Saisonale SEO – Suchmaschinen-Optimierung für den Jahresverlauf.

Durch saisonale SEO-Anpassungen lassen sich periodische Schwankungen im Kundenverhalten effektiv begegnen – zudem lässt sich der Prozess in Folgejahren formgleich abbilden. Das spart Ressourcen und trägt zu erfolgreichem Web-Marketing bei.

So unterschiedlich wie die Jahreszeiten sind auch die Kaufentscheidungen, die Kunden im Verlauf eines Jahres treffen – man denke nur an die bald wieder anstehenden Weihnachtsbesorgungen. Da Kaufentscheidungen immer stärker online beeinflusst und dort getroffen werden, stehen abgerufene Suchbegriffe und das Surf-Verhalten der Kunden stets im jeweils zeitlichen Zusammenhang. Saisonale SEO, also eine Suchmaschinen Optimierung, die auf saisonales Kundenverhalten abzielt, setzt genau dort an.

SEO – bitte immer dynamisch.

Die Antwort auf dynamische Informations- und Kaufentscheidungsprozesse kann nicht statisch sein – also auch nicht die Maßnahmen im Bereich SEO. Durch saisonales SEO können Unternehmen in Peakphasen zusätzlichen, qualifizierten Traffic auf ihre Seite ziehen, andererseits können Phasen schwächerer (Such-)Nachfrage effektiv gestützt werden.

Durch wiederkehrende Prozesse wird saisonales SEO keine Ressourcenfalle – die Anpassungen lassen sich in den Folgejahren wieder abbilden und weiter verbessern. Dabei ist saisonales SEO sowohl für Produkte relevant, die sich im Jahresverlauf gleichmäßig absetzen lassen, als auch für jene, deren Absatz starken Schwankungen unterliegt.

Um die Mechanismen zu verdeutlichen, begleiten wir im Beispiel einen Spezialisten für Winterreifen durch seine SEO-Saison.

Saisonales SEO in mehreren Schritten.

Wie ein grundlegendes SEO-Konzept erfordert saisonales SEO entsprechende Planung, die mit einer Analyse beginnt: Ein Blick auf ein Analyse-Tool hilft, Suchnachfrage-Peaks und Lows zu identifizieren. Ohne SEO-Tool kann hier unter anderem auf das frei verfügbare Tool „Google Trends“ zurückgegriffen werden.

Mit Hilfe von Google Trends identifiziert man Suchanfragen Peaks und Lows.

Für den Suchbegriff „Winterreifen“ erkennt unser Spezialist wie in der Grafik oben eine Peakphase im Oktober / November jeden Jahres und stark nachlassendes Interesse in den Sommermonaten.

Je nach Produkt sollten Unternehmen dabei auch wiederkehrende Ereignisse wie Messen, Weihnachten, die Sommerferien oder den Valentinstag in Betracht ziehen.

Auch sollten Erfahrungen etwa aus dem Kundenservice oder eine allgemeinen Absatz-Analyse herangezogen werden. Bemerkt ein Unternehmen in bestimmten Zeiten wiederkehrend gesteigertes Interesse an einem Produkt, sollte dieser Umstand auch in den saisonalen Prozess der SEO-Strategie einfließen.

Anpassung der SEO-Strategie: The early bird…

Im Zuge seiner SEO-Strategie sollte unser Reifenspezialist also an die Erstellung eines SEO-Kalenders gehen. Damit einher geht die ausführliche Suche nach den jeweils saisonal nachgefragten Keywords.

Schon bei der Planung sollte er berücksichtigen, dass es eine Weile dauert, bis eine SEO-Optimierung Wirkung zeigt. Entsprechend beginnt er mit den Maßnahmen rechtzeitig vor der angepeilten Phase. Absehbare Produktlaunches oder sonstige relevante Ereignisse sollten langfristig, d.h. mehrere Monate im voraus, vorbereitet werden. Dies ist der Grund, wieso Online Medien bereits von den möglichen Funktionen eines Apple iPhone 7 berichten, obwohl dies noch lange nicht vom Produkthersteller angekündigt ist.

Dass viele Unternehmen jedoch auch hinterher hinken, zeigt eine Untersuchung des Technologie Unternehmens IntelliAd Media zum Online-Kaufverhalten der Deutschen zur Weihnachtszeit – die meisten Unternehmen kommunizieren am höchsten Kaufinteresse in dieser Phase verspätet vorbei. Dies kann mit saisonalem SEO abgefedert werden.

Der Maßnahmenkatalog.

Nun geht es an die Umsetzung. Der Reifenspezialist legt Landingpages an, die für die gewählten saisonalen Keywords optimiert sind. Zur Stützung der lauen Sommerphase bietet es sich an, Informationen rund um das übergreifende Thema „Reifen“ bereit zu stellen, welches in der jeweiligen Phase zur Vorbereitung der Kaufphase dient.

Neben den Inhalten, die dann wiederum für sich dem SEO-Konzept der Plattform folgen, empfiehlt es sich, auch die Meta-Daten (vor allem die Meta-Description) der Website entsprechend saisonal anzupassen, um höhere Click-Through-Raten zu erzielen.

Nach Ende der anvisierten Phasen sollten die erstellten Landingspages nicht gelöscht, sondern für die nächste Saison aktualisiert werden. Im Folgejahr kann der Reifenspezialist die Landingpages mit den optimierten Inhalten wiederverwenden.

Weitere unterstützende Aktivitäten.

Zum Füttern von Low-Phasen kann der Reifenspezialist sich darum kümmern, positive Kundenbewertungen abzubilden, um so die Early Birds für zukünftige Käufe zu überzeugen. Indem er ganzjährig auf Social Media-Kanälen aktiv und das “Ohr am Markt” hat, weiß er genau, welche Themen potentielle Kunden beschäftigen und kann sich als Meinungsführer positionieren. Auch in der Nebensaison publizierte Beiträge unterstützen sein saisonales Geschäft: einerseits schafft er damit aktuellen Content (auch für die kommenden Hochsaison) und er kann durch entsprechende Keywords potentielle Kunden locken.

You live, you learn.

Nach diesem ersten Piloten kann der Reifenspezialist für das kommende Kalenderjahr auf ähnliche SEO-Maßnahmen zurück greifen und diese von Jahr zu Jahr optimieren. Insofern ist es essentiell, die Erfolge des SEO-Pilotenjahres zu dokumentieren und data-driven die Folgejahre zu optimieren.

Zusammenfassung:

  • Saisonales SEO kann Suchnachfragen Peak- und Lowphasen im Jahresverlauf unterstützen.
  • In Peakphasen kann weiterer Absatz generiert werden.
  • In Lowphasen wird schwächerer Absatz gestützt.
  • SEO-Aktivitäten müssen rechtzeitig vor anvisierten Phasen umgesetzt werden.
  • Mechanismen lassen sich in den Folgejahren abbilden und optimieren.

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