Twint und sein Geschäftsmodell

Im Gegensatz zu Paymit (Disclaimer: Namics durfte mitarbeiten) welches mit P2P-Zahlungen begonnen hat und sich nun in Richtung des POS ausweitet, hat Twint den POS als Startpunkt gewählt und ist somit für Endkunden auch massiv sichtbar.

Wir haben schon über die Unterschiede dieser zwei und weiterer Systeme geschrieben, der aktuell Artikel „Valora schreckt vor Bezahl-App Twint zurück“ in der Handelszeitung bringt es mit dem wichtigsten Aspekt erneut auf den Punkt.

Das Geschäftsmodell von Twint benötigt Kunden- und Transaktiosdaten um zu funktionieren. Oder wie es deren CEO Thierry Kneissler nett ausdrückt: Er wolle mehr Umsatz mit Datenauswertung verdienen als mit reinen Transaktionsgebühren. Wollen das die Händler und wollen das die Endkunden?

Ein guter Grund für einen Händler Twint einzusetzen, sind die konkurrenzlose günstigen Transaktionsgebühren mit 2 bis maximal 20 Rappen pro Transaktion. Deshalb sieht die App auch so aus wie sie aussieht: Vor lauter besonderen Angeboten findet man die Bezahlfunktion kaum. Im krassen Gegensatz zu UBS Paymit. Hier die zwei Startbildschirme.

Twint und Paymit Startscreen

Am POS und somit bei der Sichtbarkeit hat Twint zur Zeit die Nase vorn. Doch sind für mich die folgenden Fragen weiter zentral:

  • Twint muss wegkommen von der Wallet-Idee. Ich will nicht vor einer Bezahlung überweisen müssen. Das scheint aber in Mache.
  • Die Händler und die Endkunden müssen entscheiden ob sie bereit sind (noch mehr) Daten offenzulegen. Valora scheint sich deshalb gegen Twint entscheiden zu haben.
  • Und dann noch dieselbe Frage, ob Schweizer Händler und Kunden Apple vertrauen werden und deren Bedingungen akzeptieren.

2 Gedanken zu “Twint und sein Geschäftsmodell

  1. Hallo Thomas und ja. Ich befürchte aber, dass SIX (mit den Banken) und die Postfinance als Firmen nicht wirklich kompatibel sind und es aus Schnittstellen oder noch schlimmer auf einen Übermenge der Funktionalitäten rausläuft. Allein die zwei Homescreens zeigen, wie unterschiedlich der Ansatz ist, ob schon der User nur „das Eine“ will.

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