Microsoft Enterprise Search: 100 % – Setup completed!

News nicht von heute, sondern von gestern, aber noch länger relevant: Microsoft und Fast geben bekannt, dass Microsoft den Suchspezialisten Fast Search [dort könnte man sich vielleicht schon mal angewöhnen, etwas mehr im Bereich externe Kommunikation zu machen, die Akquisition durch Microsoft ist gut versteckt bloss auf der „Stock Exchange Announcements“ Seite erwähnt] kauft.

Die Details, direkt ab Quelle, resp. von der Käuferseite liegen hier.

Was heisst das nun? Der Produke Line Up im Enterprise Search Bereich bei Microsoft ist somit komplett. Lokal auf dem PC die Desktop Suche, für „normale / Standard“-Suchbedürfnisse der Search Server 2008 in 2 Varianten: einmal als Freebie zum ausprobieren und/oder für wirklich kleinere Einsätze und einmal fully blown als „normale/bezahlte“ Software, und, wie wir seit gestern wissen für High-End Einsätze die Fast Produktelinie. Die sich schon Einiges an Reputation und Markt erworben hat. Das sage nicht ich, sondern die üblichen Auguren, Gartner und Forrester.

Das Ganze natürlich mit etwas Verzögerung: Search Server Release geplant im 1. Quartal 2008, Integration der Fast-Produkte im Lauf des Jahres [meine Schätzung], kann man davon ausgehen, dass der Enterprise Search Setup von Microsoft auf Ende 2008 richtig komplett sein wird. Womit sich das Bild im Enterprise Search Game wieder massiv verändert hat.

Ich bin gespannt auf die Reaktion aus Mountain View.

Lustige Begebenheit am Rande der Bekanntgabe der Fast-Akquisition: Microsoft Exec Jeff Raikes war sonntags etwas schusslig unterwegs: Er verschickte am Sonntag einen Media Alert an die geneigte Presse, in dem er „wichtige Neuigkeiten“ für Montagmorgen ankündigte; und zog den Alert schnell wieder zurück [aber nicht schnell genug, um ihn den Journalisten wirklich vorzuenthalten]. Was natürlich die Neugier massiv vergrösserte und die schreibende [US-]Zunft zu Spekulationen [„Geht Raikes?“] motivierte. Alles Nonsens, die Ankündigung am Montag war dann eben die Akquisition von Fast. Nachzulesen, nachzuvollziehen hier.

Respect! Royal respect!

Allerliebst irgendwie. Der Buckingham Palast kündigte gestern an, dass Queen Elisabeth ihre traditionelle Weihnachtsansprache heute nicht nur am Fernsehen, sondern auch auf Youtoube verbreiten will. Ab etwa 15 Uhr MEZ online.

Aber eigentlich nicht erstaunlich, wenn man etwas zurückforscht. Da stellt man fest, dass die königliche Kommunikation schon früher technisch gut unterwegs war – 1957 fand die königliche Ansprache erstmals im Fernsehen statt. Exakt 50 Jahre später dann der Medienwechsel.

Das Ganze schön dokumentiert auf dem königlichen
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Youtube Channel.

Wirklich modern die ältere Dame, Respekt!

Frohe, geruhsame Weihnachten!

[gefunden via news.com]

Facebook, Google, OpenSocial und Prozentrechnen

Auf keinen Fall mehr neu ist ja, dass Microsoft einen Stake an Facebook erworben hat. 240 Mio $ für 1.6 % Anteile am Aktienkapital. So weit so gut.

Nun formiert sich die Liga der Gegenspieler recht geschickt. Goole kündigt den Standard OpenSocial an, der es Entwicklern ermöglichen soll, Programme an/zu Googles eigenem Social Network Orkut zu schreiben. Und dann eben noch an eine Latte von anderen Social Networks, die insgesamt dann einen netten Marktanteil ausmachen. Es wären da MySpace, LinkedIn, Friendster, Plaxo und für uns Nicht-Amerikaner richtig relevant auch XING.
Hier etwas Hintergrundmaterial:

Bill Tancer zeigt auf, wie wenig [0.96%] Marktanteil Facebook vs. alle anderen [5.10 %] Social Networks, die sagen, dass sie OpenSocial als Standard unterstützen, aktuell in den USA hat.
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Womit wir beim Prozentrechnen sind. Sind die von Microsoft investierten 240 Mio $ 1.6% Facebook-Aktien oder 0.96 % Marktanteil in den USA wert? Die Frage möge beantworten, wer sich berufen fühlt.
Die New York Times beleuchtet die Story sehr schön mit einem Hintergrund-Artikel und Andreas Göldi findet die Story spassig [MySpace hat seinen Schritt in Richtung OpenSocial nach Andreas‘ Post angekündigt].
Und das meint XING zum neuen Standard, resp. dazu, dass sie OpenSocial gut finden.

Dank, immer wieder Dank an Harald für seine morgendlichen Online Trends, über ich immer wieder staune und die mich auch hier drauf aufmerksam gemacht haben.

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And the name is……

Ich könnte mir ja jetzt auch das Blog-Maul über Microsofts teures Claim abstecken bei Facebook zerreissen, aber das machen ja eh alle – sprich, ich muss nicht auch noch tun. Wobei, ich könnte ja doch, *g*, ach lassen wir’s doch bei einem Satz: sich Adspace gegen Google sichern kann teuer werden; wer hätte das gedacht….

Aber ich wollte doch was ganz anderes schreiben. Während Jürg immer rummosert, er melde sich bei allen Newslettern ab mache ich das bewusst nicht und staune gerne immer wieder, was da so reinflattert. Das eine Exemplar von heute hat mich so fest zum Grinsen gebracht, dass ich’s einen Post wert fand.
Lasst Bilder sprechen:
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[Mein Vorname beginnt schon mit „U“, soweit ist das ja richtig; aber ich reagiere wirklich nicht, wenn jemand nach „Unknown“ ruft, echt nicht. Auch nicht bei doppelter Nennung.

Schweizer Acessibility-Studie 2007 veröffentlicht

Blogging „near real time“ [auf dem Rückweg im Zug] vom Medienanlass in Bern zur Veröffentlichung der Studie.
Prof. Krüger, Präsident der Stiftung „Zugang für alle“, Pascale Bruderer, Nationalrätin, Andreas Rieder, Leiter EBGB, Amr Huber, Leiter Web der Bundeskanzlei und René Jaun, Markus Riesch und René Jaun von der Stiftung „Zugang für alle“ präsentierten heute Morgen die zweite Ausgabe der Studie, die eine Bestandesaufnahme der Zugänglichkeit von Schweizer Websites des Gemeinwesens für Menschen mit Behinderungen darstellt.
Im Rahmen der Studie wurden 50 Internetangebote von Bund, Kantonen und Gemeinden auf ihre Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen getestet. Verglichen mit der ersten Studie aus dem Jahr 2004 fällt vor allem die signifikante Verbesserung der Barrierefreiheit der zentralen Bundesverwaltung auf. Die Internetangebote von Kantonen und Gemeinden sowie bundesnaher Betriebe sind hingegen vielfach nicht geeignet für Menschen mit Behinderungen.
Soviel zur Medienmitteilung.
Am Anlass leitete Prof. Dr. Dr. Krüger mit seinem kurzen Referat über ungenutzte Chancen für Menschen mit Behinderung im Alltag ein, danach beleuchtete Pascale Bruderer die politischen Aspekte der Integration generell und im speziellen für den Bereich Internet, Dr. Andreas Rieder vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erinnerte sich daran, dass das erste Dokument, das er beim Amtsantritt 2004 auf seinem Pult vorfand, die erste Ausgabe der Acessibility Studie war [und dass er seit dem sehr viel vom / zum Thema dazugelernt habe. Danach führte Markus Riesch durch die wichtigsten Ergebnisse der Studie.

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Von den 50 getesteten Sites schneiden 7 mit 5 Sternen [sehr gut], 9 mit 4 Sternen, 18 mit 3 Sternen, 14 mit 2 und 2 Sites mit einem Stern [also schlecht] ab. Von den sehr guten seien hier die Bundeskanzlei und die beiden Kantone Bern und Glarus erwähnt, die beiden Schlusslichter sind das Bundesgericht und der Kanton Jura.
Amr Huber, Leiter Web der Bundeskanzlei gab abschliessend noch einen Ausblick über die Umsetzung der Barrierefreiheit bei Bund, Kantonen und Gemeinden.
Ich freue mich auf ein grosses Medienecho [Tagesanzeiger morgen lesen könnte interessant sein] und hoffe, auch diese zweite Version der Studie gibt den Bemühungen, in der Sache weiterzukommen, wieder einen Schub. Ein erstes gutes Anzeichen dafür ist, dass der Kanton Solothurn gestern offiziell verlauten liess, dass seine Internetpräsenz ein Redesign erfahren wird und dass die Ergebnisse der Studie im Redesign einfliessen werden.
Hier der Link zur Studie deutsch und französisch und zur Bestellung der Studie in deutsch und französisch.

Meine Leseempfehlung zum Beispiel für das Bundesgericht und den Kanton Jura: die Kapitel 4 [Gesetzlicher Auftrag] und 7 [Umsetzung].

[Disclaimer: namics ist Sponsor der Studie und uns ist das Thema wichtig]

Tafiti – schön gemacht!

Microsoft hat wieder einmal einen Showcase aus verschiedenen Tools zusammengeschustert – das Kind heisst Tafiti [das bedeutet in Suaheli anscheinend nachforschen] und ist dem aktuellen 2.0-Groove gehorchend „in Beta“.

Es vereint die gesammelte Suche [von live.com] und den aktuellen Silverlight-Beta [den muss man sich halt zuerst runterladen; aber keine Angst, es tut nicht weh [< 2 MB], geht ganz schnell und schliesslich haben Sie sich ja den Flash-Player auch irgendwann mal runtergeladen, oder?].
Was finde ich denn nu so toll daran?
Die Visualisierung: generell, die aus der realen Welt übernommenen Metaphern des Schreibbretts, des Bücherregals und so weiter; am besten gefällt mir die wirklich wörtlich genommene „Tree View“:
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Die verschiedenen Ansichten nach Web, RSS, News, Fotos und Books. Als Beispiel hier mal die Ansicht der Fotos mit einem kleinen Vanity Search nach mir:
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[immerhin weiss ich jetzt auch wie die anderen Ursen, die’s da online gibt, aussehen :-]
Auch nett dann die Möglichkeit, Suchergebnisse in der „Shelf“ zu speichern [so man einen Hotmail/Live-Account hat und sich einloggen mag].
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Mir gefällt’s – quasi als Stilstudie, wie „es“ denn sein könnte. Es ist ja mittlerweile online schon fast wie bei neuen Automodellen, wo auf den grossen Ausstellungen die Stilstudien gezeigt werden und man mit Spannung darauf wartet, wie das Serienmodell denn aussehen wird.
Dank an Sascha, der mich auf Tafiti aufmerksam gemacht hat.

Ein SMS-Roman ab, auf und in heute

Hier schreibt Harald Taglinger ab heute einen SMS-Roman, der die nächsten 20 Arbeitstage Fortsetzungen erhält.
Eine lustige Idee, in der Sommer-/SaurenGurkenZeit etwas Leben ins Zeitungslesen zu bringen. Ich dachte mir, ich mache hier mal etwas Werbung dafür [vor zwei Jahren habe ich *im Sommerloch* auf rundfunk.fm aufmerksam gemacht, das findet übrigens dieses Jahr auch wieder statt und ist immer noch gut].
Die Idee hinter dem SMS-Roman ist, dass die Leser den Fortgang der Geschichte beeinflussen können, mit Optionen für die Fortsetzung oder Zitaten, von denen der Autor dann die besten in die nächste Folge einbaut. Eigentlich eine Variante des ach so modernen User Generated Contents. Mashup-ig dann die Darstellung der Episoden, die in den Flyouts der jeweiligen Handlungsorte aufscheinen.
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Crossmedial sowieso, weil der Roman sowohl in der Printausgabe als auch online erscheint [online wieder mal aktueller als Print: im Web gibt’s die aktuelle Folge schon ab 14 Uhr, Print-Heute wird erst ab 16 Uhr verteilt], als [mögliches] Eingabemedium SMS genutzt werden können und schlussendlich die Geschichte auch via Radio [Energy] vermarktet wrid.
Mal sehen, wo uns Autor und Leser noch hin-entführen!
[Disclaimer 1: ich kenne und mag den Autor]
[Disclaimer 2: ja, ich habe gesehen, dass Optionen und Zitate via kostenpflichtige SMS funktionieren. Ich schweige mich dazu aus, ob ich das gut finde. Es interessiert mich aber schon sehr, ob Leser wirklich dafür 20 Rappen aufwerfen]

2.0 mal 2 plus etwas Ketchup…

Ergibt das hier:
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„Jeppie ay eh, motherf@#°“bleibt mir da nur zu sagen. John McClane rettet wieder mal die Welt, seit gestern auch in der Schweizer Kinos.
Titel des Werks und Grund für diesen Post: „Die Hard 4.0“ [nicht etwa „Die Hard 4“]. Schon lustig, welchen Einfluss die durch „Web 2.0“ angerissene Durchnummerierungswelle [notabene zwingend mit einer Dezimalstelle] hat, auch Blockbuster-Filme werden nicht mehr verschont. Willkommen beim / im Mainstream.
Wobei sich ja immerhin ein Teil der Filmhandlung auch in der bösen, bösen online-Welt abspielt, was dann ja wieder zu der „n.0-Nummerierung“ passt. Aber die die richtig schönen Kawumm-Szenen [wie schiesst man einen Heliopter ab? Pistole, Kanone, Gewehr oder ähnliches – weit gefehlt, ein Auto tut’s auch. Göttlich.]

Und wenn wir schon gerade freitags, kurz vor dem Wochenende beim Entertainment sind; hier noch was sehr, sehr, sehr Erheiterndes: US-Frühstücksfernseh Moderatorin weigert sich, Paris Hiltons Freilassung zu kommentieren – manchmal beisst sich die Entertainment-Katze auch in den eigenen Schwanz [in der Annahme, dass die Szene nicht gestellt ist] – Sit back, relax and enjoy the show.

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Eindrücke vom Blogcamp [oder was machen Sie an einem Samstag?]

Ein paar Eindrücke vom Blogcamp , der Un-Conference, die hier in der ETH gerade stattfindet.
Der Enthusiasmus ist gross, angemeldet hatten sich knapp über 200 Leute, wirklich hier sind wohl ein paar weniger [da sind wohl einige im Schnee stecken geblieben]. Unter den Anwesenden die üblichen Verdächtigen der Schweizer Blogszene, no name dropping here – in schön basisdemokratischer Manier ist auch die Teilnehmerliste live.
Lunch-over-IP Bruno Giussani hat gerade über den Einfluss des Bondy Blogs in Frankreich generell und auf die dort anstehenden Wahlen gesprochen. Ein paar Aussagen von ihm, über die es sich länger nachzudenken lohnt „[weekly / monthly published] Magzines should not have websites.“ oder seine Einschätzung über den Einfluss von user generated content auf die anstehenden Wahlen in USA: „this will have a giantic influence“.
Der Brüller des Tages: Die Freunde vom OK des Blogcamps hatten die Idee, einen neuen Blog unter dem Namen „Christoph Blogger“ ins Leben zu rufen. Wie heisst doch jeweils in Fiction-Filmen und Büchern:“Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist nicht beabsichtigt und was hier stattfindet ist reine Fantasie [oder so]. Grins. Dieser Christoph hier kann wenigstens Schreibmaschine schreiben, wüsste wohl auch, wie man einen PC bedient und hat sogar einen Blog [ja, ja Moritz hat auch einen, aber der ist ja auch richtig modern und urban und überhaupt].
Um auf die Frage im Titel zurückzukommen: ich war hier, es war nett, aber jetzt geh ich mir Sihlcity ansehen – enjoy
Und bevor ich gehe veröffentliche ich diesen Post parallel auf unserem namics –und im Orbit-iEX-Blog.

blog.namics.com goes strange….. http://orbit-iex.kaywa.ch/

Auch wenn die NZZ mal meinte, man soll sich das Leben nicht nach Liedertiteln gestalten, hier und dieses Mal kann ich’s nicht lassen. Frei nach Helge Schneiders aktuellem Werk: „I brake together“ [sehr frei und Helge-mässig übersetzt auf Deutsch „ich breche zusammen“], was dann in diesem Zusammenhang in etwa so übersetzt werden sollte „der namics Blog geht fremd“…. Jürg Stuker und ich werden in der nächsten Zeit etwas fremd-bloggen und zwar bei unseren Freunden von der Orbit-iEX, in ihrem Blog.
Wieso? Ganz einfach deswegen:
• wir finden die Messe und die Konferenz gut [schliesslich gehen wir ja auch dahin, und nicht zu knapp]
• es gibt sicher das Eine oder Andere, das uns beiden einfällt und das besser in den Kontext des Orbit-iEX Blogs passt
• und schliesslich leben wir Internet! Wir reden nicht nur davon, sondern wir machen’s einfach. Oder anders gesagt: wir prägen das Internet, „me too“ überlassen wir gerne Anderen :-)

In diesem Sinn: lesen Sie natürlich hier, aber auch dort!