Die Organisation eines Contentmigrations-Offices im Rückblick – TEIL III

Der dritte und letzte Teil rückt die Hürden und Risiken bei der Organisation eines Contentmigrations-Offices in den Mittelpunkt und bildet den Abschluss der Blogpost-Serie.

Parallelbewirtschaftung als Hürde
Da man in der Praxis im Normalfall keinen „Content Freeze“ für mehrere Monate machen kann, muss im Normallfall auch der sich aktuell ändernde Content vom Live-System auf das Migrationssystem nachgezogen werden. Diese Parallelbewirtschaftung ist je nach Häufigkeit der Content-Änderungen auf der Live-Seite mit erheblichen Mehraufwänden verbunden.

Technische Probleme und Bugfixes
Die Parallelisierung der technischen CMS-Entwicklung sowie der Content Migration bot nicht nur Vorteile. Denn erst bei der Content-Pflege kann abschliessend beurteilt werden, ob das CMS resp. die Seitentemplates für das Frontend die Anforderungen vollständig erfüllen können. Einige Bugs wurden so erst im Zuge der Migration sichtbar und mussten anschliessend über einen Code Release im Migrationssystem behoben werden. Das Abschätzen dieser Bugs im Vorfeld birgt ein gewisses Risiko. Um dieses zu minimieren, wird empfohlen im Vorfeld des Migrationsstarts einige Dummy Content Pages (Versuch-Inhaltsseiten) anzulegen und das Frontend- und CMS-Testing vollständig abzuschliessen, bevor man mit der Migration loslegt.

Change Requests und deren Einfluss
Wie muss mit Änderungsanfragen vom Kunden während der Migration umgegangen werden? Wenn ein fixer Endtermin vorliegt, muss der Projektleiter einschätzen und entscheiden, ob diese Change Requests (Änderungswünsche) noch innerhalb der Migrationsphase umgesetzt werden können. Falls dies nicht möglich ist, muss der Rollout dieser Änderungsanfragen auf einen Termin nach dem 1. Launch verschoben werden.

Fazit

Die Organisation einer Content Migration in diesem Umfang unterliegt auch bei noch so gewissenhafter Schätzung gewissen Unsicherheiten und gestaltet dadurch die Ressourcenplanung herausfordernd. Es ist von grosser Bedeutung und muss in der Angebotsdefinition entsprechend berücksichtigt werden. Im vorliegenden Fall kamen die Content Migratoren schneller voran als gedacht, was aber in anderen Fällen auch auf die andere Seite kippen könnte. Die Content Migratoren sollten eine gewisse Flexibilität bezüglich Arbeitszeiten mitbringen, sowohl hinsichtlich der gesamthaft zu leistenden Arbeit als auch im Tagesverlauf.

Die regelmässige Anwesenheit eines Kundenvertreters im Migrationsoffice erleichtert die Zusammenarbeit enorm. Kleinere Detailfragen konnten so rasch und effizient direkt am Bildschirm geklärt werden, ohne dass zeitraubende Abklärungen per Telefon oder E-Mail gemacht werden mussten.

Aus meiner Sicht spielte auch das Teamwork der Content Migratoren eine wichtige Rolle und sollte nicht unterschätzt werden. Trotz dem vorwiegend eigenständigen Arbeiten ist der Wissensaustausch untereinander enorm wichtig für das Lösen von kleineren Problemen und wirkt sich schliesslich positiv auf die Effizienz und Content-Qualität aus.

Ein weiteres Muss war aus meiner Sicht der gleichzeitige Start aller Teammitglieder. Die Lernkurve stieg in den ersten Tagen und Wochen zügig, wozu natürlich ein paar kleine Schulungsblöcke nötig waren. Ein späterer Einstieg, wie es erst angedacht war, ist deshalb nicht ganz einfach und würde aus meiner Sicht zu viele Ressourcen absorbieren, bis der Anschluss an das restliche Team geschafft ist.

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Teil I der Blogpostserie
Teil II der Blogpostserie

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