Corporate Blogger – Einzahl oder Mehrzahl. Oder: Wenn Blogger das Unternehmen verlassen.

Zum Jahresende verlässt Su Franke Namics und wir überlegten uns, wie kommunizieren wir, wenn ein Corporate Blogger das Unternehmen verlässt. Klaus Eck gab kürzlich in seinem Blog dazu Überlegungen und Tipps „Wenn Corporate Blogger die Firma verlassen.

Klaus Eck berichtet über eine von langer Hand geplante und inszenierte Stabsübergabe von Leit-Bloggerin A zu Alpha Bloggerin B auf dem Fashionblog von Otto.de.

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Lomo Portrait: Su und Ralph (Fotografin: Nina)

Und genau das war der Plan: Eine ähnlich schön inszenierte Stabsübergabe der „Corporate Blogger“ zum Abschied von Su mit den 10 wichtigsten Tipps, wie man den Wechsel gestalten sollte. Wir beide haben uns anders entschieden, denn dieses Modell passt einfach nicht zu Namics. Su meinte gestern, „Es gibt DEN Corporate Blogger und auch die Funktion schlicht und ergreifend nicht bei uns.“

Die Realität bei Namics ist einfach eine andere: Grundsätzlich haben alle Mitarbeitenden die erforderlichen Rechte, um auf allen Namics Blogs ihre Inhalte direkt zu publizieren. Aber niemand hat Bloggen oder Twittern im Stellenbeschrieb, nicht mal unser Corporate Communication Managerin, die ich leider bald „ehemalige“ nennen muss. Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit und nicht etwa ein Mediaplan.

Ebenfalls Realität ist, dass trotzdem nur ein Bruchteil der Mitarbeitenden diese Möglichkeit in Anspruch nimmt. Dieser nutzt die Social Media Kanäle dafür umso bewusster und gezielter, um die Fachthemen sowohl für die Firma, als auch aus persönlichem Interesse oder für die eigene (Online-) Reputation zu besetzen.

Das brachte uns zum Schluss, dass es DEN Corporate Blogger per se grundsätzlich gar nicht geben kann oder geben soll.

Mir liegt das Verständnis von „Corporate Blogger“ im Plural wesentlich näher. Es ist die Summe der bloggenden Mitarbeiter, die die Kommunikation des Unternehmens massgeblich mitprägen. Su hat dies am Beispiel der Firmenpersönlichkeit als Summe der Aktivitäten anschaulich beschrieben. Das selbe Prinzip gilt auch für die Corporate Blogs.


Unsere Grundregel ist, dass wir kommunizieren was wir sind / was wir können und nicht was wir gerne wären / gerne könnten. Damit transportieren wir (wie in unserer Marke sichtbar) die Summe unserer Persönlichkeiten automatisch nach aussen.

Jürg Stuker, CEO

Entgegen der ursprünglichen Intention kann ich hier nun auch keine Liste von „10 Tipps für den Wechsel von Corporate Blogger“ geben.

Es bleibt mir, an dieser Stelle Su und Jürg zu danken. Ihnen ist es gelungen, mit viel Energie, Konstanz und Herzblut über Jahre eine Kommunikationskultur nach innen und nach aussen zu schaffen, die die Menschen bei Namics zu einem integralen Bestandteil der Kommunikation macht.

Und wenn uns Su jetzt verlässt, so nimmt sie ihre Reputation und Fachwissen mit und belässt diese gleichzeitig im Namics Blog und im internen Wiki. Das entstandene Netzwerk von Menschen bleibt bestehen, auch wenn jemand an einem anderen Ort arbeitet und wir werden uns auf den Social Mediaplattformen und persönlich sowieso nicht aus den Augen verlieren. Eine kommmunikative Win-Win Situation.

Das Namics Rezept für erfolgreiches Corporate Blogging heisst zusammenfassend: Vertrauen schenken, motivieren, vorleben, authentisch sein und vor allem: nicht aufgeben. Keep on Blogging!

2 Gedanken zu “Corporate Blogger – Einzahl oder Mehrzahl. Oder: Wenn Blogger das Unternehmen verlassen.

  1. Ralph, das hast Du sehr schön auf den Punkt gebracht. Wir alle sind die Corporate Blogger von Namics und leben weiter!

    Trotzdem, liebe Su, ist es sehr schade, dass Du ab kommenden Jahr nicht mehr Teil der Namics Crew bist! Ich habe es immer sehr geschätzt mit Dir zusammenarbeiten zu können und dürfen. Auch weil Du Social Media als integralen Bestandteil Deiner Arbeit schon so frühzeitig und gut gelebt hast! Das, wo viele andere PR-Menschen wohl noch hin müssen/soll(t)en.

    Dank Social Media werden wir aber sicherlich weiterhin in Kontakt bleiben. Ich hoffe es!

    Auf die weitere Zusammenarbeit mit Dir, Ralph, freue ich mich. Und auch auf den nächsten DJ-Battle ;-)

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