Social Business auf der JiveLive Tour

Gestern nahm ich an der JiveLive Tour in Frankfurt am Main teil. Das Thema war Social Business und wurde vorgestellt mit Erfahrungsberichten von Jive Kunden sowie einer Live Demo des Produkts. Darüber hinaus bot die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, Kontakte herzustellen und sich mit Vertretern aus anderen Unternehmen über den Umgang mit Social Business auszutauschen.

Social Business meint hierbei die Einführung von Social Collaboration im Unternehmen, also die Anwendung von social web Innovationen, die häufig bereits im privaten Umfeld genutzt werden.

Dabei zeigte Markus Müller (Jive, Director of Sales) bereits in der Einleitung auf, dass

  • bloggen alleine nicht ausreicht. Es benötigt ein Social Collaboration Konzept, um erfolgreich zu sein.
  • durch die Generation der Digital Natives sich das Verlangen nach Social Collaboration verstärken wird.
  • es in den Unternehmen auch Mitarbeiter gibt, die für solche Veränderungen nicht offen sind (digital ignorants).

Chris Morace (Jive, SVP of Business Development) erläuterte, dass die Änderung von etablierten geschäftskritischen Methoden und Prozessen sehr schwierig ist und es darum wichtig ist, das Business-Problem zu identifizieren. Hierzu gab es eine Zusammenstellung von Interviews mit Kunden, die hierzu befragt wurden, welche Business-Probleme von Jive erfüllt wurden. Es zeigte sich, dass diese sehr unterschiedlich waren, z.B.

  • Unfähigkeit, Informationen zu finden.
  • Geographische Barrieren durch Arbeit an verteilten Standorten.
  • Das Zusammenbringen von Kunden und Experten.
  • Überführung von Social Media in Geschäftswelt.
  • Socializing.
  • Attraktivität für Mitarbeitergewinnung.
  • Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.
  • Kommunikation (auch mit Kunden) kontinuierlich fortführen.

Es wurde vorgestellt, wie solche Lösungen bei Kunden eingeführt wurden und darauf hingewiesen, dass diese immer schrittweise erfolgt. Statt also mit einer vollumfänglichen Lösung zu beginnen, soll man sich zunächst fokussieren.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Erfahrungsbericht von Dirk Linnenbrügger (Allianz, Executive Vice President). Er unterstrich die Notwendigkeit für ein Social Collaboration Konzept, da in einem Unternehmen wie Allianz, wo Unternehmenswerte wie Kontinuität und Vertrauen sehr wichtig sind, man eine Lösung nicht einfach mal hinstellen kann. Das wäre zu riskant. Umgekehrt kann man aber auch nicht alle Use Cases vollumfänglich definieren. Besser ist, einen Mindeststandard anzubieten, der die vorhersehbaren Use Cases beinhaltet. Eine weitere Erfahrung ist, dass die Usability einen hohen Einfluss auf die Benutzerakzeptanz hat. So hat man die Nutzung der Lösung auf Mobilgeräten signifikant steigern können, indem man die Authentifikation vereinfacht hat. Die Benutzerakzeptanz ist in diesem Umfeld noch wichtiger als sonst, da die Nutzung solcher Software freiwillig ist und nicht ein Zwang zur Nutzung besteht, wie es z.B. bei ERP oder CRM der Fall ist.

Im Vortrag von Tim Albright (Senior Director of Community Strategy) wurde daher die Empfehlung ausgesprochen, mit der Mitarbeitergruppe zu starten, welche die meisten Probleme bei der Arbeit verspürt. Dort sei auch das Potenzial für Verbesserungen am größten. Weitere Empfehlungen waren zusammengefasst:

  • Themen offen diskutieren (auch Ängste).
  • Nicht kontrollieren, Mitarbeiter arbeiten lassen.
  • Vertrauen und Selbstkontrolle.
  • Einsatz von talentierten Mitarbeitern sorgt für Erfolg.

Schließlich sprach Frank Wolf (T-Systems Multimedia Solutions) über Erfahrungen mit Social Collaboration. Einige davon kurz zusammengefasst:

  • Offene Unternehmenskultur ist keine Voraussetzung, sondern tatsächliche Anreize zur Zusammenarbeit.
  • Erfahrung, dass viele Projekträume geschlossen bleiben, also nur für das jeweilige Projektteam zugänglich sind. Es zeigt, dass Vertraulichkeit auch intern ein Bedürfnis ist.
  • => Realitäten im System abbilden.
  • Social Networking ist kein Anwendungsfall.
  • Offenheit und Kontrollverlust
    Probleme können oft am besten im Detail gelöst werden.

Mit der abschließenden Live-Demonstration wurden dann noch einmal die Vorzüge von Jive erläutert:

  • People-centric design
    Der Nutzer steht im Mittelpunkt.
  • Information finds you
    Die Kunst ist, durch geschickte Filter und Empfehlungen, dem Nutzer genau die Informationen anzuzeigen, die für ihn interessant sind. (Social Graph)
  • Integration von externen Portalen wie LinkedIn oder XING
    Diese Schnittstellen erlauben den komfortablen Datenaustausch zwischen Jive und dem jeweiligen Portal.
  • Outlook Integration

Jive gibt es auch als SaaS-Lösung, wobei festgehalten wurde, dass sich die meisten Kunden in Deutschland für eine eigene Installation entschieden haben.

Fazit

Eine interessante Veranstaltung mit vielen Erfahrungsberichten in angenehmer Atmosphäre. Ich freue mich, dabei gewesen zu sein.

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