Facebook schickt Hrn. Ottiger Blumen

Irgendwie ist Facebook Schuld daran, dass Christoph Ottiger Blumen von uns bekommen hat. Kaum hatten die Kollegen des sozialen Netzwerks nämlich die neue Gruppen-Funktion freigeschaltet, mussten wir bei Namics sie ausprobieren. Ein Kollege hat die Namics-Gruppe eröffnet („eigentlich nur ein Test“), der nächste kräftig neue Mitglieder eingeladen („schon dabei“). Schliesslich waren eine ganze Menge Namics-Mitarbeiter Teilnehmer und irgendjemand hat auch Hr. Ottiger, den ehemaligen Leiter PR und Kommunikation eingeladen.

Anscheinend hatte Facebook die Gruppen-Funktion aber noch nicht zu Ende gedacht:

Bitte gebt uns Eure Stimme

Treue Leser des Namics-Blogs!

Der Lohn von mir als Weblogautor ist der Dialog mit euch Lesern und eure Aufmerksamkeit. Darf ich 30 Sekunden davon haben?

Für den Fall, dass ihr schätzt was wir hier tun, bitte gebt uns eure Stimme für den „Swiss ICT Award 2010″.

Hier der Abstimmung-Link: http://www.swissitmagazine.ch/

Zu gewinnen gibt es übrigens einen Helikopterflug am Steuer. Und so wäre es mir persönlich am liebsten ausgefüllt ;-)

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Vielen herzlichen Dank. Und falls reicht, so werde ich hier natürlich davon erzählen.

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Funktionale und nicht-funktionale Requirements an ein CMS

Heute geht es weiter mit unserer Serie ‚CMS Evaluation‘. Was sind eigentlich funktionale und nicht-funktionale Requirements? Und wie wirken sie sich auf die Evaluation eines CMS aus?

Im letzten Post haben wir die Business Requirements beschrieben und die Bereiche funktionale und nicht-funktionale Anforderungen angesprochen. Funktionale Anforderungen sind allgemein die Funktionalitäten eines CMS, die für die Benutzer sichtbare Elemente beschreiben. Nicht-funktionale Anforderungen beschreiben die Rahmenbedingungen eines CMS, welche über die funktionalen Anforderungen hinaus erfüllt werden müssen.

Nicht-funktionale Anforderungen
So ordnen wir folgende Bedingungen den nicht-funktionalen Anforderungen zu:

* Was ist die Kunden-Strategie hinsichtlich Technologie (z.B. Microsoft- oder Java-Technologie)?
* Welche Betriebssysteme, Applikationsserver oder Datenbank-Systeme werden vom CMS unterstützt?
* Wie erweiterbar soll das Produkt sein (z.B. Umsetzung beliebig vieler Mandanten)?
* Welche Schnittstellen zu Umsystemen soll das neue CMS unterstützen?
* Welche Ansprüche werden an Wartungsintervalle oder die Zuverlässigkeit gestellt?
* Welche Anforderungen werden an die Bedienbarkeit und Administration gestellt?
* Wie werden Digital Assets (z.B. Bilder, Filme, Dokumente) vom CMS behandelt?

In der Praxis müssen die oben genannten Fragen natürlich den richtigen Personen im Unternehmen gestellt werden. In erster Linie sollen die grössenteils IT-lastigen Requirements von den IT Verantwortlichen des Kunden identifiziert und zusammen mit Namics eingestuft werden.

Funktionale Anforderungen
Der Enduser hingegen (beispielsweise Editoren, Redaktoren oder Administratoren) haben komplett andere Anforderungen an das CMS als die IT. Natürlich holen wir auch deren Anforderungen und Wünsche an das Content Management System ab. Viele der nachfolgend genannten Anforderungen klingen vielleicht banal, können aber bei der nachfolgenden Bewertung grossen Einfluss auf das Ergebnis haben:

* Wird auf Basis von Templates gearbeitet, wie granular ist die Strukturierung der Inhalte?
* Kann auf Inhalts- und Navigationselemente out-of-the-box zurückgegriffen werden?
* Wie flexibel ist die Seiten- und Inhaltsgestaltung für die Editoren mit dem CMS?
* Werden Workflows unterstützt, wie komplex können diese sein und wie sind sie administrierbar?
* Stehen ‚Web 2.0′ Funktionalitäten zur Verfügung?
* Können Inhalte über mehrere Mandanten automatisiert verteilt oder zumindest vererbt werden?

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Bild: CannedTuna

Am allerliebsten frage ich meine Kunden in den gemeinsamen Meetings aber das Folgende:

Ich: Wie gehen Sie eigentlich mit Lastspitzen um? Zum Beispiel wenn Quartalszahlen oder der Geschäftsbericht veröffentlicht werden?

Business Nutzer: Da kümmert sich unsere IT drum!
IT CMS-Verantwortlicher: Wir halten für solche Fälle extra Hardware vor, diese schalten wir vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts jeweils auf…
Business Nutzer: Bei der letzten Social Media Kampagne hatten wir trotzdem einen Ausfall von mindestens vier Stunden, die Kampagnen-Landingpage war nicht erreichbar!

Ich: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, zumindest einen Teil des CMS z.B. zu Amazon auszulagern oder mit einem Content Delivery Network zu arbeiten?

Auch dieses oder ähnliche Szenarien sind nicht selten und der Markt bietet heute Produkte, Lösungen und Referenzen, welche diese Fragestellungen mit Bravour lösen und beantworten.

Kommen diese Statements über neue CMS bzw. deren Evaluation dem einen oder anderen bekannt vor?

Zum Weiterlesen:

* Ein neues CMS?
* Business Requirements an ein CMS

Kochen für’s iPad – oder wie kommt Leckeres auf das Tablett?

Für die Designkantine durfte wieder gekocht werden. Diesmal zum „Thema Design für das iPad“. Serviert haben Thomas Link, Claus Medvesek und Daniel Demel.
Um es vorweg zu nehmen: die Begriffe Design und Kochen vermischen sich in diesem Artikel. Man möge es mir verzeihen, ich mache eben beides gerne.

Wie in der Einladung zur Kantine zu lesen war, stellt auch für erfahrene User Experience Designer wie Thomas Link das Gestalten für das iPad eine bisher nicht gekannte (oder auch schon lange zurückliegende) Herausforderung dar.
Die gleichen Interaktions-Möglichkeiten wie das iPhone, aber deutlich grösser und doch kleiner als bisher bekannte (mobile) Computer.
Wie kocht man für dieses Gerät, wie findet man die richtigen Zutaten, wie lassen sich diese raffiniert kombinieren und so würzen, dass der Genuss ein Schmaus und bekömmlich ist und welche Utensilien braucht der Koch zur Zubereitung einer gelungenen User Experience?

(H)Apps(chen) statt komplette Speisekarten.

Heute bietet Steve Jobs Restaurant – der App Store – bereits tausende Gerichte an. Das Angebot reicht dabei von Fast Food bis zur Gourmet-Küche. Ein Standard Kochbuch um Apps zu erstellen sind Apples iPad User Experience Guidelines.
Darin beschreibt Apple, dass ein Benutzer hoch erfreut und seine Bedürfnisse befriedigt werden sollen, wenn er das iPad als Interface verwendet. Von Designern sollen die innovativen Interaktionen eingesetzt werden, damit der Benutzer eine klar definierte und begrenzte Aufgabe erfüllen kann. Features, die nicht zu dieser Aufgabe gehören, haben nichts auf dem Interface zu suchen.

Dieses Prinzip kann man als Single Minded bezeichnen.
Eine Single Minded App fokussiert auf eine Aufgabe, sie versucht nicht eine komplette Menükarte zu sein, wie der Benutzer sie bei Full Service Websites in einem Browser antrifft.

Morphologisches Gewürzregal

Bei Single MInded Apps empfiehlt sich die Zutaten gut abgestimmt auf einen einzelnen wohlschmeckenden Gang einzukochen.
Zur Abstimmung hilft dem Koch sein Gewürzregal, dem Designer auch ein morphologischer Kasten, gefüllt mit den wichtigen Parametern für Konzept und Gestaltung: Marktthema, Branche, Verfügbarkeit, Dauer, Häufigkeit und Ort der Nutzung, Kontext und grafischer Stil.

Als guter Gastgeber sollte man wissen, was seinem Gast schmeckt und wie er es am Liebsten zubereitet mag.
Es hilft also nachzufragen, bevor man kocht: Welche Features können nützlich sein, damit sich der Download lohnt, welche sind nachhaltig, werden öfters eingesetzt und schaffen eine langfristige Bindung.
Welche Aufgabe möchte der Benutzer mit der App erfüllen und welche Informationen und Funktionen sind genau für diese eine Aufgabe notwendig, damit dies gelingt? Wo wird die App genutzt? Daheim? Auf der Couch, in der Küche, im Bad oder doch auf dem Balkon, also nur im Sommer? Alleine oder gleichzeitig zu Zweit, wie eine Tageszeitung bei der einer die Vorder-, einer die Rückseite liesst?

Wenn der Koch diese Fragen nicht beantworten kann, läuft er schnell Gefahr dass es nicht schmeckt.
Vielleicht werden die Gerichte am Anfang noch bestellt, sprich aus dem App Store geladen und sorgen für hohe Download-Zahlen, doch die Bewertungen zeigen später ein anderes Bild.

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Interface mit Emotion

Ein gutes Beispiel wie eine App fokussieren kann und Feature & Funktionen benutzer- und mediengerecht darstellt ist „Hello Baby“ von Pampers. Die App ist eine gelungene Adaption des Schwangerschaftskalenders, der auch Besuchern der Pampers Website zur Verfügung steht. Auf der Website noch in Konkurrenz zum kompletten Angebot bekommt der Kalender auf dem iPad die richtige Bühne. Die Wochen als Zeitleiste dargestellt lässt sich die Entwicklung eines Embryos per Fingergeste im Zeitraffer erleben. Wissenswertes für jede Woche angereichert mit weiteren Bild- oder Tonbeispielen, z.B. Herztöne.
Das Erlebnis wird verstärkt, in dem Mama oder Papa das voraussichtliche Geburtsdatum und den Wunschnamen ihres Kindes eingeben, und die freudige Erwartung per Facebook mit der Welt teilen können.
Ein besonderes Highlight ist aber die Darstellung der Entwicklung in Originalgrösse, bei der das iPad als „Fenster in den Körper“ fungiert und der Rahmen ab der 24. Wochen zu klein wird. Ein Erlebnis, das mit einem Desktop oder auch Laptop nie so funktioniert, oder stellen Sie sich vor sie nähmen Ihren 21″ Monitor vom Schreibtisch und halten ihn vor den Bauch der Mutter.

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App oder Web

Als Alternative zu Apps gibt es für das Medium optimierte Websites, die mit aktueller Webtechnologie Inhalte iPad-gerecht (kleine Portionen, touch-optimiert) präsentieren. Youtube oder Nike zeigen dabei wie es gehen kann: mit Fokus – auf Videos und Schuhe.

Diese werden in guter Grösse mit wenig Dekoration und viel Weissraum in Szene gesetzt, sind gleichzeitig Inhalt und Interaktionsfläche, ein Klick auf ein Bild, und der Film, respektive der Schuh, wird im Detail gezeigt.
Der Konsum des Angebots steht dabei noch im Vordergrund, so verzichtet etwa Nike auf die Kommentarfunktion im Blog. Denn es fehlt – obgleich mehr Platz als bei einem iPhone für die Tastatur zur Verfügung steht – immer noch die Haptik eines Tastenanschlages, um das Schreiben zum Erlebnis zu machen.

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Kochzubehör

Wenn man den Geschmack der Gäste kennt und die richtigen Zutaten eingekauft hat, dann braucht es zum Kochen noch die Technik: Schüsseln, Töpfe, Herd und Ofen.
Claus Medvesek hat hier eine Auswahl an Werkzeugen für Prototyping und Entwicklung zusammengestellt, die in keiner Küche fehlen sollten:

Prototyping

Entwicklung

Die Präsentation dieser Designkantine als Nachschlag

Bleibt mir noch viel Spass beim Kochen Gestalten zu wünschen und auch Mut mit Zutaten zu experimentieren, um neue Wege zu gehen.

Download der Präsentation (PDF 11.6 MB)

Gestalten für das iPad. Design. Kantine. Namics.

Zum Nachschlag noch die Beiträge der vorangegangenen Designkantinen:
Augmented Realty
Web Typography

Bon Appetit, Mahlzeit & En Guete!

TEDxZurich – Die Highlights

Heute hat erstmals die TEDx Zurich Konferenz in der ZHdK stattgefunden. TEDx Zurich ist ein unabhängig organisierter TED Event, nach dem Vorbild der seit 25 Jahren stattfindenden TED Events. Der Claim „Ideas worth spreading“ sagt eigentlich schon alles.

Peter Hogenkamp und Tim Dührkoop eröffnen den Event vor gespanntem Publikum. Die Liste der Referenten ist ziemlich vielversprechend.

In den nächsten Tagen werden die Videos der Referate online verfügbar werden, daher schreibe ich einfach über einige Highlights des Tages.

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Jeff Koh zeigt revolutionäre „Liquid Intefaces“ als konsequente Weiterentwicklung von Buttons über Surface- und Touchbedienung. Interaktion kann echt gefühlt werden. Das Beispiel des huggy Pyjamas würde Urs Bucher gleich massenweise bestellen wollen.

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Robin Cornelius, der Gründer von Switcher offenbart schauspielerische Qualitäten, die er durch das ganze Referat durchzieht. Er spricht über die Nachvollziehbarkeit von Produkteinformationen von Kleidung am Beispiel von
Respect Code
und denkt das Beispiel weitere auf andere Produkte. Derzeit kennen wir nur Marke und Preis eines Produkts. Was wenn wir von allen Produkten wüssten, woher sie kommen, wer diese wo produziert hat und wie die CO2 Bilanz wäre?

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Karen Tse erntet mit ihrem bewegenden Referat zu Massnahmen gegen Folter in der Welt Standing Ovations. Sie hat heute Geburtstag. Als Überaschung „schenken“ ihr die TEDx Organisatoren ein früheres TEDx Video, in dem das Publikum gemeinsam enthusiastisch Happy Birthday singt. Karen sitzt auf der Bühne vor dem Publikum, welches während der Vorführung des Videos genau so aktiv zum Happy Birthday anstimmt.

Peter Hogenkamp kann nur noch anfügen: „Never underestimate the power of video“.

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Die Techies erfreut die leider nur sehr kurze Demo von Corsin Gwerder und Lukas Limacher des Ballbots.

Abt Martin hatte die Lacher auf seiner Seite: „Listen to those from whom you expect nothing – That’s why i like Twitter“ meinte er.

Ein grossartiger Event, der viele neue Denkanstösse und Inspiration geliefert hat.

Die brillianten Fotos sind von Michael Schmid @Schnitzel. Weitere seiner Fotos hier im TEDx Flickr Stream.

Backlink-Management birgt grosses SEO-Potenzial

Dass ca. 30% des Traffics einer Website über Google & Co. kommen, können wir abhaken. Auf dem Weg, möglichst viele und relevante Besucher über Suchmaschinen anzulocken, ist der erste Schritt die Optimierung der eigenen Inhalte. Und wenn man sich dann noch mit seiner Technik versteht, holt man aus der Programmierung noch weiteres Potenzial raus… Keywords, URLs, Meta, Page titles, Alt-Texte, usw. das alles sind die SEO-Klassiker, die man in jeder SEO-Tippliste nachlesen kann.

Was bei all diesen Massnahmen aber vergessen wird: Damit haben wir erst 25% des Potenzials ausgeschöpft – wenn wir alles richtig machen! Denn der wichtigste Faktor, wie relevant eine Website für Suchmaschinen ist, kommt von den sog. Backlinks oder Incoming Links oder Inlinks. D.h.: Je mehr Referrer (auf meine eigene Website linkende Seiten) ich habe, umso höher interpretieren Suchmaschinen die Relevanz meiner Seite und umso höher wird meine Seite im Ranking dargestellt. Die Bedeutung von Backlinks: ca. 75% des Rankings wird von der Linkstärke meiner Seite bestimmt:

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Warum das Thema jedoch meist vernachlässigt wird? Es ist schlicht mühsam und mit viel Handarbeit (und Kosten) verbunden. Denn das Vorgehen im Backlink Management ist dabei vielschichtig:

  1. Bestehende Backlinks finden und analysieren (v.a. richtige URL, sinnvoller Linktext)
  2. Backlinks optimieren (Soll-Zustand für falsche URLs und Linktexte bestimmen)
  3. Webmaster kontaktieren (personalisierte Mails mit den Anpassungsvorschlägen verfassen)
  4. Tracken, ob die Backlinks angepasst wurden
  5. Weiteres Backlink-Potential identifizieren
  6. Weitere Webmaster kontaktieren…

Ein langer, aufwendiger Prozess. Vor allem, weil es dabei nicht bleiben darf – die Arbeit beginnt an dieser Stelle erst. Nun gilt es, diese Anpassungen zu tracken, immer wieder neue Potenziale zu identifizieren und Webmaster immer wieder kontaktieren.

Neben anderen Kunden, betreuen wir hierbei derzeit Siemens Building Technologies, Dienstleister für Gebäudetechnik, Feuerschutz und Sicherheit. Und obwohl nicht Consumer Goods oder ähnliches B2C Business im Fokus, betreibt Siemens das Backlink-Thema bereits auf hohem Niveau. Neu ist nun: Im Zuge dieses Projekts haben wir den ganzen Prozess soweit wie möglich automatisiert und optimiert, denn Siemens hat derzeit mehrere Tausend Backlinks, die es zu überprüfen, zu optimieren und zu überwachen gilt.

Nun: Bringt der automatisierte Prozess den gleichen Erfolg? Was spart man wirklich über diesen Weg? Auf was ist dabei zu achten? Wir werden es herausfinden. In späteren Beiträgen werde ich mehr über die Learnings dieses neuen Vorgehens berichten. Also: Stay tuned…

iPad und Co. eröffnen neue Chancen am Point of Sale

Tablet PCs gibt es ja eigentlich schon ziemlich lange. Das iPad von Apple schaffte es den Markt neu zu beleben, so dass Unternehmen zurzeit vermehrt mit der Evaluation neuer Anwendungsmöglichkeiten reagieren.

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Welche Chancen ergeben sich aus der neuen „Gerätekategorie“ iPad im eigenen Unternehmen?

  1. Externe iPad Applikationen
    Externe iPad Applikationen sind grundsätzlich für jedermann im offiziellen App Store von Apple zu finden. Die Vielfalt an Applikationen ist bereits sehr gross und reicht von E-Shops, Games, Zeitschriften usw.
    Je höher der Kontextfit ist, desto erfolgreicher wird m.e. die Applikation sein. Es gilt den funktionellen Gap zu identifizieren, der zwischen Smartphone und Notebook besteht, um heraus finden, welche spezielle User Experience ein Benutzer mit dem iPad erleben kann. Dabei ist zu beachten, dass das iPad primär ein „Konsumgerät“ von Inhalten ist (hoher Multimedia-Anteil) und nur sekundär der Kommunikation dient. Oft zitierter Einsatz des iPads ist die Nutzung als ergänzenden Informations-Kanal zum TV: „Mal schnell nachschauen, was über den Film in Wikipedia geschrieben wird“.

    Eine noch spannendere Dimension scheint sich momentan im im Bereich der internen „Enterprise-Applikationen“ zu entwickeln.

  2. Interne iPad Applikationen
    Interne Applikationen werden im Gegensatz zu externen Applikationen speziell für die Zielgruppe „eigene Mitarbeiter“ im Unternehmen erstellt und auf internen iPads ausgerollt. Anwendungsszenarien sind oft Effizienz getrieben (z.B. Prozessunterstützung). Applikationen können dabei sowohl Kommunikations- und Informationscharakter, z.B. für Management Reportings haben und müssen dabei nicht zwingend über native Applikationen realisiert werden.

    Neben dem rein internen Einsatz von iPads durch Mitarbeiter ergeben sich im B2C, an der Schnittstelle zu den Kunden neue Chancen am Point of Sale. Einzelne Unternehmen (z.B. Mercedes-Benz, ) sind bereits auf diesen Zug aufgesprungen. Weitere folgen.

    Wie funktioniert das genau? In Kundengesprächen benötigen Verkaufsberater möglichst einfachen und schnellen Zugriff auf Informationen. Dies können Kataloge, Produktbilder, Produktdetails aber auch Preislisten oder Rabatt-Konditionen sein. Darüber hinaus ist ein Verkaufsprozess oft auf weitere Hilfsmittel wie Taschenrechner, elektronische Preisabfragen, Marktentwicklungen, Informationen zu offenen Lagerbeständen etc. angewiesen. Der kritische Erfolgsfaktor im Gespräch ist Geschwindigkeit, beispielsweise eine Preisabfrage muss sehr schnell gehen. Das besondere stellt die Auflösung der typischen Desk-Situation dar. Das „Halten“ des iPads macht den Kundenberater noch ortsunabhängiger, das Gerät kann wie in einem Dialog hin und her gereicht werden. Abklärungen und Dateneingabe können noch besser organisch und in Echtzeit gehandelt werden. Die Eleganz und Werthaftigkeit des Gerätes unterstützt den Verkaufsprozess.

    Ein Tablet PC wie das iPad schafft es also noch besser, Informationsquellen und Tools vom Ort unabhängig bedienbar machen. Darüber hinaus können z.B. generierte Preisberechnungen oder Produktkataloge fast zeitgleich an den Kunden übermittelt werden, z.B. via E-Mail. Auch Anbindungen an ERP- und CRM Systeme sind auf sichere Weise realisierbar.

Bezogen auf die eigene Unternehmung gilt es also genau zu überlegen, welche bestehenden (oder gar neuen) Services sich über diesen Kanal sinnvollerweise ergeben. Hier fallen mir bereits einige Themen ein:

  • Kundenberater im Versicherungsumfeld: Prämienberechnungen und Vertragsauskunft bei Kundenbesuchen
  • Mobiler Produktkatalog für Verkaufsberater (door-to-door selling )
  • Leasing- und Kreditberechnungen für Verkaufsberater
  • Ärzte: Erklärung von Krankheitsbildern (Krankheitsverlauf)
  • Spitäler: Patientenakten

Lassen sich auch Ihre Services gewinnbringend auf dem iPad einsetzen?

Intranet Summit 2010 – Intranet als Kulturtreiber

Repower „nur ein Stromanbieter aus der Ostschweiz“ legte 2009 eine unglaubliche Performance hin. Das Umsatzwachstum und die Erweiterung um weitere Firmen zwang Repower von einem House of Brands strategisch neu Richtung Branded House zu steuern. Ein erklärtes Ziel war das Rebranding des Intranets und dieses neu zu beleben. Im April 2010 wurden der Internet-Auftritt wie auch das Intranet neu lanciert. Namics als Partner konnte gemeinsam mit Repower dieses Intranet als neues Arbeitswerkzeug zur täglichen Unterstützung entwickeln. So entstand ein Atlassian Confluence Wiki, das den kulturellen Wandel über alle Länder hinweg unterstützt.
Letzte Woche gewährten Paolo Raselli und Roman Zollet einen öffentlichen Einblick in das Intranet.

Am Swiss Intranet Summit zeigten sie den Aufbau der Seite und deren Funktionalität mit Schwerpunkt auf News, Dashboard und Favoritenlogik. Als Projektleiter des neuen Intranet-Auftrittes war es schön diese Präsentation vorbereiten zu können und hier ist das PDF dazu.

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Die Plattform bietet Raum für Standorte in drei Sprachen und einer Newslogik welche sich über alle Bereiche hinweg steuern lässt. Zudem gibt es ein Dashboard (umgesetzt mit Terrific), auf welchem der einzelne Mitarbeiter Raum gibt sich nützliche Tools individuell zusammenzustellen. So können News nach Land, Sprache, Zeitraum, usw. persönlich konfiguriert werden. Weitere Widgets wie: Wetter, Währungsrechner, Favoriten und SBB-Verbindungen dürfen da nicht fehlen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine Technologie für die Zukunft gewählt wurde um Kultur und verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Marke GROSS zu schreiben.

Simon Daiker

Intranet Summit 2010 – Change Management und Social Media

Vom 05. bis 07. Oktober fand in Zürich das Swiss Intranet Summit statt. Michael Pertek und ich durften in diesem Rahmen eine Workshop Moderation zum Thema Change Management und Social Media übernehmen.
In den einzelnen Workshops haben zwischen 10 bis 15 Personen teilgenommen – die Zeit von 30 bis 45 Minuten wurde deshalb gut gebraucht. Die Diskussionen zum Soll-Zustand einer funktionierenden und Social Media integrierenden Organisation und den notwendigen Massnahmen waren sehr spannend und ergiebig, da viele Teilnehmer bereits eigene Erfahrungen mit Social Media im Unternehmen gemacht haben. Die folgenden vier Punkte nehme ich mit:

  1. Strategie: Die Einführung von Social Media muss im Unternehmen die Strategie unterstützen, definiert diese aber nicht. Der Nutzen aus der Einführung muss für die Organisation durch Zielvorgaben definiert sein.
  2. Struktur: Der Einfluss von Social Media auf die bestehende Strukturen wurde divers diskutiert. Social Media wird im Allgemeinen als Instrument gesehen, die Strukturübergreifende Zusammenarbeit durch eine Kompetenzzentrierung zu stärken.
  3. Kultur: Das erfolgreiche Nutzen von Social Media erfordert eine passende Kultur. Als eine Massnahme wurde beispielsweise ein Bonussystem für die Teilnahme der Mitarbeiter besprochen. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass eine Nicht-Teilnahme nicht zu einer direkten Benachteiligung / zu einem Ausschluss führt.
  4. Mitarbeiter: Die Anwendung und Verwendung von Social Media will gelernt sein. Durch Schulungen und den gezielten Einsatz von Promotoren kann die Qualität und der Nutzenbezug verbessert werden.

Die obenstehenden Punkte sind nur ein kleiner Auszug aus den spannenden Diskussionen. Ich möchte mich bei allen Beteiligten sowie beim Veranstalter nochmals herzlich bedanken.

Erfolgreich starten mit Corporate Blogs – Die 3 Top Enttäuschungen.

Ich habe kürzlich bei Digicomp Academy im Rahmen der Aiciti Veranstaltungsreihe ein Referat über Corporate Blogs gehalten. Aus der anschliessenden Diskussion, aber auch aus zahlreichen Lehrveranstaltungen ist mein Fazit, dass ein Thema in allen Blogs, Fachbüchern und Vorträgen zum Thema Corporate Blogs fehlt: Erwartungsmanagement.

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Quelle: anniemole

Das Konzept mag noch so professionell sein, die Unternehmenskultur für die Lancierung eines Corporate Blog mag geeignet erscheinen und die Schulung der künftigen Blogger ernsthaft durchgeführt worden sein. Die Erwartungen an den Erfolg eines Blogs sind immer überrissen.

Enttäuschung 1 – Nur wenige Mitarbeiter bloggen

Echte Blogger mit Erfahrung sind rar. Vielleicht gibt es eine oder zwei Personen im Unternehmen, die schon Erfahrung mit Blogs haben. Die restlichen wollen erst instruiert und motiviert werden. Und zwar „from scratch“.

Wer überhaupt (webgerecht) schreiben kann, ist noch lange kein Blogger. Sich selbst mit dem eigenen Namen in der Öffentlichkeit zu positionieren braucht Überwindung, Übung, ein Fachthema und ein Vorbild. Warum um Himmels Willen soll ich bloggen, während mein Vorgesetzer und die Geschäftsleitung nur kritisch mitlesen?

Ich behaupte einfach einmal: Nur 10% der Belegschaft sind ansatzweise „willing“, nur 5 % sind „able“ aber nur ein Prozent sind Stars.

Die Kadenz an Blogbeiträgen und die Anzahl Autoren wird erst steigen, wenn Meinungsführer und Management eine Blogkultur vorleben und das Corporate Blog als gleichberechtigtes Medium in das PR Instrumentarium gefunden hat.

Enttäuschung 2 – Kaum Kommentare

In Zeiten des Facebook ilike-Button und Twitter sind Kommentare und Dialoge auf Blogs rarer geworden. Das akzeptiere ich als Zeitgeist. Kommentare entstehen einerseits spontan und andererseits, wenn man eine Antwort voraussetzen kann. Das bedingt eine stattliche Anzahl an Lesern und eine Dialogkultur. Diese entstehen ganz sicher nicht nach wenigen Wochen oder Monaten einfach so, weil ein Blog nun endlich online ist.

Kommentare sind die falsche Messgrösse. Der wachsende Erfolg eines Blogs lässt sich genausogut durch Zugriffszahlen, Verlinkungen durch andere Blogs und Erwähnungen auf Twitter und Facebook messen. Auch bei erfolgreichen Blogs kommentiert nur ein Bruchteil der Leserschaft.

Enttäuschung 3 – Die Nutzungszahlen sind gering

Geduld, Geduld. Es bringt nichts, die Webstatistiken täglich mehrfach abzurufen. Vermutlich wäre es einfacher, die Statistiken in den ersten drei Monaten erst einmal zu ignorieren und die Energie in die Erstellung von Beiträgen zu stecken. Zuerst säen, dann ernten.

Ein Jahr lang mindestens; zwei bis drei Blogposts pro Woche. Die Zeit braucht es, um eine Blog Kultur zu etablieren und für die Autoren, um an Textkompetenz und Effizienz beim Schreiben zu gewinnen.

Nicht nur Enttäuschungen

Anstelle von reinen Zugriffsstatistiken, Anzahl Kommentare und Autoren bevorzuge ich in der ersten Phase andere Erfolgskriterien:

  • Wie viele Besucher haben unsere Firma dank Suchmaschinen und spezifischen Fachbegriffen gefunden, die auf der Corporate Website gar nicht oder nur marginal vorhanden waren?
  • Wie viele Markenimpressionen wurden damit zusätzlich zur Website generiert?
  • Welche Kompetenzen der Mitarbeiter werden auf einmal von aussen wahrnehmbar
  • Wie viel wert ist alleine die Botschaft, dass die Unternehmenskultur vertrauensgeprägt ist und selbständiges Publizieren von Fachthemen und Meinungen zulässt?

Das sind unschätzbare Beiträge an das Employer Branding und banal gesehen auch kostenloses Suchmaschinen Marketing.

Erfolgsfaktoren

Das Fazit meines Referats nochmals hier nochmals kurz zusammengefasst:

  • Kultur etablieren. Ernsthaft.
  • Management vor und die Stars ins Schaufenster
  • Dran bleiben. Mindestens ein Jahr
  • Authentisch sein

Die ganze Präsentation gibt es übrigens auf Slideshare oder

hier zum Download

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