Mit IoT den Zwischenhandel und Service stärken

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Es gibt Produktkategorien, die nach wie vor durch einen Zwischenhandel vertrieben und gewartet werden. Der Grund dafür ist, dass für einige Produkte Beratung und Service durch eine Fachperson gewünscht oder benötigt wird. Typische Beispiele sind Heizungen, hochwertige Küchengrossgeräte und Haustechnik. … Weiterlesen

Zwei häufige Probleme im Requirements Engineering

Projektphasen und Entwicklung der Lösungs-Vision/-Gestalt

Ein striktes Wasserfall-Vorgehen ist in Web-Projekten weder praktikabel noch gewollt: Es ist allen Beteiligten klar, dass sich die Anforderungen und Features der Lösung im Projektverlauf noch ändern werden. Das allgegenwärtige, stark vom Wasserfall-Vorgehen geprägte Denkmuster, organisatorische Grenzen, vertragliche Konstrukte und inadäquate Arbeitsmittel führen daher allzu … Weiterlesen

Internet of Things – Ohne Fake und Doppelten Boden

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„Internet of Things“ und „iBecaon“ — zwei aktuelle Stars in den Buzzword-Charts. Und wieviele von Ihnen konnten das schon mal in der Realität ausprobieren? In einem echten Setup mit allem Drum und Dran?… Vermutlich nur Wenige! Dabei ist es eigentlich gar nicht … Weiterlesen

Das Semantic Web durch die Hintertür

Kurz nach der Jahrtausendwende schrieb Tim Berners-Lee einen vielbeachteten Artikel zum Semantic Web (und hier das PDF). Kurz zusammengefasst geht es beim Semantic Web darum, die Informationen im Internet so zu präsentieren, dass Maschinen sie interpretieren und deren Bedeutung verstehen können. Eine grosse Vision, die sich im Mainstream nicht durchgesetzt hat, aber auch nicht tot zu kriegen war.

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Mandantenfähiges CMS oder Multi-Site?

Können Sie sich noch an meinen letzten Beitrag zum Thema Multi-Site Management erinnern? Dort habe ich versucht, das Thema zu umreissen und eine Definition dafür zu geben.

Das Stichwort „Multi-Site“ taucht aktuell in fast allen grösseren Implementationsprojekten für ein CMS auf, aber es wird häufig unterschiedlich interpretiert und oft auch mit dem Konzept der „Mandantenfähigkeit“ verwechselt. Auf den nächsten Zeilen möchte ich deshalb den Unterschied erklären.

Ein CMS ist mandantenfähig, wenn auf derselben Infrastruktur viele Websites betrieben werden können. Eine wichtiger Aspekt ist, dass die Sites – abgesehen von der Codebasis – unabhängig voneinander sind. Das heisst Struktur, Inhalte, Design, Statistiken, Benutzerprofile, Einstellungen etc. können individuell eingestellt werden.
Der treibende Gedanke hinter einer solchen Architektur ist der Wunsch nach Kosteneinsparungen, die man sich durch die Zusammenlegung erhofft: Entwicklung und Betrieb sollen klar günstiger sein als wenn für jede Website ein eigenes CMS betrieben wird.

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Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist eine CMS-Plattform, welche das VBS, das BFS und Swisstopo gemeinsam nutzen: Jeder Mandant ist Herr über Inhalt und Erscheinung (innerhalb der CI/CD-Vorgaben des Bundes) der eigenen Website(s), bei der Entwicklung von Funktionalitäten können aber Synergieeffekte realisiert werden.

Das Wunsch zur Kostenoptimierung in Entwicklung und Betrieb ist auch bei einer Multi-Site präsent, allerdings nur sekundär. Im Vordergrund stehen nämlich Qualität, Konsistenz und die effiziente Pflege der Inhalte. Dies möchte man durch eine zentral orchestrierte Erstellung und die Wiederverwendung von Content erreichen – z.B. sollen Texte nur einmal übersetzt werden müssen.
Im Unterschied zur mandantenfähigen CMS-Plattform besteht eine Multi-Site Umgebung also nicht aus Content-Silos, sondern aus „porösen“ Töpfen mit durchlässigen Grenzen und definierten Workflows.
Häufig setzen grössere oder „internet-lastige“-Unternehmen auf eine Multi-Site. Das Web-Team dieser Unternehmen muss (oft mit wenig Personal) nicht nur viele Websites effizient betreiben, sondern eben auch für gute und konsistente Inhalte sorgen.

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Obwohl sich die beiden Konzepte auf den ersten Blick gleichen, stellen sie ganz unterschiedliche Anforderungen an das Content Management System. Es ist darum sehr wichtig, vor der Evaluation und Konzeption eines CMS die „Business“-Anforderungen und den Unterschied zwischen einem mandantenfähigen CMS und einer Multi-Site zu kennen.

Was ist eigentlich Multi-Site Management?

Eine der schönsten Eigenschaften des Internets macht den Marketing- und Kommunikationsabteilungen grösserer Firmen das Leben schwer: Die Welt ist ein globales Dorf.

Internetnutzer kümmern sich nicht sonderlich darum, ob eine Website für sie „gedacht“ ist oder sich an Menschen im Nachbarland oder auf dem nächsten Kontinent richtet. Man muss damit rechnen, dass sich ein Besucher kreuz und quer durch die Websites einer Firma hangelt und die Inhalte vergleicht. Somit muss der Website-Verantwortliche stets sicherstellen, dass die Botschaft und die angebotenen Informationen konsistent sind. Andernfalls führt dies zu einem schleichenden Image- und Vertrauensverlust.
Und nicht zu vergessen: Das Internet ist keine Imagebroschüre, welche einmal gedruckt wird und einige Jahre anhält. Das heisst die Inhalte müssen ständig aktualisiert und synchron auf den neuesten Stand gebracht werden. Nichts ist schlimmer als eine „Neuigkeit“, welche keine mehr ist.

Zusammengefasst: Es gilt sehr viele Inhalte zu managen, welche sich ständig ändern, die in sich konsistent sein müssen und die wahrscheinlich in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Und als ob das nicht schon genug wäre, kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Informationen entstehen vermutlich dezentral oder müssen länderspezifisch angepasst werden.

Der Inhalt einer modernen, umfangreichen Website stammt häufig aus verschiedenen Töpfen: Content Management System (CMS), Produktinformationsmanagement-System (PIM), Dokumentenmanagement-System (DMS), Social Media Quellen sind nur einige Kandidaten, welche als Inhaltslieferanten in Frage kommen.
Im diesem und einigen folgenden Blogposts wollen wir uns auf das CMS konzentrieren und auf einige Herausforderungen, welche das Management einer „Multi-Site“ stellt, eingehen.

Der Begriff „Multi-Site“ wird von CMS Herstellern häufig verwendet, doch es ist nicht immer so ganz klar, was genau darunter zu verstehen ist. Bevor ich schliesse und auf die nächsten Blogposts vertröste möchte ich deshalb einen Versuch unternehmen, eine Definition für „Multi-Site“ zu geben. Mangels vorhandener Vorlagen (es gibt überhaupt zu diesem Thema wenig Literatur) haben wir selber eine erarbeitet – und sind gespannt, ob ihr damit einverstanden seid:

Eine „Multi-Site“ ist eine Internetpräsenz bestehend aus mehreren, technisch und inhaltlich eng verwandten Websites, welche zwecks Ausnutzung von Synergieeffekten auf einer CMS-Plattform betrieben werden.

„Multi-Site Management“ ist demnach die technische und inhaltliche Orchestrierung einer Multi-Site.

In einem der nächsten Blogposts werde ich aufzeigen, wo die Unterschiede zu einem Multi-Mandanten-System liegen und was für eine Multi-Site charakteristisch ist.

Update: Hier geht’s zum nächsten Beitrag zu diesem Thema

Google im eigenen Server-Raum

Ich bin gerade auf ein witziges (Amateur-)Werbevideo von Google gestossen. Eine Hauptrolle darin spielt eine imposante Ansammlung von 34 GSA GB-9009 (die aber offensichtlich nicht laufen, sonst wär’s wohl nicht so ruhig im Video).

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Eine Box kann 30 Millionen Dokumente indexieren, mal 34 gibt etwas mehr als eine Milliarde. Das ist in etwa sowiel, wie google.com im Jahr 2000 im Index hatte. Das ist zwar schon 10 Jahre her, aber wenn man bedenkt, dass man dafür heute keine Schar Informatiker mehr braucht und das relativ einfach im Keller installieren kann, finde ich das schon noch ziemlich beeindruckend.

Fortschritt rückwärts – Kundenfreundliches Fernsehen ist von gestern

Der neue Standard
Die Cablecom sorgt in letzter Zeit für Wirbel, weil sie für den digitalen Fernsehgenuss auf den neuen CI+ Standard setzt. Zuerst war die Freude gross, weil man dank der Umstellung mit Cablecom digital fernsehen kann, ohne extra eine Settop-Box von Cablecom kaufen/mieten zu müssen.
Die schlechte Nachricht ist: Mit dem neuen Standard ist es unter anderem möglich, das Aufnehmen von Sendungen und das zeitversetzte Fernsehen zu verhindern (mehr bei Wikipedia oder c’t). Technisch wird dies mit einer durchgehenden Verschlüsselung (wie schon bei HDMI) erzwungen. Das kommt so schlecht an, dass die Stiftung für Konsumentenschutz zwei Klagen einreicht und in den Medien rege berichtet wird (z.B. NZZaS vom 13.6. oder bei NZZ Online).

Der Lernprozess
Offenbar macht die TV-Branche den gleichen Prozess wie die Musik- und Filmindustrie durch: Digitale Inhalte gibt es nur gegen Verschlüsselung. Und wo man gleich mal dabei ist, werden leider auch die Freiheiten der Kunden beschnitten. Ich bin sicher, dass sich die Hacker jetzt schon auf die neue Herausforderung freuen und Umgehungsmöglichkeiten finden werden. Verloren hat – einmal mehr – der „normale“ Konsument, der eigentlich nur ein faires Angebot haben möchte.

Früher war alles besser
Man wundert sich, wie man die Konsumenten, die sich an solche Funktionen gewöhnt haben, derart vor den Kopf stossen kann. Timeshifting und Aufnahmen gibt es schliesslich schon lange (über 10 resp. 30 Jahre).
Gründe für den neuen Kontrollwahn sind vermutlich die stetig zunehmende Qualität des ausgestrahlten Signals und die immer besseren Geräte. Und darüber hinaus kann man dank Internet-Tauschbörsen digitale Aufnahmen auch noch einfach verbreiten.
Offenbar fühlen sich also die Inhaltsanbieter (Filmproduzenten, Fernsehsender) und/oder die Distributoren bedroht. Sie wollen nicht, dass (zumindest technisch) qualitativ hochwertiges Material Millionenfach freihaus auf Festplatten landet.
Teilweise nachvollziehbar, denn den werbefinanzierten Sender wird relativ schnell das Geld ausgehen, wenn die Werbepartner merken, dass gar niemand mehr Werbung schaut. Es gilt, den stillschweigenden Deal „Ich schaue mir Werbung an, dafür darf ich zwischendurch einen Film anschauen“ zu sichern. Und auch die Inhaltproduzenten fürchten wohl um den DVD/Blu-ray Absatz, würde jeder seine Lieblingsfilme (nach etwas Wartezeit) in hoher Qualität einfach aufzeichnen und behalten können.
Jeder TV-Sender, der nicht die komplette Kontrolle über das gesendete Material garantiert, dürfte es darum in Zukunft schwierig haben, aktuelle Filme zu zahlbaren Preisen zu erhalten.
Womit wir wieder bei der Cablecom wären, die als erste in der Schweiz die durchgehende Infrastruktur ausrollt. Es würde mich aber überraschen, wenn die übrigen Infrastrukturanbieter (Swisscom und die kleineren Kabelanbieter) nicht etwas ähnliches einführen (müssen).

Das kleinste Übel
Nun zur praktischen Frage, was man als aktueller Analog-TV-Kunde tun soll. Schliesslich lockt die bessere Qualität des Digitalen Fernsehens, und die Tage von Analog-TV sind gezählt. Soll man also:
– möglichst lange analoges Fernsehen schauen und die schlechte Qualität in Kauf nehmen?
– oder in neue Technik investieren und sich wieder dem Diktat des TV-Programmhefts unterwerfen?
– oder auf die Oberliga des Fernsehkonsums verzichten und nur noch via Internet fernsehen?

Die dritte Option kommt für TV-Junkies (und davon gibt es offenbar einige) nicht in Frage, aber so weit weg ist sie gar nicht. Ein einfacher DVB-T Empfänger oder Internet-Fernsehen reichen zur Not für die Fussball-WM und die Tagesschau (zumindest solange öffentlich-rechtliche Sender so empfangbar sind). Für die Unterhaltung fehlen einzig noch ein paar breite, internet-basierte Video-on-Demand Angebote als Quelle für Serien und Filme. Diesbezüglich sieht es in Europa leider noch düster aus, aber in den USA gibt es einige Anbieter (z.B. Amazon und Netflix) und verschiedene Plattformen sind im Auf- oder Ausbau (z.B. Apple TV, Google TV, Boxee). Mit der eingesparten Anschlussgebühr (immerhin 25 Franken aufwärts) könnte man sich ein paar Inhalte leisten, die wirklich interessieren. Und bis dahin schaut man am besten weiterhin analoges Fernsehen.

Feedly: Pimp my Google Reader

Feedly macht aus der persönlichen RSS-Feed Auswahl eine eigene Online Zeitung im Magazin-Stil. Die Inhalte dazu werden aus dem Google Reader und Twitter Account geholt und hübsch aufbereitet. Es ist also kein zusätzlicher RSS-Reader, den man separat pflegen muss, sondern „nur“ eine schöne Fassade für bestehende Tools.
Damit das funktioniert, muss man vorher das Firefox Add-on installieren. (Wenn ich das richtig verstanden habe, „lebt“ Feedly auch nur auf dem Client, aber das ist nur für Techies interessant).

Der Clou an Feedly ist, dass es meine persönliche RSS Feed Auswahl im Magazin-Stil aufbereitet. Es gibt eine Cover-Seite, die Digest Page sowie Einstiegsseiten zu jeder Rubrik, die ich definiere. Die sind dann jeweils so gestaltet, wie man sie von Magazinen und Zeitungen her kennt: Es gibt „Top Stories“ (welche Anhand der Bewertung anderer Leser, den eigenen Präferenzen sowie eines wundersamen Algorithmus ermittelt werden), mit Bildern angeteaserte Beiträge, Rubriken etc.

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Oder wie’s im Feedly-Blog heisst: The main value of feedly is the cover and digest page. In those pages, we try to offer you a daily summary of the best content based on your personal preferences and recommendations from other feedly users.

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Feedly macht vor allem dann Spass, wenn man zum Zeitvertreib einfach mal etwas in den RSS Feeds stöbern will (eine iPhone App soll’s auch bald geben).

Feedly ist nicht auf Effizienz, sondern auf Vergnügen getrimmt. Deshalb nutze ich den Google Reader weiterhin parallel dazu, beispielsweise dann, wenn ich einen bestimmten Feed komplett lesen oder überfliegen will.
Mein Tipp: Ausprobieren!

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Yahoo! bringt den Google Analytics Rivalen in Stellung

Heute hat mir Yahoo! per Newsletter verkündet, dass der überarbeitete Google Analytics Gegner „Yahoo! Web Analytics“ verfügbar ist.

Leider nicht für mich, denn es kommen nur Power-Verkäufer zum Handkuss…. Sehr schade, denn so wie CMS Watch das Yahoo! Tool anpreist, müsste es ziemlich gut sein: „Yahoo! Web Analytics Leaps Ahead of Google Analytics for Enterprise Use“. Mutig mutig….

Ein paar Features werden genannt, die für ambitionierte Firmenkunden tatsächlich nützlich wären:
– Detaillierteres Rechtesystem für Analytics User
– Höheres Pageview-Limit (200Mio)
– Export der Rohdaten
– Längere Verfügbarkeit der Daten (ob man damit neue Reports mit Daten aus der Vergangenheit erstellen kann?)

Insbesondere sind viele Leute gegenüber Yahoo! weniger argwöhnisch als gegenüber dem Platzhirschen Google. Das könnte für so manchen den Ausschlag geben, doch lieber auf Yahoo! zu setzen.

Es bleibt spannend!