Über Patrick Schneider

Senior Consultant / Information Architect / (Commerce) Conceptioner / Conversion Rate Optimizer @Namics

Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler & realer Einkaufswelten.

Werner Spengler und ich, Patrick Schneider, hatten Anfang Mai das Vergnügen auf der IA Konferenz 2012 in Essen einen Vortrag über das Zusammenwachsen der realen mit der digitalen Verkaufsstrategien anhand des Beispiels adidas NEO zu halten.
Das allgemeine Thema der Konferenz war „Content Strategy“, das konkrete Thema unseres Vortrags „Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler und realer Einkaufswelten.

Klassische Handelsunternehmen finden immer stärker den Weg ins Web und in den eCommerce wie z.B. Saturn/Mediamarkt. Aber auch Pure-Player aus dem Internet gründen im Gegenzug Ladenlokale in den Innenstädten wie z.B. der Popup-Store von Zalando in Berlin.
Themen wie Mobile und Always-On bedingen, dass unseren Kunden das erfolgreiche Zusammenspiel aller Kanäle als integriertes Multichannel-Konzept immer stärker unter den Nägeln brennt. Reale Welt mit Ladenlokal und virtuelle Welt mit eCommerce wachsen zusammen.

Mit dem Label NEO von adidas geht nun 2012 ein Konzept live, das erneut den Versuch wagt, die realen Verkaufswelten mit digitaler Kommunikation zu verbinden. Neu dabei ist allerdings, dass Social Media der Kitt zum Kleben sein soll.
Hier treffen also gleich mehrere Disziplinen der Gestaltung und Konzeption aufeinander, weshalb es für uns auch so spannend ist, uns mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Aber solche Konzepte gab es bereits schon einmal Ende der 90er:
Bspw. den (von Werner konzeptionierten) Lufthansa Heaven’s Store.
Das seitdem im Ladenbau hinsichtlich neuer Medien wenig passiert ist, kann man an diesem Projekt gut erkennen. Auch hier wurden bereits viele Dinge angedacht und konzeptioniert um die reale und die digitale Welt zu verbinden.
Konzeption wurde der Laden für den Verkauf von Merchandisingprodukten an internationalen Flughäfen. Es gab damals schon eine reale und eine digitaler Einkaufswelt mit Shop.
Der Laden war nach allen Erkenntnissen von Konsum und Verhaltensforschung ausgelegt: kognitive Maps, Farben, Geruchswelten, Licht und Soundsteuerung, Sennheiser Beschallung mit Bewegungssensoren. Spannendster Aspekt war die komplett umbaubare Innenansicht über Bildschirme und Steuerung. Der Prototyp steht heute noch bei der LSG und kann besichtigt werden.
Grundsätzlich eine tolle Idee, die mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde, aber leider sich damals nicht durchsetzten konnte.

War die Welt damals noch nicht so weit? Und warum ist sie es jetzt?

Erst jetzt durch durch User Generated Content und die direkte Einbindung der kundeneigenen Netzwerke entstehen Konzepte die reale Einkaufswelten nachhaltig prägen werden.
Wir haben durch das Internet und die sozialen Medien eine neue Kommunikatiosebene erreicht. Mit “Always on”, Smartphones und Social Networks ist eine neue Kommunikationsform etabliert, die mit der reale Welt  direkt interagiert.

adidas NEO versucht nun also mit einem Konzept zur Verbindung der digitalen und der virtuellen Welt erneut dieses Zusammenspiel gewinnbringend zu nutzen.
Die Ladenlokale sollen zukünftig nicht nur Laden sein, sie sollen zu einem Treffpunkt für Jugendliche werden und zum Bleiben anregen.
Die einzelnen Präsentationsflächen im Laden selbst lassen sich innerhalb weniger Minuten umbauen und regen die Kunden daher immer wieder zum “Mal reinschauen” an.
Extra große Kabinen für private Modenschau zu zweit (oder zu dritt) werden geboten.
Es gibt im Ladenlokal sogar eine kleine Bühne, auf der u.a. lokale Bands auftreten sollen, die aber alternativ auch als “Chill-Zone” für die Kunden genutzt werden können.
Neu ist: Die Kunden sollen nicht schnell kaufen, sie sollen verweilen, sich wohl fühlen.

Über den Wohlfühl- und Lifestyle-Faktor hinaus wird es in dem Laden digital:
Es existieren berührungsempfindliche Bildschirme zur Steuerung der Musik im adidas-NEO-Store durch den Kunden.
Die Beleuchtung lässt sich durch den Kunden per SMS mit den Begriffen „Blue“, „Red“ oder „Green“ steuern.
Aber das besondere ist: Das Konzept holt die Zielgruppe dort ab, wo Sie ist. Online! Es gibt in dem Laden daher noch etwas Besonderes, dass den Joy of Use im Ladenlokal anregt: Einen interaktiven Spiegel.
NEO nennt das Konzept den Social Mirror. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Spiegel, über den sich das Konterfei des Betrachters inklusive Outfit bei Facebook und Twitter hochladen lässt. Freunde und Bekannte können somit  das neue Outfit gleich ausführlich bewerten und kommentieren. Direkt im Laden kann damit eine “Diskussion” über das gewählte Outfit mit der ganzen persönlichen Community des jeweiligen Kunden starten…

Es gibt auch noch ein paar Besonderheiten im Hintergrund der Läden, die dem Kunden nicht direkt auffallen, die aber nicht weniger interessant sind:
adidas markiert konsequent jegliches Kleidungsstück mit RFID-Funkchips, die über mehrere Meter hinweg von Geräten ausgelesen werden können. Mit diesen Chips ist etwa eine Ladeninventur in wenigen Minuten möglich. Es können damit aber auch neue Trends erkannt werden, da Sensoren erfassen sollen, welche Kleidungsstücke in den Umkleidekabinen kombiniert werden. Somit lassen sich weitreichende Auswertungen generieren und Informationen über die Zielgruppe und deren Verhalten sammeln.
Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Läden erfolgt stilecht ebenfalls via Twitter und eine eigene iPhone-App. für Angestellte.

Was heißt das jetzt für die Zukunft?

Das alte Modell nach dem Commerce-Projekte konzeptioniert wurden kannte zwei Bereiche:

  • Der Kunde ist zu Hause und eventuell online.
  • Oder er ist im Laden und offline.

Wenn er zu Hause ist, hat er sein Netzwek und seine interaktiven Möglichkeiten. Wenn er sich im Ladenlokal befindet, hat er all das nicht.

In der Zukunft und auch heute schon ist das aber nicht mehr der Fall. Die reale Welt im Ladenlokal verschmilzt mit der Welt des Kunden. Das soziale Netzwerk wird mobil und ist nicht mehr gebunden an einen Raum.

Wenn sich die Verkaufsräume bis dato nur mit leichten Überschneidungen angenähert haben gab es jetzt einen Wechsel von online-, mobile-, Nearfield-Commerce zu Infield-Commerce. Die mögliche Deckungsgleichheit von realem Ladenlokal und dem virtuellen Kaufen des Kunden ist erreicht.

Und genau hier befinden wir uns an dem entscheidenden Punkt und kommen zurück zum Social Mirror:
Der Spiegel zahlt auf beide Welten ein. Er ist das zentrale Element was die beiden unterschiedlichen Welten (real und virtuell) jetzt zu einer einzigen verwebt!

Das bedeutet:
Es entsteht plötzlich eine klassische Win-Win-Situation. Der Kunde gewinnt durch die Mitnahme seiner gesamten Community in das Ladenlokal, der Laden gewinnt weil er seine Reichweite in der “ubiquen” Welt auf bisher ungeahnte Weise erhöht.

Darüber hinaus zahlen auf diesen Effekt auf Kundenseite Dinge ein, wie z.B.

  • Joy of use
  • Zusammen Spaß haben
  • Gemeinschaftsshopping
  • etc.

Letztendlich führt das dazu, dass Kunden sich im Laden “zuhause fühlen”. NEO wird zum Spielort einer Inszenierung. NEO ersetzt den Home-Bereich und wird ein Stück Heimat.

Welche Ableitungen kann man daraus nun ziehen?

  1. Content kann aus einer neuen Sicht betrachtet werden.
    Die Entstehung von Content wird entscheidender. Die Kombination aus erlebbarem Produkt und Social Media als Kommunikationsinstrument erhöht die Wertigkeit des Contents. Das Involvement des Kunden und dessen Bindung entscheidet über die Masse des Contents.
  2. Konzepte müssen am Kunden und nicht am Kanal ausgerichtet sein.
    User Stories sind wichtiger denn je.
  3. Infield Commerce braucht eine verzahnte Zusammenarbeit über Kanäle hinweg.
  4. Es ist fragwürdig eine Konzeption nur aus Sicht eines Kanales zu erstellen!

Die „Button-Lösung“ – Ein Gesetz zum Verbraucherschutz in Deutschland

Voraussichtlich im Sommer 2012 wird das „Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr“ in Kraft treten.

Auf den Punkt gebracht: Benutzer sollen zukünftig im Internet besser vor Kostenfallen geschützt werden.

Der Gesetzentwurf mit dem schlanken Namen wurde am 02. März 2012 vom deutschen Bundestag als Teil eines Änderungspakets des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) verabschiedet. Am 30. März 2012 fiel auch die Abstimmung für das Gesetz beim Bundesrat positiv aus. Bisher gilt es nur für Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern (B2C), obwohl der Bundesrat vorgeschlagen hatte, die Regelung auch auf den Handel zwischen Unternehmern (B2B) auszuweiten. Dies fand jedoch keine Zustimmung.

Das Gesetz darf von deutschen Shopbetreibern in keinem Fall unterschätzt werden, denn es beinhaltet mehr als eine Umbenennung eines einzelnen Buttons, wie die gängige Umschreibung „Button-Lösung“ vielleicht vermuten lässt. Die neuen Richtlinien machen wesentlich weitreichendere Änderungen im Bestellprozess eines jeden Shops notwendig machen, die teilweise bis zur Anpassung technischer Systeme führen kann, so der „Händlerbund“ (http://www.haendlerbund.de).

Grundsätzlich sieht das Gesetz folgende Änderungen vor:

Einführung eines „Kostenpflicht“-Buttons im Bestellprozess

Die Schaltfläche zum Auslösen der Bestellung muss zukünftig mit den Worten „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechend anderen für den Verbraucher eindeutigen Formulierung versehen sein.

Geeignet sind hierbei Begriffe wie:

  • „Zahlungspflichtig bestellen“
  • „Kostenpflichtig bestellen“
  • „Zahlungspflichtigen Vertrag schließen“
  • „Kaufen“
  • „Gebot abgeben“ (bei Auktionsplattformen)
  • „Gebot bestätigen“ (bei Auktionsplattformen)

Es muss aus der Beschriftung des Buttons also eindeutig ersichtlich sein, dass der Nutzer mit Klick eine vertragsrelevante Erklärung abgibt und seine Bestellung eine finanzielle Verpflichtung auslöst.

Nicht geeignet sind daher Begrifflichkeiten wie:

  • „Anmeldung“
  • „Weiter“
  • „Bestellen“
  • „Bestellung abgeben“.

Darüber hinaus muss die Beschriftung des Buttons „gut lesbar“ sein, um zu verhindern, dass über die Schriftgröße eine „Verschleierung“ der Informationspflicht stattfindet. Außerdem ist eine zu kontrastarme Gestaltung des Buttons nicht erlaubt und er darf keine weiteren Zusätze als die eindeutige Beschriftung haben.

Informationspflichten auf der Bestellübersichtsseite 

„Unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt“, so die Gesetzesvorlage, sind folgende Informationen dem Kunden „klar und verständlich in hervorgehobener Weise“ nochmals zusammengefasst zur Verfügung zu stellen:

  • Produktbeschreibung: „die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung“
  • Mindestlaufzeit: „die Mindestlaufzeit des Vertrags, wenn dieser eine dauernde oder regelmäßig wiederkehrende Leistung zum Inhalt hat“
  • Gesamtpreis: „den Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung einschließlich aller damit verbundenen Preisbestandteile sowie alle über den Unternehmer abgeführten Steuern oder, wenn kein genauer Preis angegeben werden kann, seine Berechnungsgrundlage, die dem Verbraucher eine Überprüfung des Preises ermöglicht“
  • Versand- und Zusatzkosten: „gegebenenfalls zusätzlich anfallende Liefer- und Versandkosten sowie einen Hinweis auf mögliche weitere Steuern oder Kosten, die nicht über den Unternehmer abgeführt oder von ihm in Rechnung gestellt werden“.

Die Anforderungen an die genannten Informationen gehen aber noch weiter. Sie müssen darüber hinaus folgende Aspekte berücksichtigen:

Informationsvermittlung muss

  • am Ende des Bestellvorganges (am Beginn oder im Verlauf der Bestellung genügt nicht)
  • in räumlicher Nähe zur Schaltfläche (Informationen und Schaltfläche (Bestellen-Button) müssen bei üblicher Bildschirmauflösung gleichzeitig ohne scrollen zu sehen sein)
  • in unübersehbarer Weise vom übrigen Text und den sonstigen Gestaltungselementen abgehoben (nicht versteckt, sondern klar und einfach erkennbar)
  • verständlich (keine verwirrenden oder ablenkenden Zusätze)

stattfinden.

Lediglich das Angebot eines Links oder der Download eines gesonderten Dokuments mit den genannten Informationen reichen dabei nicht aus.

Als Beispiel nennt der „Händlerbund“ in diesem Zusammenhang die Bestellübersichtsseite eines Mode-Versenders:
Diese müsse künftig neben der Bezeichnung des bestellten Artikels auch Informationen zu Modell, Farbe, Größe, Material und Waschbarkeit enthalten. Alles Angaben, die bisher nur in der Artikelbeschreibung direkt am Produkt erforderlich waren.

Unser Rat

Shopbetreiber sollten sich in jedem Fall frühzeitig mit den anstehenden Änderungen beschäftigen, damit sie nicht Gefahr laufen, einem Abmahnanwalt in die Hände zu fallen.
Sowohl die Nichterfüllung der Informationspflichten nach § 312g Abs. 2 BGB als auch die Nichteinhaltung von Abs. 3 können wegen eines Wettbewerbsverstoßes geahndet werden und eine Abmahnung nach sich ziehen.

Darüber hinaus kommt bei Nichtbeachtung der Pflichten kein Vertrag mit dem Verbraucher zustande und der Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises und Abnahme der Ware entfällt.

 

Weiterführende Quellen:

http://www.haendlerbund.de/button-regelung 

http://www.haendlerbund.de/images/pdf/news/button-loesung-whitepaper.pdf

Conversion Summit 2011

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Auch in diesem Jahr fand wieder die Conversion Conference – diesmal als Conversion Summit 2011 – in der Union Halle in Frankfurt am Main mit einer Vielzahl an grandiosen Vorträgen und Vortragenden statt.
Dieses Jahr als zweitägige Veranstaltung mit einem reinen Konferenz- und einem Barcamp-Tag im Gegensatz zum letzten Jahr mit nur einem Tag. Ein sehr gelungenes Konzept, wie ich finde. So hatten die Zuschauer an Tag eins die Möglichkeit den „Experten“ zu lauschen und am zweiten Tag aktiv mit an den Inhalt und dem Gelingen zu arbeiten.
Ich hatte dieses Jahr leider nicht die Möglichkeit an Tag eins mit einem eigenen Vortrag wie im letzten Jahr präsent zu sein, dafür konnte ich aber als interessierter Zuhörer eine Menge neuen Input aus den Vorträgen meiner Kollegen mitnehmen.

Ein Highlight der Veranstaltung war sicherlich die Keynote von Bryan Eisenberg, dem Godfather of Conversion Rate Optimization (@TheGrok), der zahlreiche spannende Bücher zum Thema CRO verfasst hast („Call to Action“, „Waiting for Your Cat to Bark“,…).
Aber auch der Vortrag von David Boronat, einem der Gründer von multiplica.com und Herausgeber der Studie „The 50 Most Persuasive Websites“, war großartig.
Einen sehr kurzweiligen Abschluss bot dann noch Prof. Dr. Mario Fischer (@mariofischer), der an der Fachhochschule in Würzburg Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt E-Commerce lehrt und Direktor des tms Instituts ist.
Aber auch alle anderen Referenten waren ausnahmslos sehr, sehr gut und spannend!

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Interessanten Input zur Konferenz, einige tolle Links und einen Großteil der Vorträge finden sich

Ich freue mich schon auf den Conversion Summit 2012, dann auch gerne wieder mit einem Vortrag von mir…

UX Intensive 2011 in Amsterdam

Dank Namics hatte ich in der Woche vor Ostern (vom 18.04.2011 bis zum 21.04.2011) die Möglichkeit an einer fantastischen Veranstaltung von adaptive path (www.adaptivepath.com) in Amsterdam teilzunehmen, um mich und meine Kenntnisse / Fähigkeiten rund um das Thema User Experience weiterzuentwickeln:

Der UX Intensive 2011 (www.adaptivepath.com/uxintensive)!

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Knapp 60 Informationsarchitekten / Interaction Designer / Strategen / Visual Designer trafen sich dort, um sich zum einen durch adaptive path neues aus dem Feld der User Experience erzählen zu lassen, aber auch um sich innerhalb von unzähligen WS-Session gegenseitig Ideen zu spendieren und sich zu inspirieren.

Die Veranstaltung war auf Ihre ganz eigene Weise einmalig:
Mehr als 60 Kreative und Strategen „auf einem Haufen“, 4 Tage in einem Raum, mit ganz vielen Ideen, mit ganz viel Lust und Energie, mit ganz viel Partylaune, mit ganz viel Spass daran, sich auszutauschen…

Aber Schritt für Schritt: Was haben wir dort gemacht? Was waren die Inhalte der Veranstaltung?

Im Detail: Bei der UX Intensive handelt es sich um eine viertägige Workshop-Reihe, die sich an professionelle User Experience Leute richtet, die Ihre Fähigkeiten gemeinsam mit anderen ausbauen und Ihren Horizont erweitern möchten. Die gesamte Serie teilt sich dabei in vier Abschnitte und entsprechend vier Tage ein:

Tag 1 – Strategie
Jeder guten Website, jedem guten Design, jeder guten IA liegt eine entsprechende Strategie zugrunde. Am ersten Tag war daher auch genau das unser Thema:
Wir haben uns ausgetauscht über Tools und Ideen, wie man mit Kunden die Business-Idee schärft und ggf. anschließend ins Web überträgt.

Tag 2 – Research
Nur wer seine Kunden versteht, kann erfolgreich arbeiten. Und noch wichtiger ist es, den Nutzer der Website zu verstehen und sein Angebot entsprechend zu gestalten. Das heißt aber gleichzeitig auch mehr über diese beiden Gruppen zu lernen. Was brauchen sie wirklich und vor allem warum brauchen sie genau das?
Das war das Kernthema unseres zweiten Tages: Wie können wir uns in die Gedanken der Menschen / Nutzer / Kunden versetzen, die wir am meisten erreichen wollen?

Tag 3 – Information Architecture
Am dritten Tag der Serie wurden nun die Ergebnisse der ersten beiden Tage zusammengefasst und daraus eine solide Architektur gebaut:
Es wurden Methoden des Analysierens, des Modellierens und des Beschreibens von Content auf einer Website aufgezeigt und diskutiert.

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Tag 4 – Interaction Design
Design Thinking at its best. Ich denke, das beschreibt diesen Tag am besten. Besonders am letzten Tag war daher die Kreativität im Raum quasi spürbar:
Basierend auf einigen einführenden und begleitenden Worten von adaptive path wurden gemeinsam Wege besprochen, wie man Nutzer wirklich anregt und fesselt und welche Rolle das Interaktion Design dabei einnimmt.

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Alles in allem war es eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung mit tollen Events am Ende jedes anstrengenden Workshops-Tages, leckerem Essen und ganz viel Ideen und Kreativität.

Ein Dank an adaptive path an dieser Stelle für die Orga und an alle Teilnehmer des Events.
Es war eine Freude ein Teil der UX Intensive 2011 zu sein.

Einige weitere Eindrücke gibt es hier:
www.flickr.com/photos/daspat/sets/72157626442675441/
www.flickr.com/search/?q=uxiams11&s=rec

Erstes deutsches Conversion Camp in Frankfurt

Ich hatte gestern das große Vergnügen am ersten deutschen Conversion Camp (http://www.conversion-camp.com/) in Frankfurt teilnehmen und gleichzeitig auch einen Beitrag dazu in Form eines Vortrags leisten zu dürfen.

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Es war insgesamt eine wirklich sehr, sehr gelungene Veranstaltung, die von der Web Arts AG veranstaltet wurde, mit an die 250 Teilnehmern/Zuhörern. Ein wirklich riesiges Publikum, besonders wenn man bedenkt, dass in den gesamten USA gerade mal um die 150 Personen bei ähnlichen Veranstaltungen anwesend sind.

Es gab im Rahmen des eintägigen Camps sehr spannende, sehr interessante Themen/Vorträge, von denen die meisten von der Facebook-Fanpage der Veranstaltung (http://tinyurl.com/2dxhymv) heruntergeladen werden können. Leider war der Zeitrahmen der einzelnen Slots mit 20 Minuten ein wenig knapp gestrickt, sodass man nur bedingt in die Tiefe gehen konnte.
Dafür gab es aber die Möglichkeit in den Pausen mit den Zuhörern (und Kollegen anderer Agenturen) regen Austausch zu betreiben, da die Location (Union Halle) alle für so eine Veranstaltung notwendigen Rückzugsmöglichkeiten bot. Sehr schön!

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Ich hatte das Vergnügen im Rahmen des Camps eine Case Study zu den Themen Conversion Rate Optimization, Conversion-directed Design und Neuromarketing am Beispiel des Praxisfalls „Coop Heizöl“ (www.coop-heizoel.de) präsentieren zu dürfen.

Meinen Vortrag/meine Case Study können sich Interessierte sehr gerne hier durchklicken:

Alternativ steht er auch als

Dowload [PDF, 17,8 MB]

zur Verfügung.

Von Seiten des Veranstalters wurde bereits gestern für das nächste Jahr eine Folgeveranstaltung angekündigt, die dann wahrscheinlich sogar über zwei Tage und mit längeren Slots gehen wird. Merkt Euch/Merken Sie sich also schonmal den 01. und 02.09.2011 in den Terminkalendern vor! Ich werde dann auch sehr gerne wieder mit einem Beitrag dabei sein… Und freue mich schon jetzt darauf!

Danke auch an dieser Stelle nochmals an Web Arts für die geniale Veranstaltung, das geniale Catering und die toll besetzte Speakerliste.

PS: Und nicht vergessen: CRO ist mehr als nur ein Schwanzvergleich! Danke an Joachim Graf (@joachimgraf) für diese Einsicht! ;-)

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Wir sind Google-Best-Practice

„Machen Sie Ihre Website erfolgreich“ sagt Google und gibt in einer kleinen Publikation entsprechende Tipps. Sie nutzen dazu einen „Persona“-Ansatz (Max, den Online-Käufer), um dem Leser 10 Möglichkeiten aufzuzeigen, wie aus Besuchern auch wirklich Käufer gemacht werden können. Ich nenne das neudeutsch auch gerne Konversion und/oder Konversionsraten Optimierung.

Zitat aus dem Vorwort (oder auch O-Ton Max):

„…das Online-Shopping ist ideal zum Vergleichen von Preisen oder Buchen von Reisen geeignet. Alle Bestellungen werden direkt zu mir nach Hause geliefert!

Was mich bei der ganzen Sache nervt?
Websites, die nicht funktionieren. Wenn eine Website nicht nutzerfreundlich ist oder nicht das auffindbar ist, wonach ich suche, verlasse ich diese Website. Das Leben ist einfach zu kurz und es gibt unzählige andere Websites.

Falls Sie online Geld verdienen möchten: Kein Problem. Schenken Sie Kunden wie mir einfach mehr Aufmerksamkeit.

Ich habe mich mit Google zusammengetan und verrate Ihnen hier nun meine zehn besten Tipps…“

Und spätestens da werde ich hellhörig und sage: „Max, Recht hast Du!“

Ich lese natürlich weiter und bin gespannt auf die Tipps und die zugehörigen Best Practices. Bereits bei Tipp 2 bin ich nicht nur aufmerksam dabei, sondern werde richtig stolz und muss Max ein zweite Mal Recht geben! Denn auch wir sind hier mit einer unserer Websites vertreten. Die Best Practice im Bereich „Die Startseite soll Ihren Zweck erfüllen.“ geht nämlich an: Unsere Startseite der bahn.de. Max, danke dafür! ;-)

Wobei… Ich könnte da auch noch ein paar andere Websites nennen, die im Rahmen der Thematik Konversionsraten Optimierung und Namics erwähnt werden sollten! Konversionsraten Optimierung ist schließlich eines unserer „Steckenpferde“. Und ganz speziell auch meins. Aber das ist ein anderes Thema…

Potenzialanalyse und Konversionsratenoptimierung

Wie können Stärken und Schwächen einer Website herausgearbeitet werden? Wie genau findet man die richtigen Verbesserungspotentiale? Und wie kann ich als Unternehmen mit meiner Website meinen Umsatz steigern? Diese Fragen stehen bei unseren Kundenprojekten rund um das Thema Konversion immer wieder im Mittelpunkt und wollen beantwortet werden.

Aus diesem Grund haben wir zur Analyse und Messung der Konversionsstärke einer Website – wie auch schon in einem früheren Post hinsichtlich der eCommere in München beschrieben – in Kooperation mit der European Business School (EBS) bereits eine Potenzialanalyse (Fragebogen/ Assessment) mit ca. 160 Fragen in 5 verschiedenen Kategorien ausgearbeitet.

Gemeinsam mit Frederik Wielens (EBS) habe ich nun ergänzend hierzu noch ein Mini-Whitepaper verfasst, das einen ersten Überblick über die Möglichkeiten rund um das Thema Conversion Rate Optimization (CRO) gibt und aufzeigt, warum gerade dieses Thema für Unternehmen ein so immens Wichtiges ist und warum es nicht vernachlässigt werden sollte.

Konversionsratenoptimierung ist für jeden der online Kundenkontakte pflegt grundsätzlich immer ein MUSS, ohne das er kaum auskommt. Besonders aber in schwierigeren wirtschaftlichen Zeiten, wie wir sie momentan vorfinden, verstärkt sich diese Problematik um ein Vielfaches!

Gerade unter diesen Gesichtspunkten stellt CRO also eine wichtige Vorgehensweise / einen Prozess dar, um
– mit der Unternehmenswebsite wettbewerbsfähig zu bleiben
– sie auf die optimale Ausnutzung der Konversionsrate abzustimmen
– gleichzeitig den Nutzer in den Mittelpunkt zu rücken und
– die Usability der Seiten zu erhöhen.

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Wenn Sie mehr erfahren wollen, freue ich mich sehr, wenn Sie unsere Website besuchen und das Short-Whitepaper „Conversion Rate Optimization“ [PDF, 550 KB] downloaden.

Wie gut verkauft Ihre Website? – Systematische Optimierung der Konversionsrate.

Im Rahmen der eCommerce-Konferenz in München am vergangenen Donnerstag (30. April 2009) hatten Claus Rosenthal und ich die Gelegenheit einen Vortrag zum Thema Conversion Rate Optimization zu halten und in diesem Zusammenhang unsere (gemeinsam mit der European Business School Oestrich-Winkel) neu entwicklete Potenzialanalyse zum Thema CRO vorzustellen.

Die Conference ist eine Veranstaltung für eCommerce-Leiter und Online Shop-Betreiber. Das Themenanbegot dort rund um den Bereich E-Commerce war vielfälltig und sehr interessant, allgemeine Vorträge und praxisnahe Case Studys gaben einen Einblick in die wichtigen Themenbereiche.

Unser Vortrag dort beschäftigte sich hauptsächlich mit unserer Potenzialanalyse. Wir haben den Zuhörern vorgestellt, dass eine systematische Auseinandersetzung mit der Konversionsrate den absolut notwendigen Ausgangspunkt darstellt, um überhaupt mit dem Themenschwerpunkt „Conversion Rate Optimization“ beginnen zu können.

Wir verwenden genau dazu sein spezielles, individuell auf den jeweiligen Kunden angepasstes Tool, mit dessen Hilfe über 160 Kriterien in 5 Haupt-Kategorien erhoben und gewichtet miteinander verglichen werden können. Die Kriterien variieren je nach primärem Konversionsziel und sind entsprechend auf jedes Unternehmen und seine Branche individuell anpassbar. Ziel ist es letztendlich, einen maximalen Erfolg durch die Optimierung aller Schlüsselfaktoren zu gewährleisten, einen Optimierungs-Prozess zu etablieren und somit dem Kunden einen nachhaltigen Erfolg zu sichern. Welche Schwerpunkte hier bei unserer qualitativen Analyse gelegt werden und wie wir bei der Potenzialanalyse vorgehen, haben wir schließlich auszugsweise noch anhand von Best Practices in drei der fünf Kategorien aufgezeigt.

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Alles in allem war es eine schöne Gelegenheit, unsere neu entwickelte Methode vor einem kompetenten Publikum zu präsentieren und in einer interessanten Diskussion hinterher zu vertiefen.

Hier können Sie den Vortrag „Wie gut verkauft Ihre Website? – Systematische Optimierung der Konversionsrate.“ [pdf, 7,9 MB] als PDF downloaden.