Über Jürg Stuker

Techie with tons of respect for creative people, interested in unconventional solutions and always curious. Aside that partner of Namics.

Wie sich das Medienverhalten der Menschen veränderte [Vortrag]

Danke für die Einladung im schöne Chur, in das (fast) noch schönere GKB Auditorium. Anlass ist ein Erfahrungstreffen der Internet/Intranet-Verantwortlichen zahlreicher Schweizer Kantonalbanken.

Mein Teil ist eingebettet (und Grundlage) in viele Praxisreferate der Luzerner KB (Relaunch LUKB – Public Website), TBK (Beratungs- und Betreuungskatalog), SGKB (Konjunkturumfrage), ZKB (eBanking – aber sicher!), VSKB (Extranet) und der GKB (Social Media).

Mein Beitrag schafft einen Überblick über das veränderte Medienverhalten zu Gunsten von online Medien mit dem folgenden Fazit:

– (Medium ist) Schon da
– Verfolgen Sie den Dialog!
– „Altersgefälle“ ist nicht systematisch
– Vernetzung ist Schlüsselelement
– Art des Dialogs ist herausfordernd
. neue Öffentlichkeit und Ehrlichkeit
. Mensch als Absender
. schnell
– Definition und Messung des Geschäftsnutzen
– Überdenken Sie die Grenze intern/Geschäft <> extern/Privat

Handout: Wie sich das Medienverhalten der Menschen veränderte [pdf, 3,4 MB]

Kunden in Wettbewerbssituation (Competing Clients)

Kunden in Wettbewerbssituation (Competing Clients) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Wir bieten unsere Leistungen allen interessierten Kunden an. Arbeiten wir bereits für Kunden, die im direkten Wettbewerb zu einem Interessenten stehen, so suchen wir gemeinsam mit den betroffenen Firmen eine Lösung, um möglichst beide Firmen bedienen zu können. Während des Projekts und anschliessend, stellen wir jederzeit sicher, dass keine nicht-öffentlichen Informationen oder andere Quellen von Wettbewerbsvorteilen zwischen den Kunden oder den sie für sie arbeitenden Projektteams fliessen.

Meine spontanen Gedanken: Dieser Punkt ist, mit Ausnahme dass wir uns verpflichten keine kompetitiven Informationen auszutauschen (dazu gibt es noch einen eigenen, expliziten Punkt „Vertraulichkeit (Confidentiality)“, nicht so spannend. Dennoch tritt die Situation häufig auf, dass wir gleichzeitig für Firmen arbeiten, die in einer direkten Wettbewerbssituation stehen. Die praktische Lösung ist, dass wir mit dem Kunden der zuerst bei uns ist, vorab das Gespräch suchen und eine allfällige Abgrenzung unserer Arbeit vertraglich festlegen. Zudem ist es Standard, dass wir bei offensichtlichen Berührungspunkten zwei unterschiedlichen Namics-Standorte beschäftigen und damit zusätzliche zur personellen auch eine räumliche Trennung erreichen.

Potential von Internet und neue Medien für PostAuto [Vortrag]

PostAuto Schweiz hat im Internet mit einer neuen Homepage einen wichtigen Schritt gemacht. Doch damit gibt sich die Unternehmung nicht zufrieden und stellt sich an einer Kaderkonferenz explizit die Frage nach der Positionierung von Internet in der Kommunikation und der Nutzung von Social Media. Teil der Konferenz sind je einen Vortrag von Prof. Dr. Katarina Stanoevska zu „Neue Medien, Konsumenten und Gesellschaft“ [pdf, 777KB] und von mir.

Ich arbeite vor allem mit Beispielen und habe im Vorfeld viele Sites im Umfeld des Öffentlichen Verkehrs und insb. in der Schweiz besucht. Es gibt einige Sachen, aber das Potential ist da. Zu den spannenderen Beispielen zählt der „Caltrain-Case“ auf Twitter (hier die Grundlage) und ein (kleiner, automatisierter) Schweizer Nachbauhack von Corsin Camichel. Die restlichen Beispiele sind für die Leser dieses Blog kaum neu… aber meine Stimme dazu fehlt. Neu ist, dass die Präsi auf Französisch übersetzt wurde.

(Deutsch) Potential von Internet und neue Medien für PostAuto [pdf, 2MB]

(Français) Le potentiel de l’Internet et des nouveaux médias pour CarPostal [pdf, 2,6MB]

Professionelle Entwicklung (Professional Development)

Professionelle Entwicklung (Professional Development) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Eine seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Fachliche Fähigkeiten und soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter sind die Grundlage für exzellente Arbeit. Wir stellen höchste Ansprüche an die Selektion und Förderung unserer Mitarbeiter. Dies im Interesse unserer Kunden, um Mitarbeitern eine gute Entwicklungsperspektive zu bieten und als Grundlage dafür, neugierige Macher mit einem hohen Entwicklungspotential für uns gewinnen zu können. Die dauernde persönliche und fachliche Weiterentwicklung ist unsere wichtigste interne Investition und sichert die Zukunft unserer Firma.

Meine spontanen Gedanken: Dieser Punkt ist mir am meisten ans Herz gewachsen und damit verbringe ich auch gerne den grössten Teil meiner internen Zeit. Namics ist die Summe aller Mitarbeiter. Also versuchen wir dauernd aktiv Menschen für uns zu gewinnen, unabhängig von konkreten freien Stellen. So beispielsweise an „Studententagen“ oder über private Netzwerke. Zudem investieren wir mit Schnuppertagen, an denen Bewerber aller Profile an einem Tag Kontakt mit über zehn Namics Mitarbeitern sich austauschen kann, pro Kandidat mehrere Tage Zeit von uns. Die so gewonnen Menschen sind Grundlagen für die „Professionelle Entwicklung“ von uns allen. Zudem ist unser Weiterbildungsbudget mit Abstand der grösste regelmässige Kostenblock mit über CHF 600’000.– pro Jahr ohne die zusätzlich investierte Arbeitszeit zu rechnen. Investiert wird in zahlreiche Projekte und Verstanstaltungen. So beispielsweise in Labs (kreative Freiräume für Business Units), in ein namicsweites Camp (Kongress mit allen Mitarbeitern), die Arbeit der Practices (Arbeitsgruppen über die Namics-Organisation) oder in Boot Camps), interne Weiterbildungen mit internen und externen Trainernu.v.a.m.

Kundeninteresse hat Vorrang (Client Interests First)

Kundeninteresse hat Vorrang (Client Interests First) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Unsere Firma ist erfolgreich, wenn unsere Kunden erfolgreich sind. Um eine verlässliche und effiziente Zielerreichung zu bieten, stellen wir für Kunden die am besten geeigneten Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung. Prioritäten ergeben sich immer aus den Zielen und Bedürfnissen des Kunden und aus dem vereinbarten Projekt; Kundenprojekte haben Vorrang vor Namics internen Aktivitäten.

Meine spontanen Gedanken: „Diesen Spruch“ singen wohl alle Dienstleister dieser Welt… Und ganz ehrlich, dazu kann ich / sollte ich gar nichts erzählen, aber Menschen die mit Namics zu tun haben müssten dies merken. Ein wichtiges Element für die Umsetzung bei uns ist, dass Namics (ausser beim Sales) KEINE individuellen Kopf-, Unit- oder Länderboni hat. Es gibt also zu jedem Zeitpunkt nur einen Anreiz: Namics als Ganzes besser zu machen. Zudem sind 19 Schlüssel-Mitarbeiter aus allen Fachdisziplinen als Partner (Teilhaber) an der Langfristigkeit von Namics interessiert. Also keine kurzfristigen Aktionen, aber langfristige Prioritäten zu Gunsten des Kundenerfolgs. Oder eben: „Client Interests First“.

Fachtagung Social Media – Publishing im Unternehmen Enwicklung und Beispiele [Vortrag]

Gregor Einetter (http://gregor.typepad.com/) von Sixapart stellt kurz die Firma Sixapart und deren Produkte (http://www.sixapart.com/) vor. Ich kenne die Systeme, also gehe ich mal eine Kaffee holen ;-)

Sorry, aus kurz wird lang. Wie Daniel Ebneter richtig anmerkt irritiert der Beitrag „über Produkte“ auch mich. Briefing war eine Case-Study….

Ich schreibe nicht weiter, da es eine Selbstdarstellung der MT-Produkte ist. Hier die Präsi: Social Media – Publishing im Unternehmen Enwicklung und Beispiele [pdf, 4,3MB]

Fachtagung Social Media – Dialogplattform immergenugstrom.ch [Vortrag]

Frau Jaqueline Erb von Alpiq stellt ihr Projekt „immergenugstrom.ch“ vor.

Alpiq ist ein Zusammenschluss von EOS und Atel und nach Aussage von Frau Erb der grösste Anbieter in der Schweiz. Ausgangslage für das Projekt waren veränderte Rahmenbedingungen in einem teilliberalisierten Strom-Markt mit Blick auf einen vollständig liberalisierten Markt. Die Öffnung bedingt eine andere Kommunikation, insbesondere einen Dialog mit den Zielgruppen.

Die Plattform hat am 7. Oktober übrigens ihren zweiten Geburtstag. Im Fokus – zusätzlich zum Dialog – ist Aktualität und Bewegbild (Strom TV). Ziel sei es, einen Dialog auf Augenhöhe führen zu können: Kritische Stimmen sind auch willkommen und der Leser entschiedet über die Interpretation.

Nun übernimmt Lars Holthusen und schildert die Lancierung. Von Anfang an geplant war eine „Seed Phase“ während der die Plattform im Web bekannt gemacht und verankert wurde. Danach die „Growth Phase“… der „soziale Betrieb“ sozusagen.

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Ziele der „Seed Phase“ war es neben der Etablierung der Plattform auch, nachgefragte Inhalte über die Messung des User-Interesses und über Umfragen zu identifizieren. Nun folgt eine kurze Vorführung der Plattform, welche in der Zwischenzeit über 100 Themen beherbergt.

Während der „Seed Phase“ wurde eine konventionelle, reichweitenorientierte Crossmedia-Kampagne (mit Plakat, Inserat, Banner, Broschüren und Adwords) gefahren und gleichzeitig die Verankerung in anderen Plattformen forciert. Als Beispiel wurden die Video-Inhlate der Plattform zusätzlich auf YouTube publiziert.

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Danach die „Grow Phase“ mit den Zielen den Dialog anzuregen und die Community aufzubauen. Eine Element waren „Stromscouts“. So blickte beispielsweise eine Gruppe von vier Leuten hinter die Kulissen des OpenAir St.Gallen und realisierten ihre eigene Reportage. Weiter wurde auf der Plattform ein Forum etabliert und auch hier gab es eine begleitende Crossmedia-Kampagne, nun aber mit der Zielsetzung des aktiven Dialogs.

Frau Erb übernimmt wieder uns spricht von der Wichtigkeit, langfristig zu denken. Oder in anderen Worte: Der Aufbau einer solchen Plattform brauch Geduld und viel Arbeit. Nun sehr interessante Ausführungen zum „offenen Dialog“. Kommentare sind ohne Login möglich und es gibt auch keinen inhaltlichen Filter. Der Autor bestätigt aber vorab „Verhaltensregeln“, welche es bei einem beleidigenden, unsachlichen Kommentare eine nachträgliche Löschung ermöglicht. Wichtig sei es die Beitragsschwelle tief zu halten und Zensur wolle man keine.

Frage aus dem Publikum: Was passiert, wenn jemand um Mitternacht einen verunglipfenden Kommentar schreibt? Der bleibe bis 8 Uhr morgens live, da sei aber kein Problem, da sich ja der Absender dadurch ins Abseits stellt.

Download Präsentation: Dialogplattform immergenugstrom.ch

Liveshopping bei Reto (Malte Polzin von Brack.ch / Daydeal)

Die Idee, Ware rar zu machen und so an Reflex-Instinkte zu appellieren, ist im Internet verbreitet und auch in der Schweiz gibt es einige. Heute Abend spricht der Marketing-Leiter von Daydeal Malte Polzin beim Internet-Briefing über seine Erfahrungen.

Für den Lacher zu Beginn sorgt Malte mit der Folie 2 von „What the F**K is Social Media: One Year Later“: Social Media is like teen sex…. Dann ein Schweif zur Tatsache, dass sich Kunden beim Kauf auf Online-Aussagen verlassen und noch das „Cluetrain-Manifest“…. Hoffentlich geht es bald mit Inhalt los. Nein, noch nicht… nun kommen noch die LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability).

Nun also: Die Einflussfaktoren von Social Commerce:

– Erlebnis / Spass
– soziale Interaktion
– monetäre Anreize
– Preis der Produkte
– Individualisierung
– Angebot
– Kollaboration
– Vertrauen / Authenzitiät

Hmmm… und was hat das alles mit Social Commerce zu tun? Aha: Der Vortrag handle auch vom „traditionellen eCommerce“. Also noch die Treiber:

– Crowd Sourcing (Tausbörsen, Join Shops, Affiliate Stores und Open Innovation)
– Live / Event Shopping (One Day Deal, Peny Auctions, Rev. Click Auctions, Club Shopping und Visual Shopping)
– Individualität (Mass Customization)
– Mobilität (Mobile Commerce)

Die neuen Hebel im eCommerce sind nicht nur die Features (Kommentare, Tagging, Bewertungen etc.) aber auch Tools (API, Social Bookmarks, Einbidung von Netzwerken etc.) und die genannten Konzepte. War das nicht eine Wiederholung?

Endlich: Live Shopping. Was ist es?

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Eine reduziertes Angebot, zeitlich begrenzt und „preisorientiert“. Der erste Live-Shop sei Woot in den USA und ist bereits 2004 gestartet. In der Folge wurde entlang von Produktgruppen / Zielgruppen vertikalisiert. Interessant ist, dass die Plattform viele statistische Angaben zur Community und zum Angebot öffentlich publizieren. An einem Tag werden auf dem Plattforen bis zu 50’000 Einheiten von ca. 40 Produkten Produktes verkauft!

In Deutschland sind es Vertreter wie guut.de, ibood.de oder ZackZack.eu sowie Syndikatoren drum drum wie Liveshopping aktuell.

Was sind wichtige Erfolgsfaktoren für Liveshopping seien: Die Eignung der Zielgruppe (Community Bezug), ein originelles Konzept, ein originelles Produkt, ein attraktiver Preis (nicht nur Preis!) und ein virales Design.

Warum eigentlich DayDeal?

Etwas „Neues“, Frequenz erzeugen, neuen Kunden ansprechen, Spass (??) und eine Community aufbauen. Für den Besitzer eines IT-/ Tech-Shops mit 20’000 Produkte, wo Fakten und Preis zählen, ein revolutionärer Ansatz. Zudem kann auch mit neuen Produkten experimentiert werden. Und, da der Auftritt unter einer anderen Marke geschieht, bestehen mehr Freiheiten bei der Vermarktung. Ein wichtiges Element seien dabei die Videos, bei welchen auch „viel ausprobiert werden“. Verkauft wird „alles“ (so auch mal ein Bike, ein Gummiboot oder eines Dose „Kägi Fret“) – spannende Sachen werden teilweise direkt aus China importiert!

Um den offenen Charakter beizubehalten, ist es möglich, Kommentare ohne Registrierung zu hinterlassen. Nicht erwünschte Texte werden nachträglich gelöscht um die Geschwindigkeit hoch zu halten. Nicht erlaubt sind Verweise auf Konkurrenten, sehr wohl aber Kritik am Produkt, welche den Abverkauf beinflussen (können).

Problematisch seien Produkte, welche zu schnell ausverkauft sind. Also wie werden die Verkaufsmengen bestimmt? Glasskugel! Aussage: Es werden ordentliche Mengen angeboten und alles liege vorab im eigenen Lager und wird auch von dort ausgeliefert.

Der Kommunikationsmix ist wie die Produkte selbst: „Wir machen alles“. Das gilt nicht nur für DayDeal aber auch für den „Muttershop“ www.brack.ch. Also gibt es Inserate (Print), Banner, Radio-Spots, Twitter, Facebook etc. So auch Sponsoring vom Argovia Fäscht, Live-Verkauf auf der Strasse oder ein
neuer Versuch (diesen Samstag) mit dem Racingday. Auch ein Newsletter mit 5000 Abonnenten und einer Öffnungsrate am Wochenende von bis zu 70% gibt es.

Zahlen werden keine genannt aber zumindest eine Grafik mit Page Impressions.
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Ausblick? Bleibt alles Geheimnis… so wie die Zahlen (Frage aus dem Raum: „Weshalb schämen Sie sich, die Zahlen zu nennen?“).

Kooperation und Respekt (Respect for the Individual)

Kooperation und Respekt (Respect for the Individual) ist einer von 11 ethischen Grundsätzen von Namics. Ein seit 2000 existierende essenzielle und unumstössliche Norm für unser Arbeiten und Handeln.

Die Ausformulierung davon lautet:

Exzellente Lösungen entstehen durch die gleichberechtigte Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen wie Kreation, Technologie und Beratung. Die Abwesenheit von Hierarchien zwischen den Fachdisziplinen, der Respekt vor unterschiedlichen Wertesystemen und die Wertschätzung jedes einzelnen Beitrages und Menschen sind fundamental wichtig für hochwertige, innovative Ergebnisse. Gegenseitiger Respekt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit bestimmen unseren internen Umgang, den mit Kunden sowie mit anderen Partnern.

Meine spontanen Gedanken: Die Abwesenheit einer fachlichen und organisationellen Hierarchie ist essentiell wichtig für innovative Lösungen: Jeder Input bei Namics ist gleich wichtig! Es gibt keine Politik und keine versteckten Pläne. Der gleichberechtigte Beitrag von Menschen mit unterschiedlichen Wertesystemen und Rollen ist für unseren Ansatz der interdisziplinären Zusammenarbeit und Problemlösung der Erfolgsfaktor Nummer eins.

Namics Professional Ethics Grundsätze

Seit meinem ersten Tag bei Namics vor rund 10 Jahren und bereits zuvor war es für mich klar, dass sich nicht alles (fast nichts?) in Anweisungen resp. in vorbestimmte Prozesse zwingen lässt. Illustrativ nutze ich dafür das Schachspiel: Die Regeln sind in 30 Minuten erklärt, die Beherrschung des Spiels dauert ein Leben lang… und das ist eben das Spannende dran.

Zum Glück teilt(e) Namics die Ansicht und Tim Dührkoop schrieb die gelebten Regeln im Jahr 2000, ergänzt um Dienstleister-spezifsche Aspekte nieder: Die „Namics Professional Ethics Grundsätze“ sind essenzielle und unumstössliche Normen, welche wir unserem Handeln jederzeit zu Grunde legen. Diese folgen dem Grundgedanken, dass wir und nicht über detaillierte Prozesse weiter entwickeln wollen, aber entlang von gemeinsam akzeptieren Spielregeln:

Kooperation und Respekt (Respect for the Individual)
Kundeninteresse hat Vorrang (Client Interests First)
Professionelle Entwicklung (Professional Development)
Kunden in Wettbewerbssituation (Competing Clients)
Projektannahme mit Verantwortung (Accepting Projects)
Vertraulichkeit (Confidentiality)
Keine Austrittsbarrieren (Lock-In)
Integrität (Integrity)
Unabhängigkeit (Independence)
Keine finanzielle Verflechtung (Financial Arrangements)
Internet-Prinzipen (Internet Principles)

Weshalb braucht gerade Namics solche Regeln? Die Leistung, welche wir anbieten bedingt, dass uns Kunden ihr Vertrauen schenken. Einerseits weil unsere Projekte innovativ sind, einen hohen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben und weil wir häufig mit schützenswerten Informationen umgehen. Andererseits weil zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses weder alle Lösungsaspekte definiert sind, noch die Lösung selbst bekannt ist (im Gegensatz zum Produktgeschäft). Wie beim Arzt weiss ich nicht, ob die vorgeschlagene Therapie die beste ist (sonst bräuchte ich keinen Arzt). Zudem ist das digitale Medium speziell, da einfach (und verlustfrei) kopiert werden kann, schützenswerte Daten ausgetauscht werden und der Erfolg des Internets auf Öffentlichkeit (inkl. öffentlichen Standards) basiert. Potentiell kann viel Unfug/Missbrauch betrieben werden. Die „Namics Professional Ethics Grundsätze“ regeln unser Verhalten in diesem Kontext und sind Basis für unser Vertrauensgeschäft.

In der Folge schreibe ich zu jedem der Prinzipien einen Post um diese verständlicher zu machen…