Augmented Reality – was passiert nach Pokémon Go?

Pokémon Go hat etwas geschafft, was in der Entwicklung von Augmented Reality lange erstrebt wurde: Mass Market Consumer Awareness. Jeder redet darüber – über die gesammelten Pokémons, die besten Poké-Stops und eben über Augmented Reality.

Augmented Reality vor Pokémon Go

Aber zurück zum eigentlichen Begriff, bevor er in solchem Ausmass von Pokémon Go geprägt wurde. Augmented Reality bezeichnet laut Gabler “eine computerunterstützte Wahrnehmung bzw. Darstellung, welche die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert.” Zusätzliche Informationen oder Objekte werden zu dem erfassten Bild der realen Welt hinzugefügt.

Häufig wird Augmented Reality im Zusammenhang mit Virtual Reality genannt. Bei Virtual Reality geht es um eine rein computergenerierte Welt mit dem Ziel, die Realität möglichst wirklichkeitsnah abzubilden.

Ein Blick auf die Entwicklung von Augmented Reality verdeutlicht, dass es sich keineswegs um eine kurzfristige oder vorübergehende Erscheinung handelt.

kerstin_grafik_ar

Die Entwicklung von Augmented Reality (namics.com)

Damit hat sich Augmented Reality längst als digitaler Trend etabliert, in der breiten Öffentlichkeit wird Augmented Reality aktuell aber vor allem mit Pokémon Go assoziiert.

Was bedeutet Pokémon Go für die Entwicklung von Augmented Reality?

Wie hat Pokémon Go nun die Entwicklung von Augmented Reality voran getrieben und zwar nicht nur im öffentlichen Diskurs, sondern auch in Hinblick auf die technische Innovation? Techcrunch beschreibt dazu vier Eigenschaften, warum Pokémon Go so erfolgreich wurde.

  1. Der emotionale Faktor: Pokémons wecken positive Gefühle.
  2. Der Core User Loop: das Spiel schafft es, uns im endlos-Zirkel zu halten zwischen Pokémons Jagen, Pokémons bekommen und höhere Pokémon Go Levels erklimmen.
  3. Die mobile und allgegenwärtige Erfahrung: Wir können jederzeit und überall Pokémons jagen.
  4. Das Smartphone als pervasive Plattform: Mit der bestehenden Durchdringung des Smartphones gibt es keine Hürden wie den Kauf eines zusätzlichen Geräts, um Pokémon Go spielen zu können.

Keine der Eigenschaften hat mit einer bahnbrechenden technologischen Entwicklung zu tun. Der letzte Punkt verdeutlicht sogar, dass Pokémon Go im Gegensatz steht zu den bisherigen Trends von Augmented Reality. Bisher entsprach das Bild von Augmented Reality meist einer High-Tech Anwendung mit eigener Hardware. Nichts davon ist bei Pokémon Go zu finden. Was also bedeutet Pokémon Go für die Entwicklung von Augmented Reality? Alles und nichts. Pokémon Go ist ein enormer Schritt für die allgemeine Awareness, trägt jedoch nichts zu der der technologischen Entwicklung bei. Also welche Trends werden in der Tech Branche als tatsächliche Neuheiten im Bereich Augmented Reality identifiziert?

Augmented Reality Glasses und das Start-up Lumus

Auf der CES 2016 schafften im Bereich Augmented Reality vor allem Augmented Glasses auf die vorderen Positionen. Dabei ist mir Lumus aufgefallen, ein israelisches Start-up, das kürzlich $15 Millionen in einer Series B Runde aufnehmen konnte und bereits erfolgreich mit DAQRI, Atheer und weiteren Top Playern im Augmented Reality Bereich kooperiert.

Lumus erstellt durchsichtige, wearable Displays, durch welche der User die Realität mit video- und datenangereichertem Content sehen kann. Lumus bietet allerdings keine Endprodukte, sondern Development Kits für Augmented Glasses.

Anwendungsfälle, mit denen Lumus wirbt, betreffen beispielsweise die Navigation beim Roller Fahren, sowie den Servicebereich in der Automobilbranche.

Screen Shot 2016-08-31 at 14.32.45

Augmented Reality bei der Navigation (lumus-optical.com)

Screen Shot 2016-08-31 at 14.33.04

Augmented Reality im Car-Service (lumus-optical.com)

Augmented Reality Glasses – Funky or Fail?

Die Anwendungsbeispiele weisen darauf hin, dass die Hersteller Augmented Reality oder Smart Glasses durchaus im täglichen Gebrauch von Endanwendern sehen.

In der Diskussion bei Namics waren sich die meisten einig darin, dass diese Brillen sich in vielen Bereichen vor allem im B2B-Umfeld weiter durchsetzen werden, es für den Endnutzer im täglichen Leben jedoch ein “Fail” ist, wofür verschiedene Gründe diskutiert wurden, von dem geschaffenden Mehrwert gegenüber bereits durchgesetzten Plattformen, bis hin zu ökonomischen und optischen Hürden. Im Massenmarkt für Endkonsumenten muss Augmented Reality also so „spielerisch“ einfach in unseren Alltag integriert werden können wie Pokémon Go. Vielleicht müssen wir sogar erst noch ein Device, oder eben ein Non-Device finden, damit Augmented Reality sich nicht nur im Gaming Kontext in den täglichen Verwendung der End-Konsumenten verankert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>