsmoral von gestern. Wir müssen das Glück „hacken“ lernen um innovativ arbeiten zu können- so das Motto. Nur wie, da gab es recht viele verschiedene Ideen: (mehr …)

Mut zur Lücke

Ich habe vor Kurzem das kostenlose E-Book “Mobile & Multi-Device Design” von Luke Wrobleski gelesen. Er berichtet darin von seinen Erfahrungen bei der Entwicklung der Schnellumfrage-Applikation Polar, die inzwischen von Google aufgekauft und dicht gemacht wurde.

Im Kapitel “New Layouts for the Multi-Device Web” zeigt er einen meiner Meinung nach sehr interessanten Ansatz für das Web- und App-Design bei unterschiedlichen Screengrößen. (mehr …)

Immer weniger Online Geschäftsberichte?

Viele Geschäftsberichts-Agenturen veröffentlichen Studien und Wissen zur Nutzung von Geschäftsberichten. Dabei kommen die Online-Formate nicht immer gut weg. Das mag einerseits am Interesse des Auftraggebers der Studie liegen, andererseits auch an der Situation der Auftraggeber. Schliesslich ist ein vollwertiger Online Geschäftsbericht mit deutlichen Aufwänden verbunden, die es zusätzlich zu schultern gilt. Agenturen und Auftraggeber sollten sich der digitalen Transformation stellen – und individuelle Lösungswege finden. (mehr …)

IA Konferenz 2014 zum Thema Brand Experience. Wir waren dabei!

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Auch dieses Jahr fand sie wieder statt. Zum 8. Mal öffnete die Fachkonferenz vom 22.-24. Mai in Berlin ihre Tore. Informationsarchitekten, Konzepter und Consultants erwarteten 20 Vorträge und diverse Workshops. Auch Namics war dabei – nicht nur unter den Zuschauern, … Weiterlesen

Weber. Die Etablierung einer Marke als mutige Entscheidung (Typo Berlin 2014)

Holger Schmidhuber von der Agentur Fünfwerken und Hans-Jürgen Herr von Weber EMEA berichteten an der Typo Berlin 2014 über das Rebranding des Weber Grills.

 

Dieser Vortrag war ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer langfristigen Kundenbeziehung eine Partnerschaft entstehen kann. Das Resultat der fünfjährigen Zusammenarbeit – die Steigerung des Bekanntheitsgrads der Marke Weber um 50% – kann sich sehen lassen. Umso interessanter ist es, was es dazu gebraucht hat.

Mut zum Neuanfang

Der Start des Projekts war ungewöhnlich und schwierig: Einerseits war der deutsche Markt aus Sicht von Weber bereits abgeschrieben. Zudem hatte Fünfwerken als Agentur den Pitch um den Etat bereits verloren. Ihr Vorschlag war als zu starke Veränderung und zu grosser Eingriff in die Marke empfunden worden und hatte den Kunden überfordert. Nach fast einem Jahr kam man dann doch auf Fünfwerken zurück und wollte einen erneuten Versuch wagen.

„Wenn eine Ausgangssituation sehr schlecht ist, ist es eine gute Grundlage für mutige Entscheidungen.“ (Zitat Kunde)

Das Original

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Jim Avignon: „We don’t want a solution because we like the problem“ (Typo Berlin 2014)

Typo Berlin 2014 Jim Avignon

Der Picasso auf Acid Jim Avignon – vom Dazed & Confused als „Picasso auf Acid“ betitelt – bezeichnet sich selber als schnellster Maler der Welt. Er verkauft seine im hohen Tempo produzierten Bilder oft zu sehr niedrigen Preisen, verschenkt sie … Weiterlesen

The Sika Experience – und was wir daraus gelernt haben

Sika Experience

Gestern durften wir gemeinsam mit Melina Merkle von der Sika unser gemeinsames Projekt, die Sika Experience, auf der Social Media Conference in Hamburg vorstellen. (Der Vortrag wurde live und sehr schön Illustriert)   Eigentlich startete das Projekt bereits 2009 als Jubiläumskampagne … Weiterlesen

Smashing Conference 2013

Die diesjährige Smashing Conference stand ganz unter dem Motto «Personal Experiences». Das Thema war also offener als es gar nicht hätte sein können & die Speakerliste – quasi das Who is Who der Webszene – liess Grosses erhoffen.

Location: Historisches Kaufhaus

Hier mein Versuch, die Konferenz in drei Kernaussagen zusammenzufassen:

  1. Deciding in the Browser
  2. Progressive Enhancement, Progressive Enhancement, Progressive Enhancement
  3. Have fun!

Deciding in the browser

Die Zusammenarbeit zwischen Design & Frontend steht seit Responsive Web Design vor ganz neuen Herausforderungen.

Tools wie Photoshop, InDesign & Co. stehen in der Kritik dem Multi-Device-Web zu wenig Rechnung zu tragen. Dennoch sind sie DAS Tool für Designer, sich kreativ ausdrücken zu können. Das Designen im Browser wiederum benötigt Frontend-KnowHow & bietet zu wenig Platz für Kreativität. Dazwischen gibt es eine ganze Palette von Tools, die den neuen Umständen gerecht werden wollen, oftmals jedoch bloss Zwischenerzeugnisse für die Tonne produzieren.

Die Zeit ist also mehr als reif sich über den sinnvollen Einsatz/Mix von Kreativtools & Frontend Gedanken zu machen. Dan Mall & Jason Santa Maria haben dies getan & teilten ihre Erfahrungen mit uns. Die beiden leidenschaftlichen Webdesigner sind sich einig:

As an industry, we sell websites like paintings. Instead, we should be selling beautiful and easy access to content, agnostic of device, screen size, or context – Dan Mall

Ihr Vorschlag um dies zu erreichen ist so einfach, dass er sich in zwei umgemünzte Zitate packen lässt.

Zitat #1

Current design approach

New design approach

Die Design-Diskussion mit dem Kunden soll also nicht auf Basis von fertig gestalteten, pixelgenauen Designs geführt werden.

Denn was ist mit verschiedenen Screen-Grössen? Vernachlässigbar? Wohl kaum! Ein detail- und pixelgenaues Design verleitet aber dazu, die Design-Diskussion auch auf Level von Detail- und Pixelgenauigkeit zu führen. Dabei wird das Wesentliche – wie fühlt sich die Seite unabhängig von Device & Screen-Grösse an – oftmals ausgeblendet.

Dan Mall schlägt vor, statt dessen als Diskussionsgrundlage Styletiles – oder Visual Inventories o.ä. – zu verwenden.

«The Examiner» Styletiles

«The Examiner» – Projektübersicht

I don’t think we’re in a post-PSD era, but I do think we’re moving towards a post-“full-comp” era – Dan Mall

Anschliessend soll der Prozess in den Browser verlagert werden. Denn nur im Browser kann das Verhalten, die Verhältnisse der Elemente zueinander – unter Berücksichtigung von verschiedenen Screen-Grössen – sinnvoll dargestellt werden. Mit diesem Schritt werden zudem gleichzeitig auch andere Risikofaktoren ausgeschaltet & die Machbarkeit implizit sichergestellt.

Das für mich wichtigste Zitat der ganzen Konferenz folgte postwendend.

Zitat #2

… und wirken lassen …

Der Design-Entscheid soll also in den Browser verlagert werden. Damit hätte man auch gleichzeitig eine wunderschöne Definition of done. Nämlich:

It’s done when it’s done

Progressive Enhancement

Das Konzept von Progressive Enhancement ist so alt, dass man als Frontend Engineer schon fast nicht mehr darüber nachdenkt. Nichtsdestotrotz – oder eben vielleicht gerade deshalb – ist das Thema momentan wieder in aller Munde. Auslöser dafür war Nicolas Zakas Präsentation Enough with the JavaScript Already.

Durch die Verlagerung von Business- und Renderlogik in den Client, steht das bewährte Konzept von Progressive Enhancement erneut auf dem Prüfstand – Client Side Rendering, Model Driven Views etc. vertragen sich nur bedingt mit dem progressiven Gedanken.

Gleich mehrere Speakers – Andy Hume, Ethan Marcotte, Jake Archibald & Jeremy Keith – riefen uns das Konzept – und dessen Bedeutung im neuen Kontext – zurück ins Gedächtnis.

Dabei wurde oftmals der von BBC geprägte Begriff «Cutting the mustard verwendet. «The mustard» ist im Falle von BBC der «Support von HTML5».

  if('querySelector' in document
     && 'localStorage' in window
     && 'addEventListener' in window) {
        // bootstrap the javascript application
  }

Erfüllt ein Browser die Mustard-Kriterien so erhält er die Schöne-Neue-Welt-Version, falls nicht erhält er eine funktionale Core-Version. Die Mustard-Kriterien entscheiden schlussendlich mit über den Grad des «Enhancements».

Its a myth that progressive enhancement means making lowest common denominator designs. Its just about starting there – Jeremy Keith

Eine schöne funktionale Core-Version – die mit sage & schreibe 1 Request auskommt – zeigte Andy Hume am Beispiel der Mobile-Seite von The Guardian. Dieses Extrembeispiel zeigt, dass vor allem im mobilen Kontext – in dem Netzunterbrüche & fehlgeschlagene Requests keine Seltenheit sind – Progressive Enhancement die «gefühlte Verfügbarkeit» einer Seite drastisch verbessern kann.

Have fun!

Web & Spass gehören zusammen. Sei dies bei der Arbeit & natürlich auch überall sonst – auch an der Smashing Conference.

Highlights waren der als Mystery Speaker getarnte Handorgelspieler Klaus Schmidt

… die spontan aus Speakern zusammengewürfelte «Smashing Conference Lonely Hearts Club Band»

… oder das von WordPress grossartig eingehaltene Versprechen

Free Beer All Night Long

Alles in allem war die Smashing Conference bereichernd, bestätigend, trotz Ausnahmen grösstenteils kurzweilig & unterhaltsam, gespickt mit allerlei Würsten vom Markt & inspirierend.

… hoffentlich nächstes Jahr wieder

Weiterführende Links

Progressive Enhancement
That Emil – Progressive Enhancement: Still Not Dead.
Jake Archibald – Progressive enhancement is still important
BBC – Cutting the mustard

Decide in the Browser
Dan Mall – Responsive Design is Hard/Easy! Be Afraid/Don’t Worry!
Brad Frost – The Post-PSD Era … in response … Dan Mall – The Post-PSD Era: A problem of expectations

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