Blogreihe „Mikrotargeting“ Teil 2: Wie funktioniert das?

In unserem ersten Blogbeitrag haben wir gesehen, was Mikrotargeting überhaupt ist und was es bringt. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung von Maßnahmen – über Facebook und Google.

Wie funktioniert Mikrotargeting?

Digitale Marketingbotschaften werden über bestimmte Anbieter ausgespielt – die bekanntesten für Online-Anzeigen sind Facebook und Google. Die beiden Internet-Riesen teilen ihre Nutzer in verschiedene Gruppen ein. Das funktioniert anhand einer komplexen Auswertung unterschiedlicher Nutzerdaten: Welches Gerät wird benutzt? Wo kommt der User her? Welche Interessen hat er? Wie ist das Surfverhalten? Was liked der Nutzer? Auf Basis dieser Daten ordnet Google wie auch Facebook seine User verschiedenen Gruppen zu. Diese können wir anschließend für Mikrotargeting-Maßnahmen nutzen. Doch wie funktioniert das genau?

Wir greifen das Beispiel aus dem ersten Blogbeitrag auf und möchten passionierten Surfern einen Urlaub verkaufen. Bei Facebook und auch bei Google besitzen wir die Möglichkeit, unsere Posts beziehungsweise Anzeigen an bestimmte, ausgewählte Zielgruppen zu adressieren.

Personalisiertes Targeting bei Facebook

Facebook Post für Mikrotargeting

Zuerst können wir bei Facebook die Zielgruppe, die wir mit unserem Post erreichen möchten, anhand demografischer Daten eingrenzen: Geschlecht, Alter und Herkunft der Nutzer. Über direkte Eingabe eines Begriffs, zum Beispiel “Surfen”, können wir auswählen, dass den Post genau die User sehen, die sich für Surfen interessieren.

Um die Zielgruppe weiter zu spezifizieren, können wir zusätzliche Begriffe definieren oder auch einzelne Interessensgruppen ausschließen. Am unteren Rand sehen wir sofort, wie viele Personen wir damit erreichen.

Mikrotargeting mit Facebook

Personalisiertes Targeting bei Google

Bei Google Adwords läuft die Sache ähnlich: Wir definieren Zielgruppen anhand von Interessen. Verschiedene Kategorien helfen bei der Suche. Jedoch gibt es bei Google weniger Interessen als bei Facebook. Zum Beispiel konnten wir nicht spezifisch “Surfer” oder “Surfing” eingeben, sondern mussten uns mit “Wassersportbegeisterte” begnügen.

Allerdings besitzen wir bei Google eine deutlich höhere Reichweite über die komplette Google-Produktpalette – von der Suche, über YouTube bis hin zum breiten Netz an Partnerseiten. Darüber hinaus können wir das Mikrotargeting mit passendem Keyword- oder Placement-Targeting verbinden. Das bedeutet, wir können nicht nur auswählen, wer unsere Banner sehen soll, sondern auch wo die Banner erscheinen sollen. 

Personalisiertes Google TargetingMikrotargeting Gruppen bei Google

Mikrotargeting kein Hexenwerk

Genau die Tatsache, dass eigentlich jeder „mikrotargeten“ kann, ist die Krux. Um sich vom Durchschnitt abzuheben und wirklich erfolgreich sein möchte, müssen alle Faktoren perfekt abgestimmt sein. Allein um herauszufinden, welche die passenden Zielgruppen für die einzelnen Kampagnen sind, bedarf es einer ausführlichen Datenanalyse und vielleicht sogar einer qualitativen oder quantitativen Befragung. Erst mit diesen wertvollen Insights können die Zielgruppen und deren Bedürfnisse richtig adressiert werden.

Einschränkungen gibt es in Form von Datenschutzbestimmungen und Werberichtlinien. Darüber und wie wir als Nutzer bestimmen können, was uns angeboten wird, lesen Sie im dritten Teil der Reihe “Mikrotargeting – das Ziel ist der Weg!”

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