Blog sponsored by…

Ich bin neugierig.
Nehmen wir mal an, jemand gibt sich als „Kaffeetante“ oder „-onkel“ aus und eröffnet frohen Mutes einen Blog Namens „Kaffeeklatsch“. Gehen wir zudem davon aus, besagter Blog wäre einigermassen stimmig und ab und zu auch noch gehaltvoll. Mit der Zeit würde sich der eine oder andere Leser durch den Kaffeeklatsch-Blog zum wiederholten Lesen verführen lassen (einfach eine optimistische, blauäugige Annahme, versteht sich).

Nun passiert es.
Ein Kaffeehersteller beginnt den Blog zu sponsoren. Die „Tante“ schreibt weiterhin frohen Mutes und freien Geistes was ihr grad so einfällt und der Kaffeeproduzent ist am Rande erwähnt und bekommt dann und wann einen „Click ab“.

Die Frage.
Geht das? Soll man das? Will man das?
– Ja, weil früher oder später geht alles Gute und erfolgreiche den Weg des Kommerz‘.
– Nein, um Himmels Willen, es reicht schon wenn PR Abteilungen meinen, sie müssen einen Blog eröffnen!
Oder, äh, weiss nicht, mir egal.

Antworten: Herzlich Willkommen….Sponsoren auch ;-)

SoBli die zweite

Die Weblogs des Sonntags Blick sind nur nicht mehr kaputt aber LIVE. Willkommen.

Obschon es ja um Inhalt geht, mach ich mal nur Kommentare zur Technik.

Die wohl wichtigste Funktion, die RSS-Feeds, tun nicht… Ich weiss nicht, was sie tun, aber nach Klick auf das Logo kommt eine Seite media type „text/html“ und mit HTML drin.

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Noch spannend ist die Behauptung bei den Feed-Icons, dass der Weblog schon 18 Tage online ist…

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Zudem geht das kommentieren (beim Vontobel-Blog) nicht wirklich gut, wenn ich kein Chaptcha habe:

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Die Navigation links aussen ein bisschen gewöhnungbedürfitg (als Tipp: hinter dem „+“ hat es keine weiteren Informationen… es was rot ist, sind normales Links).

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Was es hingegen gibt sind eine Übersicht der letzten Kommentare, inklusive einem Sonderzeichenproblem:

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Ah ja. und die Suche tut wirklich. Ich weiss nur nicht so recht, ob der URL-Teil „tmp“ bei dem Permalinks wirklich so gemeint ist… z.B. http://www.blick.ch/sonntagsblick/weblogs/tmp/stories/82/

So wie bei SF… keine genügende Note von mir. Ich biete freiwillig und gratis eine Verbesserungsworkshop an: Tel.: 079/zwei-52 67-zero-one.

Spuck. Eine unangenehme Realität…

Klar dass es Weblog-Spam (geben wird und) gibt. Vor rund 2 Monaten habe ich schon mal darüber gesprochen.

Gestern hatte es den Schweizer Blog-Aggregator http://blog.ch/ erwischt. Chregu hat kommentiert und Patrice hat in der Nacht in Peru gleich etwas damit getan: http://sub.scribe.to/. Ich habe (nur) ein schönes anschauliches Beispiel als Beitrag:

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Plötzlich tut sich was, aber weshalb so falsch?

Nun hat auch der SoBli (Sonntags Blick) Weblogs… gleich in der Mehrzahl. Wie im Print üblich sorgfältig im Voraus mit Pressemitteilung angekündigt und auch in der Papierausgabe zuerst.

Un so sieht das Ding aus:

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Aber bitte: 1) „Das Blogging zu nutzen“… da kann ich ja besser Deutsch 2) Weshalb brauche ich zum lesen Cookies und 3) Ich habe Cookies aktiviert (und auch nicht zwei weitere Browser inkl. IE getestet).

Die Entschuldigung ist nicht besonders logisch (was hat Last mit Cookies zu tun):

So gut Weblogs sind, so sehr gilt es die Technik und auch die inhaltlche Funktionsweise zu verstehen. Bitte nicht alles kaputt und lächerlich machen. Doch so wie Ben Hammersley so treffend sagt: Let’s don’t fuck it up

PS: Ein „no index“ auf den Entwicklungsserver wäre auch noch gut: http://www.google.ch/search?hl=de&q=weblogs+site%3Ablick.ch

Die Kolumne ist tot, es lebe die Kolumne.

Zugegeben eher ein Wochenendthema, aber immerhin. Am Samstagmorgen gibt es ein ehernes Gesetz, der erste Kaffee muss zwingend beim Lesen der Kolumne von Doris Knecht getrunken werden. Auch die Kaufempfehlungen und andere erhellende Artikel (Bsp. Ein bis dato dem öffentlichen Verkehr verpflichteter Journalist kauft sich einen röhrenden Audi Ur-Quattro) von Max Küng wollen gelesen sein. Sofern Wetter und Wochenendprogramm es noch zulassen, darf auch die phänomenal schlampig schreibende Polly Adler mit Ihrer Wiener Kolumne ‚Chaos de Luxe‚ nicht fehlen.
All diese locker geschriebenen Kolumnen haben einen gemeinsamen Nachteil, sie erscheinen in Zeitungen und Magazinen. Nicht jedes Wochenende beginnt ideal, sprich mit dem Lesen von Kolumnen. Leicht verpasst man den einen oder anderen Beitrag, zugegeben, bei einigen „literarischen Gehversuchen“ ist dies nicht weiter schlimm.
Die genannten Autoren scheinen dies erkannt zu haben und haben entsprechen reagiert, leider noch nicht ganz richtig. Alle drei Erwähnten haben ihre Kolumnen bereits in Büchern veröffentlicht (hier, hier und hier).
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Der sparsame Leser könnte sich die Bücher auch selbst basteln, indem er die Kolumnen aus dem Tages-Anzeiger oder dem Magazin ausschneidet und zusammenheftet. Aber wer macht das schon. So etwas ähnliches scheint der Zeitungsverlag jedoch zu fürchten, denn weder die Beiträge von Max Küng, noch jene von Doris Knecht werden im Internet publiziert. Etwas mutiger ist da der Wiener Kurier, der die Beiträge von Polly Adler (die eigentlich Angelika Hager heisst, aber das ist eine andere Geschichte) vollumfänglich auf der Kurier-Website veröffentlicht. Frau Adler (oder Hager, oder wie auch immer) geht noch einen Schritt weiter mit der Vermarktung, im Gegensatz zu Max Küng und Doris Knecht nennt sie eine eigene Website ihr eigen, kündigt da Ihre Lesungen an und promotet nebenbei noch ihren demnächst anlaufenden Film. Fehlt nur noch, dass sie ihre Kolumne endlich in einem gescheiten (eigenen) Blog schreibt.
Also, liebe Doris, liebe Polly, lieber Max kündigt endlich eure 80% oder sonst was Stelle und schreibt euren eigenen Blog. Ich würde sogar dafür bezahlen (zumindest ab und zu) und könnte mir dadurch endlich das mühsame Zusammenschnüren von Altpapier sparen.
Das von Max Küng erschienen Buch hätte auch für einen Blog den passenden Titel liefern können: „Einfälle kennen keine Tageszeit“.

Ich finde die Idee sehr gut: Der CR-Weblog

Die Neugestaltung der Webseite des Schweizer Fernsehens (und insb. das News-Portal) wirft Wellen, besonders bei gewissen Vertretern der Schweizer Presse. Schön zusammengefasst und kommentiert bei Andreas Göldi. Ich teile das Lob, aber bitte noch ein bisschen an der Site-Suche arbeiten. Diese ist irgendwo zwischen kaputt (auf der Such-Seite funktioniert diese gar nicht) und schlecht (keine Parameter in der URL == POST-Back-Problem, Layoutprobleme, nicht relevante Treffer, schlechte Zitatdarstellung und komische Titel). Ein kleines Müsterli (gesucht nach „der“).

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Eigentlich wollte ich aber loben: Die Idee eines Weblogs des Chefredaktors ist exzellent. Insb. für eine öffentlichrechtliche Unternehmung (die ja sowieso immer nur alles „falsch machen kann“). Der Dialog wir nicht nur ermöglich aber aktiv gesucht. Das ist nobel und ein exzellentes Mittel zu hören, was Kunden sagen und darauf zu reagieren. Bravo.

Der Umgang mit dem „Ding“ ist aber noch ein bisschen unbeholfen. So beispielsweise die Aussage von Herrn Haldimann gestern im Klein Newsletter:

Er habe ausserdem „Dutzende von E-Mails“, erhalten, sagte Haldimann weiter, die „eher etwas positiver“ seien als die Einträge im Weblog.

Auch ein bisschen unbeholfen finde ich, dass (offensichtlich) eine Weblog-Software gebaut wurde, die sich nicht wirklich so verhält, wie ein Weblog das tut (und es gibt viele sehr gute gratis so wie WordPress). So ist die visuelle Darstellung der Permalinks und der Kommentarfunktion ein bisschen unüblich. Fehlen tun Kalender (Ermessenssache), Kategorien (und damit Tags), die Trackback-Funktion sowie ein Archiv und eine Liste mit aktuellen Artikeln.

Übler wird es dann, dass der Weblog bei einer Publikation nicht benachrichtigt (und daher u.a. nicht in Weblog-Suchmaschinen wie Technorati oder Google Blog Search erscheint). Zudem ist der RSS-Feed (kein Atom-Feed!) so eingebettet, dass Yahoo oder Bloglines diesen NICHT finden.

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Vielleicht liegt es auch daran, dass der RSS-Feed einfach kaputt ist (oder es gibt diesen nicht)… Kann mir hier jemand helfen bitte. Ein paar Quick-Subscribe Buttons wären nett: So etwa:

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Sorry, bin wieder zynisch. Nochmal: Ich finde die Idee sehr gut: Der CR-Weblog.

Ehre, wem Ehre gebührt

In diesem Fall ist dies der richtige Ort für diesen Post.
Happy Birthday Jürg Stuker.
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Bei unserem fleissigsten Blog-Schreiber bin ich mir sicher, dass er diesen Post schneller liest, wie seine E-Mails. In den letzten Wochen hat er zwar etwas „geschwächelt“, was die Schreibkadenz betraf, aber in den letzten Tagen ist er wieder ganz der Alte.
Keep on posting!

Mensch braucht Ranglisten

So beipielsweise in dem Buch „Das grosse Buch der Listen

Aber natürlich auch die Blog-Community. Und so trägt eine aktuelle Studie den folgenden Untertitel: Die 100 wichtigsten deutschsprachigen Corporate Blogs.

Bezüglich Methodik fand ich (nur) die Aussage: „Hierbei beziehen wir uns auf den Verlinkungsgrad, der in Blogstats…“. Dort finde ich beim Nachsehen 14 Verweise in 11 Quellen auf blog.namics.com und damit landen wir auf Platz 52.

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Technorati findet seinerseits 98 Links von 53 Sites und Google Blogsearch 76 Links auf dasselbe Ziel. Hmm… welche Liste ist mir nun genehm?

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Möglicherweise nochmals eine überflüssige Statistik. Die beste, die ich kenne ist tagesgenau und sammelt auch historische Daten von Technorati. Bei Bitflux: Swiss Top 100 Blogs according to Technorati. Hier ein Post mit der Erklärung.

Uff. Wir haben noch Rang 27 in der Schweiz.

Blogging means business

Schon wieder IBM, die wollen es wissen.

Eine schön aufgemachte Präsentation von zwei Senior Executives (die nach meinem Wissen selbst kein Weblog in Internet führen) mit dem Ziel andere Executives von Blogging zu überzeugen: Blogging means business.

So richtig neue Infos hat es nicht drin, aber die Deutlichkeit von IBM ist schon noch gut. Im Intranet sei IBM schon bei 12’000 Personen, die regelmässig in ihrem Blog posten. Meine letzte Info war noch bei 3000.

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http://www-306.ibm.com/e-business/ondemand/us/customerloyalty/blogs/blogging.shtml

Irgendwie ist klar, dass es wohl auch Splogs braucht

Spam ist klar (und gehasst). So auch Spit und nun noch Splogs

Weblogs als Spam genutzt. Ziel ist v.a. Linkfarmen zu etablieren um Suchmachinenplatzierung zu „optimieren“ und Syndikationsdienste wie Daypop, Feedster oder Technorati mit Müll zu füllen. Als ob das jemand lesen würde. Perfider ist mit falschen Blogs indirekt über Google AdSense oder Amazon Associates an falschen Klicks Geld zu verdienen.

In David Sfriy’s aktuellem State of the Blogosphere, October 2005 Part 1: On Blogosphere Growth schätzt er Splogs mit einem Anteil von ca. 2-6% zu schätzen (rote Flächen).

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Je nach Autor wird der Anteil der Splogs höher geschätzt. Ein aktuelles Oper eines erfolgreichen Robots an diesem Wochende war auch der Blog-Dienst www.blogger.com von Google. Dazu Posts auf vielen grossen Blogs bei Tim Bray, Dave Winer, Ed Cone, Robert Scoble, Chris Pirillo, Jeff Jarvis u.a.