Referat bei der Online Marketing Konferenz in Zürich zu Google AdWords

Ich konnte am 1. November bei der Online Marketing Konferenz in Zürich einen Vortrag zum Thema „Die größte Auktion der Welt. Ein Blick hinter die Kulissen von Google AdWords“ halten. Im Folgenden findet sich eine kleine Zusammenfassung.

Im Referat ging es grundsätzlich darum, zu zeigen, mit welchen Mechanismen Google die Vorteile systemischer Auktionsverfahren nutzt und Schwachstellen durch eine globale Firmenstrategie beseitigt. Hierzu wurde kurz das Modell des „AdWords Qualitätsfaktors“ diskutiert und besprochen, wie der Algorithmus, der hinter AdWords sitzt, funktioniert.

Herausforderungen der Ad Auction

Die Google Auktion ist nicht die erste ihrer Art, allerdings diejenige, die die Probleme klassischer Auktionsverfahren am Besten abfedert. Strukturell gesehen ist die Ad Auction dann erfolgreich, solange eine hohe Frequentierung der Auktionen stattfindet und das Matchingproblem effizient (d.h. automatisiert) gelöst werden kann.
Beim Matchingproblem handelt es sich um die Aufgabenstellung, dass binnen kürzester Zeit (maximal 0,5 Sekunden) sowohl die organischen Suchresultate wie Anzeigen zu einer Suchsequenz q1q2…qm der Nutzer unter Berücksichtigung der täglichen Budgets ausgeliefert werden.
Dies sieht zudem auf den ersten Blick einfacher aus, als es tatsächlich ist, denn:
Es gibt eine restrikte Menge (circa 8-12) an gewichteten Werbeslots (TOP-Anzeigen, „normale“ Anzeigen, Anzeigen unterhalb der organischen Suchergebnisse), welche mit relevanten Anzeigen besetzt werden müssen. Es können zudem nur dann Resultate angezeigt werden, solange es sich um präferierte Slots handelt. „Präferierte Slots“ bedeutet, dass jeder Bieter den Slot direkt bevorzugt, den er gebucht hat- natürlich will jeder auf die TOP-Position, aber nicht jedem Bieter ist die zusätzliche Menge an Klicks das entsprechende Mehrgeld wert, den diese Steigerung der Position mit sich bringt (man spricht hier von inkrementellen Kosten). Gäbe es keine „präferierten Slots“, würde sich die Voraussetzung für ein mathematisches Gleichgewicht auflösen und es würde ein asynchrones Matching entstehen- ein Problem, das bereits andere Suchmaschinen vor Google hatten und deswegen nicht in der Lage waren, das Geschäftsmodell zu realisieren.

Die Folien zum Referat finden sich hier:

Google+ Neu mit Pages für Unternehmen und Marken

Heute abend war richtig Goldgräberstimmung auf Google+. Ab sofort führt Google+ Pages für Unternehmen und Marken ein.

Kurz nachdem Google über den PR-Verteiler informiert hatte, wurde die Funktion nach kurzer Wartezeit für alle Google+ Benutzer freigeschaltet. In Echtzeit konnte ich verfolgen, wie die EarlyAdopters ihre ersten Google Pages aufgeschaltet haben. Mike Schwede mit Goldbach Interactive, Tim für TEDxZurich, Peter die NZZ und Malte die Brack Page. In spontaner Teamarbeit haben Tim und ich die Namics Page erstellt.

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Und während ich schreibe, sind es bereits ein Dutzend mehr. Irgendwie fühlt es sich nach Pionierarbeit an wie damals beim Erstellen der ersten GoogleWave und GoogleBuzz Accounts…

Was es bringt?
Eine gute Indizierung in Google wollen wir mal hoffen, eine weitere Herausforderung im Management eines zusätzlichen Corporate Accounts und viele neue Fragen bezüglich Crossposting Strategien, der Administration des neuen Profils mit mehreren Benutzern. Und ich bin gespannt auf die Akzeptanz von Unternehmens-Content im bislang angenehm marketingfreien Google+ Stream.

Der Funktionsumfang ist noch etwas dürftig und die Plugins fürs Einbinden auf der Website scheinen noch nicht ganz ready zu sein. Es werden wieder spannende Pionierwochen werden. Viel Experimentalcharakter und Übungen auf dem Livesystem. Insgeheim aber mit der Überzeugung, dass es diesmal funktionieren wird. Nicht wie mit Google Wave und Google Buzz.

Weitere Informationen gibt es im Blog-Eintrag von Vic Gundotra, Senior Vice President of Engineering bei Google, auf dem Official Google Blog und auf der Google+-Presseseite.

Communitycamp Berlin 2011 – 1. Tag

Wenn rund 150 Communitymanager, Social Media Experten und Interessierte an einem Wochenende auf einem Barcamp zusammenkommen, verspricht es reizvoll zu werden. Und das war es heute, dem ersten Tag des Communitycamps in Berlin, zu dem Sonya Schlenk und ich gereist sind, auch wirklich. Sowohl in den Sessions (ca. einstündigen „Vorträgen“ mit umfangreichen Diskussionsanteil) als auch in den zahlreichen Gesprächen drumherum, habe ich bereits viele wertvolle Anregungen bekommen. Darüber hinaus ist es immer schön sich mal intensiv mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

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Angefangen mit Oliver Überholz von mixxt, dessen Vorstellung von 165+ Tools für Social Media und Web zu einem Erfahrungsaustausch genutzt wurde, der angesichts der Masse an Tools morgen fortgesetzt wird.

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Die erste Bestellung: FREITAG relauncht seinen Shop

Heute habe ich sie endlich bekommen, die allererste Bestellung im von Namics frisch relaunchten Online-Shop von FREITAG. Kurz vor dem Live-Gang am vergangenen Montag, hatte ich bereits meine Kreditkarte zurecht gelegt. Als Raphael dann kurz nach 20 Uhr den grossen, roten Knopf drückte, war ich bereit. Die erste Bestellung … bestätigt!

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„Mein“ Rucksack ist mir im neuen E-Commerce-Angebot sofort ins Auge gefallen, denn an jeder Stelle im neuen Shop stehen die einzeln aufwändig fotografierten Taschen ganz im Vordergrund.

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Die Industrie im Web. Kommunikativ.

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Entscheider nutzen den Kanal, um sich eine Meinung zu bilden. Und sie glauben an den Wert der Informationen, ebenso wie an die Zukunft des Kanals.

Und: Online ist DER Kanal für die (dringend benötigten) zukünftigen Talente, Partner und Entscheider. Und die bilden sich ihre Meinung über die Industrieunternehmen, die sie interessieren. Heute. Jetzt.

Designkantine Oktober – Interaction Design selbst gemacht


Interaction Design – die Gestaltung von Struktur und Verhalten interaktiver Produkte – ist ein Thema, das nach aktiver Beteiligung schreit!

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Aus diesem Grund war die heutige Designkantine nur mit wenig „Airtime“ von Michael Sandmaier und Daniel Demel, dafür aber mit viel „Hands-on“ für die Teilnehmer.

Daniel und Michael haben in einer kurzweiligen Präsentation die wichtigsten Instrumente, Vorgehensweisen portratiert und uns die wichtigsten Design Patterns an die Hand gegeben. Vier Gruppen haben unterschiedliche Aufgaben erhalten. Die Konzeption einer mobilen App für ein Hotel für verschiedene Personas.

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Digital Touch – „Innovationskongress“ in Frankfurt

Hier eine Zusammenfassung des zweiten Tages der Digital Touch in Frankfurt.

Ich war angenehm überrascht, auch wenn ich keine wirklich neuen Erkenntnisse gewonnen habe. Dafür habe ich aber viele interessante Beispiele gehört und gesehen die mich inspiriert haben.

Kernaussage der Key Note von Thomas Tyborski war, dass es dringend erforderlich sei sich mit den digitalen Berührungspunkten (digital touches) des Kunden auseinanderzusetzen.
Die Zeiten „wir machen mal eine App als nettes Gadget“ sind vorbei. Eine intelligente Integration in die Gesamtstrategie ist gefragt und damit zielgruppengerechte Multi-Channel-Konzepte.

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Schöne Beispiele dazu wie man es richtig macht liefert Diesel mit der Kamera im lokalen Handel, die direkt Bilder des potentiellen Käufers in der Diesel Jeans auf Facebook überträgt.

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Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches: Die 404-er Fehlerseite

Namics verantwortet konzeptionelle, technische und gestalterische Relaunches von Webauftritten. Hierbei treten häufiger ähnliche Fragestellungen zum Themenkomplex „Suchmaschinenoptimierung und Content“ auf, von denen wir einige ausgewählt haben, die wir in der folgenden Blogserie „Das kleine SEO 1×1 bei Relaunches“ beantworten möchten.

Den ersten Artikel möchten wir den häufig vernachlässigten 404-er Fehlerseiten widmen, welche in der Praxis meist aus folgenden Fehlerquellen entstehen:

  • Falsch eingegebene URL
  • Link auf gelöschten Inhalt
  • Link auf verschobenen Inhalt
  • Abgeschnittener Link (beispielsweise aus Twitter)

Was Marcel Proust mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat.

In Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit heißt es:
Daß man sich verliert, ist noch nicht schlimm, sondern daß man sich hinterher nicht wieder zurechtfinden kann.
Dies trifft in besonderem Maße auf Fehlerseiten zu. Zwar agieren die Robots von Suchmaschinen auf Websites dank vorgegebenem Auftrag zwar etwas anders (und im best case effizienter) als Ihre Besucher, allerdings scheitern diese an den gleichen Hürden. Indem die Crawler auf Links zu „toten Seiten“ stoßen, befinden sich diese wie Ihre Nutzer in einer Sackgasse der IA.
Jegliche Optimierung bezüglich 404-er Fehlerseiten sollte zuallererst darauf abzielen, die Fehlerursachen zu lokalisieren und diese zu beheben. Die schnellste Methode, um diese Fehler zu beheben, dürfte die Identifikation via Google Webmastertools sein:
Im Reiter „Crawling-Fehler“–> „Nicht gefunden“ lassen sich die fehlenden Seiten mit dem Ort, von dem diese verlinkt wurden, einsehen und als Excel-Datei extrahieren.
Grundsätzlich gilt: je mehr Daten Sie über die Fehlerseiten gewinnen können, desto schneller wird Ihnen eine Behebung des Fehlers gelingen-mit vielen positiven Nebeneffekten (reduzierte Serverlast) und vor allem einer verbesserten Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite. Mit weiteren Daten erkennen Sie, ob Sie möglicherweise eine Scraping-Attacke fürchten müssen (wenn viele 404-er Fehler von einer oder wenigen IPs aus kommen) oder ob Fehler in Ihrem Affiliate-Netzwerk auftreten, was dann direkte finanzielle Konsequenzen hätte.
Beispielsweise mittels einfacher Excel-Auswertung können Sie nachvollziehen, ob die Häufigkeit von Fehlern kontinuierlich sinkt (Es sollten grundsätzlich mehr Fehler behoben werden als neue Fehler hinzukommen). Priorisieren Sie nach der Frequenz der Aufrufe von einzelnen Seiten, damit die schlimmsten Fehler zuerst behoben werden können.

Insbesondere bei Website-Relaunches und häufig editierten Seiten sind jedoch Fehler unvermeidlich. Für diesen Fall sollten Sie Ihre 404-er Fehlerseite sowohl für Suchmaschinen als auch für Ihre Nutzer derart optimieren, dass die oben beschriebene Sackgasse verhindert werden kann. Die folgenden Tipps helfen, eine nutzerorientierte Fehlerseite zu erstellen, welche gleichermaßen User wie Crawler sinnvoll bedient.

Sorry sagen.
Eine 404-er Fehlerseite erscheint ausschließlich dann, wenn ein Fehler passiert ist, so dass Unternehmen sich beim User für diese Unannehmlichkeit entschuldigen sollten-mit (hoffentlich) positiven Auswirkungen auf die Bounce Rates Ihrer Nutzer.

Corporate Design endet nicht beim ersten Fehler.
Eine 404-er Fehlerseite ist wie andere Seitentypen Bestandteil Ihres Webauftritts. Wenngleich der Nutzer diese im besten Falle nie zu sehen bekommt, spricht viel dafür, die Seite im einheitlichen Look (Und Corporate Design) zu gestalten, damit diese als ebendieses Element der Website angesehen wird und der vorzeitige Absprung verhindert wird.

404-er Fehler Status im Header sichern.
Die Übermittlung an die Suchmaschinen, dass die Seite nicht gefunden wurde, findet über die Integration des Status „404″ im Header-Bereich statt. Ist dieser nicht vorhanden/fehlerhaft, weiß die Suchmaschine nicht, dass es sich um einen nicht lokalisierbaren Fehler handelt und bewertet den Inhalt der Seite als klassische Seite. Überprüfen (und reparieren) Sie den Status mittels Online-Tool.

Dialog fördern.
Viele 404-er Fehlerseiten informieren ausschließlich darüber, dass der Fehler aufgetreten ist, bieten aber keine oder nur unzureichende Lösungsmöglichkeiten an.

Interne Verlinkung nutzen.
Nutzer wie Crawler entkommen der Sackgasse am Besten, wenn Sie
Übergreifende/ Weiterführende Links anbieten. Je nach Webauftritt kann sich hier die 1st-Level Navigation, populäre Produkt- oder Unternehmensseiten anbieten. In jedem Falle sollten Je nach Ihrem Datensatz wissen Sie, welche Seite die User eigentlich erreichen wollten: betten Sie den korrekten Link in die Fehlerseite ein.

Suchfunktionalität offerieren.
Nicht in jedem Fall wissen Sie, wohin der User eigentlich wollte. Ebenso ist eine dynamische Anzeige des korrekten Links aus technischer Sicht nicht immer möglich. Geben sie also Ihren Nutzern die Chance, auf Ihrer Seite selbst nach dem korrekten Link zu suchen.

Kontaktmöglichkeiten zusammenstellen.
Nicht nur Google weiß ein sauber geführtes Impressum zu schätzen. Indem Sie Kontaktoptionen (E-Mail, Telefon, technischer Support u.A.) auf der Fehlerseite anbieten, offerieren Sie Ihren Nutzern eine weitere Hilfemöglichkeit und die Chance auf einen intensivierten Kontakt.

Fazit

Eine hilfreiche 404-er Fehlerseite sollten Sie primär für Ihre Nutzer erstellen. Durch weiterführende Links, der Sicherstellung eines korrekten Status etc. ist es mit nur geringem Aufwand möglich, auch Crawler sinnvoll weiterzuleiten-mit besten Folgen für Ihre indexierten Seiten.

Liferay Europe Symposium 2011 – Ein Überblick

Am 18. und 19. Oktober wurde im Sheraton Hotel in Offenbach bei Frankfurt das vierte Liferay Europe Symposium ausgetragen. In zahlreichen Vorträgen und Workshops wurden die Highlights des kommenden Liferay Releases 6.1 vorgestellt und anhand von Showcases die Einsatzmöglichkeiten des Systems in Unternehmen vorgestellt.

Im Jahr 2000 von Brian Chan zunächst als Enterprise Portal-Lösung für Non-Profit -Organisationen erdacht hat sich Liferay über die Jahre zu einer festen Größe im Bereich der Enterprise Web-Portale entwickelt. Liferay spielt heute in einer Liga mit Portal-Lösungen von SAP oder IBM und wird weltweit von vielen namenhaften Unternehmen, wie Volkswagen, Lufthansa, Liebherr, Duden, T-Mobile oder Vodafone für Inter- und Intranetlösungen eingesetzt. Als einzige Open-Source-Alternative wird Liferay im Gartner Report „Magic Quadrant for Horizontal Portal Products“ im September 2010 als eine der führenden Portal-Lösungen gesehen.

Auch Namics erhält von Kunden vermehrt Anfragen nach Portal- und Kollaborations-Lösungen, sodass das diesjährige Liferay Symposium zum Anlass genommen wurde, um sich ein genaueres Bild vom Produkt zu verschaffen und mögliche Einsatzszenarien für Namics zu ergründen. Mit unserem Head of Technology Sven Niedner und mir waren an den beiden Tagen des Symposiums zwei Namics Mitarbeiter vor Ort. Mit insgesamt über 300 Teilnehmern aus ganz Europa war das Symposium sehr gut besucht und ermöglichte uns bei ungezwungener Atmosphäre mit zahlreichen Teilnehmern, aber auch Mitarbeitern von Liferay in Kontakt zu treten.

Im Folgenden möchte ich die Highlights des in den kommenden Monaten erscheinenden Liferay Releases 6.1 kurz vorstellen.

Liferay Allgemein

Liferay baut auf dem Java Portlet Standard JSR-286 auf und kann daher sehr leicht mit Hilfe von Java Portlets um neue Funktionen erweitert werden. Mit dem Liferay Marketplace wird ein Appstore geschaffen, der es Entwicklern ermöglicht eigene Portlets unkompliziert und auf einer zentralen Plattform zu vertreiben.

Für Redakteure wird das UI optimiert. Mit Drag & Drop Unterstützung an verschiedenen Stellen, Formulareditoren sowie einem komfortablen graphischen Workflow Editor (gestattet auch die Anbindung externer Workflow Engines) können viele Aufgaben wesentlich einfacher erledigt werden.

Dank dem Versionierungssystem von Liferay können sehr leicht unterschiedliche Versionen einzelner Seiten oder gar Branches von ganzen Auftritten erstellt werden und nach wunsch zeitgesteuert ausgespielt werden (z.B. Weihnachts- oder Oster-Versionen des Webauftritts).
In der neusten Version verfügt Liferay standardmäßig über eine WURFL gesteuerte Endgeräteerkennung, so dass sehr leicht für die unterschiedlichsten Endgeräte optimierte Seiten ausgespielt werden können.
Auch die in Liferay integrierte Lucene basierte Suche wird überarbeitet. Sie unterstützt ab sofort facettierte Suchen
In der neuen Version verfügt Liferay Die Lucene basierte Suche innerhalb von Liferay wird um die Möglichkeit einer facettierten Suche und einer Integration das Liferay eigenen Tagging-System erweitert.

Liferay Web CMS

Das Liferay Web CMS wird als die populärste Java Web Content Management Lösungen gezählt. In der neusten Version bietet es frei konfigurierbare Redakteursformulare, mit dem Asset Publisher eine Möglichkeit zur Erstellung unterschiedlicher Sichten auf Daten sowie ein komplett neues UI zur Definition von Kategorien und Vokabularen. Alle Inhalte im CMS können auf einfachste Art und Weise lokalisiert werden, wobei für jedes Contentelement eine Defaultsprache festgelegt werden kann.
Alle Webinhalte können um Kommentar- und Bewertungsfunktionen erweitert und sehr leicht mit anderen Inhalten verknüpft (z.B. Autoren mit ihren Büchern und umgekehrt) werden

Liferay als Social Collaboration System

Die ohnehin bereits sehr umfangreichen Kollaborationsmöglichkeiten werden konsequent erweitert. Foren, Blogs und Wikis werden um umfangreiche WYSIWYG Editoren ergänzt sowie allgemein die Social Sharing Funktionen optimiert.
Liferay befolgt den Open Social Standard 1.1 und kann daher problemlos mit den Unterschiedlichen großen Sozialen Netzwerken interagieren und Informationen austauschen.

Liferays Dokument- und Medienverwaltung

Mit dem kommenden Liferay Release werden die zuvor als separate Einheit betriebene Dokument- und Medienverwaltung unter der „Documents and Media Library“ vereint. Hierfür wurde ein komplett neues UI geschaffen und dieses damit sehr stark an native Dateiexplorer angeglichen. Die Benutzeroberfläche ist komplett Ajax basiert, bietet aber dennoch eine vollständige Unterstützung der Browser History (Zurück- und Vorwärts-Button), was insbesondere für das Bookmarking einzelner Verzeichnisse sehr hilfreich ist.

Die neue Dokument- und Medienverwaltung bietet vollständigen Drag & Drop Support und erlaubt dabei sowohl die Auswahl einzelner als auch mehrerer Dateien. Die Metadaten sämtlicher Dateien werden beim Hochladen automatisiert extrahiert und können zudem sehr leicht um eigene Metadaten erweitert werden. Jede Datei kann weiterhin mit Tags versehen und in Kategorien eingeordnet sowie mit unterschiedlichen Zugriffsberechtigungen versehen werden.

Ein meiner Meinung nach sehr cooles Feature ist die automatisierte Umwandlung von textuellen Inhalten der verschiedensten Formate in PDFs. Auf diese Weise können von nahezu allen hochgeladenen Dateien Vorschauversionen angeboten werden. Ein ähnliches Feature wird für Video Dateien angeboten. Diese werden automatisiert in Flashvideos umgewandelt.

Die Medien in Liferay müssen nicht zwingend direkt in Liferay abgelegt werden, sondern können auch in einem bereits im Unternehmen vorhandenen Content Repository verbleiben. Als CMIS 1.0 Consumer können zahlreiche externe DMS (Alfresco, FileNet, Nuxeo, etc.) sehr leicht angebunden werden. Aber auch proprietäre Systeme, wie SharePoint oder Documentum, können vergleichsweise einfach integriert werden.
Ein Highlight stellt zudem Liferay Sync dar. Vergleichbar mit Dropbox ist hierüber eine komfortable Synchronisation der Daten der Dokument- und Medienverwaltung mit dem Clientrechner oder dem Smartphone (iPhone, Adroid) möglich.

Fazit

Das Liferay Symposium war sehr interessant und konnte uns zahlreiche interessante Einblicke in das System und dessen mögliche Einsatzszenarien geben. Alles in allem herrschte an beiden Tagen eine sehr entspannte Atmosphäre und wir konnten mit zahlreichen Entwicklern, Produktverantwortlichen sowie Firmenvertretern in Kontakt treten. Bei weiteren Fragen könnt ihr euch gerne an mich oder Sven Niedner wenden. Sobald uns die Slides zur Verfügung stehen, werde ich diese hier noch veröffentlichen.

So wird heute gearbeitet – Tipps von Namics [Vortrag]

Heute bin ich beim IFJ (Institut für Jungunternehmen) eingeladen darüber zu sprechen, wie Namics seine interne Wissensarbeit macht/unterstützt. Der reisserische Titel dazu steht oben, und ein bisschen mehr Einleitung findet sich bei der Einladung selbst.

In der Vorbereitung habe ich darüber nachgedacht, was ich den Leuten (Jungunternehmer und arrivierte Firmen gleichzeitig) mitgeben will und mich innerlich auf das Folgende geeinigt: „Jungunternehmer sollen Ihre kommunikative Unbeschwertheit behalten und die arrivierten diese zurückgewinnen“. Denn Wissensmanagement hat deutlich mehr mit Kultur zu tun als mit Prozessen und Werkzeugen (die es zusätzlich braucht, aber die heute einfach zugänglich sind).

So fallen auch meine Tipps aus nämlich:

1. Offenheit und Dialog (vor)leben
2. Maximale interne Transparenz
3. Keine (unnötigen) Grenzen „innen“ /“aussen“
4. Individualität fördern

Denn,

– Grundbedürfnisse von Menschen (Mitarbeitern) sind erfüllt, „höherwertige“ Bedürfnisse sind wichtiger: Vertrauen, Image, Stolz und Selbstentfaltung
– Sobald ich Unterschiede „in der Firma“ und „im echten Leben“ erklären muss, stimmt etwas nicht
– Mitarbeiter sind auch Kunden
– (gute) Firmen sind die Summe ihrer Menschen

Download:

So wird heute gearbeitet – Tipps von Namics [pdf, 5.1 MB]