Fünf Trends für die Digitale Wirtschaft in 2017

2017 ist gekommen und wir blicken gespannt auf die digitalen Trends, die das neue Jahr mit sich bringt. In unserer Trendserie haben unsere Experten bereits aufgezeigt, was die Branchen HandelLife Science, Industrie und Finanz- und Versicherungswesen 2017 erwartet. Aber wie sieht es mit der Entwicklung der digitalen Wirtschaft aus? In unserem Blogbeitrag fassen Holger Neckenbürger und ich fünf zentrale Trends zusammen.

Digitale Wirtschaft_final_01

(1) Digital? Überall! – Mensch, Dinge, Infrastruktur

War das Internet zuerst für Menschen gedacht, rücken heute immer mehr intelligente Dinge in den Fokus. Künftig werden es Autos, ganze Städte oder sogar die gesamte Infrastruktur sein. Das Resultat: Alle Lebensbereiche werden digitalisiert. Damit findet jeder analoge Bereich sein digitales Pendant. In naher Zukunft werden daher zum Beispiel Fussballvereine eigene e-Sport Abteilungen gründen und Ampeln werden mit Autos kommunizieren.

(2) Chatbots

Ein weiteres Beispiel für eine umfassende Digitalisierung sind Chatbots. Sie werden in den kommenden Jahren vermehrt von Unternehmen eingesetzt, um individuelle Kundenbedürfnisse direkt zu bedienen. Sukzessive wird sich mit der zunehmenden Integration und Akzeptanz von Chatbots auch das Nutzerverhalten verändern: Ist es in einem ersten Schritt noch nah an dem, wie wir das Web heute nutzen, wird es in künftigen Ausbaustufen komplett neue Interaktionsmöglichkeiten mit Chatbots geben. Zudem werden Ende 2017 Bots so weit entwickelt sein, dass wir nicht mehr bewusst unterscheiden, ob Mensch oder Maschine hinter der Problemlösung steckt.

(3) Marketing Technology

Wie können Unternehmen künftig ihre Mediabudgets weiter optimieren und gleichzeitig ihre Performance steigern? Die Antwort darauf ist Programmatic Advertising – eine Kombination aus Artificial Intelligence (AI) und Real Time Bidding (RTB). Derzeit vor allem im Display, Video und Social Media Advertising eingesetzt, finden diese Massnahmen auch im Bereich TV Advertising Anklang. Mit aktuellen Marktanteilen von neun Prozent in der Schweiz und 13 Prozent in Deutschland ist davon auszugehen, dass sich diese 2017 verdoppeln. Das hat auch Auswirkungen auf die Dienstleistungen in dieser Disziplin, sie werden ebenfalls zunehmen.

(4) Von personalisierten Angeboten zu personalisierten Services

Wer 2016 zögert, seinen Kunden 2017 personalisierte Angebote zu machen, wird 2018 vielleicht gar keine mehr entwickeln. Daher arbeiten immer mehr Unternehmen an ihren Personalisierungsstrategien. Diese konzentrieren sich aber primär auf Angebote, zum Beispiel  Promotion-Aktionen, die spezifisch aufbereitet die jeweilige, segmentierte Zielgruppe adressieren. In Zukunft geht es jedoch primär um personalisierte Services und Produkte, die genau auf den einzelnen Kunden zugeschnitten sind. An dieser Entwicklung wird kaum ein Unternehmen vorbeikommen, gleich ob B2C oder B2B.

(5) Cyber Security – Bis einer die Cloud klaut

Keine Frage: 2017 wird Cyber Security auf die Vorstandsagenda kommen. Cyber Threats waren schon immer gefährlich. Mittlerweile sind die Methoden aber so ausgefeilt und geschäftskritisch, dass sie bald als grösste Gefahr gelten können. Ihre Auswirkungen sind eventuell noch gravierender als die konjunkturelle Entwicklung. Ein aktuelles Beispiel ist die Telekom. Hieran wird deutlich, dass nicht mehr nur eine Software, sondern die Infrastruktur angegriffen wird. Für 2017 ist sogar davon auszugehen, dass eine Firma Insolvenz anmelden muss, weil sie durch Cyber-Attacken Daten oder Geld verloren hat. Durch die neue Aufhängung im Vorstand, vormals fälschlicherweise in der IT-Abteilung angesiedelt, werden Cyber-Risiken auch vermehrt Gegenstand der Geschäftsberichte – zumindest von Konzernen.

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