Content Migration – Mengengerüst und Migrationsprozess

Der Relaunch von Websites mit umfangreichen Inhalten ist ein aufwändiger Prozess, der strukturiert angegangen werden will, redaktionelle Aufgaben mit sich bringt und viele Kompetenzträger innerhalb und ausserhalb des Unternehmens tangiert. In unserer Blog-Serie behandeln wir zwei wichtige Aspekte einer erfolgreichen Content Migration.

So klappt die Content Migration: TEIL 1

Redesign- oder Plattformprojekte werden oft zum Anlass genommen, sich auch über den vorhandenen Inhalt auf den Web Sites Gedanken zu machen. Neben dem Design und der Technologie ist oft auch der Inhalt in die Jahre gekommen:: über die Zeit unstrukturiert gewachsen und verwässert, verwaist und ohne klare Zugehörigkeit oder ganz einfach nicht mehr gültig.

Die Erstellung einer neuen Navigationsstruktur mit neuen Seitentypen führt dazu, dass bestehende Inhalte nicht einfach übernommen und in die neue Informationsarchitektur der Plattform überführt werden können. Während umfangreiche Datenbank-Inhalte wie z.B. Pressemeldungen und PDFs problemlos (und oft auch skriptbasiert) migriert werden können, ist eine 1:1-Migration für unstrukturierte Inhalte meist kein gangbarer Weg. Ein Umschreiben oder die Neuerstellung von Content für neue Website-Bereiche wird nötig.

Zur eigentlichen Migrationsarbeit kommen also umfangreiche redaktionelle Aufgaben dazu, um den Inhalt den neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Der resultierende hohe Aufwand, die Komplexität und die Anzahl und Heterogenität der beteiligten Personen rechtfertigen es, für die Content Migration ein eigenes Teilprojekt zu planen.

Mengengerüst

Welches sind die Schritte einer Content Migration? Zunächst benötigen wir Klarheit über das Mengengerüst der zu migrierenden Inhalte. Die Seitenanzahl pro Sprache sowie die Anzahl der Bilder, Videos vPDFs, Formulare und Applikationen  sollte bestimmt werden.

Migrationsprozess

Das Mengengerüst bildet einen Anhaltspunkt für die Aufwandschätzung der Content Migration. Je nach Umfang und Komplexität der Inhalte sind andere Migrationsarten geeignet: Während sich bei einer grossen Seitenanzahl mit strukturierten Inhalten und einer einfachen Navigationsstruktur der automatisierte Direktimport lohnt, kommt man bei umfangreichen und komplexen Inhalten um eine manuelle Migration nicht herum.  Ausgehend von der Migrationsart werden die Projektbeteiligten und ihre Rollen definiert, mit den Ressourcen und Kompetenzen im Unternehmen abgeglichen und  mögliche Engpässe sowie Unterstützungsbedarf durch externe Partner identifiziert. Ein minimaler Migrationsprozess setzt sich aus dem Briefing der Content-Ersteller, dem Erstellen der Inhalte, der Übersetzung, dem Korrektorat und der Publikation zusammen. In der Praxis gestalten sich diese Prozesse oft komplizierter, wie folgendes Beispiel einer öffentlichen Verwaltung zeigt.

Beispielhafter Migrationsprozess

Kundenbeispiel eines Migrationsprozesses. Auf der Vertikalen sind die benötigten Rollen aufgeführt, horizontal der detaillierte Migrationsprozess

Im zweiten Teil werde ich u.a. auf eine mögliche Aufwandberechnung eingehen und worauf beim Aufsetzen des Migrationsprojekts zu achten ist.

Danke Gergina für das Gegenlesen dieses Artikels.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>