Finance 2.0 2017 – Key Insights des Vormittags

Wie letztes Jahr berichten wir wieder vom Flagship Event der Finance 2.0. Das diesjährige Programm setzt sich neben generellen Themen wie Artificial Intelligence oder der digitalen Identität (eiD), auch aus bankenspezifischen Themen wie Open Banking oder Robo Advisory zusammen. Wir geben einen kleinen Einblick in die Konferenz und teilen unsere Key takeaways zu den einzelnen Sessions. Die Insights des Nachmittags findet man hier.

The rise of Artificial Intelligence: Just a great sales story? – Pascal Kaufmann

Ein kritischer Blick auf den aktuellen Hype AI:

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  • Beware of the hype – there is no AI (yet): Oftmals befindet sich menschliche Intelligenz hinter dem Label „AI“. Sogenannte „tinned human thoughts“ der Entwickler und damit Menschen im Hintergrund der Applikation und keine echte künstliche Intelligenz.
  • Forget about Deep learning: Von der Ursprungsform des Neuralen Netzwerkes (Perceptron, 1957) bis heute sind nur mehr „hidden layers“ dazugekommen. Die einzige Entwicklung heute ist, dass die verfügbare Rechenleistung extrem gestiegen ist. Das menschliche Gehirn ist viel komplizierter aufgebaut, Neuronen wachsen und entwickeln sich flexibel weiter. Aber das Gehirn ist im Vergleich wesentlich langsamer.
  • The human factor is the differentiation in these days: Alles zu automatisieren ist nicht die Lösung
  • Human worker 2.o: Damit wir mit der Entwicklung mithalten können, müssen wir die technischen Möglichkeiten ausschöpfen. Bsp. Holo Lens zu Hause bei Pascal. IMG_3383
  • Closing statement: „It is up to you what will be automated and what should not be automated“

The Cognitive Bank: Use Cases – Marc A. Geiger

  • 4 Hauptfähigkeiten von AI: Understand, Reason, Learn and Interact
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  • Banken die es schaffen die Fähigkeiten von AI zu nutzen, werden zur „Cognitive Bank“
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  • „IBM Watson could allow bankers to drop boringwork and let them focus on what matters most: client interaction.“
  • Banken sollten von theoretischen Diskussionen über Themen hin zu konkreten Piloten gehen

More advanced than humans and score cards? – Jonas Muff

  • Zusammenarbeit mit Intrum Justitia und Merantix
  • Einsatz z.B. im Kreditvergabeprozess, Beurteilung der Kreditwürdigkeit anhand unterschiedlicher Faktoren
  • How does it work?
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What the hack? 30 hours to the prototype at the 3rd SIXHackathon – Andreas Iten

  • Kleine Vorstellung des SIXHackathon 2017: https://www.six-group.com/about/en/site/hackathon.html
  • 31 Projekte wurden am Ende eingereicht, hier einige Facts & Figures:
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  • Die Projekte müssen im Entfernten mit Finance zu tun haben, es wurden vier Themenkomplex-Workshops als Anregung gegeben:
    • Augmented Reality in FinTech
    • Digitalisierung der Rechnungsverarbeitung
    • Machine Learning für Regulierungsanforderungen
    • Location-based Loyality Services
  • Vorstellung des Gewinners 2017, „Waitless“:
    • Ein wenigen Sekunden eine Bestellung direkt per App aufgeben und bezahlen
    • Das Ziel: Wartezeiten bei Takeaways reduzieren
    • Nutzung von Conversational Interface
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How Smart-Contracts can Revolutionize Asset Management –  Mona El Isa (CEO & Co-Founder Melonport)

  • The rise of a new asset class – „Crypto“: Wir sehen aber einigen Widerstand dagegen, was historisch betrachtet jedoch nicht neu ist
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  • Melonport baut eine Art Blockchain Backend, resp. ein Open-Source Protokoll „The Melon Protocol“ als Basis für das Asset Management, welches auf der Ethereum Plattform aufbaut: https://melonport.com/
  • Die Vorteile in kurz:
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Open Banking: Banks that open up will be able to take banking to the next level  – Thomas Ruck

  • API driven world: Es gibt bereits eine Vielzahl an Services, doch diese sind bis jetzt nur die Spitze des Eisberges. Wir stehen vor einem grösseren Shift, der auch durch neue Regulationen getrieben wird.
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  • Banken Dienstleistungen werden sozusagen atomisiert (erinnert an die Aussage des „Unbundling of a bank“).
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  • Drittanbieter werden durch das Open Banking eine Direktintegration von Banken-Services in ihre Applikationen anstreben. Einige Beispiele für die genannten „Living Services“ (predicted use cases):
    • Knip: Wird zum Finanzverwalter und erlaubt direkte Banktransaktionen.
    • Digitec: Kann direkt Kreditvorschläge geben für ein Produkt verbunden mit der Bank.
    • Blacksocks: Erlaubt nun ein automatisches Abbuchen vom Socken Abo.
    • Comparis: Wird zur „automated buying plattform“ und erlaubt den direkten Kauf und Wechsel von unterschiedlichen Produkten, immer zum besten Preis.
    • Swisscom: Kosten direkt teilen in einer Wohngemeinschaft und immer das beste Angebot bekommen.
    • Interdiscount: Automatisches Zurückerstatten von Retouren ohne zusätzliche Angaben von Zahlungsmitteln.
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    • Manor oder Jelmoli: Personalisierte Angebote mit der Verbindung zum Konto.
    • Kuoni: Gruppenbuchungen und ein direktes Teilen der Kosten unter den Reisenden.
    • an many more :)
  • Banken müssen also mit Ideen aufkommen, wie sie „living services“ kreieren können durch Partnerings mit Marken und Fintechs. Dabei steht im Kern die Herausforderung, dass Visibilität gegenüber dem Kunden generiert wird.
  • Die Reise dort hin ist ein langer Weg und beginnt mit dem regulatorischen Schock (z.B. Einführung der PSD2). Die Exploration ist dabei die wichtigste Phase. Der potentielle Weg:
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  • Es gibt vier strategische Optionen (sowie einen Mix von diesen), wobei die letzten beiden die umfassendsten sind:
    • Provide core utility
    • Provide platform & monetization
    • Provide advice & new living services
    • Expand Ecosystem and aggregate value

Egosystem? Ecosystem! How TWINT as a payment joint venture provides real added value to customers, merchants and banks (LIVE DEMO) – Thierry Kneissler und Andreas Kubli

  • Es verändert sich viel im Payment Bereich
  • Die vier Core beliefs von TWINT:
    • Die Lösung der Banken: CH ist kein kreditaffines Land, es geht also um eine Direktanbindung von Konto & Karte
    • Überall bezahlen: Es geht nicht nur um Mobile Payment, sondern um eine umfassende Lösung die an allen Stellen funktioniert. Also auch am POS oder im Webshop.
    • Mehr als bezahlen: Mehrwert für den Kunden generieren durch die Integration von nahen Themen wie Kundenkarten.
    • Schweizer Innovation: Eine Lösung für die Schweiz, die die lokalen Bedürfnisse adressiert.
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  • Das Netzwerk von TWINT und der Unterschied bisher zu Playern wie ApplePay: Die grossen Issuer wie UBS, ZKB, CS oder Raiffeisen sind mit an Board
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  • Timeline: Ab März kommt TWINT bei UBS und ZKB, more to come
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  • Drei Use Cases vom neuen TWINT werden in einer Live Demo gezeigt:
    • P2P Payment bleibt so einfach wie bisher
    • Zahlung im Webshop wie Digitec per QR Code
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    • Zahlung am POS mit integrierter Kundenkarte wie der Supercard. Cumulus wird es vermutlich nicht geben ;)
    • Small Merchant: Zahlung bei Eishändler oder
    • Rechnungen einfach bezahlen: QR Code auf Rechnungen abscannen und direkt per Paymit zahlen
    • Integration mit UBER

The digital banking story. A glance behind the scenes (LIVE DEMO) – Hanspeter Wolf & Nina Schneider

  • Kleine Demo der Appway Lösung mit einer End-to-End Experience eines Abschlusse inkl. E-Signature und Dokumenten-Upload sowie des Background Checks durch den Kundenberater
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  • „Never let your user alone, use Co-browsing and other options“
  • Zwei Empfehlungen:
    • Connect your employees with your customers
    • Connect your physical with your digital world

Revolut: Beyond banking

  • Die Story der Unternehmung begann durch eine Reise des Gründers auf welcher er enorme Bankengebühren für Wechselkurse und sonstige Leistungen ausgab
  • Die derzeitigen Leistungen: https://revolut.com/
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  • Heute: 2 Transaktionen alle 2 Sekunden
  • Integration eines Chatbots im Kundensupport und damit Reduktion von 24% der Fälle
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  • Multicurrency Accounts für Unternehmen: Bereits jetzt 8’000 Registrierungen
  • Launch nun auch in der Schweiz (Startcode „FINANCE“)

Hier geht es zu Teil 2 mit den Highlights des Nachmittags.

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