Über Jürg Stuker

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Amazon Kindle – Erste Erfahrungen

Gleich vorweg: Der Amazon Kindle ist ein revolutionärer Ansatz. Nicht weil es ein eBook ist, aber wegen der Einbindung in das Amazon Ökosystem. Das Gerät ist seit einigen Tagen in über hundert Ländern weltweit verfügbar. Hier mein Erfahrungsbericht aus Deutschland und aus der Schweiz.

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Erstaunlich massentauglich
Egal wem ich das schlanke, handliche Gerät in die Hand drücke: Es gefällt. Der Bildschirm (passiv, ohne Hintergrundbeleuchtung) ist auch unter schlechten Lichtbedingungen extrem gut lesbar und die am häufigsten genutzten Bedienelemente sind gut platziert und einfach zu bedienen. Das können auch andere Geräte, nun aber der Unterschied: Der Kindle ist über GSM „mit Amazon“ verbunden und zwar ohne dass ich ein Abonnement bezahlen muss. Die Kaufpreise der Bücher umfassen die Lieferung über „GSM-Datenfunk“ in über hundert Ländern. Darüber habe ich auch den Zugriff auf den Amazon Kindle Store und damit fast 300’000 englische Bücher (plus ein paar Zeitschriften und Zeitungen) innert wenigen Sekunden auf dem Gerät.

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Bücher, Zeitungen und Zeitschriften
Die Bücher kosten bei Amazon als Kindle-Ausgabe meist weniger als die Hälfte des normalen Paperback-Preises. Inklusive ist die (mehrfache) Lieferung auf den Kindle per GSM oder ich kann die Buchdatei auf www.amazon.com runterladen und USB-Kabel auf mein Gerät kopieren. Ausserdem gibt es eine Archivierung auf www.amazon.com, einen iPhone Reader und bald auch eine Lesesoftware für „beliebige Computer“ „Windows PCs“ (ist über DRM geschützt). Interessant sind auch aufbereitete Bücher die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. So beispielsweise „Complete Works of William Shakespeare“ für USD 2.99 (da habe sogar ich zugeschlagen).

Für Bücher habe ich den Kindle sofort ins Herz geschlossen. Funktionen wie unterschiedliche Schriftgrössen, Anpassbarkeit der Laufweite der Schrift, Notizen / Bookmarks (via www.amazon.com synchronisiert) und Begriffdefinitionen mit geladenen Wörterbüchern (The New Oxford American Dictionary ist inklusive) sind alle spannend zu entdecken. „Ganz normal lesen“ ist aber bequem und praktisch (auch im Bett, da das Gerät leicht ist).

Zeitungen und Zeitschriften (nur wenige „Kindle Editions“) sind zwar praktischerweise immer aktuell auf dem Gerät aber relativ teuer. Zudem sind diese gekürzt und werden diese (wahrscheinlich um Datengebühren zu sparen) ohne Bilder geliefert oder vom Verlag nicht aufbereitet. Da fehlt mir zuviel.

Weitere Funktionen
Ausserhalb der USA (Roaming Gebühren lassen grüssen) sind experimentelle Funktionen wie Blog-Abos oder das surfen auf vordefinierten Sites leider nicht möglich. Ein interessanter Vorführeffekt ist die eingebaute (englische) Sprachsynthese für Texte (das Gerät lässt sich aber leider nicht von blinden Menschen bedienen). Auch drin ist natürlich auch eine Suchfunktion über einzelne Bücher oder über den ganzen Inhalt etc.

Formate, eigene Inhalte
Der Kindle ist ein ziemlich geschlossenes System. Primäres Dateiformat für Texte sind (nur) von Amazon erzeugte Kindle-Dateien (.AZW, .AZW1), Text (TXT) und Mobipocket ohne Kopierschutz (.MOBI, .PRC). Mobipocket ist faktisch auch Amazon, doch hier gibt es zumindest Sites wie Mobipocket oder Feedbooks mit Gratisbüchern. Konkret funktioniert das freie eBook-Format ePub, welche beispielsweise von Google auf Books angeboten wird, leider (noch?) nicht.

Amazon bietet weiter einen Übersetzungsdienst für einige Formate wie DOC[X], HTM[L], RTF, PDF und Bilder an AZW an. Ein zwar als Gratisdienst (an *accountname*@free.kindle.com schicken) oder als Bezahldienst inklusive der GSM-Übertragung auf den Kindle (an *accountname*@kindle.com schicken). Ich habe den Dienst mit einem aktuellen Artikel von Bernd Schopp ausprobiert und das Ergebnis ist gut resp. für den Zweck brauchbar.

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Zusätzlich unterstützt der Kindle Hörbücher im Audible-Format (.AA, .AAX) und Audio als MP3.

Fazit und Frage
Wie bereits gesagt ist da eine Revolution am anrollen. Amazon (mit dem neuen Slogan „Earth’s Biggest Selection“) hat mit dem Shop und der unauffälligen Distribution über GSM (sie nennen es Amazon Whispernet) eine sehr starke Karte in der Hand. Ein bisschen erinnert es mich an die Kombination iTunes Store mit dem iPods/iPhones… aber noch mächtiger. Dies, da die Distribution noch weniger technische Wissen voraussetzt: Massentauglich. In den USA verkauft Amazon 35% aller Bücher die als Kindle Ausgabe verfügbar sind in digitaler Form. Die (faktisch) weltweite Verfügbarkeit verändert grad die Spielregeln im Verlagsgeschäft massiv und ein paar Anbieter müssen mal schleunigst Mutiges zu Gunsten der Konsumenten tun, sonst werden sie Contentdrechsler im vierten Rang. Mein Tipp: Mit weniger Kopierschutz lässt sich noch was tun…

Ich trage den Kindle zur Zeit mit mir run. Bitte sprecht mich an oder schreibt mir als Kommentar, was ich noch erzählen soll.

Update: Hier meine Erfahrungen nach einer Woche der Nutzung.

Vertraulichkeit (Confidentiality)

Vertraulichkeit (Confidentiality) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Alle Unterlagen und Informationen, die wir in der Zusammenarbeit mit Kunden erhalten, behandeln wir als vertraulich. Auf Wunsch des Kunden behalten wir auch die Kundenbeziehung selbst oder den Projektinhalt für uns als Geheimnis.

Meine spontanen Gedanken: Hierzu gibt es wie „nichts“ zu sagen, da dieser Punkt logisch ist. Dennoch gehört der Grundsatz niedergeschrieben, da wir häufig in Projekten tätig sind, die zukunftsgerichtete / innovative Ziele verfolgen und wir darüber Zugang zu wettbewerbsrelevanten Informationen unserer Kunden bekommen. Wichtig ist die Umsetzung des Grundsatzes beispielsweise durch den Verzicht auf Gespräche über (erkennbare) Kunden-/Projektinhalte im Zug oder auch der Schutz von Daten, beispielsweise durch Verschlüsselung auf den Notebooks…

Top 10 Features in Day CQ 5.3 (Auswahl von David Nüschler)

An der ersten Durchführung des Day Kundenanlasses „Ignite“ in Zürich, sprach der CTO von Day, David Nüscheler über seine Top 10 Funktionalitäten der neuer SW-Version Day CQ 5.3.

(Wie üblich) konnte sich David nicht auf 10 Punkte beschränken und zählte 13 Stück auf. Bei mitschreiben kam ich sogar auf 14 Punkte (ohne zu wissen, wo ich selbst „erweitert“ habe). Eine spannende und sehr gekonnt vorgetragene Präsentation. Danke David und hier die Punkte:

#1: Überarbeitete Dokumentation auf docs.day.com, vollständig in CQ geschrieben, neu öffentlich, von (public) Google indexiert und mit Kommentarmöglichkeit

#2: Taskorientierte Verbesserungen der Benutzungsschnittstelle der CMA wie bpsw. ein aussagekräftiger Status-Indikator oder die dynamische Auswahl der angezeigten Elemente in der Hauptansicht (Grid) der Content Management Anwendung

#3: ca. „500 Fixes & enhancements“ — „doesn’t give a good demo ;-)“

#4. „Evolution of DAM“ (Digital Asset Management) inkl. vorgefertigten Komponenten wie beispielsweise einem Press Center mit RSS-Feed

#5: Kalender(-Ansichten) in/von Webinhalten OOB (out of the box) inkl. iCal integrierbar in zu erstellende Sites.

#6 („one of my favorites“): In-Context Editing „one step further“. Editierbarkeit von Inhalts-Elementen an Ort und Stelle ohne Dialog resp. Overlay (kein Save-Button benötigt).

#7: Erweiterte „Clickstream Cloud“ mit dem Ziel die User-Segementierung für Content-Output und -Authoring zu erleichtern. Interessant ist ein Simulationsmodus (graue Box, clientseitig) mit welchem das Verhalten der Regeln jederzeit getestet werden kann.

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#8: (Mehr) integrierte Analytics Funktionalitäten um HIPPO zu reduzieren: „Integrated Multivariant Testing“

#9: „The Performance Dialogs“ ist ein eingebauter Profiler, der die Ausführungsgeschwindigkeit einer Seite inkl. deren Komponenten misst und als Graphik anzeigt. Messung erfolgt über einen clientseitige JavaScript-Include (und die Graphik rechnet Google Chart)

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#10: CRXDE mit einer Sammlung von Erleichterungen beim Aufsetzen von und der Arbeit mit der Entwicklungsumgebung. Funktionen wie „one click“ Checkout/-in von Code (aus SVN nach CRX), Build, Deployment etc.

#11: CRXDE light ist eine browserbasierte (light Version) der Entwicklungsumgebung die „immer da“ ist (cooles Feature!)

#12: „The Site Importer“… eine browserbasierte Anwendung welche eine („beliebige“) Website abholt und als Projet in CQ aufsetzt… die als Grundlage für die nachfolgende Entwicklung (coole Demo!)

#13: Package Share ist eine Online-Erweiterung („ein Portal“) des Package Managers um CQ Content-Pakete über das Web auszutauschen. Dies wird der Standard-Weg von Day zur Verteilung von Packages, ist aber auch für Anbieter von „vertical applications“ die auf CRX sitzen offen.

#14: Cloud Deployment vom Day SW-Komponenten inkl. einem netten User Interface: „This is a dramatic change how we see the development of the market“. Der sichtbare Teil ist nett aber unwichtig. Wichtig ist, dass das Produkt auf „cloud readyness“ (auf Basis von Amazon AWS) getrimmt wird… und zum Glück braucht es zum Glück nicht viel dazu. Neu ist vor allem ein optimierter Persistenz-Manager der auf die Datenhaltung in der Cloud optimiert ist/wird.

That’s all folks! und nochmals Danke!

Projektannahme mit Verantwortung (Accepting Projects)

Projektannahme mit Verantwortung (Accepting Projects) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Wir nehmen nur Projekte an, bei denen wir uns in der Lage sehen, die angestrebten Ziele zu erreichen. Zudem engagieren wir uns nur in Projekten, die nach unserer Einschätzung dem Auftraggeber einen geschäftlichen Nutzen bieten. Intelligente und innovative Lösungen bedingen einen aktiven, offenen Dialog mit Kunden und klare Entscheide. Wir suchen Kunden, welche unsere ethischen Grundsätze akzeptieren, an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind und uns zur Erbringung exzellenter Leistungen herausfordern.

Meine spontanen Gedanken: Dieser Punkt hat wesentlich dazu beigetragen, dass es Namics nun bereits im 15 Jahr als Dienstleister für Internet-Anwendungen existiert und wir jede Krise überlebt haben. Bei einer herausfordernden Kundenanfrage absagen zu müssen, beispielsweise weil die geeigneten Mitarbeiter bei uns aktuell keine Zeit haben, ist sehr schmerzlich, war aber immer der bester Weg. Zudem ist es die EINZIGE richtige Entscheidung, wenn es unser Ziel ist, Projekte gemeinsam mit dem Auftraggeber erfolgreich umzusetzen. Fast noch heikler sind Absagen, wir wir den geschäftlichen Nutzen des Projektes (aus unserer Sicht) nicht als positiv bewerten. Dabei mögen wir falsch liegen, aber noch schlimmer ist von Kunden schlecht investiertes Geld, welche bei uns gelandet ist. Unsere Arbeit muss für den Auftraggeber betriebswirtschaftlich Sinn machen: Wir stehen für Ergebnisse (und nicht „nur“ Erlebnisse“). Der letzte Absatz ist schwieriger zu kommentieren, aber logisch, denn nur Kunden, welche unseren Ansatz und den offenen Dialog für sinnhaft halten, erlauben uns konfliktfrei dahingehend zu agieren.

Telekonferenz weltweit zum Nulltarif (danke Talkyoo)

Vor über vier Jahren schrieb ich über Skype und zitierte dabei eine Studie von Evaluserve, die dannzumal eine Margenreduktion der Telecoms von 22-26% voraussagte. Heute meine persönliche Geschichte dazu.

Mein erster Urlaub in diesem Jahr brachte mich östlich von Madagascar auf La Réunion im indischen Ozean. Bevor ich dich die Koffern packte prüfte ich die Roaming-Tarife von Swisscom Mobile. In kurz CHF 3,70 pro Minute Voice und CHF 10.- pro MB Data. Ich wusste, dass ich heute wegen den Budget 2010 und der Übergabe meiner Stellvertretung zwei längere Telefongespräche führen musste. Für erstere brauchte ich zudem ein paar grössere Dateien. Und nun?

Da Réunion ein franzöisches Departement ist, gibt es über den lokalen Anbieter Mobius ziemlich vernünftigen Internet-Abschluss (via Satellit über Paris, London via Level 3 in der Schweiz — Latenz ca. 500ms). Und da der öffentliche Hotel-PC frei zugänglich ist, war mein Notebook auch bald angebunden. Und nun kommt Skype zum Einsatz.

Der bei Namics am häufigsten genutzte Dienst für Telefonkonferenzen (Talkyoo) hat nämlich zusätzlich zu Ländernummern einen Skype-DialIn, der sich frei mit Mobile- und Wireline-Teilnehmern mischen lässt.

Die erste Reaktion von Andy (unserem CFO, der grad in Zürich sass) war: Du klingst, als wärst Du in St. Gallen. Danach kamen Elke und Bernd (grad in Apulien) dazu und während fast einer Stunde hat alles wunderbar geklappt. Kosten auf meiner Seite: CHF 0.– (zuzüglich die Abschreibung für mein Notebook natürlich ;-).

Also hier mein zur Zeit liebster Arbeitsplatz und nun gehe ich wieder Offline.

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Wie sich das Medienverhalten der Menschen veränderte [Vortrag]

Danke für die Einladung im schöne Chur, in das (fast) noch schönere GKB Auditorium. Anlass ist ein Erfahrungstreffen der Internet/Intranet-Verantwortlichen zahlreicher Schweizer Kantonalbanken.

Mein Teil ist eingebettet (und Grundlage) in viele Praxisreferate der Luzerner KB (Relaunch LUKB – Public Website), TBK (Beratungs- und Betreuungskatalog), SGKB (Konjunkturumfrage), ZKB (eBanking – aber sicher!), VSKB (Extranet) und der GKB (Social Media).

Mein Beitrag schafft einen Überblick über das veränderte Medienverhalten zu Gunsten von online Medien mit dem folgenden Fazit:

– (Medium ist) Schon da
– Verfolgen Sie den Dialog!
– „Altersgefälle“ ist nicht systematisch
– Vernetzung ist Schlüsselelement
– Art des Dialogs ist herausfordernd
. neue Öffentlichkeit und Ehrlichkeit
. Mensch als Absender
. schnell
– Definition und Messung des Geschäftsnutzen
– Überdenken Sie die Grenze intern/Geschäft <> extern/Privat

Handout: Wie sich das Medienverhalten der Menschen veränderte [pdf, 3,4 MB]

Kunden in Wettbewerbssituation (Competing Clients)

Kunden in Wettbewerbssituation (Competing Clients) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Wir bieten unsere Leistungen allen interessierten Kunden an. Arbeiten wir bereits für Kunden, die im direkten Wettbewerb zu einem Interessenten stehen, so suchen wir gemeinsam mit den betroffenen Firmen eine Lösung, um möglichst beide Firmen bedienen zu können. Während des Projekts und anschliessend, stellen wir jederzeit sicher, dass keine nicht-öffentlichen Informationen oder andere Quellen von Wettbewerbsvorteilen zwischen den Kunden oder den sie für sie arbeitenden Projektteams fliessen.

Meine spontanen Gedanken: Dieser Punkt ist, mit Ausnahme dass wir uns verpflichten keine kompetitiven Informationen auszutauschen (dazu gibt es noch einen eigenen, expliziten Punkt „Vertraulichkeit (Confidentiality)“, nicht so spannend. Dennoch tritt die Situation häufig auf, dass wir gleichzeitig für Firmen arbeiten, die in einer direkten Wettbewerbssituation stehen. Die praktische Lösung ist, dass wir mit dem Kunden der zuerst bei uns ist, vorab das Gespräch suchen und eine allfällige Abgrenzung unserer Arbeit vertraglich festlegen. Zudem ist es Standard, dass wir bei offensichtlichen Berührungspunkten zwei unterschiedlichen Namics-Standorte beschäftigen und damit zusätzliche zur personellen auch eine räumliche Trennung erreichen.

Potential von Internet und neue Medien für PostAuto [Vortrag]

PostAuto Schweiz hat im Internet mit einer neuen Homepage einen wichtigen Schritt gemacht. Doch damit gibt sich die Unternehmung nicht zufrieden und stellt sich an einer Kaderkonferenz explizit die Frage nach der Positionierung von Internet in der Kommunikation und der Nutzung von Social Media. Teil der Konferenz sind je einen Vortrag von Prof. Dr. Katarina Stanoevska zu „Neue Medien, Konsumenten und Gesellschaft“ [pdf, 777KB] und von mir.

Ich arbeite vor allem mit Beispielen und habe im Vorfeld viele Sites im Umfeld des Öffentlichen Verkehrs und insb. in der Schweiz besucht. Es gibt einige Sachen, aber das Potential ist da. Zu den spannenderen Beispielen zählt der „Caltrain-Case“ auf Twitter (hier die Grundlage) und ein (kleiner, automatisierter) Schweizer Nachbauhack von Corsin Camichel. Die restlichen Beispiele sind für die Leser dieses Blog kaum neu… aber meine Stimme dazu fehlt. Neu ist, dass die Präsi auf Französisch übersetzt wurde.

(Deutsch) Potential von Internet und neue Medien für PostAuto [pdf, 2MB]

(Français) Le potentiel de l’Internet et des nouveaux médias pour CarPostal [pdf, 2,6MB]

Professionelle Entwicklung (Professional Development)

Professionelle Entwicklung (Professional Development) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Eine seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Fachliche Fähigkeiten und soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter sind die Grundlage für exzellente Arbeit. Wir stellen höchste Ansprüche an die Selektion und Förderung unserer Mitarbeiter. Dies im Interesse unserer Kunden, um Mitarbeitern eine gute Entwicklungsperspektive zu bieten und als Grundlage dafür, neugierige Macher mit einem hohen Entwicklungspotential für uns gewinnen zu können. Die dauernde persönliche und fachliche Weiterentwicklung ist unsere wichtigste interne Investition und sichert die Zukunft unserer Firma.

Meine spontanen Gedanken: Dieser Punkt ist mir am meisten ans Herz gewachsen und damit verbringe ich auch gerne den grössten Teil meiner internen Zeit. Namics ist die Summe aller Mitarbeiter. Also versuchen wir dauernd aktiv Menschen für uns zu gewinnen, unabhängig von konkreten freien Stellen. So beispielsweise an „Studententagen“ oder über private Netzwerke. Zudem investieren wir mit Schnuppertagen, an denen Bewerber aller Profile an einem Tag Kontakt mit über zehn Namics Mitarbeitern sich austauschen kann, pro Kandidat mehrere Tage Zeit von uns. Die so gewonnen Menschen sind Grundlagen für die „Professionelle Entwicklung“ von uns allen. Zudem ist unser Weiterbildungsbudget mit Abstand der grösste regelmässige Kostenblock mit über CHF 600’000.– pro Jahr ohne die zusätzlich investierte Arbeitszeit zu rechnen. Investiert wird in zahlreiche Projekte und Verstanstaltungen. So beispielsweise in Labs (kreative Freiräume für Business Units), in ein namicsweites Camp (Kongress mit allen Mitarbeitern), die Arbeit der Practices (Arbeitsgruppen über die Namics-Organisation) oder in Boot Camps), interne Weiterbildungen mit internen und externen Trainernu.v.a.m.

Kundeninteresse hat Vorrang (Client Interests First)

Kundeninteresse hat Vorrang (Client Interests First) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Unsere Firma ist erfolgreich, wenn unsere Kunden erfolgreich sind. Um eine verlässliche und effiziente Zielerreichung zu bieten, stellen wir für Kunden die am besten geeigneten Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung. Prioritäten ergeben sich immer aus den Zielen und Bedürfnissen des Kunden und aus dem vereinbarten Projekt; Kundenprojekte haben Vorrang vor Namics internen Aktivitäten.

Meine spontanen Gedanken: „Diesen Spruch“ singen wohl alle Dienstleister dieser Welt… Und ganz ehrlich, dazu kann ich / sollte ich gar nichts erzählen, aber Menschen die mit Namics zu tun haben müssten dies merken. Ein wichtiges Element für die Umsetzung bei uns ist, dass Namics (ausser beim Sales) KEINE individuellen Kopf-, Unit- oder Länderboni hat. Es gibt also zu jedem Zeitpunkt nur einen Anreiz: Namics als Ganzes besser zu machen. Zudem sind 19 Schlüssel-Mitarbeiter aus allen Fachdisziplinen als Partner (Teilhaber) an der Langfristigkeit von Namics interessiert. Also keine kurzfristigen Aktionen, aber langfristige Prioritäten zu Gunsten des Kundenerfolgs. Oder eben: „Client Interests First“.