Funktionale und nicht-funktionale Requirements an ein CMS

Heute geht es weiter mit unserer Serie ‚CMS Evaluation‘. Was sind eigentlich funktionale und nicht-funktionale Requirements? Und wie wirken sie sich auf die Evaluation eines CMS aus?

Im letzten Post haben wir die Business Requirements beschrieben und die Bereiche funktionale und nicht-funktionale Anforderungen angesprochen. Funktionale Anforderungen sind allgemein die Funktionalitäten eines CMS, die für die Benutzer sichtbare Elemente beschreiben. Nicht-funktionale Anforderungen beschreiben die Rahmenbedingungen eines CMS, welche über die funktionalen Anforderungen hinaus erfüllt werden müssen.

Nicht-funktionale Anforderungen
So ordnen wir folgende Bedingungen den nicht-funktionalen Anforderungen zu:

* Was ist die Kunden-Strategie hinsichtlich Technologie (z.B. Microsoft- oder Java-Technologie)?
* Welche Betriebssysteme, Applikationsserver oder Datenbank-Systeme werden vom CMS unterstützt?
* Wie erweiterbar soll das Produkt sein (z.B. Umsetzung beliebig vieler Mandanten)?
* Welche Schnittstellen zu Umsystemen soll das neue CMS unterstützen?
* Welche Ansprüche werden an Wartungsintervalle oder die Zuverlässigkeit gestellt?
* Welche Anforderungen werden an die Bedienbarkeit und Administration gestellt?
* Wie werden Digital Assets (z.B. Bilder, Filme, Dokumente) vom CMS behandelt?

In der Praxis müssen die oben genannten Fragen natürlich den richtigen Personen im Unternehmen gestellt werden. In erster Linie sollen die grössenteils IT-lastigen Requirements von den IT Verantwortlichen des Kunden identifiziert und zusammen mit Namics eingestuft werden.

Funktionale Anforderungen
Der Enduser hingegen (beispielsweise Editoren, Redaktoren oder Administratoren) haben komplett andere Anforderungen an das CMS als die IT. Natürlich holen wir auch deren Anforderungen und Wünsche an das Content Management System ab. Viele der nachfolgend genannten Anforderungen klingen vielleicht banal, können aber bei der nachfolgenden Bewertung grossen Einfluss auf das Ergebnis haben:

* Wird auf Basis von Templates gearbeitet, wie granular ist die Strukturierung der Inhalte?
* Kann auf Inhalts- und Navigationselemente out-of-the-box zurückgegriffen werden?
* Wie flexibel ist die Seiten- und Inhaltsgestaltung für die Editoren mit dem CMS?
* Werden Workflows unterstützt, wie komplex können diese sein und wie sind sie administrierbar?
* Stehen ‚Web 2.0′ Funktionalitäten zur Verfügung?
* Können Inhalte über mehrere Mandanten automatisiert verteilt oder zumindest vererbt werden?

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Bild: CannedTuna

Am allerliebsten frage ich meine Kunden in den gemeinsamen Meetings aber das Folgende:

Ich: Wie gehen Sie eigentlich mit Lastspitzen um? Zum Beispiel wenn Quartalszahlen oder der Geschäftsbericht veröffentlicht werden?

Business Nutzer: Da kümmert sich unsere IT drum!
IT CMS-Verantwortlicher: Wir halten für solche Fälle extra Hardware vor, diese schalten wir vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts jeweils auf…
Business Nutzer: Bei der letzten Social Media Kampagne hatten wir trotzdem einen Ausfall von mindestens vier Stunden, die Kampagnen-Landingpage war nicht erreichbar!

Ich: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, zumindest einen Teil des CMS z.B. zu Amazon auszulagern oder mit einem Content Delivery Network zu arbeiten?

Auch dieses oder ähnliche Szenarien sind nicht selten und der Markt bietet heute Produkte, Lösungen und Referenzen, welche diese Fragestellungen mit Bravour lösen und beantworten.

Kommen diese Statements über neue CMS bzw. deren Evaluation dem einen oder anderen bekannt vor?

Zum Weiterlesen:

* Ein neues CMS?
* Business Requirements an ein CMS

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