Fünf Digitalthemen für die Industrie

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2017 ist nun wenige Wochen alt und wir blicken gespannt auf die digitalen Trends, die das neue Jahr mit sich bringt. Im Rahmen unserer Serie haben die Namics Experten bereits aufgezeigt, welche Trends die Branchen Handel, Life Science, das Finanz- und Versicherungswesen und die digitale Wirtschaft 2017 beschäftigen werden. Welche … Weiterlesen

IoT Walk-in Lab: Smart Services konzipieren

Abbildung 2: Teilnehmende bei der Entwicklung von IoT Services mit dem IoT Service Kit

Am 5. Oktober fand im Namics Office in Zürich Enge ein weiteres Walk-in Lab statt. Nachdem im Vorjahr die Apple Watch ganz im Fokus des Geschehens stand, widmete sich das diesjährige Lab dem Internet of Things (IoT oder auch Internet … Weiterlesen

Online Roadmap und die Organisation dahinter

So verschieden die Firmen aus dem Industrieumfeld auch arbeiten, Ihre Herausforderungen im Online Bereich sind häufig vergleichbar. Im Rahmen unserer Projekte stossen wir immer wieder auf drei grosse Herausforderungen:

  1. Wie richten wir unsere Websites konsequent an den Bedürfnissen unserer Nutzer (und nicht an unseren internen Strukturen) aus?
  2. Wie können wir die vorhandenen redaktionellen Inhalte, Media-Assets, Produkt- und Kundendaten flexibel und effizient über verschiedene Ausgabekanäle nutzen?
  3. Wie müssen wir unsere Online Organisation aufstellen um die Verantwortung an den richtigen Stellen im Unternehmen zu verorten?

Zu diesen Herausforderungen haben wir im Folgenden ein paar Erfahrungen und Lösungsansätze zusammengetragen, die wir am 17. November 2011 in Zürich im Rahmen unserer Fachtagung „Die Industrie im Web“ vorstellen!

Nicht ohne meine Benutzer

Häufig stellen Industrieunternehmen fest, dass ihre Webseiten im wesentlichen ihre internen Strukturen abbilden, sich aber nicht primär an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen orientieren. Kryptische Bezeichnungen für Produkte und Dienstleistungen, eine heterogene Landschaft mit unterschiedlichsten Webseiten, ein Aufbau der Sites entlang des Konzern-Organigrams sind hierfür symptomatisch und lassen die Benutzer beim Besuch der Seiten verzweifeln.

Lösung: Konsequent benutzerorientierter und integrierter Auftritt des Unternehmens
Das Ziel ist klar: Industrieunternehmen fordern zunehmend einen benutzerorientierten Auftritt und arbeiten mit User-Centered Design Ansätzen. Die Herausforderungen, insbesondere bei diversifizierten Konzernen, ihr gesamtes Produkt- und Dienstleistungsangebot in ein schlüssiges Konzept zu überführen sind aber unter Umständen gewaltig, da diese Fragestellungen tief in das Selbstverständnis des Unternehmens eingreifen. Auch besteht aus unserer Erfahrung die Gefahr bei der integration über das Ziel hinaus zu schiessen: es ist nicht grundsätzlich verboten interne Strukturen sichtbar machen. Wenn die Zielgruppe gelernt hat, dass das Produkt „Prod.2343-AB“ von der Division „ABC“ angeboten wird, dann sollte man ihr diesen Zugang auch erhalten. Wenn eine Unternehmen zwei komplett getrennte Geschäftsfelder mit unterschiedlichen Empfängern bedient, dann dürfen sich auch ihre Webauftritte deutlich unterscheiden. Zuviel Integrationswille wirkt hier kontraproduktiv.

Freiheit für die Daten

In vielen Industrieunternehmen wird versucht ein Produkt für alle Aufgaben in den Bereichen Redaktioneller Inhalt (CMS), Media Assets (DAM / MAM), Produktdaten (PIM / PCM) und Kundendaten (CRM) zu evaluieren und einzusetzen. Dieser monolitische Ansatz führt selten zum gewünschten Ziel, da meist kein Produkt die gestellten Anforderungen in allen Bereichen genügend gut abdecken kann.

Lösung: Die Entkopplung der verschiedenen Bereiche durch den Einsatz der besten Lösungen für die jeweilige Aufgaben und die flexible Nutzung der Daten in allen Anwendungen, unabhängig von ihrem Entstehungsort, bringt enorme Vorteile für das gesamte Unternehmen. Bis vor wenigen Jahren war die Integration der verschiedenen Daten und Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg eine enorme Herausforderung. Heute jedoch lassen sich mit der richtigen Enterprise Web Architektur sehr gut zu beherrschende, flexible und ausbaubare Plattformen für die Erreichung der gesetzten Businessziele schaffen.

Alle Mann an Board

Eine neue Struktur für die Websites eines Unternehmens mit den entsprechenden Anpassungen an den darunter liegenden Systemen führt meisst auch zu grundlegenden Änderungen der Verantwortlichkeiten und Einflussbereiche. Dies hat einen oft unterschätzen organisatorischen Einfluss auf das Unternehmen.

Lösung: Governance definieren und Change Management
Aus unserer Erfahrung können wir nur empfehlen diesen Umbau Ernst zu nehmen und als „Change“ entsprechend zu managen. Die richtige Balance zwischen dezentralen Verantwortlichen und zentraler Steuerung sind entscheidend für die Akzeptanz der Lösungen. Eine klare Governance für die Online Aktivitäten sowie eine durchdachte Einführung entscheiden hier häufig über Erfolg und Misserfolg des Vorhabens.

Roadmapping

Dass solche Vorhaben zu komplex sind um aus dem Bauch heraus geplant zu werden, versteht sich von selbst. Wie man von der Online Strategie und Architekturplanung zu einer Online Roadmap kommt, die abgestimmte Antworten auf die oben genannten Fragen bieten kann, zeigen wir Ihnen gerne im Rahmen der kommenden Fachtagung.

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Mehr dazu: Namics Fachtagnung „Industrie im Web“
Welche Potenziale und welche Herausforderungen birgt das Web für Industrieunternehmen?
Mehr erfahren Sie am 17. November 2011 in Zürich von Wolf-Christian Eickhoff und Marcel Albertin. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Alle Informationen und die Anmeldung zur Fachtagung.

So macht Zeitung lesen Spass!

Unter http://www.nytimes.com/chrome/ bietet die New York Times eine sehr gut benutzbare Version ihres Onlineauftritts an.
Die Bedienung fühlt sich an wie eine iPad App, läuft aber komplett im Browser.

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Schöner Einsatz von HTML5 mit
– Offline Funktionalität (ohne Bilder)
– über Tastatur steuerbar
– Konfigurierbares Layout
– Alert Funktion für breaking News

Eigentlich ist die Seite für Google Chrome optmiert, funktioniert aber auch in Firefox.
Chrome verkauft das Ganze als WebApp, ist aber nur ein Link auf die Seite.

So lässt sich viel übersichtlicher und effizienter lesen als auf der normalen Webseite der New York Times.

Danke André für den Hinweis

Top Trends in WCMS by Gartner @ Day Ignite

Mick MacComascaigh von Gartner erzählt, unter anderem, was aus seiner Sicht die Top Trends bei Web Content Management Systemen (WCMS) sind.

Nicht überraschend, viele Dinge sehen wir in aktuellen Projekten ebenfalls, aber eine gute Checkliste für das eigene Projekt:

  1. From System to Solution
  2. From Visitors to Users
  3. From Technical to Business
  4. From Tactical to Strategic
  5. From Global to Local
  6. From Point Solution to „Environmentally Aware“
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Mobile alle Flash und Ajax Webseiten wie auf dem Desktop ansehen

für alle die schönen Video-, Web2.0 Ajax Features- und komplexen Buchungs- / Shoping- Sites gibt es einen innovativen Browser: skyfire!

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Der Browser zeigt nicht nur Flash und Windows Media Videos, inklusive Flash 10 und Silverlight 2.0 sondern ist auch noch extrem schnell!

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(Quelle: http://blog.laptopmag.com/mobile-browser-showdown-iphone-3g-vs-opera-mobile-and-skyfire)

Der Trick ist, dass die erste Seite als Bild geliefert wird und erst beim zoomen HTML zum Einsatz kommt.

Einfach get.skyfire.com im Handybrowser eingeben und los gehts. Leider nur für Windows Mobile 5 & 6, Symbian S60, 3rd Edition (Nokia N and E Series).

Youtube.com, Facebook.com und Co. lassen grüssen. Viel Spass!

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Support-Prozesse integriert?

ein schönes Beispiel, wie gut Online-Services in die internen Prozesse integriert sind am Beispiel meines Steueramtes:

ca. 6 Wochen nachdem ich meine Steuererklärung elektronisch eingereicht hatte, kriege ich eine schriftliche Mahnung, dass meine Steuererklärung fehle.
Dazu der Mailverkehr (ohne Namen, Anrede und Gruss):

ich:
„sie haben mich per Schreiben auf meine fehlende Steuererklärung hingewiesen.
Ich habe aber elektronisch am 30.7.2008 und kurz darauf auch die Beilagen eingereicht.
Ist das bei ihnen nicht eingegangen?“

Steueramt:
„leider haben wir bis heute weder das eine noch das andere bekommen.
Bitte senden Sie uns doch die eigenhändig unterzeichnete Quittung und eine Kopie der zugehörigen Belege nocheinmal zu.
Vielen Dank“

ich (hatte das Datenfile der Steuererklärungssoftware angehängt):
„danke für Ihre Rückmeldung. Ich werde das so machen.
In der Zwischenzeit die Einreichung elektronisch. Haben sie damit auch die Daten?“

Steueramt:
„das mailen des *.xy-Files nützt nichts. damit können wir nichts anfangen. Sie müssen die Einreichung gemäss Anleitung elektronsich vornehmen, sonst geht’s nicht. Für Fragen konsultieren Sie bitte www.steuern.kanton.ch. Dort finden Sie auch die Koordinate des Supportes.“

–> ein direkter Link zum Support wäre nett gewesen, ein direktes öffnen eines Tickets und somit die Verbindung zwischen Sachbearbeiter und Support Wunsch (traum)….

Ich melde mich also mit der ganzen Geschichte beim Support. Doch bevor sich dieser wieder meldet, kriege ich die Schlussrechnung per Post. Aha, sind meine Unterlagen und die elektronische Einreichung doch angekommen?

ich:
„heute habe ich die Schlussrechnung 2007 erhalten.
Bedeutet das, dass meine Unterlagen angekommen sind?
Kann ich den Supportfall beim Support schliessen lassen?
Für Aufklärung währe ich dankbar.“

Steueramt:
„Ja, Sie können den Fall schliessen.“

ah, sehr ausführliche Antwort….

ich:
„Besten Dank für die Antwort.
Es wäre schön gewesen, wenn ich über das Auffinden meiner Unterlagen unterrichtet worden wäre…..“

Steueramt (und jetzt wirds spassig):
„es ist ganz einfach.
Sie brauchen keine extra Unterricht, Sie mollen nur die Anweisungen folgen und am Schluss die Quitting ausdrucken und an uns zu senden.
Das ist alles.
ich hoffe, nächstes Jahr wird es besser klappen:))“

Also ich hoffe auch, dass es nächstes Jahr besser geht, meine Unterlagen nicht verloren gehen und wenn, dass der Sachbearbeiter, der Support und ich am gleichen Fall integriert und Systemunterstützt arbeiten können….

Zwei Shoot-outs an der Orbit-IEX 2008: Flash vs. Silverlight und Content Management Systeme im Vergleich [Vortrag]

Das Vortragsformat des Shoot-outs funktioniert wie folgt:

– zu einem Thema treffen sich Vertreter der Hersteller zu einem Live Duell
– als Erstes gibt es eine neutrale Einführung durch den Moderator
– danach beantworten die Vertreter Fragen, die sie vorher schon zur Vorbereitung bekommen haben, live und mit vielen Demonstrationen
– dann folgt eine Freestyle-Demonstration, in der jeder die besonderen Vorteile seines Produktes zeigen kann
– zum Schluss können die Zuschauer der geballten Kompetenz fragen stellen

Diese Jahr hatte ich die Möglichkeit zwei dieser Formate zu moderieren und die schönen Fragen zu stellen ;-)

Flash versus Silverlight: Das grosse Duell [pdf, 3MB]
Content Management Systeme im Vergleich (mit Vertretern von Day, Microsoft, OpenText und Scholl) [pdf, 800KB]

was ist bei Beiden aufgefallen?
– viele Firmen waren nicht im Stande eine interne Person aus der Schweiz ins Rennen zu schicken und mussten sich mit Kollegen aus Deutschland oder gar externen Beratern aushelfen.
– beim Thema „was kostet die Software?“ waren Aussagen „kein Preis nennbar“, resp. sehr nebulöse Aussagen zu hören (und oft auch in Euro…..)

Zu den einzelnen Vorträgen:
– Flash versus Silverlight
Hier zeigten beide Vertreter der Firmen Adobe, Sascha Wolter und Microsoft, Sascha Corti eine überzeugende Leistung. Für die Beantwortung der Fragen standen jeweils nur 4 Minuten zur Verfügung und in der Zeit wurde sogar live codiert.
Als Zusammenfassung kann gesagt werden, dass Silverlight nach doch sehr kurzer Zeit auf dem Markt schon sehr ausgereifte Funktionen und Entwicklungswerkzeuge anbietet. Bei der Videointegration sogar etwas die Nase vorne hat, aber bei der Verbreitung und dem Zugriff auf die Webcam des Benutzers doch Flash noch nachsteht.

– Content Management Systeme im Vergleich (mit Vertretern von Day, Microsoft, OpenText und Scholl)
Dieses Shoot-out wurde in Zusammenarbeit mit UNIC veranstaltet.
Spannend war die unterschiedliche Ausführung der Aufgaben. Da gabs eine Firma, die mit zwei Personen angetreten war (Reddot), die Eine hatte alle Demos als Screencast aufgezeichnet und dann abgespielt (Microsoft) und eine demonstrierte noch Dinge aus der letzten Frage bei einer anderen, bei der noch zeit offen war (Day). Am besten an die Regeln, die zugegeben nicht eindeutig genug waren, hat sich der kleinste Anbieter im Vergleich (Scholl) gehalten.
Ich habe bewusst alle Variationen der Präsentation zugelassen und das Publikum entscheiden lassen, was sie gut fanden und was nicht.
Alle Produkte haben stärken in unterschiedlichen Bereichen. Hier ist es wirklich wichtig von den Anforderungen auszugehen, die man für sein Projekt hat. Es gibt nicht einfach das beste CMS, sondern nur das am Besten Passende für die eigene Aufgabenstellung!

Ich finde diese Art der Präsentation spannend, wünsche mir aber, dass etwas mehr scharf geschossen wird ;-)

>> Weitere Vorträge an der Orbit-iEX sind in diesem Archiv und weitere Vorträge von namics finden sich auf diesem Weblog im Archiv Vorträge und auf unserer Website bei www.namics.com/wissen.

E-Banking mit SMS als Sicherheitskanal

Neu bei Raiffeisen Schweiz, als erste Bank in der Schweiz, kann seit dieser Woche SMS als Sicherheitskanal genutzt werden. Somit muss z.B. beim Login keine Sicherheitskarte oder Streichliste mehr verwendet werden. Neben der Vertragsnummer und dem persönlichen Passwort wird dem Kunden der Sicherheitscode per SMS übermittelt.
Finde ich sehr praktisch, weil man die Sicherheitskarte oder Strichliste nicht immer zur Hand hat.

Die Funktionen im Einzelnen:
– Zugang zu Raiffeisen E-Banking: Login mittels E-Banking Vertragsnummer, persönlichem Passwort sowie neu einem Sicherheitscode, welcher an die Handy-Nummer des Kunden gesandt wird.
– Zusätzliche Zahlungsfreigabe: Kunde kann wählen, ob er zusätzlich seine E-Banking Zahlungen via SMS vor der Zahlungsausführung mittels SMS-Code nochmals bestätigen möchte. Der Kunde erhält eine SMS mit Zahlungsbetrag und Konto des Empfängers. Wenn dies für den Kunden stimmt, kann er in Raiffeisen E-Banking den SMS Code eintippen und die Zahlung wird ausgeführt. (Persönlich einstellbar: zB nach Betragshöhe oder für alle neuen Zahlungsempfänger oder grundsätzlich immer).
– Benachrichtigungen per SMS: Lassen Sie sich per SMS informieren über Ihren Kontosaldo, Kontobewegungen, Zahlungsstatusänderungen Börsenstatus-Änderungen und neue Mitteilungen. Sie wählen, für welche Ereignisse Sie eine SMS erhalten möchten.

www.raiffeisen.ch/sms

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Beeindruckend: Photosynth

Microsoft Labs hat eine Technologie vorgestellt, die Bilder auf gleiche Merkmale prüft und auf ein 3D Modell legt.

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Zur Zeit gibts einen Technologie- Preview mit ausgesuchten Beispielen. In dieser Präsentation (Prädikat: sehenswert!) wird das Ganze aber auch mit flickr Bildern gezeigt.
Und da liegt meines Erachtens auch die grosse Chance, dass z.b. Google Street View mit Bilder aus Foto Communitys angereichert werden.

Echt beeindruckend!

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