Das Ende vom Anfang des digitalen Marketing.

Seit Jahren beschäftigen sich digitale Marketeers mit den Auswirkungen sozialer Kommunikation, mobiler Kanäle und der Inhaltsflut auf ihre Marke. 2014 läutet nun endlich das Ende dieser Diskussionen ein. Es beginnt die Alltags-Ära von digitalem Marketing. Flexibilität, Mitmach-Mentalität und Denken über traditionelle Grenzen hinweg sind normal geworden. Oder?

Diese Frage stand im Fokus der Sitecore Digital Trendspots in Hamburg, die ich im Rahmen meiner Keynote mit einigen Gedanken zu diesem Thema eröffnen durfte.

Ein Rückblick über die letzten zehn Jahren verdeutlicht, dass wir – digitale Marketeers – uns immer wieder von Trends, Entwicklungen und Neuerungen überrumpeln lassen mussten, und dass wir das Steuer der Führung unserer Marken selten selber in den Händen halten – Wir sind reaktiv!
Es war mir deshalb wichtig im Vortrag meine persönliche Überzeugung zu übermitteln, dass Marketeers auch ohne die Zukunft voraussagen zu können, die Markenführung zukunftstauglich gestalten und das Marketing 2014 wieder aktiv steuern und gestalten können!

Die Folien dazu:

Ich gehe davon aus, dass folgende Herausforderungen das Denken und das Handeln von Marketing- und Kommunikationsexperten in den kommenden Jahren prägen werden:

  • Die Herausforderung der Rastlosigkeit. Wir können die Geschwindigkeit und Dynamik der Verbreitung von Informationen, der Vermehrung von Daten, der technologischen Entwicklungen etc. nicht beeinflussen.
  • Die Herausforderung der Vielfalt. Wir können ebenso wenig beeinflussen, mit welchen Devices, über welche Kanäle und um welche Tageszeit unsere Kunden mit unserer Marke interagieren werden.
  • Die Herausforderung der Erwartungen. Dass von unseren Diensten erwartet wird, diese mögen gleich gut wie Amazon oder Google funktionieren, mag aus Sicht des Marketeers keine „faire“ Erwartung sein, aber bei welcher Ombudsperson wollen wir uns denn über die Erwartungen unserer informierten und vernetzten Kunden beklagen?

Meine Aufforderungen an digitale Marketeers für das Jahr 2014 lauten schliesslich folgendermassen:

  • Wir müssen Geschichten erzählen und uns über Themen und Ideen positionieren, statt Features und Functions ins Zentrum unserer Botschaften zu stellen. (Das verwendete Beispiel, die von Namics gemeinsam mit dem Kunden ABB entwickelte Blogging Plattform ABB Conversations wurde mit dem Best of Swiss Web Award 2013 in der Kategorie Online Marketing ausgezeichnet.)
  • Wir müssen in Systemen denken und unsere Geschichte mit einer Stimme über alle Touchpoints integriert und konsistent verbreiten. (Meine Kollegen haben im Rahmen der Banking Fachtagung vermehrt auf diesen Punkt hingewiesen)
  • Wir müssen Daten nutzen und zwar im Sinne unserer Kunden. Wir müssen verstehen, dass Daten eine Währung sind, und dass Benutzer unserer Dienste bewusst mit ihren konsumbezogenen oder persönlichen Daten bezahlen. Wir dürfen uns nicht totsparen, indem wir Daten nur sammeln aber nicht dafür einsetzen, unseren Kunden einen echten Mehrwert anzubieten.
  • Wir müssen agil sein. Geschwindigkeit, Flexibilität und Mitmach-Mentalität erlauben uns, die geschilderten Herausforderungen zu begegnen und den Dialog mit unseren Kunden auf Augenhöhe zu führen (Eine Übersicht über das Thema liefern die Beiträge meines Kollegen Raphael Stumpzum Beispiel seine Projekt-Erfahrungsberichte)

Die spannenden Diskussionen im Anschluss haben bestätigt, dass das kommende Jahr 2014 für Marketeers ganz im Zeichen des Management der Touchpoints stehen wird. Für Gesprächsstoff unter den 200 Anwesenden beim Mittagessen sorgten schliesslich die 2 gezeigten Kurzfilme zur Entwicklung von Wearable Devices bei DUREX und zur agilen Produktentwicklung bei Dodge.

Ein Gedanke zu “Das Ende vom Anfang des digitalen Marketing.

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