Westschweizerische Business Community

Vor ein paar Wochen durfte ich die Web Business Community Rezonance in der Westschweiz kennenlernen und zwar als Referent einer sogenannten FIRST Konferenz.

Diese Business Community war mir vorher nicht bekannt aber ihr Konzept fand ich überzeugend. Die Community an sich hat keine Einschränkung bezüglich der Interessen und ist dadurch mit bald 28’000 Mitgliedern breit gewachsen. Auf der Webplattform können Subgruppen gebildet und moderiert werden. Was die Community belebt sind die FIRST Konferenzen (ursprünglich die „First Tuesdays“), die ca. zwei mal im Monat organisiert werden. Die Vielfalt der Konferenzen ensteht dadurch, dass das Rezonance-Team sich nur als Rahmen anbietet und dass jede Interessengruppe die Rolle des Veranstalters mitübernehmen kann. Die Themen sollten zu einem der 4 séries thématiques passen.

In meinem Fall war das Thema „Innovation“ und der Lead-Veranstalter war die Direktion eines Executive Master Programms.
Mit 270 Teilnehmern war also 1% der Rezonance Community anwesend und ich konnte viele wichtige Kontakte knüpfen. Ich habe übrigens über das neue namics intranet auf Basis eines Wikis referiert, u.a. wie dessen Features Austausch, Collaboration und den Dialog fördern und somit mehr Platz für interne Innovation schaffen. Meine und die weiteren Präsentationen (auf französisch) sind hier verfügbar.

Als weiteres Beispiel kann ich noch die kommende FIRST Konferenz im November erwähnen, mit hochkarätigen Referenten wie Doris Leuthard, M. Bürki (Direktor von Swissquote), D. Borel (CEO Logitech) oder P. Cagni (Apple general manager Europe Middle East and Africa). Als Mitveranstalter sind die ETH Lausanne und der GRI. Eintritt ist wie immer und dank den Jahressponsoren gratis.

Im Voraus der Konferenzen kann man im Web die Liste der Angemeldeten Teilnehmer anschauen, und so den Kontakt zu bestimmten Personen bewusst schon im Vorfeld herstellen. Durch dieses Zusammenspiel zwischen Web und physischen Konferenzen spielt die geographische Nähe eine wichtige Rolle.

Abschliessend möchte ich hiermit der Gründerin und CEO von Rezonance, Geneviève Morand, zum zehnjährigen Geburtstag der überzeugenden Rezonance Community herzlichst gratulieren.

Aufgepasst! Trickbetrüger haben Ricardo als Markt entdeckt

Vor zwei Wochen habe ich ein Produkt auf Ricardo.ch verkauft. Nach einigen Tagen hatte ein Käufer die teure Option „sofort kaufen“ gewählt und meinen Artikel damit gekauft. Der Käufer schrieb mir sofort die folgende Mail:
“ hello seller
i will like to purchase this item please i am a new menber on this site and i will like to buyu this item to my son who live with his mum in west african nigeria so please i want you to get back to me with the total cost of the item plus the shiping fee via DHl to nigeria i dont mind paying you any amount to do this for me i will be adding 50 dollars for you, i will pay you via postal order please if you are getting back to me please send along with your postal address i mean your full name and address where money will be sent too thanks
terry

Nachdem Ich ihm meine Postadresse bekannt gegeben habe, erhielt ich folgende Mail:

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Der Inhalt dieser E-Mails kam mir etwas unseriös vor, also ging ich auf www.nochex.com und fragte per Formular nach, ob die Mails wirklich von Nochex stammen würden. Ein Tag darauf antwortet Nochex, „I can confirm that this email is fraudulent and should be ignored. All official Nochex correspondence ends with @nochex.com“.

In der Zwischenzeit wurde mein Käufer ungeduldig und meldete sich erneut (wohlbemerkt, diesmal mit dem aktuellen Logo von Nochex):

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Obwohl ich über einige Internet-Erfahrung verfüge, war ich nah dran den Artikel zu verschicken. Eine Person ohne Erfahrung könnte meiner Meinung nach ganz schnell darauf reinfallen.

Ausserdem: der Betrüger scheint sich sehr schnell zu verbessern: die zweite Mail war bereits viel besser gestaltet als die erste. Noch ein wenig Zeit mehr und vielleicht lernt er, wie man ein Mail mit der Endung „nochex.com“ verschicken kann – was heutzutage kein Geheimnis mehr ist.

Nun muss ich noch überlegen, was ich Mr. Terry antworten sollte. Meines Wissens gibt’s keine Internet-Polizei, die international so etwas nachgehen würde. Oder?

Werbung für rezeptpflichtige Medikamente nun auch im Internet verboten

Werbung für rezeptpflichtige Medikamente ist seit langem auf Papier oder an Plakatwänden verboten. Seit dem 1. Januar 2007 müssen sich die Pharmahersteller auch im Internet an diese Regel halten.

Die neuen Bestimmungen werden auf news.ch zusammengefasst oder auf swissmedic im Detail [pdf, 500k] beschrieben, weshalb ich sie hier nicht zu wiederholen brauche. Aber ein paar Beispiele aus der klassischen Werbung kann die Strenge dieser Bestimmungen erläutern.

Hier zwei Beispiele :

– Kürzlich wurde durch einen Bundesgerichtsentscheid festgelegt, dass bereits ein allgemeiner Hinweis dazu, dass eine Krankheit behandelbar sei, als Werbung zu beurteilen sei. Die Begründung: der Pharmahersteller habe seinen Namen auf den Plakate publiziert. Eine Person würde nun diese Werbung sehen, zum Arzt gehen und nach dem Medikament des angegebenen Herstellers fragen.

– Bereits im Herbst 2006 wurde Pfizer verurteilt, weil der Wirkstoff eines verschreibungspflichtigen Pfizer-Medikaments in einer Broschüre erwähnt wurde. „Bundesgericht verurteilt Pfizer: Anti-Migränekampagne muss gestoppt werden“.

Fazit: Wenn es um Medikamente geht, muss die Grenze zwischen Information und Werbung streng eingehalten werden.

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