Die Mär vom ersten Remote Usability Testing – eine fast wahre Geschichte.

„Eine ausserordentliche Sitzung des kleinen Rates? Worum das nur gehen mag…“,  dachte sich der ehrenwerte Ritter Testold von Namicis als er zu seinem König Theoderich dem Grossartigen gerufen wurde. Flux stieg er die Stufen in den Turm zur Ratskammer hinauf und nahm neben dem Schatzmeister, dem Mathematicus und dem Gelehrten Platz, die ebenfalls etwas ratlos blickten. (mehr …)

Usability – Welche Methode passt?

Dass die Usability eines Produktes bzw. einer Webseite ein essentieller Erfolgsfaktor ist, ist mittlerweile unumstritten – nicht zuletzt dank Vorreitern wie Jakob Nielsen oder auch Ben Shneiderman. Trotz dieser Erkenntnis gibt es in der Praxis  dennoch oft noch ungenutztes Usability-Potenzial, das in vielen Fällen auf einer gewissen Unsicherheit beruht: Ist Usability nicht zu teuer? Ist das denn alles notwendig und passt das noch in den Zeitplan? Was passiert, wenn Schwachstellen gefunden werden – wie sieht es dann mit Zeitplan und Budget aus? Eigentlich müsste das doch reichen, wenn ein erfahrener Interaction Designer das ausarbeitet?

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User Experience in der Energiebranche

Namics-Studie

Energiewende, Ökostrom, Nachhaltigkeit – Schlagwörter, die spätestens seit Fukushima an Bedeutung gewonnen haben und greifbar wurden. Allesamt repräsentieren sie einen Wandel, der  Politik und Wirtschaft tiefgreifend verändert. Wird nun noch der Strommarkt in der Schweiz liberalisiert, so werden die Karten … Weiterlesen

Namics Goes Eyetracking

Das Namics-Team mit Laborleiter Thomas WeinholdAm 22.07.2013 war es soweit: Zu siebt besuchten wir in einem bunten Mix aus Projektleitern, (UX-)Consultants und Designern das Usability Labor der HTW Chur. Nach einer Einführung mit Updates und Hintergrundinformationen zu den aktuellen Entwicklung von Eyetracking Systemen ging es direkt los mit unserer UX-Studie, für welche wir zusätzliche Research Ergebnisse erhalten wollten. Am Nachmittag nahmen wir uns die Zeit, um verschiedene Webseiten, Layouts und Designs zu untersuchen, wobei sich jeder individuell einbringen und seine methodischen Fragen und Hypothesen praktisch testen konnte. Durch das gemeinsame, interdisziplinäre Experimentieren konnten wir unsere Kenntnisse bei der Fragenentwicklung und der Testmethodik experimentell erweitern. Obwohl viele von uns bereits umfangreiche Erfahrungen mit Eyetracking- und Usability-Testing mitgebracht hatten, war der eintägige Austausch zwischen Hochschule und Professionals aber auch der zwischen Designern und Consultants für alle spannend, da man sonst selten so intensiv Zeit findet oder auch die Möglichkeit hat, im Team zu experimentieren und fachübergreifendes Feedback zu sammeln.

Dementsprechend positiv fällt auch das Feedback der einzelnen Teilnehmer aus:

„Das war eine sehr spannende Erfahrung! Ich bin überzeugt, dass es für unsere Kunden sinnvoll wenn nicht sogar notwendig ist, zumindest eine Eyetracking-Studie zumachen. Ich bin wirklich erstaunt, wie wenig Aufwand es bedeutet, eine Studie vorzubereiten und wie gross der Effekt ist!“ (Veronika, C/PL)

„Gut fände ich, wenn wir in Zukunft eine Möglichkeit hätten, bei gewissen Projekten das Eyetracking anzubieten. Die Auswertungen bestätigen klar die Informationsflut bei überfüllten Startseiten. Spannend war die Erkenntnis, dass bei überfüllten oder unruhigen Seiten das Auge zwar den grössten Teil des Inhalts überfliegt, aber nur ein Bruchteil davon auch gelesen und aufgenommen wird. Die Visualisierungen des Eyetracking-Programms zeigen dies sehr schön auf. “ (Bruno, Designer)

„Wir machen unsere Kunden messbar erfolgreicher – ich hab mich immer gefragt wie man ein Design objektivieren kann. Mit den Möglichkeiten von Eyetracking können wir dieses Leistungsversprechen einhalten.“ (Marcel, C/PL)

„Mit Eyetracking  hat man die Möglichkeit mit wenig Aufwand die Wirkung, die ein Layout auf das Auge und der Kognition des Beobachters hat, genau zu beobachten. Dies ist schon ab der ersten Designphase eines Projektes sehr effizient um Entscheidungen zu treffen und diese vor dem Kunden zu unterstützen. Meine Empfehlung ist, diese Methodik öfters in einem Projekt zu integrieren.“ (Philipp, Art Director)

„Mich überrascht es immer wieder, wie gut man mit Eyetracking schon frühzeitig Schwachstellen identifizieren kann – vor allem bei Landing Pages und Produktseiten kann man sehr gut überprüfen, ob die Aufmerksamkeit der Anwender an die richtige Stelle gelenkt wird oder was man optimieren sollte. Auch für die Kommunikation ist es ein sehr effizientes Mittel, da die meisten Bilder sehr eindeutige Ergebnisse widerspiegeln, wodurch man insgesamt Zeit sparen kann. “ (Sonja, UX-C)

„Die Einsatzmöglichkeiten von Eyetracking sind unglaublich vielfältig, und bieten bei Konzept und Design digitaler Markenerlebnisse viele wertvolle Anhaltspunkte, diese noch effektiver nutzbar zu machen.“ (Mark, Senior Art Director)

„Eine sehr gute Option, Annahmen über die Positionierung von Elementen auf einer Website schnell und effizient zu überprüfen.“ (Olaf, Senior Consultant)

Last but not Least möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei der HTW Chur und  bei Thomas Weinhold, dem Leiter des Labors, für die Gastfreundschaft und vor allem die hochwertigen Tipps und Tricks bedanken – wir konnten viel lernen und hatten dabei auch sehr viel Spass!

 

Recommendersysteme (Teil 2) – Erwartungen, Potenzial, Schwächen, Stärken.

Wie bereits in Teil 1 beschrieben, sollen Recommendersysteme dem Anwender helfen, aus einer grossen Menge an Informationen oder Produkten das herauszufiltern, was für ihn individuell von Nutzen ist. Genau dieser individuelle Nutzen ist jedoch nur schwer zu messen und nicht immer im gewünschten Ausmass zu erreichen.

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Recommendersysteme (Teil 1) – Ein paar Basics

Recommendersysteme – obwohl fast jeder von uns schonmal (unwissentlich) über ein Recommendersystem gestolpert ist, ruft der Begriff oftmals noch ein grosses Fragezeichen auf einzelnen Gesichtern hervor. Eine ganz einfache Erklärung lautet dann: “z.B. die Bücherliste, die mir bei Amazon empfohlen wird. Vielleicht kennst du auch Netflix, Last.fm oder Pandora?“ (mehr …)