Funky or Fail: Ultrasound haptic feedback

Ultrahaptics

Gestensteuerung ist mittlerweile massentauglich. Es gibt Geräte für Gelegenheitsspieler (Wii, Xbox) bis hin zu Nerds (Leap Motion). Auch die Autoindustrie ist auf den Zug aufgesprungen und immer mehr Hersteller setzen bei der Interaktion mit Bedienelementen im Cockpit auf Gestensteuerung. Richtig und sinnvoll eingesetzt kann Gestensteuerung eventuell sogar beim Kampf gegen Bewegungsarmut oder zur Reduktion von Autounfällen beitragen. Aber vielleicht geht es euch bei der Benutzung wie mir, man denkt: „Schon ganz nett, aber irgendwie fehlt da noch was.“

Haptik

Ein oder vielleicht der fehlende Baustein zu einem wirklich guten Nutzungserlebnis ist meiner Meinung nach die haptische Wahrnehmung, das Anfassen, Berühren und Spüren von Dingen.

Der Mensch ist ein haptisches Wesen.
– Dr. Martin Grunwald

Die Wichtigkeit des Tastsinns zeigt sich schon darin, dass er vor allen anderen Sinnen ausgebildet wird. Bereits ein Embryo von wenigen Wochen ist in der Lage seine Umwelt haptisch zu erfahren. Hören kann ein ungeborenes Kind erst später und sehen sogar erst nach der Geburt. [1]

Adding little touch

Diese Lücke zu schließen haben sich mehrere Forscher und Firmen auf die Fahne geschrieben. Manche nutzen dabei Handschuhe, die dem Nutzer über Vibrationen taktiles Feedback vermitteln, z.B. NeuroDigital mit ihrem Gloveone oder Avatar VR. Die Advanced Technology and Projects Abteilung von Google setzt mit ihrem Project Soli auf das Berühren der eigenen Finger oder Hand als haptisches Feedback. Beide Ansätze finde ich persönlich nicht so spannend wie den von Ultrahaptics. Handschuhe sind ein weiteres Artefakt, das zwischen mir und der Erfahrung steht und die eigenen Finger bzw. die eigene Hand entsprechen nicht dem Element, mit dem ich interagiere.

Ultrahaptics geht einen anderen Weg und projiziert mittels Ultraschall ertastbare Luftdruckunterschiede in die Umgebung des Nutzers. Diese Luftdruckunterschiede können verschiedene Formen annehmen um z.B. ein Dreh- oder Schieberegler zu repräsentieren.

Kombiniert mit einer leistungsstarken optischen Gestenerkennung à la Leap Motion und dem richtigen Anwendungsgebiet finden wir bei Namics München mehrheitlich, dass das ganze keine heiße Luft ist, sondern funky.


[1] http://www.werbeartikel-verlag.de/2011/08/15/haptik_martin_grunwald/

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