Lotusphere – Expeditor und Component Designer

Die zwei Sessions über Lotus Expeditor und Lotus Component Designer sind wieder sehr techniklastig und vor allem für Entwickler und Administratoren interessant.

Kurz gesagt erstellt man mit dem Component Designer Applikationen, welche über den Expeditor dann zentral gesteuert verteilt und installiert werden. Alles läuft über Industriestandards, also JSE 5.0, Eclipse Rich Client Platform, SWT, JFace, WSDL usw.

Applikationen, welche auf dieser Plattform auf den Clients laufen, nutzen dann dieselbe Virtual Machine, was ressourcenschonend ist. Auf diese Art und Weise wurden zum Beispiel Notes 8 und Sametime 7.5 entwickelt.

Serverseitig kommt der Websphere Application Server zum Einsatz, welcher in Version 6 ebenfalls den Ressourcenhunger sehr eingeschränkt hat, das war in der Vergangenheit etwas ein Problem…

Dies nur soviel heute, wer mehr dazu wissen möchte, kann mich gerne direkt kontaktieren :-)

Lotusphere – What’s new and next in Domino Designer

Einer der Vorteile einer solchen Verantstaltung ist, dass man direkt mit den Leuten sprechen kann, welche die Software entwickelt haben, in diesem Fall sind Andre Guirard, Mark Jourdain, Maureen Leland von Lotus.
Um Notes Anwendungen zu programmieren, wird der Domino Designer eingesetzt. In der nächsten Version 8 wird es einige praktische Neuerungen geben:
– DB2 und Notes Daten in der selben View
– DB2 Queries
– Composite Applications, welche sich gegenseitig steuern können
– A-Z Navigator in jeder Notes View möglich
– Aktionen beim Auswählen eines View-Eintrages (onSelect)
– Rechte Maustaste-Menü komplett konfigurierbar
– und viele, viele weitere

Was für User und Kunden hier etwas technisch tönt, lässt Entwicklerherzen höher schlagen. Jetzt wird es darum gehen, diese neuen Funktionen in Anwendungen zu nutzen, um diese benutzerfreundlicher zu machen.

Lotusphere – Opening General Session mit Neil Armstrong

DER Astronaut der US-Raumfahrt war Special Guest an der Eröffnungszeremonie! Ein grosser Mann der Geschichte erzählte, dass man früher mit 4KB RAM im Computer zum Mond flog. Heute ist das kaum vorstellbar. Er sprach vom Stolz eines Technikers, welcher einen Spiegel auf dem Mond installiert hat, welcher noch lange Zeit nach der Installation nützliche Experimente von der Erde aus ermöglichte. Heute sind (Software-)Techniker froh, wenn ihre Produkte 2 oder 3 Jahre lang eingesetzt werden.
Back to business: Lotus geht es exzellent. Trotz aller anders lautenden Vermutungen: Lotus Notes wird immer mehr eingesetzt (2006 +30%), Lotus Sametime hat bereits über 1 Mio. User, z. B. bei GE, Siemens, Nortel, Avaya, 3Com, Radvision, Avistar, Tandberg, namics ;-) Es wird neue Features geben wie Video-Chat, Tabbed Chats, MS Office Integration, IP-Telefonieintergration, Mobile Chats zu Voice-Calls, Mac Client, Linux Server.
Bei Lotus Notes gibt es endlich Klarheit: der Ausflug zu Workplace Messaging ist beendet, Lotus Notes wird wieder der einzige Mail Client von Lotus sein. Lotus Notes 8, basierend auf der Eclipse Rich Client Platform, kommt als public beta im Februar 2007 mit MS Office, Open Document und PDF Unterstützung.
Ein neues Produkt wird Mitte 2007 herauskommen: Lotus Quickr. Die Personal Edition wird für Notes und DWA Kunden gratis sein, die erweiterte Standard Edition für Sametime Kunden. Es ist eine Sammlung von Information Sharing Systemen wie Wikis, Team Blogs, News Feeds, Team Places, Content Repositories (NSF, Java, FileNet P8, MS Sharepoint Repositories), über RSS und ATOM Feeds publizierbar und mit der allgegenwärtigen Instant Messaging (Sametime) Integration.
WebSphere Portal 6.1 wird stark erweitert und performanter werden, ausserdem wird es ab dem 30. Januar eine Express Version geben mit Internet und Intranet Templates zum direkten Gebrauch. Web 2.0 Features werden es endlich ermöglichen, Teile des Portals zu refreshen, ohne gleich die ganze Seite neu zu laden.
Lotus steigt ins Geschäft der Social Software ein, allerdings nicht im privaten Bereich, da gibt es schon einige Angebote, wie z. B. Facebook, sondern im Businessbereich. Das Produkt heisst Lotus Connections. Über Tags, Priorities und Activities kann man damit firmenweit Leute finden, welche man zu einer bestimmten Fragestellung hinzuziehen möchte. Beispiel: Ich suche jemanden, der sich exzellent im asiatischen Finanzmarkt auskennt. Man kann von gefundenen Personen deren Blogs, Bookmarks und Abonnemente einsehen oder direkt Instant Messaging starten oder eine Mail abschicken. Für Grossfirmen oder global verteilte Firmen sicher ein sehr interessantes Produkt.
Man darf gespannt sein, was vom Markt angenommen wird, wie schnell die Kunden auf Notes 8 upgraden, wie sich der Umstieg auf Eclipse auswirkt und ob neue Ideen wie Lotus Quickr und Lotus Connections ankommen werden.

Lotusphere – der Java-Tango

Nachdem ich nach der SOA Session so richtig wach bin, geht’s gleich weiter mit schwindel-erregender Geschwindigkeit beim Thema Java Entwicklung für Lotus Notes in Eclipse. Dies ist gegenwärtig eine, wenn nicht DIE wichtigste Entwicklungsumgebung für Java Projekte. Unterstrichen wird dies durch die Tatsache, dass Lotus Notes 8, die neue Version von Notes, als Java Rich Client daherkommt. Und hier wird es nun richtig interessant: Eine Erweiterung für Lotus Notes zu programmieren unterscheidet sich kaum mehr von einer Komponente für Eclipse selbst oder z. B. einem Plugin für Sametime 7.5, der Kommunikationsplattform von Lotus, weil die Basis für alle dieselbe ist. Mehr dazu später im Artikel über Expeditor.

In der Session werden interessante Tipps gegeben, wie man sich als Lotus Notes Entwickler in die Java Welt einarbeitet (J2SE first, don’t try to create an EJB) und wie genau man aus der Kombination aus Lotus Designer und Eclipse das Beste herausholt. Das Buch „Head First Java“ wird später noch verlost, vielleicht habe ich Glück und schleppe eines nach Hause.

Anschliessend gibt es etwas richtiges zu essen, und etwas frische Luft. Schliesslich sollte man bei über 20 Grad im Januar auch etwas von der Sonne Floridas mit nach Hause nehmen :-)

Lotusphere – Service Oriented Architecture

Sonntag morgen, 08.00 Uhr in Orlando. Es beginnt mit einem eher „nahrhaftem“ Thema für mich: SOA in einer 2-stündigen sogenannten Jumpstart Session. Die Buzzwords kenne ich nun alle: SOAP, REST, XML Schema, WS-*, DOM, RPC. Naja, eher Buzz-Abkürzungen :-)

Das Interessante aus Sicht eines Lotus Notes-Entwicklers ist, kurz gesagt, dies: Um Software-Entwicklungskosten zu sparen, sollte man schleunigst in Web Services investieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein und der selbe Service kann von verschiedenen Systemen genutzt werden. Ob zum Beispiel ein Artikel noch an Lager ist, kann der Webshop genauso abfragen, wie z. B. die Backend-Lagerbewirtschaftung. Schnittstellen und Sprache sind klar definiert, XML spricht salopp gesagt jeder.

Einen Webservice benutzen, aber auch direkt zur Verfügung stellen, kann Lotus Notes mit etwas Aufwand schon lange, sagen wir ab Version 5. Ab Version 7 sind Webservices standard Design-Elemente und ab Version 8 wird es nochmals komfortabler, mit direktem Import und Export von WSDL-Dateien (Beschreibungen von Webservices), um direkt ausführbaren Code zu generieren. Als Sprache kommt LotusScript und natürlich Java infrage.

Richtig tough stuff für einen Sonntagmorgen :-)